Ballmertshofen

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Ballmertshofen
Gemeinde Dischingen
Wappen von Ballmertshofen
Koordinaten: 48° 40′ 14″ N, 10° 22′ 21″ O
Höhe: 469 m
Fläche: 7,23 km²
Einwohner: 447 (31. Dez. 2020)[1]
Bevölkerungsdichte: 62 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Januar 1974
Postleitzahl: 89561
Vorwahl: 07327
Ballmertshofen (Baden-Württemberg)
Ballmertshofen

Lage von Ballmertshofen in Baden-Württemberg

Ballmertshofen ist ein Ortsteil der Gemeinde Dischingen im Landkreis Heidenheim. Bis 1974 war Ballmertshofen eine eigenständige Gemeinde.

Lage und Verkehrsanbindung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ballmertshofen liegt südöstlich des Kerns von Dischingen an den Kreisstraßen K 3000 und K 3001.

Der Ort liegt im Unteren Egautal, welches Teil der Lonetal-Flächenalb ist, einer Hochfläche im Osten der Schwäbischen Alb.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mittelalter[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Endung -hofen des Ortsnamens deutet darauf hin, dass der Ort in der älteren Ausbauzeit (7. bis 10. Jahrhundert) besiedelt wurde.[2] Der Ortsname bedeutet demnach „Hof des Baltram“.

Ballmertshofen wurde das erste Mal 1139 als „Baltrameshoven“ erwähnt, jedoch ist unsicher, ob hiermit wirklich dieser Ort gemeint ist. 1140 wurde der Ort als „Baltrammeshoven“ erwähnt, 1236 als „Balmershoven“ und 1368 als „Baltmarßhofen“. Der Name des Ortes beschreibt den Namen des alemannischen Ortsgründers, der vermutlich „Baltram“ hieß.

Der Ort gehörte im Hochmittelalter zum Teil den Grafen von Dillingen, die ihren Besitz 1236 das Kloster Neresheim schenkten, welchem der Ort 1298 ganz gehörte. Die Burg samt dem Hauptteil des Ortes einschließlich des Besitzes der nur 1140 mit Rehewin von Ballmertshofen erwähnten Adelsfamilie kam an die von Westerstetten zu Altenberg.

Neuzeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Durch Weiterverkauf gelangte die Hälfte des Anteils der von Westerstetten 1442 an Ulm, das noch weitere Güter erwarb, aber 1512 wegen obrigkeitsrechtlicher Streitigkeiten mit Pfalz-Neuburg das ganze Rittergut an die von Westernach zu Trugenhofen weiterveräußerte. Durch Erbschaft kam der Besitz 1535 an die von Leonrod und von St. Vincent, die wegen der ständigen Unstimmigkeiten mit Pfalz-Neuburg, das die Landeshoheit beanspruchte, das Rittergut trotz Widerspruchs des Ritterkantons Kocher 1749 an Thurn und Taxis veräußerten.

Im Jahr 1806 fiel der Ort schließlich an das Königreich Bayern und 1810 an das Königreich Württemberg. Bis 1938 war der Ort im Oberamt Neresheim, dann wurde es in den Landkreis Heidenheim eingegliedert.

Ballmertshofen war von 1901 bis 1972 mit der Härtsfeldbahn an das Bahnnetz angeschlossen.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr 1852 1880 1900 1910 1925 1939 1950 1961 1970 2019 2020
Einwohner 656 371 345 357 368 296 428 431 451 402 447

Bauwerke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schloss Ballmertshofen

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blasonierung: In Rot zwischen goldenem Gehörn eine silberne Glocke.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Ballmertshofen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. https://www.dischingen.de/zahlen-daten-fakten.html
  2. Der alemannische und fränkische Siedlungsraum, Beiwort, Hans Jänichen (PDF). In: Historischer Atlas von Baden-Württemberg. Abgerufen am 19. Februar 2021.