Barbara Schöneberger

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Barbara Schöneberger beim Deutschen Radiopreis 2016 in Hamburg

Barbara Schöneberger (* 5. März 1974 in München) ist eine deutsche Fernsehmoderatorin, Schauspielerin und Sängerin.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Barbara Schöneberger ist die Tochter des Soloklarinettisten Hans Schöneberger und Annemarie Schöneberger. Sie wuchs als Einzelkind in Gröbenzell bei München auf[1] und sammelte in einer Foto-Love-Story der Zeitschrift Mädchen 1989 erste Erfahrungen vor der Kamera.[2] Nach ihrem Abitur am Pestalozzi-Gymnasium in München 1993 absolvierte Schöneberger ein Volontariat bei der Modezeitschrift Mode Spezial in München. 1994 begann sie ein Studium der Soziologie, Kommunikationswissenschaft und Kunstgeschichte in Augsburg. Während ihres Studiums arbeitete Schöneberger für die Agentur Trendhouse EventMarketing in München. In dieser Zeit hatte sie auch ihren ersten Fernsehauftritt, eine Gastrolle in der Serie Café Meineid. 1999 brach sie ihr Studium nach zehn Semestern ab.

Barbara Schöneberger lebt in Berlin, ist seit 2009 mit dem Computer-Unternehmer Maximilian von Schierstädt verheiratet[3] und hat einen Sohn (* 2010) und eine Tochter (* 2013).[4][5]

Karriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Barbara Schöneberger beim Benefiz-Konzert „Cover me“ im Kölner E-Werk 2006

Fernsehen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ihre Fernsehkarriere begann Schöneberger 1998 als Assistentin von Elmar Hörig in der Sat.1-Sendung Bube, Dame, Hörig. Nach einem Auftritt in der Harald Schmidt Show äußerte Moderator Harald Schmidt, sie solle eine eigene Sendung bekommen. Unmittelbar nach diesem Auftritt wurde Schöneberger zu einem Casting für die Sendung Tie Break eingeladen. 1999 bestritt Schöneberger mit dieser DSF-Sendung zum Thema Tennis ihre erste Moderation. Im selben Jahr übernahm sie neben Matthias Opdenhövel die Co-Moderation der Sendung Weck Up, die sonntagmorgens bei Sat.1 ausgestrahlt wurde. Schöneberger moderierte Weck Up bis 2003. Anfang 2001 moderierte Schöneberger mit Kena Amoa die Reality-TV-Show Girlscamp.

Schönebergers bislang größter Erfolg war ihre Sendung Blondes Gift. Mit dieser Aussage aus Wikipedia konfrontiert, sagte sie im Mai 2018: „Das ist eine Unverschämtheit. Das ist 20 Jahre her. […] Es hat mich auf die Schiene gesetzt, auf der ich heute noch fahre“.[6] Die Talkshow lief ab 23. April 2001 zunächst auf dem Privatsender suntv (ein Programmfenster auf den städtischen Privatsendern Hamburg 1, TV.München und TV.Berlin) und wurde dann für ein Jahr vom WDR Fernsehen übernommen. Im März 2004 wechselte Schöneberger mit Blondes Gift zu ProSieben, wo sie bis zum 8. August 2005 zu sehen war. Wiederholungen werden teilweise auf dem Sender TIMM ausgestrahlt.

Zwischenzeitlich wurde Schöneberger für eine Show am späten Samstagabend vom ZDF angeworben, um junge Zuschauer zu binden. Nach 17 Folgen wurde Die Schöneberger-Show wegen zu geringer Einschaltquoten abgesetzt. Regelmäßige Gastauftritte in der Talkshow Blond am Freitag, dem Comedy-Quiz Genial daneben – Die Comedy Arena und anderen Panel-Shows folgten.

