Barnard-Medaille

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Die Barnard-Medaille für verdienstvolle Leistungen in der Wissenschaft (im Original: Barnard Medal for Meritorious Service to Science) wird alle fünf Jahre von der Columbia University in the City of New York verliehen.[1]

Der Biograph J. N. Howard formulierte 1967 zur Barnard-Medaille: „Es ist ein größeres Stück Gold, aber sicherlich nicht ganz so bekannt, wie der Nobel-Preis.“[2]

Diese Auszeichnung ist nicht zu verwechseln mit der Barnard Medal of Distinction, der höchsten Auszeichnung des Barnard College, New York.

Entstehung und Ziel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Frederick Augustus Porter Barnard (* 5. Mai 1809; † 27. April 1889) war amerikanischer Natur- und Erziehungswissenschaftler. 1864 wurde er der zehnte Präsident der Columbia University.

In seinem Testament verfügte er die Etablierung einer Medaille für besondere Verdienste an der Wissenschaft.
Die Medaille aus Gold möge „nicht weniger als 200$ kosten“ und als Barnard Medal for Meritorious Service to Science bekannt werden. Die Medaille möge an jene gehen, ob US-Bürger oder aus jedem anderen Lande, die im Zeitraum der jeweils vergangenen fünf Jahre eine Entdeckung im Bereich der Physik oder Astronomie gemacht oder ungewöhnliche Anwendung von Wissenschaft zum Nutzen der Menschheit entdeckt haben.[1]

Zu diesem Zwecke wurde ein Anlagefond gegründet. Bevollmächtigter des Bernard-Medal-Anlagefonds ist ein Komitee der Columbia University.[1]

Nominierung und Auswahl[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Prozedere schreibt vor, dass die National Academy of Sciences (deutsch: US-amerikanische Akademie der Wissenschaften) den geeignetsten Kandidaten vorschlägt. Der Kandidat wird dann von den Bevollmächtigten der Columbia University geprüft, die bei Zustimmung die Medaille verleihen.[1]

Gestaltung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Medaille wurde 1894 in New York von Tiffany & Co. kreiert. Sie ist rund und hat einen Durchmesser von 75 mm. Auf der Vorderseite ziert sie die Figur der Columbia, die einen Lorbeerkranz und eine Öllampe hält, umgeben von zwei Flussgottheiten.[3] Barnard hat verfügt, sie möge auf der Vorderseite die Inschrift tragen: „Magna est veritas“ (deutsch: Groß ist die Wahrheit), auf der Rückseite: „Deo optimo maximo, gloria in excelsis.“ (deutsch: Dem großen Herren sei Ehre in der Höhe)[4]

Komitee-Mitglieder[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gewinner[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c d e f g h i j k l Gekürzt übernommen von einem Auszug vom Testament des Frederick Augustus Porter Barnard, abgedruckt im Buch: National Academy of Sciences: Report of the National Academy of Sciences 1900 United States, United States Government Printing Office, Washington D.C. 1901, S. 67ff. (englisch)
  2. The Rayleigh Archives Dedication, J. N. Howard, Office of Aerospace Research, United States Air Force, 1967, Seite 5
  3. The Barnard medal for Meritorious Service to Science. University of Canterbury Library, archiviert vom Original am 6. Januar 2014; abgerufen am 18. Juni 2016 (englisch).
  4. New York Times: A Barnard Medal 22. September 1889 (englisch) abgerufen 8. März 2012
  5. Biographical Memoir of John Shaw Billings von S. Weir Mitchell, National Academy of Sciences, Washington, 1917. Seite 414
  6. J. N. Howard: The Rayleigh Archives Dedication, Office of Aerospace Research, United States Air Force, 1967, S. 5 (englisch) abgerufen 8. März 2012
  7. National Academy of Sciences: Report of the National Academy of Sciences 1900 United States, Government Printing Office, Washington D.C. 1901, S. 11 (englisch).
  8. a b c d e f g h i j k l National Academy of Sciences: Report of the National Academy of Sciences - Fiscal Year 1966 - 67 United States, Government Printing Office, Washington D.C. 1968, S. 243 (englisch).
  9. Frederick William True (Hrsg.): A History of the First Half-Century of the National Academy of Sciences: 1863–1913. National Academies Press, Washington 1913, S. 98 (online).
  10. The Telegraph: Benoît Mandelbrot (Nachruf) 17. Oktober 2012 (englisch) abgerufen 8. März 2012

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • National Academy of Sciences: Report of the National Academy of Sciences 1887 United States, Government Printing Office, Washington D.C., 1888 (englisch)
  • National Academy of Sciences: Report of the National Academy of Sciences 1900 United States, Government Printing Office, Washington D.C., 1901 (englisch)
  • National Academy of Sciences: Report of the National Academy of Sciences 1933-1934 United States, Government Printing Office, Washington D.C., 1935 (englisch) in der Google-Buchsuche
  • National Academy of Sciences: Report of the National Academy of Sciences - Fiscal Year 1966 - 67 United States, Government Printing Office, Washington D.C., 1968 (englisch)
  • National Academy of Sciences: Annual report 1960-1961 United States, Government Printing Office, Washington D.C., 1964 (englisch)
  • Biographical Memoir of Frederick Augustus Porter Barnard, Charles B. Davenport, National Academy of Sciences of the USA, 1938 (englisch)