Ballyhoo (Computerspiel)

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Ballyhoo ist ein Computerspiel der US-amerikanischen Firma Infocom aus dem Jahr 1986. Es gehört zum Genre der Textadventures.

Handlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Handlung mit Elementen einer Kriminalgeschichte spielt im Zirkus-Milieu. Die Tochter des Zirkusdirektors wurde gekidnappt. Der Spieler, ein Zirkusbesucher, versucht, sie zu befreien. Verkleidet als Clown durchsucht er dazu das gesamte Zirkusgelände, sammelt Hinweise und befragt Tierbändiger, Artisten und andere Zirkusmitarbeiter.

Spielprinzip[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Spiel wird über die Tastatur gesteuert, wobei der Spieler englische Worte und Sätze in einen Text-Parser eingibt. Er muss andere Spielfiguren befragen, Gegenstände finden und mehrere Rätsel lösen.

Entwicklungs- und Produktionsdetails[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Textadventure ohne Grafik und Sound wurde auf der technischen Basis der Z-machine entwickelt und für Atari-8-Bit, Atari ST, C 64, DOS, Amiga, MSX, Amstrad, TRS-80, TRS-80 CoCo, Mac OS und Apple II umgesetzt. Entwickler des Spiels war Jeff O’Neill, der ein Jahr später auch als Autor des Infocom-Adventures Nord and Bert Couldn’t Make Head or Tail of It verantwortlich zeichnete.

Der Umverpackung des Spiels sind einige für die Erreichung des Spielziels nützliche Gegenstände beigelegt, zum Beispiel das Zirkusprogrammheft. Diese Beilagen werden im Spiel referenziert, was einen Kopierschutz darstellt.

Rezeption[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Computerzeitschrift Happy Computer hob in einem Testbericht vor allem die für Infocom-Adventures typische hohe künstliche Intelligenz des Parsers, die Interaktionsmöglichkeiten mit anderen Spielfiguren und die Qualität der Beschreibungstexte hervor.[1]

In einer Untersuchung zur Computerspielgeschichte und -theorie wurden der schwarze Humor der Texte und der Mystery-Stil der Handlung als Charakteristika von Ballyhoo benannt. Trotz einiger Gemeinsamkeiten überwögen allerdings, genauso wie bei Moonmist, die Unterschiede zu früheren Mystery-Adventures von Infocom wie Suspect, Deadline und The Witness.[2]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Vgl. Heinrich Lenhardt: Infocom´s Hattrick. In: Happy Computer 8/1986, S.144f..
  2. Vgl. Nick Montfort: Twisty Little Passages. An Approach to Interactive Fiction, MIT Press 2005, S.122, 140.