Barbara Acklin

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Barbara Acklin (* 28. Februar 1943 in Oakland, Kalifornien; † 27. November 1998 in Omaha, Nebraska) war eine US-amerikanische Soulsängerin und Songschreiberin.[1]

Biografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Barbara Acklin war ein Einzelkind und wuchs in Chicago auf. Sie sang zunächst im Kirchenchor, später in Nachtklubs. Bei „St. Lawrence Records“, dem Label ihres Cousins Monk Higgins, war sie unter anderem als Backgroundsängerin tätig. Während ihrer Zeit als Rezeptionistin bei Brunswick Records begann sie Lieder zu schreiben. Eines davon wurde von Jackie Wilson aufgenommen, der sich danach bei der Plattenfirma dafür einsetzte, dass Acklin einen Vertrag mit dem Label bekam.

Show Me the Way to Go, ein Duett mit Gene Chandler, schaffte es im Jahr 1968 auf Platz 30 der amerikanischen R&B-Charts. Im selben Jahr folgte Love Makes a Woman, das Platz 3 der R&B-Charts erreichte und einen BMI-Award gewinnen konnte. Es folgten weitere Singles und bis 1973 fünf Alben. Ihr Song Am I the Same Girl wurde von der Plattenfirma zuerst als Instrumental mit Klavier von Young-Holt Unlimited unter dem Titel Soulful Strut herausgebracht. Es wurde ein Nummer-drei-Hit und Millionenseller, während Acklins Version danach nur noch Platz 79 erreichte.

Als Songschreiberin arbeitete sie vor allem mit Eugene Record, mit dem sie auch einige Zeit verheiratet war, für die Chi-Lites. 1974 wechselte sie zu Capitol Records, veröffentlichte das Album A Place in the Sun, das erfolglos blieb, und verlor daraufhin ihren Plattenvertrag. Neben Solokonzerten war sie seither hauptsächlich als Backgroundsängerin für die Chi-Lites tätig.

Im Jahr 1990 erlangte das von ihr und Record geschriebene Lied Have You Seen Her erneute Bekanntheit, als es von MC Hammer gecovert wurde. Barbara Acklin gab 1998 bekannt, an neuem Material zu arbeiten, starb aber kurze Zeit später an Lungenentzündung.

Diskografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Alben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Titel Chartplatzierungen[2][3] Anmerkungen
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten US Vereinigte StaatenVereinigte Staaten R&B
1968 Love Makes a Woman
Brunswick 754137
146
(5 Wo.)
48
(4 Wo.)
Erstveröffentlichung: September 1968
Produzenten: Carl Davis, Eugene Record

weitere Alben

  • 1969: Seven Days of Night
  • 1970: Someone Else’s Arms
  • 1971: I Did It
  • 1973: I Call It Trouble
  • 1975: A Place in the Sun

Kompilationen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1987: Groovy Ideas
  • 1995: Greatest Hits
  • 1999: Brunswick Singles A’s & B’s
  • 2002: 20 Greatest Hits
  • 2002: The Brunswick Anthology (2 CDs)
  • 2003: The Best of Barbara Acklin
  • 2004: The Complete Barbara Acklin on Brunswick Records (2 CDs)

Singles[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Titel
Album
Chartplatzierungen[2][4] Anmerkungen
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten US Vereinigte StaatenVereinigte Staaten R&B
1968 Show Me the Way to Go 30
(7 Wo.)
Erstveröffentlichung: März 1968
mit Gene Chandler
Autoren: Barbara Acklin, Carl Davis, Eugene Record
1968 Love Makes a Woman
Love Makes a Woman
15
(12 Wo.)
3
(15 Wo.)
Erstveröffentlichung: Mai 1968
Autoren: Carl Davis, Gerald Sims, William Sanders
1968 From the Teacher to the Preacher 57
(8 Wo.)
16
(11 Wo.)
Erstveröffentlichung: Oktober 1968
mit Gene Chandler
Autoren: Barbara Acklin, Carl Davis, Eugene Record
1968 Just Ain’t No Love
Seven Days of Night
67
(9 Wo.)
23
(8 Wo.)
Erstveröffentlichung: November 1968
Autoren: Carl Davis, Eugene Record
1969 Am I the Same Girl
Seven Days of Night
79
(3 Wo.)
33
(6 Wo.)
Erstveröffentlichung: Februar 1969
Autoren: Barbara Acklin, Eugene Record, William Sanders
basiert auf dem Instrumental Soulful Strut von
Young-Holt Unlimited, 1968
1969 After You
I Did It
30
(4 Wo.)
Erstveröffentlichung: Oktober 1969
Autoren: Barbara Acklin, Eugene Record
1970 I Did It
I Did It
28
(5 Wo.)
Erstveröffentlichung: September 1970
Autor: Eugene Record
1971 Lady, Lady, Lady
I Call It Trouble
44
(3 Wo.)
Erstveröffentlichung: Dezember 1971
Autor: Eugene Record
1972 I Call It Trouble
I Call It Trouble
49
(2 Wo.)
Erstveröffentlichung: November 1972
Autoren: Barbara Acklin, Eugene Record
1974 Raindrops
A Place in the Sun
14
(14 Wo.)
Erstveröffentlichung: Mai 1974
Autoren: Barbara Acklin, F. Flowers
1975 Special Loving
A Place in the Sun
73
(7 Wo.)
Erstveröffentlichung: Dezember 1974
Autoren: Willie Henderson, Quinton Joseph, Tommy Green
1975 Give Me Some of Your Sweet Love
A Place in the Sun
98
(3 Wo.)
Erstveröffentlichung: Mai 1975
Autoren: Larry Brownlee, Lowrell Simon

weitere Singles

  • 1966: I’m Not Mad Anymore
  • 1967: Your Sweet Loving (VÖ: April)
  • 1967: I’ve Got You Baby (VÖ: Dezember)
  • 1969: Little Green Apples (mit Gene Chandler; VÖ: März)
  • 1969: A Raggedy Ride (VÖ: Mai)
  • 1970: Someone Else’s Arms (VÖ: März)
  • 1971: I Can’t Do My Thing (VÖ: Mai)
  • 1973: I’ll Bake Me a Man (VÖ: Juli)

Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Kurzbiographie in: Pareles, Jon / Romanowski, Patricia (Hrsg.): The Rolling Stone Encyclopedia of Rock & Roll. London: Rolling Stone Press / Michael Joseph, 1983, S. 3
  2. a b Chartquellen: Billboard Hot 100 Billboard 200
  3. Joel Whitburn: Top R&B Albums 1965–1998, ISBN 0-89820-134-9
  4. Joel Whitburn: Hot R&B Songs 1942–2010: 6th Edition, ISBN 978-0-89820-186-4

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]