Baltica (Schiff, 1959)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Baltica
Die Baltica
Die Baltica
Schiffsdaten
Flagge DeutschlandDeutschland Deutschland
andere Schiffsnamen

Rüm Hart (1959–1982)

Schiffstyp Seebäderschiff
Rufzeichen DJCC
Heimathafen Lübeck
Eigner BSTW Baltic Schiffahrt und Touristik GmbH, Warnemünde
Bauwerft Husumer Schiffswerft, Husum
Baunummer 1136
Kiellegung 10. Januar 1959
Stapellauf 26. März 1959
Indienststellung 13. Mai 1959
Verbleib in Fahrt
Schiffsmaße und Besatzung
Länge
48,80 m (Lüa)
45,12 m (Lpp)
Breite 8,30 m
Tiefgang max. 1,78 m
Vermessung 378 BRZ / 136 NRZ
Maschinenanlage
Maschine MaK-Viertakt-Dieselmotor
Maschinen-
leistungVorlage:Infobox Schiff/Wartung/Leistungsformat
588 kW (799 PS)
Höchst-
geschwindigkeit
12 kn (22 km/h)
Propeller 2 × Festpropeller
Transportkapazitäten
Tragfähigkeit 122 tdw
Zugelassene Passagierzahl beim Bau: 660
seit 1999: 321
Sonstiges
Klassifizierungen

Germanischer Lloyd

Registrier-
nummern

5302063

Die Baltica ist ein deutsches Seebäderschiff der Reederei BSTW Baltic Schiffahrt und Touristik in Warnemünde.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Als Rüm Hart[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Schiff wurde mit der Baunummer 1136 bei der Husumer Schiffswerft für die Wyker Dampfschiffs-Reederei Föhr-Amrum (W.D.R.) in Wyk auf Föhr gebaut. Es wurde am 10. Januar 1959 auf Kiel gelegt. Der Stapellauf erfolgte im März, die Fertigstellung im Mai 1959 und am 13. Mai desselben Jahres wurde das Schiff als Rüm Hart an den Auftraggeber abgeliefert.

In den Jahren bis 1982 wurde es von der W.D.R zunächst vorwiegend auf der Route zwischen Dagebüll, Wyk und Amrum eingesetzt sowie gelegentlich auch für Ausflugsfahrten nach Helgoland und Sylt verwendet. Nachdem im Linienverkehr mehr und mehr RoRo-Schiffe zum Einsatz kamen, verlagerte sich das Einsatzgebiet der Rüm Hart in der Sommersaison allmählich immer stärker auf den Tagesausflugsverkehr, insbesondere von Dagebüll, Föhr und Amrum nach Helgoland sowie auch von Husum oder Tönning nach Helgoland.

Daneben führte das Schiff im Sommer 1961, zur Jahreswende 1964/65 oder im Sommer 1974 einige Reisen nach Dänemark und Schweden durch. 1971/72 fuhr die Rüm Hart einige Zeit in Charter der Reederei Cassen Eils auf der Linie von Büsum zur Insel Helgoland und im Sommer 1976 führte sie Helgolandfahrten von Cuxhaven in Charter der HADAG durch. 1981/82 war das Schiff auf der Strecke von Hörnum (Sylt) nach Helgoland eingesetzt.

Als Baltica[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Heckansicht der Baltica

Im Mai 1982 veräußerte die W.D.R. das Schiff und ersetzte es im November 1982 durch ein zehn Jahre jüngeres, gleichnamiges Schiff. Seitdem fährt das in Baltica umbenannte Schiff in der Ostsee. Der erste Eigner nach der W.D.R. war Rolf Böttcher aus Neustadt, der die Baltica von Neustadt aus einsetzte. Nach Böttchers Konkurs am 27. Juli 1983 wurde die Baltica an die Flensburger Förde Schiffahrtsgesellschaft, die das Schiff an die Seetouristik Kappeln vercharterte. Diese registrierte das Schiff in Kappeln und betrieb es bis 1985 auf Butterfahrten zwischen Flensburg, Kollund und Kappeln. In den Jahren von 1985 bis 1999 änderte sich die Route auf Flensburg, Gråsten und Kappeln. Während dieser Zeit wechselte das Schiff 1990 zu Ursula Lassen & Helga Petersen (Flensburger Förde Schiffahrtgesellschaft) in Kappeln, 1995 dann zur Seetouristik Kappeln. Im Jahr 1997 veräußerte man die Baltica an Heinrich Böttcher aus Lübeck, der damit Butterfahrten von Travemünde aus unternahm. Seit 1999 ist das Schiff für die BSTW Baltic Schiffahrt und Touristik aus Warnemünde auf Ostseerundfahrten von Rostock und Warnemünde aus in Fahrt, wobei der Heimathafen seit 2000 Lübeck ist.

Technik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Schiff wird von zwei Sechszylinder-Viertakt-Dieselmotoren des Herstellers MaK (Model: MSU 361 A) mit einer Leistung von jeweils 294 kW angetrieben. Die beiden Maschinen wirken auf jeweils einen Festpropeller. Das Schiff erreicht damit eine Geschwindigkeit von maximal 12 kn.

Für die Stromversorgung sind zwei Generatoren mit einer Leistung vom jeweils 99 kVA verbaut.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]