Bangui M’Poko International Airport

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Bangui M’Poko International Airport
Bangui M’Poko International Airport
Kenndaten
ICAO-Code FEFF
IATA-Code BGF
Koordinaten

4° 23′ 55″ N, 18° 31′ 8″ OKoordinaten: 4° 23′ 55″ N, 18° 31′ 8″ O

368 m (1207 ft) über MSL


Start- und Landebahn
17/35 2600 m × 45 m Asphalt

i1 i3


i7 i10 i12 i14

Der Flughafen Bangui (englisch : Bangui M’Poko International Airport) ist ein Flughafen von Bangui in der Zentralafrikanischen Republik.

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Flughafen liegt in der Nähe der Stadt Bangui, etwa sechs Kilometer nordwestlich vom Stadtzentrum entfernt.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Flughafen wurde im Juni 1967 in Betrieb genommen für eine Kapazität von 10.000 Flugpassagieren pro Jahr.[1] Im Jahr 2012 hatte der Flughafen etwa 120.000 Fluggäste.[1]

Bei den Konflikten ab 2012 zwischen Forces Armées Centrafricaines, Séléka und Anti-Balaka kam dem Flughafen eine strategische Bedeutung zu und wurde von französischen Soldaten besetzt.[2]

Bjørn Kjos, der CEO der Norwegian Air Shuttle, am 29. Oktober 2014 auf dem Flugplatz Bangui.

Im Mai 2014 diente die Anlage als inoffizielles Flüchtlingscamp für etwa 60.000 Vertriebene.[3]

Flugplatzmerkmale[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Vorfeld des Flughafens Bangui

Der Flughafen verfügt über verschiedene Navigationshilfen.[4] Die Start- und Landebahn 17/35 verfügt über ein Instrumentenlandesystem (ILS), zudem gibt es ein Drehfunkfeuer (VOR) mit der Kennung: MPK. Ein Distance Measuring Equipment (DME) ist ebenfalls vorhanden.

Fluggesellschaften und Ziele[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Flughafen wird von diesen Fluggesellschaften angeflogen (Stand 23. Oktober 2018):

Zwischenfälle[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Am 8. Dezember 1950 wurde eine Douglas DC-4/C-54A der Transports Aériens Intercontinentaux (TAI) (Luftfahrzeugkennzeichen F-BELB) vier Minuten nach dem Start vom Flughafen Bangui, 16 Kilometer südlich davon in höher gelegenes Gelände geflogen. Die Maschine sollte 50 senegalesische Soldaten nach Dar es Salaam (Tanganjika) bringen. Von den 56 Insassen kamen 46 ums Leben. Unfallursachen waren mangelhafte Karteninformationen, Ignorieren der topographischen Gegebenheiten, eine zu niedrig gewählte Steiggeschwindigkeit und daraus resultierend ein Controlled flight into terrain.[5][6][7]
  • Am 4. Juli 2002 führte eine Boeing 707-123B der ruandischen New Gomair einen gemischten Fracht- und Personenflug im Auftrag der Prestige Airlines von N'Djamena nach Brazzaville durch. Aufgrund von technischen Problemen – das Fahrwerk ließ sich nicht einfahren – kehrte die Maschine nach Bangui um, um dort eine Notlandung durchzuführen. Nach einem Flammabriss an den Triebwerken stürzte die Maschine schließlich zwei Kilometer abseits des Flughafens ab. Von den 21 Passagieren und 9 Besatzungsmitgliedern überlebten nur der Flugingenieur und eine Passagierin (siehe auch Flugunfall einer Boeing 707 der Prestige Airlines).[8]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Aéroport Bangui M'poko: bientôt la grande mutation?. In: JournalDeBangui.com (Afrique Nouvelle). 11. Oktober 2012. Archiviert vom Original am 13. Januar 2013. i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.journaldebangui.com Abgerufen am 10. April 2015. ()
  2. Johannes Dieterich: Schlachtfeld für alle Frankfurter Rundschau, 26. November 2013, abgerufen am 10. April 2015
  3. Stranded at Bangui Airport: The Refugee Crisis in Central African Republic (PHOTOS) thedailybeast.com, 2014/05/25
  4. Flughafendaten auf World Aero Data (englisch, Stand 2006)
  5. Air-Britain Archive: Casualty compendium part 51 (englisch), Dezember 1993, S. 93/104.
  6. Journal Officiel de la République Française, 27. Dezember 1950, S.3314: ACCIDENT D'AVIATION DE BANGUI, (französisch), abgerufen am 18. August 2017.
  7. Unfallbericht DC-4 F-BELB, Aviation Safety Network (englisch), abgerufen am 18. August 2017.
  8. https://aviation-safety.net/database/record.php?id=20020704-0