Basel

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Dieser Artikel behandelt die Stadt. Weitere Bedeutungen unter Basel (Begriffsklärung).
Basel
Wappen von Basel
Staat: Schweiz
Kanton: Basel-Stadt (BS)
Bezirk: (Der Kanton Basel-Stadt kennt keine Bezirke.)
BFS-Nr.: 2701i1f3f4
Postleitzahl: 4000–4059
UN/LOCODE: CH BSL
Koordinaten: 611220 / 267503Koordinaten: 47° 33′ 29″ N, 7° 35′ 16″ O; CH1903: 611220 / 267503
Höhe: 260 m ü. M.
Fläche: 22,75 km²
Einwohner: i171'017 (31. Dezember 2016)[1]
Einwohnerdichte: 7517 Einw. pro km²
Ausländeranteil:
(Einwohner ohne
Bürgerrecht)
37,0 % (31. Dezember 2016)[2]
Stadtpräsident: keiner (Funktion übt Regierungspräsident
des Kantons Basel-Stadt aus)
Website: www.bs.ch
Basler Münster mit Pfalz und der Mittleren Rheinbrücke

Basler Münster mit Pfalz und der Mittleren Rheinbrücke

Karte
Deutschland Frankreich Kanton Aargau Kanton Basel-Landschaft Basel Bettingen BS RiehenKarte von Basel
Über dieses Bild
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Altstadt vom Turm der Elisabethenkirche aus gesehen. Im Zentrum befindet sich das Basler Münster

Basel Audio-Datei / Hörbeispiel [ˈbɑːsəl]?/i (französisch Bâle, italienisch Basilea, rätoromanisch Audio-Datei / Hörbeispiel Basilea?/i) ist eine Schweizer Grossstadt und politische Gemeinde, sowie Hauptort des Kantons Basel-Stadt, den sie zusammen mit den Gemeinden Riehen und Bettingen bildet. Nach Zürich und Genf ist Basel mit 171'017 Einwohnern (31. Dezember 2016) die drittgrösste Stadt der Schweiz.[3]

Die Grenzstadt Basel liegt am südlichen Ende der Oberrheinische Tiefebene und westlichen Anfang der Hochrheinebene am Dreiländereck Schweiz-Deutschland-Frankreich und hat aus diesem Grund Vororte in allen drei Ländern. In der trinationalen Agglomeration der Stadt wohnen rund 830'000 Menschen.[4] Die Einwohner Basels werden Basler genannt (bzw. Stadtbasler zur Differenzierung mit den Einwohnern des Kantons Basel-Landschaft).

Die Stadt gliedert sich in das Grossbasel auf der linken (südwestlichen) Seite des Rheins und das Kleinbasel am rechten Rheinufer. Das Zentrum Basels sind die Altstadt im Grossbasel rund um den Marktplatz – wo auch das Rathaus (Baubeginn 1504) steht – und der über den Rhein emporragende Münsterhügel mit der Pfalz-Terrasse. Die Mittlere Brücke verbindet die Altstadt auf beiden Seiten des Rheins. In der vom Autoverkehr befreiten Innenstadt verkehrt das Tram.[5] Basel ist ein weltweites Zentrum der Chemie- und Pharmaindustrie, ein weltbekanntes Messezentrum sowie ein wichtiger Standort als Bankenplatz. So haben unter anderem die beiden Pharmafirmen Novartis und Hoffmann-La Roche, sowie die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich ihren Hauptsitz in Basel.

Mit nahezu vierzig Museen auf dem gesamten Kantonsgebiet und einem breiten Kulturangebot, ist Basel auch für seine zahlreichen Kunst- und Kulturinstitutionen von Weltrang berühmt. Das städtische Kunstmuseum stellt hier die gemeinhin als wichtigste erachtete öffentliche Kunstsammlung der Schweiz aus.[6] Die Fondation Beyeler in Riehen zählt zu einem der wichtigsten Museen der Welt.

Von 1431 bis 1449 fand in Basel das Konzil von Basel statt, das zur Wahl des letzten Gegenpapstes Felix V. der Geschichte führte. Im Jahr 1460 wurde in Basel die erste schweizerische Universität gegründet, an welcher über die Jahrhunderte hinweg unter anderem Erasmus von Rotterdam, Paracelsus, Friedrich Nietzsche, der Nobelpreisträger Tadeus Reichstein oder die Philosophin Jeanne Hersch lehrten und forschten. In Basel fand 1897 ausserdem der erste Zionistische Weltkongress statt, insgesamt fand der Kongress bis zur Staatsgründung Israels im Jahr 1948 zehn Mal in der Stadt am Rheinknie statt, mehr also, als in jeder anderen Stadt der Welt.

