Barbachen

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Barbachen
Wappen von Barbachen
Barbachen (Frankreich)
Barbachen
Region Okzitanien
Département Hautes-Pyrénées
Arrondissement Tarbes
Kanton Val d’Adour-Rustan-Madiranais
Gemeindeverband Adour Madiran
Koordinaten 43° 26′ N, 0° 8′ OKoordinaten: 43° 26′ N, 0° 8′ O
Höhe 194–281 m
Fläche 3,04 km2
Einwohner 54 (1. Januar 2016)
Bevölkerungsdichte 18 Einw./km2
Postleitzahl 65140
INSEE-Code

Bürgermeisteramt (Mairie) von Barbachen

Barbachen ist eine französische Gemeinde mit 54 Einwohnern (Stand 1. Januar 2016) im Département Hautes-Pyrénées in der Region Okzitanien (vor 2016: Midi-Pyrénées). Die Gemeinde gehört zum Arrondissement Tarbes und zum Kanton Val d’Adour-Rustan-Madiranais (bis 2015: Kanton Rabastens-de-Bigorre).

Die Einwohner werden Barbachénois und Barbachénoises genannt.[1]

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Barbachen liegt circa 23 Kilometer nördlich von Tarbes in der historischen Provinz Bigorre an der nördlichen Grenze zum benachbarten Département Gers.

Umgeben wird Barbachen von den sechs Nachbargemeinden:

Monfaucon Buzon
Ansost Nachbargemeinden Beccas
(Gers)
Ségalas Haget
(Gers)

Barbachen liegt im Einzugsgebiet des Flusses Adour.

Der Estéous ist einer seiner Nebenflüsse und durchquert das Gebiet der Gemeinde ebenso wie der Ruisseau de Larcis und sein Nebenfluss, der Ruisseau de la Garnère, sowie der gleichnamige Ruisseau de la Garnère.[2]

Brücke über den Estéous

Toponymie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der okzitanische Name der Gemeinde heißt Barbachen. Wahrscheinlich stammt er vom lateinischen Eigennamen Barbatius und dem aquitanischen Suffix -ennum.

Der Spitzname der Gemeinde lautet Los brosta-cardons (deutsch die, die Disteln abweiden).

Toponyme und Erwähnungen von Barbachen waren:

  • Barbepien (1285, Volkszählung des Adels der Grafschaft Bigorre),
  • De Barbapenh (1313, Steuerliste Debita regi Navarre),
  • Barbapjen (1379, Prokuration Tarbes),
  • Barba Pien, (1429, Zensusliste der Grafschaft Bigorre),
  • Barbaxen (1760, Larcher, Kirchenregister von Tarbes),
  • Barbachen (1750 und 1793, Karte von Cassini bzw. Notice Communale),
  • Barbacheu (1801, Bulletin des lois).[3][4][5]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach Beginn der Aufzeichnungen stieg die Einwohnerzahl bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts auf einen Höchststand von rund 160. In der Folgezeit sank die Größe der Gemeinde bei kurzen Erholungsphasen bis zu den 1990er Jahren auf rund 40 Einwohner, bevor eine Phase mit moderatem Wachstum einsetzte, die heute noch anhält.

Jahr 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2006 2011 2016
Einwohner 61 47 42 44 39 42 49 52 54

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Ab 1962 offizielle Zahlen ohne Einwohner mit Zweitwohnsitz
Quellen: EHESS/Cassini bis 2006,[5] INSEE ab 2011[6]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Pfarrkirche Saint-Oren
  • Pfarrkirche Saint-Oren. Die mit Gräben versehenen Wälle, die die Kirche umsäumen, belegen den Standort einer früheren gräflichen Festung. Die atypische Orientierung der Kirche mit der Apsis im Süden lässt sich durch die Einbettung in die Festung erklären. Die bedeutende Dicke des Fundaments des Glockengiebels offenbart die Verteidigungsfunktion des Gebäudes. Die Festung von Barbachen verlor ihre strategische Bedeutung seit dem 14. Jahrhundert zugunsten von Rabastens-de-Bigorre und Monfaucon. Im 17. Jahrhundert wurde die Kirche grundlegend umgestaltet mit der Erhöhung der Wände des Langhauses und der Errichtung der Sakristei und im Folgenden des Baus eines Vordachs zum Schutz des Eingangsportals vor schlechtem Wetter. Zu erwähnen sind im Kircheninneren neugotische Bilder aus dem späten 19. Jahrhundert, ein Altar mit Tabernakel aus dem Ende des 17. Jahrhunderts und ein Taufschrank sowie eine Kanzel aus dem 18. Jahrhundert.[7]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Porcs Noirs de Bigorre

Barbachen liegt in den Zonen AOC der Schweinerasse Porc noir de Bigorre und des Schinkens Jambon noir de Bigorre.[8]

Aktive Arbeitsstätten nach Branchen am 31. Dezember 2015[9]
Gesamt = 8
Jean Baptiste Senderens

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jean Baptiste Senderens, geboren am 27. Januar 1856 in Barbachen, dort gestorben am 26. September 1937, war ein französischer Chemiker und Priester. Er befasste sich insbesondere mit der katalytischen Hydrierung in der Organischen Chemie.[10]

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Barbachen wird durchquert von den Routes départementales 5 (Gers 124) und 252.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Barbachen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Hautes-Pyrénées (fr) habitants.fr. Abgerufen am 5. Oktober 2019.
  2. Ma commune : Barbachen (fr) Système d’Information sur l’Eau du Bassin Adour Garonne. Abgerufen am 7. Oktober 2019.
  3. Barbachen (fr) Département Hautes-Pyrénées. Abgerufen am 7. Oktober 2019.
  4. David Rumsey Historical Map Collection France 1750 (en) David Rumsey Map Collection: Cartography Associates. Abgerufen am 7. Oktober 2019.
  5. a b Notice Communale Barbachen (fr) EHESS. Abgerufen am 7. Oktober 2019.
  6. Populations légales 2016 Commune de Barbachen (65061) (fr) INSEE. Abgerufen am 5. Oktober 2019.
  7. Eglise Saint Orens. Offices de Tourisme du Pays du Val d’Adour. Abgerufen am 7. Oktober 2019.
  8. Institut national de l’origine et de la qualité : Rechercher un produit (fr) Institut national de l’origine et de la qualité. Abgerufen am 5. Oktober 2019.
  9. Caractéristiques des établissements en 2015 Commune de Barbachen (65061) (fr) INSEE. Abgerufen am 5. Oktober 2019.
  10. Jean-Baptiste Senderens (1856–1937) (fr) Bibliothèque nationale de France. Abgerufen am 5. Oktober 2019.