Banize

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Banize
Banize (Frankreich)
Banize
Region Nouvelle-Aquitaine
Département Creuse
Arrondissement Aubusson
Kanton Ahun
Gemeindeverband Creuse Sud Ouest
Koordinaten 45° 56′ N, 2° 0′ OKoordinaten: 45° 56′ N, 2° 0′ O
Höhe 471–653 m
Fläche 15,24 km2
Einwohner 189 (1. Januar 2016)
Bevölkerungsdichte 12 Einw./km2
Postleitzahl 23120
INSEE-Code

Kirche Saint-Sulpice

Banize ist eine französische Gemeinde mit 189 Einwohnern (Stand 1. Januar 2016) im Département Creuse in der Region Nouvelle-Aquitaine. Sie gehört zum Arrondissement Aubusson sowie zum Kanton Ahun (bis 2015 Kanton Saint-Sulpice-les-Champs).

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Banize liegt rund 15 Kilometer westlich von Aubusson und 30 Kilometer südöstlich von Guéret. Die Nachbargemeinden sind

Das Gemeindegebiet stößt an die Nordgrenze des Regionalen Naturparks Millevaches en Limousin und wird vom gleichnamigen Fluss Banize durchquert, der an der westlichen Gemeindegrenze in den Taurion einmündet.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr 1968 1975 1982 1990 1999 2006 2016
Einwohner 225 172 174 149 134 155 189

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Kirche Saint Sulpice aus dem 13. bis 15. Jahrhundert – Monument historique[1]
  • Neben der Kirche steht eine alte preußische Kanone aus dem 19. Jahrhundert. Diese war 1870 bei der belgischen Armee in Verwendung und wurde von der deutschen Armee 1914 für die Frankreich-Offensive in den Ardennen beschlagnahmt. Die Kanone wurde 1918 stehen gelassen und vom Reserveoffizier Pierre Despagnat, einem Freund von Gaston Doumergue, 1924 geborgen und nach Banize gebracht. Im Zweiten Weltkrieg, 1944, wurde die Kanone, weil befürchtet wurde, dass diese von Jagdbombern der Alliierten für eine Luftabwehrkanone gehalten wird, in einem naheliegenden Wald versteckt. Drei Jahrzehnte blieb diese vergessen dort stehen, bis sie bei Manövern von einem Regiment der Französischen Streitkräfte in den 1970er Jahren entdeckt wurde und in ein Waffenmuseum bei Le Mans gebracht werden sollte. Der Landwirt Jean Chardel beförderte die Kanone mit seinem Traktor letztlich aus eigener Initiative ins Dorf zurück und die Kanone steht noch heute in Banize als Gemeindedenkmal. Die Kanone hat ein Gewicht von 1421 Kilo.[2]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Banize – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Kirche Saint Sulpice in der Base Mérimée des französischen Kulturministeriums (französisch).
  2. Gérard Foussier, Die preußische Kanone von Banize in Dokumente/Documents, Zeitschrift für den deutsch-französischen Dialog, 4/2015, S. 56.