Balthasar von Hanau-Münzenberg

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Balthasar von Hanau-Münzenberg (* 29. Juni 1508; † 9. Dezember 1534, in Hanau) war ein nachgeborener Sohn des Grafen Reinhard IV. von Hanau-Münzenberg (1473 – 1512) und der Gräfin Katharina von Schwarzburg-Blankenburg († 1514).

Ahnentafel Graf Balthasar von Hanau-Münzenberg
Urgroßeltern

Reinhard III. von Hanau (* 1412; † 1452)

Margarethe von Pfalz-Mosbach (* 1432; † 1457)

Johann IV. von Nassau-Dillenburg (* 1410; † 1475)

Marie von Loon-Heinsberg (* 1424; † 1502)

Heinrich XXVI. von Schwarzburg-Blankenburg (* 1418; † 1488)

Elisabeth von Kleve (* 1420; † 1488)

Bruno VIII. von Querfurt (* 1426; † 1496)

Elisabeth von Mansfeld († 1482)

Großeltern

Philipp I. von Hanau-Münzenberg (* 1449; † 1500)

Adriana von Nassau-Dillenburg (* 1449; † 1477)

Günther XXXVIII. von Schwarzburg-Blankenburg (* 1450; † 1484)

Katharina von Querfurt († 1521)

Eltern

Reinhard IV. von Hanau-Münzenberg (* 1473; † 1512)

Katharina von Schwarzburg-Blankenburg (* 1470; † 1514)

Balthasar

Zur Familie vgl. Hauptartikel: Hanau (Adelsgeschlecht)

Balthasar war nicht verheiratet. Er wirkte seit 1529 als Mitvormund für seinen Neffen, den Grafen Philipp III. von Hanau-Münzenberg, dessen Vater früh verstorben war. Im Sinne seines Bruders setzte er die Arbeiten an der Stadtbefestigung Hanau fort, die um einen Befestigungsring nach neuestem technischen Standard der Renaissance ergänzt wurde.

Auch Balthasar starb früh, wie viele männliche Mitglieder der Familie von Hanau-Münzenberg. Bestattet wurde er im Chor der Marienkirche in Hanau. Ein Brustbild von ihm in Stein schmückte ein Hanauer Stadttor bis zu dessen Abriss im 18. Jahrhundert. Das Porträt gelangte in den Besitz des Hanauer Geschichtsvereins und wurde bei dem Bombenangriff auf die Stadt Hanau am 19. März 1945 zerstört. Erhalten sind davon lediglich Zeichnungen.[1]

Literatur[Bearbeiten]

  • Reinhard Dietrich: Die Landes-Verfaßung in dem Hanauischen. Die Stellung der Herren und Grafen in Hanau-Münzenberg aufgrund der archivalischen Quellen. Hanauer Geschichtsverein, Hanau 1996, ISBN 3-9801933-6-5, (Hanauer Geschichtsblätter 34).
  • Eckhard Meise: Bernhard Hundeshagen – kein Denkmalschutz im Hanau des frühen 19. Jahrhunderts. In: Neues Magazin für hanauische Geschichte 2006, ISSN 535233-2, S. 3–61.
  • Reinhard Suchier: Genealogie des Hanauer Grafenhauses. In: Reinhard Suchier (Hrsg.): Festschrift des Hanauer Geschichtsvereins zu seiner fünfzigjährigen Jubelfeier am 27. August 1894. Heydt, Hanau 1894, S. 7–23.
  • Ernst J. Zimmermann: Hanau Stadt und Land. Kulturgeschichte und Chronik einer fränkisch-wetterauischen Stadt und ehemaligen Grafschaft. Mit besonderer Berücksichtigung der älteren Zeit. 3. vermehrte Auflage. Selbstverlag, Hanau 1919, (Auch: Unveränderter Nachdruck. Peters, Hanau 1978, ISBN 3-87627-243-2).

Verweise[Bearbeiten]

  1. Meise, S. 49