Bar (Adelsgeschlecht)

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Älteres Wappen von Bar
Jünger. Wappen von Bar

Bar, auch Baer, ist der Name eines niedersächsischen Adelsgeschlechts aus dem Uradel des Osnabrücker Landes. Zweige der Familie bestehen bis heute.

Es besteht keine Verwandtschaft zu den Grafen und Herzögen von Bar in Lothringen. Wegen der Namens- und Wappengleichheit wird eine Stammesverwandtschaft zu den von Behr vermutet, da die Lüneburger und die beiden pommerschen von Behr auch wie die von Bar ihren urkundlichen Ursprung auf Eberhard Bere zurückführen.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Geschlecht erscheint urkundlich erstmals im Jahr 1204 mit dem Ministerialen Hugo Bere oder Ursus[1] (lat.: Bär). Die Herren von Bar stellen seit dem 14. Jahrhundert den Erblanddrosten des Bistums Osnabrück und des späteren Fürstentums Osnabrück.

1259 wird der Ritter Hugo Bar als Ministeriale des Hochstifts Osnabrück auf Burg Stockum in Bissendorf[2] erwähnt. Stammsitz seit 1341 ist die malerische Wasserburg Alt Barenaue, später Hassebrock, Blankenburg, Bruchhausen und seit 1862 Schloss Neu Barenaue in Bramsche.[3] Alt- und Neu-Barenaue befinden sich bis heute im Besitz der Familie.

1884 erbte Otto von Bar zu Barenaue das Gut Langelage (Ortsteil von Bohmte) von den Grafen zu Münster. Langelage hatte bereits um 1445 den Bar gehört und war dann um 1683 von der Familie von Oer erworben worden, von denen es die Münster 1764 geerbt hatten.[4] Langelage ist noch im Besitz der von Bar.

1892 kam auch das Gut Klein Siemen in Mecklenburg an die Familie und wurde 1945 enteignet.

Über die Witwe des Otto von Pestel, die 1922 in zweiter Ehe Ludwig von Bar heiratete, gelangte das Rittergut Bruche an die Familie von Bar, die es bis heute besitzt.

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wappen der Familien von Leden und von Bar am Palas des Ledenhofes in Osnabrück

Das Stammwappen zeigt in Silber einen schwarzen Bären. Das später gebräuchliche Wappen zeigt in Silber einen auf schrägrechts schwarz-silbernem Schach klimmenden schwarzen Bären mit goldenem Halsband. Auf dem Helm mit schwarz-silbernen Decken ein Bündel schwarzer Kerbstöcke.

Namensträger[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Bar family – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Friedrich Philippi, Osnabrücker Urkundenbuch, Band II, 1896, S. 15, Nr 22
  2. Website Gut Stockum in Bissendorf
  3. Neues allgemeines deutsches Adels-Lexicon von E. H. Kneschke, 1859
  4. Eintrag zu Haus Langelage in der privaten Datenbank „Alle Burgen“, abgerufen am 15. September 2015.