Maria Barbara de Bragança

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Maria Bárbara de Bragança als Infantin von Portugal (Anonymus, ca. 1726-28, ehemals im Museu Nacional dos Coches, Lissabon)

Maria Barbara de Bragança [bɾɐˈɡɐ̃sɐ] (deutsch: von Braganza; * 4. Dezember 1711 in Lissabon; † 27. August 1758 in Aranjuez) war eine portugiesische Infantin und Königin von Spanien von 1746 bis zu ihrem Tode 1758. Ihr vollständiger Name lautete: Maria-Madalena Bárbara Xavier Leonor Teresa Antónia Josefa de Bragança.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sie wurde in Lissabon als Tochter des portugiesischen Königs Johann V. und dessen Gemahlin Maria Anna von Österreich geboren. Ihre Eltern heirateten im Jahre 1708 und hatten nach dreijähriger Ehe noch immer keine Kinder bekommen. Ihr Vater gelobte, ein großes Kloster bauen zu lassen, falls er einen männlichen Thronfolger bekommen sollte. Am 4. Dezember 1711 kam schließlich eine kleine Infantin zur Welt; der Vater ließ trotzdem ein Konvent errichten, das Kloster in Mafra.

Das Kind wurde unter anderem auf den Namen Barbara getauft nach der Schutzheiligen ihres Geburtstages, ein Name, der in der portugiesischen Dynastie noch nie verwendet worden war. Bei ihrer Geburt war sie die mögliche Thronfolgerin auf den portugiesischen Thron, bis zwei Jahre später schließlich ihr Bruder Pedro auf die Welt kam. Dieser starb zwar bereits im Alter von zwei Jahren, doch ihre Mutter brachte noch einen Sohn zur Welt, José, den späteren König Joseph I. Maria Barbara blieb für den Großteil ihres Lebens an Stelle zwei in der portugiesischen Thronfolge.

Louis-Michel van Loo: Maria Barbara de Bragança, Königin von Spanien (ca. 1750)

Als mögliche Thronanwärterin genoss sie eine hervorragende Erziehung und war sehr musikalisch. Seit dem Alter von 9 Jahren bekam sie Cembalo- und Musikunterricht von dem berühmten Virtuosen und Komponisten Domenico Scarlatti.

Mit 18 Jahren wurde sie im Jahre 1729 in Badajoz mit dem späteren spanischen König Ferdinand VI. verheiratet. Ihr Bruder José wurde mit Ferdinands Halbschwester Maria Anna vermählt. Scarlatti folgt ihr nach Madrid und schrieb Hunderte von Sonaten für sie.

Ferdinand empfand große Zuneigung für sie und da auch er sehr musikalisch war, teilten sie auch dieselbe Leidenschaft. Die Ehe blieb trotzdem kinderlos. Barbara litt zeit ihres Lebens an Asthma und starb im Jahre 1758 in Aranjuez. Ihr Tod hat Ferdinand zutiefst erschüttert und getroffen. Sie wurde in der Kirche Salesas Reales in Madrid, die ihrer Schutzpatronin, der Heiligen Barbara, geweiht ist, bestattet.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Maria Barbara de Bragança – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Vorgängerin Amt Nachfolgerin
Elisabetta Farnese Königin von Spanien
1746–1758
Maria Amalia von Sachsen