Banana Pi

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Banana Pi

Banana Pi ist ein Einplatinencomputer der chinesischen Bildungsinitiative Lemaker.org.[1] Der Verkaufsstart war im März 2014. Als Betriebssystem können Android, Ubuntu, Arch Linux, Debian, FreeBSD, Raspbian u.a. eingesetzt werden. Sein Prozessor ist ein ARM Cortex-A7 mit zwei Kernen in einem Allwinner A20. In diesem Ein-Chip-System (SoC) sind die Prozessorkerne mit einem Mali-400-Grafikprozessor vereint.

Obwohl der Banana Pi durch seinen Namen, die Lage der Steckverbinder und die Größe dem Raspberry Pi ähnelt, gibt es keine Verbindungen zwischen Lemaker.org und der Raspberry Pi Foundation.

Auch der Banana Pi ist Open Source und kann als Plattform benutzt werden, um eigene Projekte zu verwirklichen.

Funktionen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Stromversorgung wird von einem AXP209 verwaltet und kann den Banana Pi mit bis zu 1,6 A versorgen. Eine externe 2,5″-Festplatte kann ohne zusätzliche Stromzufuhr betrieben werden – dann sollte ein Netzteil mit mindestens 2,5 A verwendet werden.

Wie das Cubieboard2 setzt auch der Banana Pi auf den Allwinner A20 als SoC. Der Linux-Kernel des Cubieboards kann auf dem Banana Pi mit einigen Modifikationen benutzt werden.

Der Banana Pi hat einige Ein- und Ausgänge mehr als der Raspberry Pi: einen SATA-Anschluss, einen Mikrofon-Eingang und einen Infrarot-Empfänger.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Details über die Distribution Bananian Linux

Im Oktober 2014 wurde eine erweiterte Version – der Banana Pro – vorgestellt. Er hat einen Micro-SD-Kartenslot statt des SD-Kartenslots, einen GPIO-Steckverbinder mit 40 statt 26 Polen und ein integriertes WLAN-Modul.[2] Während der Banana Pi auf eine Kompatibilität mit den Raspberry-Pi-Modellen A und B setzt, orientiert sich der Banana Pro mit seinem 40-poligen GPIO-Steckverbinder an den Raspberry-Pi-Modellen A+ und B+.

Ebenfalls im Oktober 2014 wurde der BPi-R1 (Banana Pi Router) vorgestellt.[3] Er verfügt zusätzlich über einen integrierten 4-Port-Netzwerk-Switch und die Möglichkeit, direkt auf ihm eine 2,5″-SATA-Festplatte zu montieren.

Für 2015[veraltet] ist der Banana Pi M2 basierend auf einem A31s-Quadcore-SOC angekündigt.[4] Dieser bietet 4 USB-Ports, verzichtet dafür jedoch auf den SATA-Anschluss.

Für 2016[veraltet] ist der Banana Pi M2+(Plus) basierend auf einem H3-Quadcore-SOC angekündigt. Dieser bietet 2 USB-Ports, verzichtet dafür jedoch auf den SATA-Anschluss.

LeMaker ist, laut eigenen Angaben, der „offizielle“ Hersteller des Banana Pi M1 und des Banana Pro. Sinovoip ist der Hersteller des Banana Pi M2 und des BPi-R1. Es ist für viele Nutzer sehr verwirrend wer nun wirklich der „richtige“ bzw. „echte“ Hersteller ist, da es ebenfalls einen Banana Pi M1 von Sinovoip[5] gibt.

Spezifikationen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Banana Pi Banana Pro Banana Pi Router[6] Banana Pi M2[7] Banana Pi M2+(Plus) Banana Pi M3a[8] Banana Pi M64
System-on-a-Chip Allwinner A20 Allwinner A31s Allwinner H3 Allwinner A83T Allwinner A64
Prozessor ARM-Cortex-A7-CPU
mit zwei Kernen
ARM-Cortex-A7-CPU
mit vier Kernen
ARM-Cortex-A7-CPU
mit acht Kernen
64 Bit ARM-Cortex-A53-CPU
mit vier Kernen (1,2 GHz CPU)
Grafikprozessor Mali-400MP2-GPU PowerVR SGX544MP2 PowerVR Mali400MP2 GPU
(600MHz)
PowerVR SGX544MP1 Dual core Mali 400 MP2 GPU
Arbeitsspeicher 1 GB DDR3-SDRAM 2 GB DDR3-SDRAM
Nichtflüchtiger
Speicher
SD-Kartenslot MicroSD
SATA 2.0-Port - 8 GB eMMC Flash SATA an USB 2.0 USB 2.0
Videoausgang HDMI (1080p), Composite Video HDMI, LVDS HDMI HDMI, DSI
Netzwerk 10/100/1000-Mbit/s-Ethernet
4-Port-Switch (BCM53125)
WLAN WLAN 802.11 b/g/n
USB 2 × USB-Hosts 1 × USB-Hosts 4 × USB-Hosts 2 × USB-Hosts 3 × USB-Hosts
1 × USB-OTG
GPIOb: 26 externe Pins 40 externe Pins 26 externe Pins 40 externe Pins
Sonstige
Anschlüsse
CSI-Kamera-Anschluss, DSI-Displayanschluss, integrierter Infrarot-Empfänger, Mikrofon-Eingang, 3,5-mm-Audioausgang
Bluetooth 4.0
Stromversorgung V über Micro-USB (empfohlen werden Netzteile mit mindestens 2 A, mit externer Festplatte mit mindestens 2,5 A)
Größe 92 mm × 60 mm 148 mm × 100 mm 92 mm × 60 mm
Gewicht: 48 g 45 g 83 g 48 g 45 g 83 g
a vorläufig
b mit I²C, SPI, UART, CAN

Verfügbare Betriebssysteme[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Armbian (auf Debian basierend)
  • Bananian Linux (auf Debian 7/8 basierend; Linux-Kernel 3.4.111/4.4.7)
  • Debian for Banana Pi (Linux-Kernel 3.4.107 und Mainline)
  • Android 4.2.2 for Banana Pi und R1 (Linux-Kernel 3.4.39+)
  • ArchLinux for Banana Pi (Linux-Kernel 3.4.90)
  • Fedora
  • FreeBSD
  • Gentoo Linux
  • Lubuntu for Banana Pi (Linux-Kernel 3.4.86)
  • NetBSD
  • OpenMediaVault
  • openSUSE for Banana Pi (openSUSE 13.1; Linux-Kernel 3.4.90)
  • Raspbian for Banana Pi (Linux-Kernel 3.4.90)
  • OpenWrt
  • LeMedia (XBMC)
  • MiniDVBLinux Distribution (MLD)
  • IPFire

Ähnliche Geräte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Björn Greif: Banana Pi: Raspberry-Pi-Klon mit schnellerer CPU und mehr RAM. ZDnet, 14. Oktober 2014, abgerufen am 28. April 2014.
  2. Björn Greif: Raspberry-Pi-Klon Banana Pro mit WLAN vorgestellt. ZDnet, 14. Oktober 2014, abgerufen am 21. Oktober 2014.
  3. Alexander Merz: Embedded Router Board. golem.de, 14. Oktober 2014, abgerufen am 9. Oktober 2014.
  4. http://bananapi.com/index.php/forum/news/309-banana-pi-bpi-m2-will-send-free-sample-for-test
  5. http://www.sinovoip.com.cn
  6. http://www.bananapi.com/index.php/component/content/article?layout=edit&id=59%20
  7. http://www.bananapi.com/index.php/component/content/article?layout=edit&id=73
  8. http://www.banana-pi.org/m3.html
  9. DragonBoard 410c (englisch)