Barbara Englert

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Barbara Englert (* 1960 in Frankfurt am Main) ist eine deutsche Regisseurin und Schauspielerin.

Leben[Bearbeiten]

Nach einer Ausbildung an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Stuttgart spielte sie an den Stadt- und Staatstheatern Freiburg, Essen und Stuttgart. 1993 kehrte sie in ihre Geburtsstadt Frankfurt am Main zurück und spielte zunächst in wechselnden, freien Gruppen, bis sie ihre erste eigene Gruppe Primadonna/Schwerer Held mit eigenem Spielort in der Brotfabrik Frankfurt gründete.

Ihre Schwerpunkte liegen auf der Darstellung von großen Frauengestalten aus Geschichte und Gegenwart, wie u. a. Schillers Die Jungfrau von Orleans oder der Petra Kelly in dem Stück Primadonna/Schwerer Held von Wolfgang Spielvogel. Beim Festival Politik im Freien Theater 1996 wurde sie hierfür mit dem ersten Preis ausgezeichnet und war im Jahr darauf Mitglied der Jury. Als Regisseurin erarbeitete sie mit Jugendlichen Theaterstücke, so das eigens geschriebene Ich und mein Onkel von Wolfgang Spielvogel, mit Türken und Kurden über die persönliche Geschichte der Mitwirkenden, und Don Karlos von Friedrich Schiller mit Hauptschülern. Jedes Projekt ist inszenatorisch geprägt von ihrem gesellschaftspolitischen Blick auf Zeiterscheinungen mit besonderem Akzent auf der Rolle der Frauen. In ihren zum Teil szenischen Lesungen stellt sie klassische und zeitgenössische Texte vor. Seit 2004 leitet sie das theater be, unter dessen Markenzeichen sie spartenübergreifende Projekte mit Videokünstlerinnen, Tänzerinnen und Musikern realisierte.[1] Ihre Inszenierungen umfassen ebenso Raum-, Licht- und Soundinstallationen. Nachdem sie den Bühnenraum in verschiedenen Projekten mit Partnern anderer Kunstrichtungen erweitert hatte, plante sie neue Projekte, die den Bühnenraum verlassen und den öffentlichen Raum zur Bühne machen. Mit ihrem Bruder, dem Fotokünstler Alexander Paul Englert und der Autorin Jutta Kaußen arbeitete sie an dem Fotokunstprojekt MOMENTUM. Dichter in Szenen,[2] das bildkünstlerisch die Positionen von deutschsprachigen Autoren untersuchte.

Theaterprojekte[Bearbeiten]

Szenische Lesungen[Bearbeiten]

Künstlerische Mitarbeit[Bearbeiten]

  • 2011 Ausstellung MOMENTUM. Dichter in Szenen, Goethe-Haus, Frankfurt und 2012 Literaturhaus Wien.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Barbara Englert spielt Iphigenie in: faz.net am 1. Dezember 2004.
  2. Der poetische Impuls in faz.net am 18. August 2011.
  3. Allein mit der Leiche. Satirisches Diskurstheater
  4. Theater auf dem Dach der Zeilgalerie: Wiederaufnahme von Clemens J. Setz’ „MAUERSCHAU“. 21. November 2011.
  5. Barbara Englert +++ theater be +++ Jutta Kaußen. im Theater im Orange Peel 10. Dezember 2011.
  6. http://www.hausamdom.bistumlimburg.de/index.php?persongroup=&_1=305523&_0=15&sid=7786d8b14c71632bb4e2400d3d498fb0 Keine einfache Sache - Lily Brett und die Kinder der Überlebenden Teil I, 10. März 2011.
  7. http://hausamdom.bistumlimburg.de/index.php?_1=315983&_0=1&sid=68c3ffed3c251c27de28a57043a6cfdd Der Humor hat mich gerettet. Lily Brett und die Kinder der Überlebenden des Holocaust, Teil II, 17. November 2011.
  8. http://www.hausamdom.bistumlimburg.de/index.php?persongroup=&_1=333083&_0=15&sid=1023cf37273b126026c4ef66ed1cac30 Klops braucht der Mensch. Lily Brett und die Kinder der Überlebenden des Holocaust, Teil III, 9. Februar 2012.