Barbara John

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Barbara John, Ombudsfrau für die Hinterbliebenen der Opfer des Nationalsozialistischen Untergrundes (2013 beim NSU-Prozess in München)

Barbara John (* 18. Januar 1938 in Berlin) ist eine deutsche Politikerin der CDU, ehemalige Grundschullehrerin und Diplompolitologin. Von 1981 bis 2003 war sie Ausländerbeauftragte des Berliner Senats. Seit ihrer Berentung 2003 engagiert sie sich weiterhin in Migrationsfragen, u.a. in der Antidiskriminierungsstelle des Bundes und als Ombudsfrau für die Opfer des Nationalsozialistischen Untergrunds.

Kindheit und Ausbildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

John wuchs als Tochter polnischer Eltern in Berlin-Kreuzberg auf. Nach dem Abitur studierte sie von 1958 bis 1961 in Lüneburg Erziehungswissenschaften und war anschließend bis 1966 Grundschullehrerin für Deutsch und Englisch in Hamburg.

An der Freien Universität Berlin und der London School of Economics absolvierte sie ein Zweitstudium der Politikwissenschaften und Bildungsökonomie, das sie als Diplompolitologin abschloss. Danach arbeitete sie mehrere Jahre in der Lehrerausbildung im Fach Deutsch als Zweitsprache an der FU Berlin.

Karriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1981 erhielt sie das neugeschaffene Amt der Ausländerbeauftragten des Landes Berlin.

Im Mai 2001 wurde John Honorarprofessorin am Institut für Europäische Ethnologie der Berliner Humboldt-Universität.

Am 30. Juni 2003 wurde sie in den Ruhestand verabschiedet.[1] Ihr Nachfolger im Amt des Ausländerbeauftragten wurde Günter Piening.[2]

Freiwilliges Engagement[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit Juli 2003 ist sie Koordinatorin für Sprachförderung bei der Senatsverwaltung für Bildung, Wissenschaft und Forschung in Berlin und Vorsitzende des Expertengremiums für Integrationssprachkurse beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge.

Barbara John ist Vorsitzende des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes Berlin.[3]

Im Oktober 2007 wurde sie zur Vorsitzenden des Beirats der Antidiskriminierungsstelle des Bundes gewählt. John ist nicht-muslimisches Mitglied des Kuratoriums der Muslimischen Akademie in Deutschland.[4]

Seit 2009 ist John Vorsitzende des Berliner Diözesanverbandes des Katholischen Deutschen Frauenbundes.[5] Außerdem ist sie Schirmherrin des Berliner Spendenparlaments.[6] und gehört zum Vorstand der Unternehmensstiftung von Veolia.[7] Seit 2012 ist sie im Kuratorium der Stiftung Bildung.

Seit 2010 engagiert sich John, zusammen mit Romani Rose und Maria Böhmer, als Schirmherrin der Initiative Show Racism the Red Card- Deutschland e.V.[8]

Im Dezember 2011 wurde Barbara John Ombudsfrau für die Opfer der Zwickauer Terrorzelle,[9] eine unentgeltliche Tätigkeit bei der das BfJ Aufwendungen für eine Hilfskraft, Reisekosten, Dolmetscherdienste und Schreibarbeiten erstattet wie 2014 bekannt gegeben wurde.[10]

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Publikationen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Audios[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Barbara John – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Ausländerbeauftragte: Wowereit verabschiedete Barbara John, berlin.de, 30. Juni 2003
  2. siehe Kurzlebenslauf von Piening bei der Heinrich Böll-Stiftung, abgerufen 31. Juli 2017
  3. Sabine Menkens: "Bei Muslimen verhalten wir uns wie Pubertierende". In: Welt Online. 3. Mai 2016 (welt.de [abgerufen am 3. Mai 2016]).
  4. http://www.muslimische-akademie.de/kuratorium.htm Muslimische Akademie in Deutschland: Kuratoriumsmitglieder
  5. http://www.kdfb-berlin.de/wir-ueber-uns/dioezesanvorstand Katholischer Deutscher Frauenbund Diözesanverband Berlin: Vorstandsmitglieder
  6. http://www.berliner-spendenparlament.de/das-spendenparlament
  7. Veolia Stiftung: Kontakt. Abgerufen am 16. Juni 2013
  8. „Show Racism the Red Card“-Schirmherrschaft (Memento vom 4. Dezember 2013 im Internet Archive)
  9. "Wir müssen alle an einem Strang ziehen" Bundestag, abgerufen am 20. September 2015
  10. Härteleistungen für Opfer rechter Gewalt, Drucksache 18/1938, Seite 13/16, 30.06.2014