Barile

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Dieser Artikel erläutert die italienische Gemeinde, für andere Bedeutungen siege Barile (Begriffsklärung).
Barile
Wappen
Barile (Italien)
Barile
Staat Italien
Region Basilikata
Provinz Potenza (PZ)
Koordinaten 40° 57′ N, 15° 40′ OKoordinaten: 40° 57′ 0″ N, 15° 40′ 0″ O
Höhe 620 m s.l.m.
Fläche 24 km²
Einwohner 2.785 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte 116 Einw./km²
Postleitzahl 85022
Vorwahl 0972
ISTAT-Nummer 076011
Volksbezeichnung Barilesi (albanesisch: Barliotë)
Schutzpatron Madonna Di Costantinopoli
Website Barile
Panorama von Barile
Panorama von Barile

Barile (in Arbëresh, IPA: [ar'bəreʃ]: Barilli) ist eine italienische Gemeinde in der Provinz Potenza in Basilikata. In Barile werden Reben für den Rotwein Aglianico del Vulture angebaut.

Lage und Daten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Barile liegt 44 km nördlich von Potenza. Hier wohnen 3060 Einwohner [2]. Die Nachbargemeinden sind Ginestra, Melfi, Rapolla, Rionero in Vulture, Ripacandida und Venosa.

Seismische Aktivität[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach der italienischen Klassifizierung bezüglich seismischer Aktivität wurde Barile der Zone 1 (in einer Skala von 1 bis 4) zugeordnet.[3][4][5] Ein Erdbeben wurde am 14. August 1851 mit einer Magnitude von 6,33 registriert.[6] Das Erdbeben vom 23. Juli 1930 mit Magnitude 6,7 zerstörte den größten Teil des Ortes.[7]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort wurde im Mittelalter gegründet und hieß damals Barrelium. Nach der Eroberung von Kruja vonseiten der Osmanen im Jahr 1478 flohen viele albanische Christen (Arbëresh) ins Königreich Neapel, um der Rache der Osmanen und der Islamisierung zu entkommen und siedelten sich hier und in anderen Gebieten an. Es kam zu weiteren Besiedlungen von Flüchtlingen aus Koroni im 1534, von zirka 30 Familien „Coronei“ (italienische Bezeichnung für die Bevölkerung von Koroni) aus Melfi und 1647 aus Mani.[8] Das machte den Ort zur größten albanischen Gemeinde im Vulture-Gebiet.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sehenswert ist die Kirche Madonna di Costantinopoli.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistiche demografiche ISTAT. Monatliche Bevölkerungsstatistiken des Istituto Nazionale di Statistica, Stand 31. Dezember 2015.
  2. ISTAT, Stand am 30. September 2008
  3. Seismische Klassifizierung von Frascineto, abgerufen am 19. Februar 2017
  4. Ordinanza PCM n. 3274 vom 20/03/2003
  5. Allgemeine seismische Klassifizierung für Italien, abgerufen am 19. Januar 2017
  6. Lista storica dei terremoti dal 217 a.c. al 2002 d.c (Liste der historischen Erdbeben von 217 v. Chr.-2002 n. Chr.)
  7. Barile nach dem Erdbeben vom 23. Juli 1930
  8. Laura Giovine: La magia del Pollino. Prometeo, 2006, S. 39 ff. (italienisch, Online-Version in der Google-Buchsuche [abgerufen am 6. Januar 2017]).

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Barile – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien