Bart-Wachtelweizen

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Bart-Wachtelweizen
Bart-Wachtelweizen (Melampyrum barbatum) im Burgenland (Österreich)

Bart-Wachtelweizen (Melampyrum barbatum) im Burgenland (Österreich)

Systematik
Asteriden
Euasteriden I
Ordnung: Lippenblütlerartige (Lamiales)
Familie: Sommerwurzgewächse (Orobanchaceae)
Gattung: Wachtelweizen (Melampyrum)
Art: Bart-Wachtelweizen
Wissenschaftlicher Name
Melampyrum barbatum
Waldst. & Kit. ex Willd.

Der Bart-Wachtelweizen (Melampyrum barbatum)[1] ist eine Pflanzenart aus der Gattung Wachtelweizen (Melampyrum) innerhalb der Familie der Sommerwurzgewächse (Orobanchaceae).

Beschreibung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vegetative Merkmale[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Bart-Wachtelweizen wächst als einjährige krautige Pflanze und erreicht Wuchshöhen von 15 bis 35 Zentimetern. Die 6 bis 8 Laubblattpaare sind bei einer Breite von 3 bis 8 Millimetern schmal-lanzettlich.

Generative Merkmale[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Blütezeit reicht von Mai bis Juli. Die zwittrigen Blüten sind zygomorph mit doppelter Blütenhülle. Der Kelch ist dicht wollig-zottig behaart. Die Kelchzähne sind etwa so lang wie die Kronröhre und besitzen 2 bis 3 Millimeter lange Grannen. Die einfarbige hellgelbe Krone ist 20 bis 25 Millimeter lang und zweilippig. Die Unterlippe, mit umgebogenen Rand, ist von der Oberlippe abgespreizt, wodurch der Kronschlund offen ist.

Vorkommen und Gefährdung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die seltenen Vorkommen sind auf Bereiche südlich von Alpen und Karpaten beschränkt. Bekannt sind Bestände in den Ländern der Pannonischen Florenprovinz: Österreich (vor allem im Burgenland), Ungarn, Rumänien, Albanien sowie aus Italien. In Tschechien steht der Bart-Wachtelweizen auf der Roten Liste und in Österreich gilt sie als stark gefährdet. Der Bart-Wachtelweizen gilt in Deutschland als unbeständiger Neophyt.[1]

Der Bart-Wachtelweizen gedeiht in Trockenrasen.

Blütenstand und zygomorphe Blüten von Melampyrum barbatum subsp. carstiense

Systematik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Erstveröffentlichung von Melampyrum barbatum erfolgte 1800 durch Franz de Paula Adam von Waldstein und Pál Kitaibel in Carl Ludwig Willdenow: Species Plantarum. Editio Quarta. Berolini.[2]

Von Melampyrum barbatum gibt es zwei Unterarten:

  • Melampyrum barbatum Waldst. & Kit. ex Willd. subsp. barbatum (Syn.: Melampyrum barbatum subsp. filarszkyanum (Soó) Soó, Melampyrum barbatum subsp. kitaibelii (Soó) Soó): Sie kommt in Österreich, Tschechien, in der Slowakei, in Ungarn, im früheren Jugoslawien und in Rumänien vor.[2]
  • Melampyrum barbatum subsp. carstiense Ronniger (Syn.: Melampyrum carstiense (Ronniger) Fritsch, Melampyrum barbatum subsp. tergestinum O.C.Dahl): Sie kommt in Österreich, Italien, Kroatien, Slowenien und Albanien vor.[2]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Manfred A. Fischer, Wolfgang Adler, Karl Oswald: Exkursionsflora für Österreich, Liechtenstein und Südtirol. 2., verbesserte und erweiterte Auflage. Land Oberösterreich, Biologiezentrum der Oberösterreichischen Landesmuseen, Linz 2005, ISBN 3-85474-140-5.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Melampyrum barbatum Waldst. & Kit. ex Willd., Bart-Wachtelweizen. In: FloraWeb.de.
  2. a b c Karol Marhold, 2011: Scrophulariaceae.: Datenblatt Melampyrum barbatum – In: Euro+Med Plantbase - the information resource for Euro-Mediterranean plant diversity. zuletzt abgerufen am 14. März 2016

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Bart-Wachtelweizen (Melampyrum barbatum) – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien