Baphomets Fluch: Der Engel des Todes

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Baphomets Fluch: Der Engel des Todes
Originaltitel Broken Sword: The Angel Of Death
Entwickler Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Revolution Software
Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Sumo Digital
Publisher Vereinigte StaatenVereinigte Staaten THQ
Designer Charles Cecil
Erstveröffent-
lichung
15. September 2006
Plattform Windows
Spiel-Engine Emmersion
Genre Adventure
Spielmodus Einzelspieler
Steuerung Tastatur, Maus
Systemvor-
aussetzungen
Medium DVD-ROM, Download
Sprache Multilingual (Deutsch, Englisch, Französisch)
Altersfreigabe
USK ab 6 freigegeben
PEGI ab 12+ Jahren empfohlen

Baphomets Fluch: Der Engel des Todes (orig. Broken Sword: The Angel Of Death, in den USA Secrets of the Ark) ist ein Adventure-Computerspiel des britischen Entwicklerstudios Revolution Software und der vierte Teil der Baphomets-Fluch-Reihe. Es ist der direkte Nachfolger zu Baphomets Fluch: Der schlafende Drache und wurde am 15. September 2006 über den Publisher THQ veröffentlicht.

Handlung[Bearbeiten]

George Stobbart arbeitet mittlerweile als Anwalt in einem heruntergekommenen Kautionsbüro. Seine Beziehung zu Nicole ist bereits seit einiger Zeit in die Brüche gegangen. Als eines Tages eine junge Frau namens Anna Maria sein Büro betritt, verliebt er sich Hals über Kopf in die mysteriöse Schönheit. Ihr plötzliches Verschwinden ist der Auslöser für Georges viertes Abenteuer. Erneut umfasst der Handlungsbogen die Suche nach einem alten Artefakt mit großer und schrecklicher Macht, der Bundeslade, in dessen Verlauf George die Welt erneut retten muss.

Thematisch orientiert sich das Spiel am Film noir, mit Anna Maria als undurchsichtiger Femme fatale.[1][2] Georges ehemalige Freundin Nicole Collard tritt zwar ebenfalls als steuerbarer Charakter auf, übernimmt im Vergleich zu den vorherigen Titeln jedoch eine eher untergeordnete Rolle. Dies ergibt sich aus der geänderten Beziehung zu George.

Spielprinzip[Bearbeiten]

Wie im dritten Teil verwendet das Spiel eine 3D-Engine, die das Geschehen aus einer Third-Person-Perspektive mit wechselnden, starren Kamerapositionen präsentiert. Anders als noch beim Vorgänger Baphomets Fluch: Der schlafende Drache wurde jedoch die Point-and-Click-Steuerung optional zur Tastatursteuerung wieder eingeführt. Das Spielprinzip blieb ansonsten unverändert. Es gilt, genreübliche Rätselaufgaben zu lösen. Dazu zählen Dialog-, Gegenstands- und Kombinationsrätsel. Aus dem direkten Vorgänger wurden zudem Kletter- und Schieberätsel beibehalten, neu hinzu kamen Minispielchen.

Entwicklung[Bearbeiten]

Baphomets Fluch: Der Engel des Todes entstand nach der Entlassung sämtlicher Mitarbeiter von Revolution Software im Jahr 2004. Während Revolution-Gründer Charles Cecil zusammen mit einigen freien Mitarbeitern für das Konzept und grundlegende Design des Spiels verantwortlich war, wurde der Titel in Auftragsarbeit vom britischen Entwicklungsstudio Sumo Digital programmiert. Die optionale Wiedereinführung von Point & Click als Steuerungsmethode stellte eine teilweise Abkehr von einer Äußerung Cecils dar, wonach er Point-and-Click-Adventures für tot erklärt hatte.[3] Das Prinzip der Kletter- und Schieberätsel wurden zwar aus Baphomets Fluch: Der schlafende Drache übernommen, allerdings in einem reduzierten Umfang, da es sich bei den Kistenschiebrätsel um einen Hauptkritikpunkte am Vorgänger handelte. Eine Schwerpunkt stellte die Simulation einer glaubwürdigen Umwelt dar, was der Entwickler unter anderem durch Rauch- und Partikel-Effekte, Bloom oder eine reagierende Umwelt (z. B. auffliegende Tauben) zu erreichen versuchte. Der Soundtrack stammte wie beim Vorgänger aus der Feder von Ben McCullough.[4]