Basel gilt heute neben anderen Schweizer Städten wie Zürich und Genf als eine der Städte mit der weltweit höchsten Lebensqualität. [7]

Inhaltsverzeichnis

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Basel im Dreiländereck
Der Münsterhügel Basels vom rechten Rheinufer aus betrachtet

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Basel, Münsterhügel und Rheinpfalz

Die im äussersten Nordwesten der Schweiz gelegene Stadt liegt zu beiden Seiten des Rheins. Neben Teilen der Kantone Schaffhausen und Zürich gehört Kleinbasel mit dem nördlichen Teil des Kantons Basel-Stadt zu den einzigen Gebieten in der Schweiz rechts des Hochrheins.

Der Rhein ändert im Stadtbereich von Basel – beim Rheinknie zwischen dem Schweizer Jura und den Vorhöhen des Schwarzwalds – seine Flussrichtung von Ost-West nach Süd-Nord. Hier endet der Rheinabschnitt Hochrhein und beginnt der Oberrhein. Kurz vor dieser Stelle mündet am höher gelegenen südlichen Rheinufer die Birs in den Hochrhein, welche die Grenze zum Kanton Basel-Landschaft bildet; auch der von der Birs abgeleitete Kanal St. Alban-Teich von Süden kommend leitet Wasser in den Rhein. Unmittelbar unter der Mittleren Brücke befindet sich die Mündung des Birsig, der damit der erste Nebenfluss des Oberrheins ist. Am flacheren nördlichen Ufer dehnen sich grosse Industriegebiete aus, aus denen die Wiese in den Oberrhein zufliesst.

Der die Stadt prägende Rhein gilt von seiner Mündung bis zur Basler Altstadt (historische Mittlere Rheinbrücke) als internationales Gewässer. Diese Verkehrsrechte erhielt die Schweiz 1868 durch die Mannheimer Akte.

Dank seiner Lage wurde Basel schon früh zum Knotenpunkt wichtiger Verkehrswege und damit ein bedeutender Handelsplatz. Die Stadt zählt deshalb zu den am dichtesten besiedelten Gebieten Europas, verfügt aber mit einer grossen Gemarkung über 320 ha Grünfläche und 71 ha Wald.

Die Stadt Basel und die beiden Gemeinden Riehen und Bettingen weisen einschliesslich ihrer Wasserflächen 3694 ha auf und bilden damit den flächenmässig kleinsten Schweizer Kanton. Dennoch sind innerhalb dieses verhältnismässig kleinen Landstücks beträchtliche Höhenunterschiede vorhanden. Den tiefsten Punkt im Kanton Basel-Stadt misst man am Rheinhafen in Kleinhüningen mit 245 m, der Münsterplatz im Zentrum liegt 270 m über dem Meeresspiegel, und die höchste Erhebung liegt oberhalb Bettingen bei St. Chrischona mit 522 m – dort befindet sich auch der Fernsehturm St. Chrischona, das höchste freistehende Bauwerk der Schweiz.

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Nachbargemeinden von Basel sind (im Uhrzeigersinn):

Blick vom Basler Münster auf Kleinbasel und das Rheinknie. In der Mitte ist der Messeturm zu erkennen, rechts die Wettsteinbrücke.

Klima[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Stadt Basel hat dank der Lage im Rheintal durch die von der Burgundischen Pforte einströmende mediterrane Luft ein äusserst mildes, sonniges Klima und im Vergleich zum Mittelland im Herbst wenig Nebel. Die Jahresmitteltemperatur liegt bei rund 11,5 °C.[8] Dies auch aufgrund der geschützten Lage wie in einem Talkessel. Es fällt vergleichsweise wenig Regen mit rund 842 mm im Jahr (Periode 1981–2010).[9] Es gedeihen auch deshalb verschiedene exotische Pflanzen- und Palmenarten ausgezeichnet. Die Sommer können sehr heiss ausfallen, während die Winter auch im Vergleich zur übrigen Deutschschweiz meistens mild sind.

Basel/Binningen 1981–2010
Klimadiagramm
J F M A M J J A S O N D
 
 
47
 
5
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45
 
6
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3
 
 
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15
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20
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86
 
23
12
 
 
91
 
25
15
 
 
80
 
25
14
 
 
78
 
20
11
 
 
73
 
15
7
 
 
59
 
9
3
 
 
66
 
5
0
Temperatur in °CNiederschlag in mm
Quelle: [9]
Monatliche Durchschnittstemperaturen und -niederschläge für Basel/Binningen 1981–2010
Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Max. Temperatur (°C) 4,5 6,4 11,2 15,2 19,6 22,9 25,3 24,7 20,3 15,2 8,7 5,2 Ø 15
Min. Temperatur (°C) -1,1 -0,5 2,5 5,1 9,2 12,4 14,5 14,2 10,9 7,4 2,7 0,1 Ø 6,5
Temperatur (°C) 1,6 2,7 6,6 10,0 14,2 17,4 19,7 19,1 15,1 10,9 5,5 2,6 Ø 10,5
Niederschlag (mm) 47 45 55 64 99 86 91 80 78 73 59 66 Σ 843
Sonnenstunden (h/d) 2,3 3,1 4,0 5,1 5,7 6,5 7,2 6,8 5,3 3,6 2,4 1,7 Ø 4,5
Regentage (d) 9,3 8,4 9,8 10,2 12,4 10,9 10,2 9,9 8,8 10,1 10,0 10,4 Σ 120,4
Luftfeuchtigkeit (%) 81 76 70 68 72 71 70 72 77 81 82 82 Ø 75,2
T
e
m
p
e
r
a
t
u
r
4,5
-1,1
6,4
-0,5
11,2
2,5
15,2
5,1
19,6
9,2
22,9
12,4
25,3
14,5
24,7
14,2
20,3
10,9
15,2
7,4
8,7
2,7
5,2
0,1
Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
N
i
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a
g
47
45
55
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99
86
91
80
78
73
59
66
  Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Quelle: [9]

Geologie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Basel liegt in einer vom Rhein geschaffenen Senke, die von drei niederen bis mittleren Gebirgszügen umgeben ist, im Westen befinden sich die französischen Vogesen, im Osten der deutsche Schwarzwald, im Süden, Südwest und -ost Ausläufer des Juras. Diese Senke hat wie oben erwähnt Auswirkungen aufs Klima der Stadt und Region. In Basel beginnt somit die Oberrheinische Tiefebene.

Potentielles Erdbebengebiet[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptartikel: Erdbebengebiet Basel

Die drei Platten des Schwarzwaldes, der Vogesen und des Juragebirges stossen in der Basler Senke aneinander und ihre fortlaufende Bewegung bewirkt eine potentielle Erdbeben-Gefahr. Basel ist eines der meistgefährdeten Erdbebengebiete der Schweiz.[10] Eines der grössten Erdbeben der Schweiz ereignete sich 1356 in Basel und forderte mehrere hundert Tote.

Geothermie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptartikel: Deep Heat Mining Basel

In den ersten Jahren des 21. Jahrhunderts wurde die Idee geboren, mittels Geothermie Energie eines eingepressten unterirdischen Wasserreservoirs in einer Tiefe von 5000 Metern unter der Stadt nutzbar zu machen. Die Betreiber unterschätzten jedoch die Erdbebengefahr. Nach Probebohrungen in den Jahren 2007 und 2008 musste das Projekt Deep Heat Mining Basel wegen einzelner Erdstösse gestoppt[11] und das Gestein näher untersucht werden.[12] Im Januar 2012 kam es zu einem Strafverfahren gegen die Betreiber des Projekts, das in einem Freispruch resultierte.[13]

Quartiere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Stadt Basel kennt keine politischen Bezirke oder Stadtteile, sondern gliedert sich zu statistischen Zwecken nach Wohnvierteln, den sogenannten Quartieren. Es gibt 19 dieser Quartiere, die sich links und rechts des Rheins verteilen.

  • Linksrheinische Quartiere → Grossbasel: Altstadt Grossbasel, Vorstädte, Am Ring, Breite, St. Alban/Gellert, Gundeldingen, Bruderholz, Bachletten, Gotthelf, Iselin, St. Johann
  • Rechtsrheinische Quartiere → Kleinbasel: Altstadt Kleinbasel, Clara, Wettstein, Hirzbrunnen, Rosental, Matthäus und Klybeck sowie Kleinhüningen (1893 eingemeindet)
Basler Quartiere
Quartier Hektar Quartier Hektar
Altstadt Grossbasel 37,63 Altstadt Kleinbasel 24,21
Vorstädte 89,66 Clara 23,66
Am Ring 90,98 Wettstein 75,44
Breite 68,39 Hirzbrunnen 305,32
St. Alban 294,46 Rosental 64,33
Gundeldingen 123,19 Matthäus 59,14
Bruderholz 259,61 Klybeck 91,19
Bachletten 151,39 Kleinhüningen 136,11
Gotthelf 46,62 Stadt Basel 2275,05
Iselin 109,82 Riehen 1086,10
St. Johann 223,90 Bettingen 222,69
Kanton Basel-Stadt 3583,84

Jedes der Quartiere ist zusätzlich in Wohnbezirke unterteilt. Einige Wohnbezirksnamen stehen in der Umgangssprache synonym für das Quartier, z. B. Wohnebezirk Kannenfeld (Quartier St. Johann), Lehenmatte (Quartier Breite) oder Gellert, Dreispitz und St. Jakob (Quartier St. Alban). Eine inoffizielle, stadtweit bekannte Bezeichnung für Teile der Quartiere Bachletten und Gotthelf ist das Neubad.

Name[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Herkunft des Namens Basel ist nicht eindeutig geklärt. Sicher ist, dass der Name römischer Herkunft ist. Der frühere keltische Name des Ortes ist unbekannt.

Wahrscheinlich leitet sich der Name vom gut belegten römischen Personennamen Basilius ab. Ortsnamen, die auf einen suffixlosen Personennamen zurückgehen, sind in der Westschweiz relativ häufig. Es handelt sich dabei meist um elliptische Wendungen, bei denen das ursprüngliche lateinische Gattungswort weggelassen wurde. Basel dürfte also eine elliptische Bildung aus einem ursprünglichen Ortsnamen vom Typus villa Basilis sein.[14] Wer dieser namensgebende Basilius war, ist unbekannt.

Es gab auch andere Erklärungsansätze, zum Beispiel die Herleitung vom griechischen Basileus, König, (wovon sich auch der lateinische Personenname ableitet) oder von Basilika; 1786 führte Peter Ochs gar zwölf verschiedene Deutungen des Namens auf.[15] Alle diese alternativen Erklärungsversuche werden heute aber verworfen.[14]

Zum ersten Mal erwähnt wird der Name Basel vom römischen Historiker Ammianus Marcellinus, der berichtet, dass Kaiser Valentinian im Jahr 374 mit seinen Truppen bei Basilia gelagert habe.[16]

Eine Handschrift der Diözese Basel, deren Alter unbekannt ist und die lediglich auf «vor 1461» datiert wird, erwähnt den Namen Basel in einem Bericht über Ereignisse, die in den Jahren 237/238 stattgefunden haben («Basileam applicuerunt»).[17] Es ist aber unklar, ob daraus geschlossen werden darf, dass der Name um 237 bereits in Gebrauch war.

Die keltischen Namen sowohl der Siedlung Basel-Gasfabrik (s. u., Abs. Latènezeit) als auch der Siedlung auf dem Münsterhügel sind unbekannt. Zwar erwähnt Marcellinus in seinem Bericht über Valentinian eine keltische Ortsbezeichnung Robur («quod appellant accolae Robur»), doch ist unklar, ob damit das rechtsrheinische Kastell, die Siedlung auf dem Münsterhügel oder sogar etwas ganz anderes gemeint ist.[14]

Aus dem lateinischen Basilia bildete sich später zunächst die italienische Variante Basilea heraus, welche heute in fast allen romanischen Sprachen gebräuchlich ist; einzige Ausnahme bildete die altfranzösische Variante Basle, die heute noch im englischsprachigen Raum verbreitet ist und aus welcher die heutige französische Schreibweise Bâle entstand. Die germanische Variante setzte sich früh durch und ist mit wenigen Ausnahmen auch in den übrigen (ost)europäischen und aussereuropäischen Sprachen gebräuchlich; nur die westslawischen Sprachen sowie die griechische Sprache benutzen eine Variation des romanischen Namens. Eine Besonderheit stellt das isländische Exonym Buslaraborg dar; es stammt aus dem um 1194 veröffentlichten Leiðarvísir des Mönchs Níkulás Bergsson und ist bis heute im isländischen Sprachgebrauch verbreitet.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vorgeschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Paläolithikum (Altsteinzeit)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Funde aus der Altsteinzeit sind in der Schweiz äusserst selten, da die Spuren während der letzten Eiszeit von den Gletschern zerstört wurden. Lediglich die Region um Basel blieb in der letzten Eiszeit unvergletschert.

