Barbara Blaha

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Barbara Blaha (2015)
Barbara Blaha, 2005

Barbara Blaha (* 23. September 1983) ist Autorin, Gründerin des Politkongresses Momentum und eine ehemalige Vorsitzende der Österreichischen Hochschülerinnen- und Hochschülerschaft (ÖH).

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blaha wurde als zweites von sieben Kindern in eine Arbeiterfamilie geboren. Sie besuchte Volksschule und Gymnasium, das sie 2002 abschloss, in Wien Simmering. 2002 begann Blaha das Studium der Germanistik an der Universität Wien, welches sie im November 2009 abschloss[1]. 2007 fungierte sie als Jurorin beim Protestsongcontest. Seit 2008 ist Barbara Blaha Gründungsmitglied und politische Leiterin des Kongresses Momentum in Hallstatt.

Politische Laufbahn[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ihr gesellschaftliches Engagement begann 1997, als sie mit ihrem Schulkollegen Dominik Gries das eingeschlafene Schülerzeitungsprojekt "Der Gottschalk" (benannt nach der damaligen Adresse ihrer Schule Gottschalkgasse, 1110 Wien) wiederbelebte. "Der Gottschalk" wurde mehrfach mit dem Schülerzeitungspreis der Stadt Wien ausgezeichnet. Ab dem Jahr 2000 begann Blaha sich in der Schülervertretung ihrer Schule und in der Wiener Landesschülervertretung zu betätigen. In diese Zeit fällt auch ihr Engagement für die Aktion Kritischer Schülerinnen und Schüler Wien (aks), deren politische Sekretärin (2001) und Vorsitzende (2003) sie war.

Während ihres Studiums begann sie sich für den VSStÖ zu engagieren. Von 2004 bis 2005 war sie im bildungspolitischen Referat der ÖH, zuständig für Fragen zum Bologna-Prozess. Am 7. März 2005 wurde sie als Spitzenkandidatin des VSStÖ für die ÖH-Wahl 2005 präsentiert. Nach der Wahl wurde Blaha gemeinsam mit Rosa Nentwich-Bouchal ins ÖH-Vorsitzendenteam (formal: zur stellvertretenden ÖH-Vorsitzenden) einer rot-grünen Koalition gewählt. 2006 übernahm sie routinemäßig die Funktion der ÖH-Vorsitzenden von Rosa Nentwich-Bouchal, die aber aus gesundheitlichen Gründen nicht als stellvertretende Vorsitzende kandidierte. 2007 beendete sie ihre Tätigkeit für die ÖH.

Von 2006 bis 2010 war sie direkt gewähltes Mitglied des Publikumsrates des ORF.

Im Jänner 2013 wurde Barbara Blaha durch den Senat der Universität Salzburg in den Unirat der Universität gewählt.

Positionen und Inhalte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Aus eigener Erfahrung – sie bezog selbst ein Stipendium und Beihilfen – ist die soziale Absicherung der Studierenden eines ihrer Hauptanliegen. Ihr zweites thematisches Anliegen ist der Feminismus.

Aus Protest an der Beibehaltung der Studiengebühren in einer SPÖ-geführten Regierung trat Blaha gemeinsam mit der VSStÖ-Vorsitzenden Sylvia Kuba im Jänner 2007 aus der SPÖ aus. Seitdem äußerte sie sich mehrmals kritisch zur Politik der SPÖ unter Bundeskanzler Alfred Gusenbauer.

Bei der Befragung zur Abschaffung der Wehrpflicht 2013 war Blaha Befürworterin der Beibehaltung. [2]

Schriften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Barbara Blaha, Josef Weidenholzer (Hg.): Solidarität. Beiträge für eine gerechte Gesellschaft. Braumüller, Wien 2011, ISBN 978-3-7003-1778-4.
  • Von Riesen und Zwergen. Zum Strukturwandel im Buchhandel in Deutschland und Österreich, München, 2011.
  • Zus. mit Josef Weidenholzer (Hg.): Freiheit. Beiträge zu einer demokratischen Gesellschaft. Band 2, Wien, 2010.
  • Zus. mit Josef Weidenholzer (Hg.): Gerechtigkeit. Beiträge zur Sozial-, Bildungs- und Wirtschaftspolitik. Band 1, Wien, 2009.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Video-Interview mit Blaha auf derstandard.at, 24. November 2009
  2. [1]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Barbara Blaha – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien