Baltazar Porras

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Baltazar Enrique Kardinal Porras Cardozo (2016)
Kardinalswappen

Baltazar Enrique Kardinal Porras Cardozo (* 10. Oktober 1944 in Caracas) ist ein vezolanischer Geistlicher und römisch-katholischer Erzbischof von Mérida.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seine Kindheit verbrachte er in Caracas, hier besuchte er als Schüler die Grundschule Luis de León und die Pfarrschule der Pfarrgemeinde St. Teresa und war über sechs Jahre lang Messdiener. Er wechselte dann auf eine Hochschule nach Santa Rosa de Lima in Guatemala, danach begann er seine Priesterausbildung im Priesterseminar des Erzbistums Guatemala und in Santa Rosa de Lima. Am 30. Juli 1967 wurde Porras Cardozo von Erzbischof Miguel Antonio Salas Salas CIM zum Priester geweiht. Im Jahr 1975 wurde er nach dem Studium der Katholischen Theologie an der Päpstlichen Universität Salamanca zum Dr. theol. promoviert.

Am 23. Juli 1983 ernannte ihn Papst Johannes Paul II. zum Titularbischof von Lamdia und zum Weihbischof in Mérida. Die Bischofsweihe spendete ihm José Alí Kardinal Lebrún Moratinos am 17. September desselben Jahres; Mitkonsekratoren waren die Erzbischöfe Miguel Antonio Salas Salas CIM und Domingo Roa Pérez.

Am 30. Oktober 1991 berief ihn Johannes Paul II. zum Erzbischof von Mérida.

Am 13. Oktober 2008 erhielt er von der Universidad Nacional Andrés Bello in Chile die Ehrendoktorwürde für Geschichte. Er war Präsident der Bischofskonferenz von Venezuela (CEV) und ist seit 2007 Vizepräsident des Lateinamerikanischen Bischofsrates.

Im Konsistorium vom 19. November 2016 nahm ihn Papst Franziskus als Kardinalpriester mit der Titelkirche Santi Giovanni Evangelista e Petronio[1] in das Kardinalskollegium auf. Seine Titelkirche nahm er am 11. Juni des folgenden Jahres in Besitz.

Am 14. Januar 2017 berief ihn Papst Franziskus zum Mitglied der Päpstlichen Kommission für Lateinamerika.[2] Am 23. Dezember 2017 ernannte ihn der Papst zum Mitglied des Dikasteriums für Laien, Familie und Leben.[3]

Papst Franziskus ernannte ihn am 9. Juli 2018 zusätzlich für die Zeit der Sedisvakanz zum Apostolischen Administrator von Caracas.[4]

José Hernán Sánchez Porras (1944–2014), Militärbischof in Venezuela, war ein Cousin von Baltazar Porras.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Concistoro Ordinario Pubblico: Assegnazione dei Titoli o Diaconie. In: Tägliches Bulletin. Presseamt des Heiligen Stuhls, 19. November 2016, abgerufen am 19. November 2016 (italienisch).
  2. Nomina di Membri della Pontificia Commissione per l’America Latina. In: Tägliches Bulletin. Presseamt des Heiligen Stuhls, 14. Januar 2017, abgerufen am 14. Januar 2017 (italienisch).
  3. Nomina di Membri dei Dicasteri della Curia Romana. In: Tägliches Bulletin. Presseamt des Heiligen Stuhls, 23. Dezember 2017, abgerufen am 23. Dezember 2017 (italienisch).
  4. Rinuncia dell’Arcivescovo di Caracas (Venezuela) e nomina dell’Amministratore Apostolico sede vacante et ad nutum Sanctae Sedis della medesima arcidiocesi. In: Tägliches Bulletin. Presseamt des Heiligen Stuhls, 9. Juli 2018, abgerufen am 9. Juli 2018 (italienisch).
VorgängerAmtNachfolger
Miguel SalasErzbischof von Mérida
seit 1991
...
Ramón PérezPräsident der Bischofskonferenz von Venezuela
1999–2006
Ubaldo Santana