Barbara Brecht-Schall

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Barbara Brecht-Schall (2014)

Maria Barbara Brecht-Schall, Künstlername Barbara Berg (* 28. Oktober 1930 in Berlin; † 31. August 2015 ebenda[1]), war eine deutsche Theaterschauspielerin und Kostümbildnerin. Sie war die Haupterbin Bertolt Brechts und Verwalterin der Brecht-Erben GmbH, die auch die Interessen der ebenfalls verstorbenen weiteren Brecht-Kinder Hanne Hiob und Stefan Brecht vertritt.

Leben[Bearbeiten]

Die Tochter von Bertolt Brecht und Helene Weigel war seit 1961 mit dem Schauspieler Ekkehard Schall verheiratet. Der Ehe entstammen die Schauspielerin und Regisseurin Johanna Schall und die Kostümbildnerin Jenny Schall.

Die Schauspielerin gehörte dem Schauspielerensemble des Berliner Ensembles an. Bis 1972 spielte sie dort unter dem Namen Barbara Berg.

Sie war die Inhaberin aller Rechte an den Brecht-Stücken. Ihre restriktive Vergabepraxis von Aufführungsrechten wurde mehrfach kritisiert, zudem legte sie bei Aufführungen besonderen Wert auf eine von ihr als originalgetreu bewertete Wiedergabe. Nach dem Tod Heiner Müllers erwarb sie dessen Anteile am Berliner Ensemble.

Barbara Brecht-Schall bewohnte, bis zu seinem Tod mit ihrem Mann gemeinsam, das Gartenhaus Brechts am Schermützelsee in Buckow. Das angrenzende Wohnhaus von Brecht und Weigel wurde 1975 an die DDR verkauft, die dort 1977 ein Museum errichtete.

1987 wurde Barbara Brecht-Schall mit dem Vaterländischen Verdienstorden in Gold ausgezeichnet.[2]

Filmografie[Bearbeiten]

Ekkehard Schall, Barbara Brecht-Schall, Hans-Joachim Hoffmann, Ruth Berghaus und Norbert Christian bei einem Empfang während der Brechtwoche der DDR 1973 (v. l. n. r.)

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Barbara Brecht-Schall – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Schauspielerin und Erbin: Barbara Brecht-Schall ist tot, Spiegel Online, 1. September 2015
  2. Neues Deutschland, 2./3. Mai 1987, S. 4