Basaltemperatur

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beispielhafte nächtliche Körpertemperaturkurve, aufgezeichnet mit einem Temperaturdatenlogger. Die Basaltemperatur wurde hier gegen vier Uhr morgens erreicht

Im täglichen Rhythmus unterliegt der menschliche Körper periodischen Temperaturschwankungen. Während des Schlafens stellt sich im Körperkern ein Temperaturminimum ein (die Basis), das Basaltemperatur genannt wird.

In der Praxis wird die Aufwachtemperatur, als Körperkerntemperatur, oft als Basaltemperatur bezeichnet. Diese zeigt recht zuverlässig die Stadien des weiblichen Menstruationszyklus an und ist deshalb wichtig für Methoden der natürlichen Familienplanung wie der symptothermalen Methode oder der Temperaturmethode.

Eine Erhöhung der Basaltemperatur über einen Zeitraum von mehr als 18 Tagen gilt zudem als wahrscheinliches Schwangerschaftszeichen. Etwa zu Beginn des zweiten Trimenons sinkt die Basaltemperatur allerdings wieder auf präovulatorisches Niveau. Zur Messung der Basaltemperatur können Basalthermometer, Temperaturlogger oder auch herkömmliche Fieberthermometer verwendet werden.

Östrogene, wie sie im weiblichen Körper vermehrt periovulatorisch gebildet werden, führen zu einer leichten Absenkung des Temperatursollwerts (siehe Thermoregulation). Unter dem Einfluss von künstlichen oder natürlichen Gestagenen wie sie etwa postovulatorisch verstärkt durch den Gelbkörper gebildet werden, kommt es nicht nur zu einer Erhöhung der basalen Körpertemperatur, sondern auch zu einer verringerten tageszeitlichen Temperaturvariation. Unter diesen Bedingungen liegt die Aufwachtemperatur daher näher an der tatsächlichen Basaltemperatur.

Die Basaltemperatur von Männern gleicht der Basaltemperatur von Frauen in der präovulatorischen Phase des Menstruationszykluses.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • familienplanung.de - Basaltemperatur: Das Informationsportal der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA)