Basílica del Pilar

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Basílica del Pilar
Basílica del Pilar am Ebro

Die Basílica del Pilar ist eine römisch-katholische Kirche in Saragossa, Aragonien, Spanien. Sie ist die größte und eine der wichtigsten Barockkirchen Spaniens und die Konkathedrale des Erzbistums Saragossa. Ihr Patrozinium geht auf eine Überlieferung zurück, nach der die Jungfrau Maria, die Mutter Jesu, am 2. Januar des Jahres 40 n. Chr. dem Apostel Jakobus dem Älteren auf einer Säule oder einem Pfeiler (span. pilar) erschienen sei. Auf diesem Pfeiler befindet sich das Gnadenbild Unserer Lieben Frau auf dem Pfeiler. Die Jungfrau Maria ist Schutzheilige der Hispanidad, das Fest Unserer Lieben Frau auf dem Pfeiler am 12. Oktober ist ein nationaler Feiertag in Spanien.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blick auf den Hauptaltar

Um die Säule herum sind nacheinander zahlreiche Kirchen errichtet worden. Die erste war eine kleine Kapelle zur Verwahrung des Pfeilers. Nach der Reconquista Saragossas unter König Alfons I. im Jahr 1118 wurde eine romanische Kirche errichtet, die 1434 durch einen Brand beschädigt wurde. Die Kirche wurde im gotischen Stil mit Mudéjar-Elementen wieder aufgebaut. Der heutige barocke Bau geht auf von 1681 bis 1754 ausgeführte Erweiterungs- und Umbauten nach Plänen des Architekten Francisco Herrera Hidestrosa zurück, der von einer Kommission unter dem Vorsitz von Juan de Austria eingesetzt wurde. 1725 wurde unter Leitung von Ventura Rodríguez auf Anweisung der Oberen Saragossas die Kapelle der Jungfrau Maria erweitert. Das Gebäude hat in seiner heutigen Form eine Länge von 130 m, ist 67 m breit und hat elf Kuppeln. Neben mehreren Bischöfen ruht in der Kirche auch General José de Palafox y Melci, der Verteidiger Saragossas während der Napoleonischen Kriege.

Ausstattung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Fliegerbomben in der Basilica del Pilar

Eine Merkwürdigkeit innerhalb der Basílica del Pilar stellen zwei Fliegerbomben dar, die in der Nähe der Kapelle Santa Capilla ausgestellt sind. Im Spanischen Bürgerkrieg, am frühen Morgen des 3. August 1936, bombardierte ein republikanisches Flugzeug die Basílika. Es warf drei Bomben, von denen aber keine explodierte. Eine Bombe schlug ein paar Meter vor der Basilika ein, eine andere durchschlug das Dach, und die letzte schlug in der Nähe des Wandgemäldes von Francisco de Goya ein. Die Gläubigen schrieben dem Schutz der Jungfrau Maria zu, dass die Bomben nicht explodierten.

Am 2. Oktober 2013 wurden bei der Detonation eines Sprengsatzes mehrere Kunstwerke in der Kirche leicht beschädigt.[1]

Orgel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blick auf die Orgel
Blick auf den historischen Orgelprospekt

Die Orgel wurde im Jahre 2007 von der deutschen Orgelbaufirma Klais in dem vorhandenen historischen Orgelgehäuse erbaut. Das Instrument hat 71 Register auf vier Manualen und Pedal. Die Spieltrakturen sind mechanisch, die Registertrakturen sind elektrisch.[2]

I Organo Mayor C–c4
1. Flautado Mayor 16'
2. Violón 16'
3. Flautado 8'
4. Viola 8'
5. Flauta armónica 8'
6. Violón 8'
7. Octava 4'
8. Flauta 4'
9. Docena 22/3'
10. Quincena 2'
11. Lleno V 2'
12. Cimbala IV 2/3'
13. Sesquialtera Mayor II 51/3'
14. Corneta Clara V 8'
15. Trompeta Imperial 16'
16. Trompeta Real 8'
17. Chirimia 4'
II Organo de la Cadereta C–c4
18. Flautado 8'
19. Salicional 8'
20. Unda maris 8'
21. Violón 8'
22. Octava 4'
23. Tapadillo 4'
24. Nasardo en 12a 22/3'
25. Quincena 2'
26. Nasardo en 17a 13/5'
27. Nasardo en 19a 11/3'
28. Pifaro 1'
29. Lleno V 1'
30. Dulcaina 16'
31. Trompeta 8'
32. Clarinete 8'
33. Clarin 4'
Tremolo
III Organo de Eco C–c4
34. Bordon 16'
35. Flautado de Madera 8'
36. Flauta travesera 8'
37. Violoncelo 8'
38. Voz Angélica 8'
39. Violón 8'
40. Viola 4'
41. Flauta octaviante 4'
42. Octavin armónico 2'
43. Mixtura III-V 22/3'
44. Carillon II-III 22/3'
45. Contrafagot 16'
46. Trompeta armónica 8'
47. Fagot y Oboe 8'
48. Voz humana 8'
49. Clarin armónico 4'
Tremolo
IV Organo de la Batalla C–c4
50. Trompeta de Batalla (B) 8'
51. Trompeta de Batalla (D) 8'
52. Bajoncillo (B) 4'
53. Clarín de Batalla (D) 8'
54. Violeta (B) 4'
55. Trompeta Magna (D) 16'
56. Corneta de Eco V (D) 22/3'
57. Pajarillos 2'
IV Organo Recitativo C–c4
58. Principal 8'
59. Flauta doble 8'
60. Viola mayor 8'
61. Trompa 8'
Pedal C–g1
62. Contras 32'
63. Flautado 16'
64. Subbajo 16'
65. Quinta Mayor 102/3'
66. Bajo 8'
67. Violoncelo 8'
68. Violón 8'
69. Tercia Mayor 62/5'
70. Octava 4'
71. Contrabombarda 32'
72. Bombarda 16'
73. Bajon 16'
74. Trompeta 8'
75. Clarin 4'
  • Koppeln
    • Normalkoppeln: II/I, III/I, III/II, IV/I, I/P, II/P, III/P, IV/P
    • Suboktavkoppeln: III/I, III/III
    • Superoktavkoppeln: III/I, III/III, III/P

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. 24 horas: Artefacto explosivo estalla en plena basílica de Zaragoza (spanisch) vom 2. Oktober 2013
  2. Nähere Informationen zur Orgel.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Catedral-Basílica de Nuestra Señora del Pilar de Zaragoza – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Koordinaten: 41° 39′ 25″ N, 0° 52′ 42″ W