Bandelwerk

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Das Bandelwerk, auch Bandlwerk oder Bandwerk, ist ein symmetrisches Flächenornament, das besonders in der Zeit des Régence ca. 1715–1730 in Frankreich gebräuchlich war. In Süddeutschland hielt es sich jedoch bis um 1745, obwohl das asymmetrische Rokoko bereits 1730 in Frankreich begonnen hat. Es ähnelt der Arabeske und dem Akanthuslaub, allerdings sind die blattbürtigen Ranken durch feine geschwungene Bänder, die Bandeln, ersetzt und mit Blüten geschmückt. Es wurde meist mit Laubwerk kombiniert, weshalb auch als Sammelbegriff Laub- und Bandelwerk verwendet wird. Die Wurzeln dieses Dekorationselements liegen in der französischen Kunst bei den Künstlern Bérain und Marot.

Es ist hauptsächlich an Friesen, Kapitellen und Gurtbögen zu finden.

Die flatternden Bänder der Fruchtgehänge, zuweilen von Putten getragen, werden ebenfalls als Bandelwerk bezeichnet.[1]

Einzelnachweis[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bandelwerk