Bananas (Film)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Filmdaten
Deutscher Titel Bananas
Originaltitel Bananas
Produktionsland Vereinigte Staaten
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 1971
Länge 78 Minuten
Altersfreigabe FSK 16
Stab
Regie Woody Allen
Drehbuch Woody Allen,
Mickey Rose
Produktion Charles H. Joffe,
Jack Grossberg
Musik Marvin Hamlisch
Kamera Andrew M. Costikyan
Schnitt Ron Kalish
Besetzung

Bananas ist der zweite Spielfilm nach Woody, der Unglücksrabe, bei dem Woody Allen Regie führte. Er entstand im Jahr 1971 und ist im Gegensatz zu späteren Woody-Allen-Werken dem Genre des Slapstick zuzuordnen und als reine Komödie angelegt.

Handlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Film beginnt mit einer Live-Berichterstattung aus dem fiktiven diktatorischen lateinamerikanischen Staat San Marcos. Dort wird der amtierende Präsident ermordet und durch den Militärmachthaber Vargas ersetzt. Der neurotische US-amerikanische Produkttester Fielding Mellish lebt in New York ein einsames Leben. Versuche, eine Lebenspartnerin zu finden, scheitern. Als er der Studentin Nancy, die als politische Aktivistin die Rebellion in San Marcos unterstützt, begegnet, verliebt er sich sofort in sie. Beide beginnen eine neurotische und unglückliche Beziehung. Von Nancy verlassen, geht Fielding selber nach San Marcos. Dort versucht das Regime ihn im Rahmen einer False-Flag-Operation zu ermorden und die Tat den Rebellen in die Schuhe zu schieben. Fielding wird durch die Rebellen gerettet und schließt sich ihnen notgedrungen an. Die Rebellen bereiten in einem Dschungelcamp die Revolution vor. Nach dem Sieg der Rebellen wird der Rebellenchef Präsident. Da er sich jedoch als verrückt herausstellt, beschließt die Rebellengruppe, Fielding zum Präsidenten zu ernennen. Als Staatschef sieht er sich mit der katastrophalen wirtschaftlichen Situation seines armen Agrarstaats konfrontiert. Der Ostblock verweigert Unterstützung, da er die Regierung für eine Marionettenregierung der USA hält. Die USA indes hält die neue Regierung für kommunistisch. Um Devisen für sein verarmtes Land zu bekommen, reist Fielding als Präsident zurück in die USA. Er versucht vergeblich, Finanziers aufzutreiben. Antikommunisten im Geheimdienst halten Fielding für einen Kommunisten und initiieren einen Schauprozess. Fielding wird als subversiver Kommunist vor Gericht gestellt und auf Bewährung freigesprochen, verbunden mit der Auflage, nicht in die Nachbarschaft des Richters zu ziehen. Während der Verhandlung muss er sich selbst verteidigen. Wieder auf freiem Fuß macht er Nancy einen Heiratsantrag, den diese annimmt. Der Vollzug der Ehe findet in einem Hotelzimmer in Gegenwart von Fans statt und wird von Howard Cosell kommentiert.

Kritiken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sketchhafte Unterhaltung, die oft mehr skizziert als ausführt und Parodie und scharfe Satire von unterschiedlichem Kaliber mischt.“

Lexikon des Internationalen Films

Das American Film Institute setzte den Film im Jahr 2000 auf Platz 69 der 100 besten amerikanischen Filmkomödien aller Zeiten.

Hintergründe[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Sylvester Stallone hat in Bananas eine kleine Nebenrolle. Er spielt in einer kurzen Szene einen Schläger, der Fielding Mellish in der U-Bahn verprügeln will.
  • Louise Lasser, die die Nancy spielt, war im wirklichen Leben die zweite Ehefrau von Woody Allen.
  • Woody Allen bezeichnete den Film in einem Interview mit dem Filmjournalisten und Regisseur Stig Björkman als Cartoon, da es keine wirklichen Toten gebe und ein Witz auf den nächsten folge.
  • Der für den Schnitt zuständige Ron Kalish war auch am Schnitt von Woody, der Unglücksrabe und Die letzte Nacht des Boris Gruschenko beteiligt.
  • Der Titel „Bananas“ ist ein Wortspiel. Das Wort steht im US-amerikanischen Slang einerseits für „bekloppt“, andererseits ist der Titel auch eine Anspielung auf eine „Bananenrepublik“.
  • In der Revolutionsszene sieht man, wie im Chaos ein Kinderwagen eine Treppe herunterrollt - eine Hommage an den Filmklassiker Panzerkreuzer Potemkin.

Weblink[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]