Sprecherliste[Bearbeiten]

Rolle deutscher Sprecher englischer Sprecher
George Stobbart Alexander Schottky Rolf Saxon
Anna Maria Stephanie Kindermann Regina Regan
Nicole Collard Franziska Pigulla Katherine Pageon
André Lobineau Pius Maria Cüppers

Rezeption[Bearbeiten]

Wertungsspiegel
Deutschsprachiger Raum
Publikation Wertung
4Players 77 %[5]
Gamestar 72 %[6]
PC Games 70 %[7]
International
Eurogamer.net 7 von 10[8]
GameSpot 7.7 von 10[9]
IGN 8.4 von 10[10]
Metawertungen
GameRankings 75,03 % (Win)[11]
Metacritic 73 von 100 (Win)[12]

Das Spiel erhielt durchmischte Kritiken (Metacritic: 73 von 100 / Gamerankins: %)[12][11]

“Still, in a genre most commonly represented by uninspired low-budget titles or odd adventure-action hybrids, Ark is a great delight. While its old-school design is unlikely to win many new converts to the genre, it is still, flaws and all, the best adventure game to come out in several years.”

„Dennoch, in einem Genre, das meist von uninspirierten Low-Budget-Titeln oder seltsamen Adventure-Action-Hybriden repräsentiert wird, ist Engel des Todes eine große Freude. Während sein Old-School-Design vermutlich nur wenig neue Anhänger für das Genre gewinnen wird, ist es dennoch, kleinere Mängel und ähnliches eingeschlossen, das beste Adventure, das in den letzten Jahren erschienen ist.“

Charles Herold: New York Times[13]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bodo Naser: Test: Baphomets Fluch 4: Der Engel des Todes. 4Players. 27. September 2006. Abgerufen am 13. Juni 2011.
  2. Thomas Weiss: News: Baphomets Fluch 4: Der Engel des Todes. PC Games. 28. September 2006. Abgerufen am 9. April 2010.
  3. http://www.computerandvideogames.com/131508/interviews/charles-cecil-wields-broken-sword/
  4. http://www.adventure-treff.de/artikel/interviews.php?id=43
  5. Bodo Naser: Test: Baphomets Fluch 4: Der Engel des Todes. In: 4Players. freenet AG. 27. September 2006. Abgerufen am 6. September 2013.
  6. Baphomets Fluch 4 im Test. In: Gamestar. IDG. 2. Oktober 2006. Abgerufen am 6. September 2013.
  7. Marc Brehme: Baphomets Fluch 4: Der Engel des Todes. In: PC Games. Computec Media. 25. September 2006. Abgerufen am 6. September 2013.
  8. Kristan Reed: Broken Sword: The Angel of Death Review (englisch) In: Eurogamer.net. Gamer Network. 15. September 2006. Abgerufen am 6. September 2013.
  9. Brett Todd: Secrets of the Ark: A Broken Sword Game Review (englisch) In: Gamespot. CNET. 5. März 2007. Abgerufen am 6. September 2013.
  10. Staci Krause: Broken Sword: The Sleeping Dragon Review (englisch) In: IGN. 25. November 2003. Abgerufen am 6. September 2013.
  11. a b GameRankings: Durchschnittliche Wertung, basierend auf 29 Artikeln. Abgerufen am 6. September 2013.
  12. a b Metacritic: Durchschnittliche Wertung, basierend auf 31 Artikeln. Abgerufen am 6. September 2013.
  13. http://www.nytimes.com/2007/02/22/technology/22game.html?ex=1172811600&en=cfc99c88efc1dd7e&ei=5070&emc=eta1&_r=0