Ballonflucht

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Am 16. September 1979 gelang den Familien Strelzyk und Wetzel mit einem selbstgebauten Heißluftballon die Flucht über die innerdeutsche Grenze aus der DDR nach Westdeutschland. Diese aufsehenerregende Ballonflucht wurde 1981 in dem US-amerikanischen Spielfilm Mit dem Wind nach Westen dargestellt und von den Strelzyks in einem Buch beschrieben. Die Route der 28-minütigen nächtlichen Ballonfahrt führte vom Startplatz zwischen Oberlemnitz und Heinersdorf die Familie aus Pößneck (Thüringen) nach Süden. Der Ballon landete in Naila (Bayern), wo er heute im dortigen Heimatmuseum ausgestellt ist. Das Ministerium für Staatssicherheit der DDR ließ den Initiator Peter Strelzyk an seinem neuen Wohnort im Westen durch einen Freund und Mitarbeiter observieren und hat ihm möglicherweise geschäftlich zu schaden versucht. Peter Strelzyk starb am 11. März 2017 in Jena.[1]

Das Fahrzeug[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Für die Ballonhülle war ein erforderliches Volumen von 2.800 Kubikmeter errechnet worden. Sie war 28 Meter hoch und 20 Meter breit und wurde aus Regenmantelstoff genäht, der in dieser Menge nur nach und nach beschafft werden konnte. Die Gondel bestand aus einer 1,40 m mal 1,40 m großen hölzernen Plattform mit einem 80 cm hohen Geländer aus vier Eckpfosten und Wäscheleine. Die acht Personen kauerten während der Fahrt mit dem Rücken zum Geländer und hielten sich an den in der Mitte stehenden vier Propangasflaschen fest.

Film[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ähnliche Fluchtversuche[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Winfried Freudenberg verunglückte etwa 10 Jahre später bei einem Fluchtversuch mit einem Ballon von Ost- nach West-Berlin tödlich.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. asa/dpa: Im Heißluftballon in den Westen: DDR-Flüchtling Peter Strelzyk ist tot. In: Spiegel Online. 14. März 2017, abgerufen am 14. März 2017.