Die älteste Spur menschlicher Anwesenheit in der Region ist ein 18 cm langer und gut 1 kg schwerer Faustkeil aus Silex, der 1974 bei Pratteln gefunden wurde. Während der Fund ursprünglich auf ein Alter von etwa 400'000 bis 300'000 Jahre datiert wurde, könnte er nach neueren Untersuchungen auch «lediglich» etwa 120'000 Jahre alt sein.[18] So oder so ist dieser Faustkeil das älteste erhaltene Werkzeug der Schweiz. Der Faustkeil wurde also – je nach angenommenem Alter – von einem Homo heidelbergensis oder einem Neandertaler hergestellt.

Der älteste menschliche Fund auf basel-städtischem Boden ist ein Faustkeil aus Silex, der in Bettingen gefunden wurde. Sein Alter wird auf 40'000 bis 60'000 Jahre geschätzt, er wurde also von einem Neandertaler hergestellt. Klimatisch dürften in der Region damals Bedingungen wie heute in Alaska geherrscht haben, die Landschaft wurde von Grasland und Gruppen von Bäumen bestimmt. Die Neandertaler waren nicht sesshaft, sondern Jäger, die jahreszeitlich ihrer Beute folgten.

Mesolithikum (Mittelsteinzeit)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach der letzten Eiszeit setzte um 9600 v. Chr. eine bis heute andauernde Warmphase ein. Die zuvor offene Landschaft verwandelte sich in Wälder. Zweifellos lebten auch in der Mittelsteinzeit Menschen in Basel, doch sind aus jener Zeit in der Region keine Spuren erhalten.

Neolithikum (Jungsteinzeit)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ab dem 7. Jahrtausend v. Chr. änderte sich das Leben der Menschen in Mitteleuropa grundlegend. Die sesshafte bäuerliche Lebensweise mit Viehzucht und Ackerbau verdrängte die nomadische Lebensweise der Jäger und Sammler. Die Schweiz war eines der letzten Rückzugsgebiete der mittelsteinzeitlichen Jäger und Sammler. Die ältesten gefundenen jungsteinzeitlichen Siedlungen in der Region wurden um 5400 v. Chr. an verschiedenen Orten im Baselbiet errichtet. Deren Bewohner gehörten zur sogenannten Bandkeramik-Kultur.

In Basel-Stadt gibt es rund 50 jungsteinzeitliche Funde. Besonders in Riehen und Bettingen konnten die Siedlungsplätze recht genau eingegrenzt werden. Eine Siedlung am Rand des Schwarzwaldausläufers auf der heutigen Flur Riehen-Bischoffhöhe wurde auf etwa 3900 v. Chr. datiert. Bis heute (2008) gibt es aber keine detaillierten archäologischen Untersuchungen. Die Fundstellen befinden sich immer auf fruchtbaren Böden in leichter Hang- oder Terrassendlage, die Überschwemmungsgebiete von Rhein, Birs, Birsig und Wiese wurden gemieden. Nebst Ackerbau und Viehhaltung wurde auch immer noch die Jagd und das Sammeln von Wildfrüchten betrieben, was besonders bei schlechten Ernten überlebenswichtig war.

Frühgeschichte, Antike[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bronzezeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Entdeckung der Bronze löste im 2. Jahrtausend v. Chr. weitreichende Veränderungen aus. Während das Kupfer in den Alpen verfügbar war, musste das Zinn von weit her, vermutlich hauptsächlich aus England, importiert werden. So entwickelte sich ein gut organisierter Fernhandel. Die Kulturen und Glaubensvorstellungen glichen sich an: Begräbnisstätten und die Form von Gegenständen glichen sich in ganz Mitteleuropa. Die Gesellschaft blieb dabei hauptsächlich bäuerlich.

Um Basel gab es in der Bronzezeit (2000 – 800 v. Chr.) etliche Höfe und Dörfer. Sie lagen alle in der Nähe des Rheins, was dessen Bedeutung als Verkehrsachse widerspiegelt. Auch dürfte der Fischfang, vor allem während der Lachszüge, eine Bedeutung für die Ernährung gehabt haben. Heute ist vom Holz der Häuser kaum noch etwas übrig und man kann diese Orte nur noch anhand von Scherbenfunden identifizieren. Die älteste bekannte bronzezeitliche Siedlung in der Region gehört in die Zeit um 1550 v. Chr. Sie befand sich in Kleinhüningen auf einer hochwassergeschützten Terrasse und war etwa 5000 m2 gross. Weitere Siedlungen gab es im heutigen Kleinbasel und im «Dalbeloch».

