Kongo Central

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Kongo Central
Zentralkongo
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Über dieses Bild
Land Kongo Demokratische RepublikDemokratische Republik Kongo Demokratische Republik Kongo
Provinzhauptstadt Matadi
Gouverneur Simon Mbatshi Batshia
Nationalsprache Kikongo
Fläche 53.920 km²
Einwohnerzahl 4.522.942 (2010)
Bevölkerungsdichte 83,9 Einw./km²
ISO 3166-2 CD-BC
Landschaft in Kongo Central

Kongo Central (deutsch Zentralkongo) ist eine Provinz der Demokratischen Republik Kongo mit der Hauptstadt Matadi. Sie ist die einzige Provinz des Landes, die am Atlantik liegt.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Provinz liegt im Westen des Landes und grenzt im Nordwesten an die angolanische Exklave Cabinda, im Norden an die Republik Kongo, im Osten an die Provinzen Kinshasa und Kwango, im Süden an Angola und im Südwesten an den Atlantik.

Neben der Provinzhauptstadt Matadi besitzt auch Boma den offiziellen Stadtstatus.

Bevölkerung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Laut einer Berechnung aus dem Jahr 2010 hat Kongo Central 4.522.942 Einwohner. Das Bevölkerungswachstum beträgt aktuell 2,96 % pro Jahr.

Bevölkerungsentwicklung:

Jahr

Einwohner[1]
1984 (Volkszählung) 1.972.000
1994 (Schätzung) 2.835.000
2010 (Berechnung) 4.522.942

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Provinz wurde 1960 als Congo-Central (Zentralkongo) geschaffen und 1971 in Bas-Zaïre (Niederzaire) umbenannt. Mit dem Ende der Herrschaft von Mobutu Sese Seko im Jahr 1997 wurde der Begriff Zaïre wieder zu Congo, sodass die Provinz (wie auch die Republik) umbenannt wurde und ab sofort Bas-Congo hieß.

Mit der Verabschiedung einer neuen Verfassung im Mai 2005 wurde beschlossen, das Gebiet der Demokratischen Republik Kongo neu zu gliedern.[2] Im Zuge dieser Verwaltungsreform war auch vorgesehen, die Provinz Bas-Congo in Kongo Central (Zentralkongo) umzubenennen, wobei die Gebietsgröße der Provinz hierbei unverändert bleiben sollte. Diese Reform, die zur Dezentralisierung des Landes beitragen sollte, wurde allerdings mehrmals verschoben und schließlich im Januar 2011 durch eine umstrittene Verfassungsänderung von Präsident Joseph Kabila praktisch abgesagt.[3] Im Jahr 2015 wurde die Verwaltungsreform schließlich doch umgesetzt, was die Umbenennung der Provinz in Kongo Central zur Folge hatte.

Im Ersten Kongokrieg wurde die Provinzhauptstadt Matadi am 22. Mai 1997 von den Rebellen eingenommen.

Verwaltung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verwaltungsgliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach der Aufteilung der Provinz Léopoldstadt in die Provinzen Zentralkongo (heute Niederkongo) und Bandundu, bestand Niederkongo aus zwei Bezirken (oder Unterregionen zur Zeit Zaïres):

  • Bezirk Wasserfälle (District des Cataractes), Hauptort Thysville, später umbenannt in Mbanza-Ngungu
  • Bezirk Niederkongo (District du Bas-Congo), Hauptort Boma

Später kam in Niederzaïre ein dritter Bezirk dazu:

  • Bezirk Lukaya, Hauptort: Inkisi

Nach dem Übergang von Zaïre zum Kongo und der Änderung des Namens der Provinz in Niederkongo wurde der nun gleichnamige Bezirk zu Unterlauf (District du Bas-Fleuve) umbenannt. Nachdem Boma zur Stadt erhoben wurde, wurde vorübergehend Nsiamfumu Hauptort; heute ist es Thsela.[4]

Liste der Gouverneure[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Namen werden in der Reihenfolge Vorname (prénom), Familienname (nom de famille), Nachname (postnom) aufgeführt, wobei in der Zeit vor Mobutu der Nachname oft fehlt und während der Regierungszeit Mobutus die Vornamen abgeschafft waren.[5]

  1. Faustin Vital Moanda † 1962–1966
  2. Denis Paluku 1966–1967
  3. François Luakabuanga 1967–1968
  4. Bruno Ndala † 1968–1969
  5. Anaclet Aniki Tshambuyi 1969–1970
  6. Marcel Derikoye Tita 1970–1972
  7. Dieudonné Boji Ntole 1972
  8. Cathérine Nzuji wa Mbombo 1972–1975
  9. Loposo Nzela Balombee 1975–1976
  10. Efambee Y'Olenga 1976–1977
  11. Ilunga Mubabinge 1977–1978
  12. Tshiamala Tshingombe 1978–1980
  13. Makolo Jibikilayi 1980
  14. Alphonse Zamundu 1980–1981
  15. Malumba Mbangula 1981–1983
  16. Makolo Jibikilay 1983–1986
  17. Muana Tshiala 1986–1988
  18. Kakule Mbayingana 1988–1989
  19. Mpa Mbia Musanga Bekaja 1989–1990
  20. Timothée Moleka Nzulama 1990–1991
  21. Me Bieya Mbaki 1991–1997
  22. M'Vuma Ngeti 1997 (Gouverneur ad interim)
  23. Joseph Mbenza Thubi 1997 (4 Tage)
  24. Vice Amiral Liwanga 1997 (1 Monat)
  25. Léonard Fuka Unzola 1997–1998
  26. Dr. Séraphin ba Vuidi Babingi 1998–2001
  27. César Tsasa du Ntumba 2002–Okt. 2006
  28. Jacques Mbadu Nsitu 10. Okt. 2006–18. Feb. 2006
  29. Simon Mbatshi ba Tshia seit 18. Feb. 2006

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Kongo Central – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. World Gazetteer: Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiven: @1@2Vorlage:Toter Link/bevoelkerungsstatistik.deKongo (Dem. Rep.): Verwaltungsgliederung (Bevölkerung und Fläche)
  2. Verfassung von 2005, Art. 2.
  3. Dominic Johnson:taz.de: Kabila sichert sich nächsten Wahlsieg aufgerufen am 17. Januar 2011
  4. http://www.bas-congo.cd/bc/?q=node/87 Website der Provinzregierung
  5. Quelle der Liste 1962–2006: Website der Provinzregierung: http://www.bas-congo.cd/liste_gouverneurs.htm (Memento vom 29. März 2007 im Internet Archive)