Im Jahr 2005 war Schöneberger in der einminütigen Fernsehkolumne Big City Fever zu sehen, die als Werbevorspann für Coca-Cola vor Sex and the City seit dem 12. April 2005 wöchentlich auf ProSieben zu gezeigt wurde. Darin kommentierte Schöneberger Alltagsbegebenheiten aus dem Leben in einer Großstadt. Zudem ist sie Stammgast der Improvisationscomedy Frei Schnauze, in der sie ihre Fähigkeit zeigt, sehr schnell zu erraten, was die anderen Kandidaten darstellen. Des Weiteren war sie Gast in allen sechs Folgen der RTL-Spielshow Typisch Frau – Typisch Mann (2006).

Seit dem 18. Januar 2008 moderiert Schöneberger zusammen mit Hubertus Meyer-Burckhardt die NDR Talk Show.[7]

Schöneberger übernahm eine Reihe kleinerer Schauspielrollen in deutschen Filmen und Fernsehserien und moderiert regelmäßig Galas und andere Veranstaltungen außerhalb des Fernsehens. Als Kolumnistin hat Schöneberger für die Magazine Maxim, Jolie, Woman und die Fernsehzeitschrift Hörzu geschrieben. Als Fotomodell stand sie unter anderem für das Männermagazin Maxim vor der Kamera.

Sie engagiert sich für karitative Einrichtungen wie terre des hommes und bei Wohltätigkeitsveranstaltungen. Am 30. Mai 2011 gewann sie beim Prominenten-Special der Sendung Wer wird Millionär? eine Million Euro, die sie zu Gunsten von Terre des hommes, Livslust und Herzenswünsche spendete.[8][9]

Seit dem 9. September 2013 moderiert sie die auf RTL ausgestrahlte Live-Show Die 2 – Gottschalk & Jauch gegen alle. In ihr treten Günther Jauch und Thomas Gottschalk gegen mehrere Studiokandidaten, das Studiopublikum und die Fernsehzuschauer an.

Barbara Schöneberger moderierte 2012, 2014 und 2015 die Romy-Verleihung. Durch die steigende Popularität, die sie dadurch in Österreich erlangte, moderiert sie gemeinsam mit Alfons Haider nun auch die Starnacht am Wörthersee im Juli und im September die Starnacht aus der Wachau.[10]

Seit 2015 verkündet Schöneberger die deutschen Punkte für den Eurovision Song Contest. Im September 2017 moderierte sie den Deutschen Radiopreis in der Elbphilharmonie in Hamburg.

Zeitschrift[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit dem 15. Oktober 2015 erscheint regelmäßig die Zeitschrift Barbara beim Verlagshaus Gruner + Jahr; Schöneberger ist als festes Redaktionsmitglied beteiligt.[11]

Musik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Februar 2006 sang Schöneberger im Rahmen der Show Stars go Swing mit dem Capital Dance Orchestra, produziert von Robert Mudrinic, im TIPI am Kanzleramt. Im September 2007 startete sie ihre erste Tour als Sängerin der Band The Berlin Pops Orchestra unter der Leitung von Joris Bartsch Buhle; am 2. November 2007 erschien ihr erstes Album Jetzt singt sie auch noch!, aus dem als erste Single Männer muss man loben veröffentlicht wurde. Im Februar 2008 wurde die zweite Single Zu hässlich für München ausgekoppelt.

Am 25. September 2009 erschien ihr Zweitwerk Nochmal, nur anders, das sich thematisch vom Swing entfernt und dem typischen Disco-Sound der siebziger Jahre zuwendet.

Am 25. Oktober 2013 erschien ihr drittes Album Bekannt aus Funk und Fernsehen, das sich thematisch um ihr Leben zwischen Fernsehfrau und Hausfrau dreht, und das sie 2014 auch auf der Bühne präsentierte.[12]

Am 11. Mai 2018 erschien ihr viertes Album Eine Frau gibt Auskunft, das sich thematisch in jedem Song mit unterschiedlichen Perspektiven von Frauen auseinandersetzt und dabei die Männerwelt kritisch, aber mit einem Augenzwinkern auf die Schippe nimmt.

Ehrenamtliches Engagement[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schöneberger engagiert sich ehrenamtlich für die Deutsche Knochenmarkspenderdatei und übernahm mehrmals die Moderation des DKMS Dreamballs. Für ihr Engagement wurde sie 2009 mit dem Douglas Hoffnungsträger Preis ausgezeichnet.[13] Außerdem ist sie, zusammen mit ihrem TV-Moderator Kollegen Oliver Welke, langjährige Botschafterin[14] für das internationale Kinderhilfswerk terre des hommes.

Ehrungen und Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Fernsehen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Film[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Diskografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Studioalben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Titel Chartplatzierungen[15] Anmerkungen
DeutschlandDeutschland DE OsterreichÖsterreich AT
2007 Jetzt singt sie auch noch! 28
(12 Wo.)
Erstveröffentlichung: 2. November 2007
2009 Nochmal, nur anders 43
(2 Wo.)
Erstveröffentlichung: 25. September 2009
2013 Bekannt aus Funk und Fernsehen 52
(3 Wo.)
Erstveröffentlichung: 25. Oktober 2013
2018 Eine Frau gibt Auskunft 15
(… Wo.)
72
(… Wo.)
Erstveröffentlichung: 11. Mai 2018

Singles[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Titel
Album
Chartplatzierungen[15] Anmerkungen
DeutschlandDeutschland DE OsterreichÖsterreich AT
2007 Männer muss man loben
Jetzt singt sie auch noch!
58
(5 Wo.)
72
(1 Wo.)
Erstveröffentlichung: 25. Oktober 2007

Weitere Veröffentlichungen:

  • 2008: Zu hässlich für München
  • 2009: Jingle Bells
  • 2014: Herr Kaiser
  • 2018: Du willst es doch auch
  • 2018: Happy Patchwork Family
  • 2018: Mädchen mein Mädchen
  • 2018: Das beste Date seit Jahren

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Barbara Schöneberger – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Johanna Adorján: Nicht von schlechten Eltern. fluter 4/2003, S. 42 f. bpb.de (Memento des Originals vom 29. September 2007 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.bpb.de
  2. Barbara Schöneberger „Eine Foto-Love-Story für die Zeitschrift Mädchen“
  3. bunte.de: Barbara Schöneberger
  4. Barbara Schönebergers Baby ist da; Welt Online, abgerufen am 15. Juni 2010 oder auf news.de (Memento des Originals vom 1. Januar 2011 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.news.de
  5. www.welt.de
  6. Michael Bröcker, Daniel Fiene (Gesprächsführung): Interview Barbara Schöneberger: „Ich habe doch schon graue Haare“. In: Rheinische Post, Düsseldorf 12. Mai 2018, S. A8.
  7. spiegel.de, 18. September 2007.
  8. LIVSLUST – LEBENSLUST: TV-Star spendet für Childhood-Projekt (Memento des Originals vom 16. Juni 2011 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.childhood.org, abgerufen am 18. November 2011
  9. News; Ganz schön reiche Schöneberger, abgerufen am 18. November 2011
  10. APA; [1], abgerufen am 25. April 2015
  11. focus.de: http://www.focus.de/finanzen/news/wirtschaftsticker/unternehmen-schoeneberger-und-gruner-jahr-starten-magazin-barbara_id_5007100.html
  12. Archivlink (Memento des Originals vom 4. September 2015 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.schlager.de
  13. Douglas Hoffnungsträger (Memento des Originals vom 1. November 2013 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.xn--wlfing-kommunikation-pec.com (PDF; 249 kB), Pressemitteilung, Abruf 30. Oktober 2013
  14. Barbara Schöneberger und Oliver Welke gegen Kinderarbeit / terre des hommes startet neue Kampagne mit TV-Moderatoren als Botschaftern (BILD) (Politik und Gesellschaft). In: cities.eurip.com. Abgerufen am 14. Dezember 2016.
  15. a b Chartquellen: DE AT