Bananenflanke

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Dieser Artikel behandelt den Begriff aus dem Fußballsport. Zur Autobiographie des Schweizers Chris von Rohr siehe Bananenflanke (Autobiografie).

Als Bananenflanke bezeichnet man im Sprachgebrauch des Fußballsports eine Flanke vor das gegnerische Tor mit stark gekrümmter Flugbahn. Dafür wird der Ball aus dem Spiel heraus mit Effet getreten.

Technik[Bearbeiten]

Rotierende Körper werden im rechten Winkel zur Anströmrichtung abgelenkt.

Ausgeführt wird die Bananenflanke durch den so genannten Innenspannstoß. Dabei „wischt“ der ausführende Fuß mit seiner Innenseite am Ball vorbei und sorgt für eine seitliche Rotation des Balles. Der Ball wird dabei ungefähr mit dem Großzehenknochen getroffen. Der Fuß schwingt nach dem Treffen des Balles nach, er „führt“ den Ball quasi noch ein Stück. Dies trägt zusätzlich zur Rotation bei.

Die gekrümmte Flugbahn, die der Ball bei der Bananenflanke beschreibt, entsteht durch die Rotation des Balls. Dabei reißt er Luft mit sich, und zwar in die Richtung, in die er sich dreht (Magnus-Effekt). Der Ball wird vom Spieler auf etwa 100 km/h beschleunigt und dreht sich etwa achtmal pro Sekunde um die eigene Achse. Bei dem Effekt spielt zusätzlich Turbulenz eine Rolle.

Zuerst wurden solche Flanken in Brasilien geschlagen. Dabei hatte Didi, Regisseur der brasilianischen Elf bei der Fußball-Weltmeisterschaft 1958 in Schweden, besonders eindrucksvolle Auftritte.[1] Im deutschen Profifußball wurde die Bananenflanke besonders gekonnt von außen nach innen von Manfred Kaltz geschlagen. Kaltz’ Bananenflanken erreichten Ende der 1970er/Anfang der 1980er Jahre beim Hamburger SV nicht nur meist treffsicher den Kopf von Horst Hrubesch, sondern auch kurzzeitig so etwas wie einen Kultstatus (Ein Ausspruch Hrubeschs lautete: „Manni Banane, ich Kopf, Tor“). Andere attestierten auch Gert „Charly“ Dörfel, ein gekonnter Bananenflanker gewesen zu sein. Dieser hatte damit in der Nationalmannschaft sowie beim HSV vor allem Uwe Seeler als Vorlagengeber gedient.[2]

Als Erfinder der Bananenflanke gilt der brasilianische Spieler Arthur Friedenreich.

Literatur[Bearbeiten]

  • Wesson, John (2005): Fußball – Wissenschaft mit Kick: Von der Physik fliegender Bälle und der Statistik des Spielausgangs. Spektrum Akad. Verlag.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Einmaleins des Fußballs – Die Bananenflanke (Teil 13), „Augsburger Allgemeine“ vom 31. Mai 2006.
  2. Charly Dörfel – Flankengott und Entertainer, Bericht auf ndr.de

Weblinks & Quellen[Bearbeiten]

 Wiktionary: Bananenflanke – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen