Bartholomäus May

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Bartholomäus May, aus dem Totentanz von Niklaus Manuel.

Bartholomäus May (* 1446; † vor dem 18. April 1531 in Bern) war ein bernischer Heerführer und Staatsmann.

Durch den Handel mit Eisen, Leder, Tuch, aber vor allem Salz, wurde May zum wohlhabendsten Kaufmann Berns. Internationale Handelsbeziehungen prädestinierten ihn für Gesandtschaften nach Mailand, Frankreich und Savoyen. Ab 1474 sass er im bernischen Grossen Rat, 1485 war er Schultheiss von Thun und ab 1494 war er Mitglied des Kleinen Rates. Als Heerführer beteiligte er sich 1499 an den Kriegszügen gegen den Schwäbischen Bund und 1513 gegen die Franzosen nach Novara. Im Lauf seines Lebens erwarb er Schloss Amsoldingen, die Herrschaften Toffen, Strättligen, Wattenwil und Blumenstein. Er erlangte grosse Bekanntheit, indem er den Eidgenossen den Diamanten aus dem Schwert Karls des Kühnen abkaufte und diesen an der Messe zu Lyon veräusserte. Der Diamant zierte später die Tiara des Papstes Julius II. May brachte von der Schlacht bei Novara als Kriegsbeute 1513 einen Bären für den Bärengraben nach Hause.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

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