Um 900 v. Chr. entstand auf der Nordspitze des Münsterhügels, dem Martinskirchsporn, die erste befestigte Siedlung Basels. Der auf drei Seiten steil abfallende Hügelsporn des Münsterhügels zwischen Rhein und Birsig drängt sich als natürliche Festung für eine Besiedlung geradezu auf. Die Siedlungsfläche betrug etwa 7000 m2. Ein 9 Meter breiter und 3 Meter tiefer Absperrgraben konnte nachgewiesen werden, besser erhaltene Fundstellen an anderen Orten legen nahe, dass hinter dem Graben auch ein holzarmierter Wall stand. Befestigte Siedlungen an topografisch herausragenden und verkehrsgünstigen Lagen waren in der Bronzezeit verbreitet. Besonders in der Spätbronzezeit entstanden vielerorts gut zu verteidigende Höhensiedlungen.

Der Siedlung auf dem Martinskirchsporn vorgelagert war ein 200 Meter breites, durch einen weiteren Graben gesichertes Vorglände. Funde von Brandschutt mit verziegeltem Lehm lassen darauf schliessen, dass die Siedlung einem Feuer zum Opfer fiel.

Hallstattzeit (ältere Eisenzeit)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ab 800 v. Chr. wurde in Mitteleuropa Eisen wichtig. Die bisherigen Handelsverbindungen wurden durch solche zu Eisenvorkommen, z. B. im Jura, ersetzt. Die Kontrolle der Eisenvorkommen sowie auch der Salzvorkommen lag in den Händen einer kleinen, sehr reichen Oberschicht. Nach dem Tod wurden sie prunkvoll in riesigen Grabhügeln betattet, die man im Gelände noch heute erkennt (z. B. Hardhäuslischlag in der Muttenzer Hard südlich des «Waldhauses»). Von den Griechen wurden diese Menschen Kelten, von den Römern Gallier genannt. Mit beiden standen sie in lebhafter Handelsverbindung.

Die ältere Eisenzeit (Hallstattzeit, 800 – 450 v. Chr.) zeichnet sich in Basel vor allem durch eine Fundleere aus. Bei Pratteln und Muttenz sind Siedlungen an beherrschender Stelle am Rande des Rheintals bekannt, und auch im weiteren Umland wurden Siedlungsspuren aus dieser Zeit gefunden. Es ist zwar anzunehmen, dass es auch in Basel Gehöfte gab, doch konnten sie bis heute nicht nachgewiesen werden.

Latènezeit (jüngere Eisenzeit)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Um 450 v. Chr. kam es zu sozialen und kulturellen Umwälzungen in den keltischen Gesellschaften. Die Sitte der grossen Grabhügel wurden aufgegeben und es entstanden Flachgräberfelder. Die Menschen wohnten in Gehöften und verstreuten Weilern.

Immer wieder brachen Leute auf, um sich anderswo niederzulassen. Besonders die Gegend südlich der Alpen war attraktiv, für den Raum Basel war das Rhonetal und die burgundische Pforte ein wichtiger Weg zur mediterranen Welt. Es entstand ein Güter- und Kulturaustausch mit den Griechen, Etruskern und schliesslich Römern. Die neuen Ideen aus dem Mittelmeerraum führten zu gesellschaftlichen Veränderungen.

Die Latènezeit (450 – 50 v. Chr.) gehört zu den fundreichsten Epochen der Basler Geschichte. Um 150 v. Chr. entstand im Raum des heutigen Novartis-Campus eine grosse Siedlung, die bis 80 v. Chr. bewohnt war. Entdeckt wurde sie 1911 auf dem Areal der damaligen Gasfabrik, entsprechend wird sie in der archäologischen Literatur «Basel-Gasfabrik» genannt. Die Siedlung war unbefestigt und erstreckte sich über etwa 150'000 m2. Die rechtwinklige Anlage der Strassen deutet auf einen planmässigen Siedlungsbau hin. In der Siedlung lebten über 500 Personen.

Die Lage auf der untersten Terrasse des Prallhangs des Rheins schützte die Siedlung vor Hochwasser, gewährte aber dennoch einen guten Zugang zum Rhein. Bemerkenswert ist, dass die Siedlung genau auf der Linie Elsässer BelchenKienberg-Burg liegt, die im Belchen-System eine Peillinie für die wichtigen keltischen Festtage Samhain und Imbolc ist.[19]

Die archäologischen Funde zeugen von Wohlstand und regen Handelsbeziehungen. Weinamphoren aus dem Mittelmeergebiet, Keramik aus Böhmen und Bernstein aus dem Baltikum zeigen, dass die Siedlung eine wichtige Drehscheibe des keltischen Fernhandels war. Die gefundenen Münzen weisen auf ein Geldsystem hin, das sich an mediterranen Vorbildern orientiert. Funde zeugen davon, dass in der Siedlung hoch qualifizierte Handwerker arbeiteten, die die benötigten Rohstoffe teilweise importieren mussten.

Nach 100 v. Chr. führten innerkeltische Konflikte und das Vordringen germanischer Stämme aus Nordosten zu einer Phase der Unsicherheit. Gleichzeitig wurde auch das römische Imperium immer bedrohlicher. Ein verstärkter Schutz scheint am Oberrhein ab 80 v. Chr., also noch vor Caesars Feldzügen, ein grosses Bedürfnis gewesen zu sein. Entlang des Rheins entstanden befestigte Siedlungen, unbefestigte Grosssiedlungen wurden dagegen aufgegeben. Damals entstand eine befestigte Siedlung auf dem Münsterhügel, während Basel-Gasfabrik aufgegeben wurde.

Die Siedlung auf dem Münsterhügel war auf der Südseite mit einem mächtigen Wall (Caesar nannte diese Wälle Muri Gallici) und einem tiefen Graben gesichert. Der Graben ist in der Topografie noch immer sichtbar (Bäumleingasse). Der Verlauf der keltischen Strasse entsprach der heutigen Ritter- und Augustinergasse. Die Bauweise der Strasse lässt auf Know-how aus dem Mittelmeerraum schliessen. Das Siedlungsgebiet umfasste rund 55'000 m2 und war somit auch für die damalige Zeit nicht besonders gross. Die ältere Siedlung Basel-Gasfabrik war rund dreimal so gross gewesen.

Früher wurde angenommen, dass die Rauriker die Siedlung in der Rheinebene im Jahr 58 v. Chr. verliessen, um zusammen mit den Helvetiern nach Gallien auszuwandern, und dass die Siedlung auf dem Münsterhügel entstand, nachdem sie von Caesar in der Schlacht bei Bibracte geschlagen und in ihre Heimat zurückgeschickt worden waren.[20] Diese Ansicht gilt heute als überholt.

Römische Zeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mit der Eroberung Galliens durch Caesar um 52 v. Chr. geriet auch die Region Basel unter römische Kontrolle. Die befestigte Siedlung auf dem Münsterhügel war für die Kontrolle der Einfallsachsen ideal. Auch nach der Unterwerfung Galliens durch Caesar bestanden die keltischen Strukturen der Siedlung vorerst weiter. Keltische Adlige regierten im Auftrag Roms vom Münsterhügel aus die umliegende Region.

Dank der Konzentration von Handel, Handwerk und Herrschaft funktionierte die gut befestigte Siedlung (von den Römern wurden solche befestigten Siedlungen Oppida genannt) als regionales Zentrum. Verschiedene Funde lassen vermuten, dass einzelne römische Militärpersonen oder ein kleines römisches Truppenkontingent stationiert waren, um die Kontrolle über die keltischen Alliierten sicherzustellen. Erst zu Beginn der augusteischen Epoche (also ab etwa 30–20 v. Chr.) wurden die spätkeltischen Bauten auf dem Münsterhügel abgerissen. Auch die umfangreiche Befestigungsanlage wurde niedergelegt und es entstand ein sogenannter Vicus, eine römische dörfliche Siedlung. Die neu gegründete Koloniestadt Augusta Raurica, die am Knotenpunkt von mehreren Handelswegen lag und wo auch eine Brücke über den Rhein stand, war nun das administrative, kulturelle und wirtschaftliche Zentrum der Region.

Im frühen 1. Jahrhundert n. Chr. erstreckte sich der Vicus auf dem Münsterhügel über die Ruine des keltischen Befestigunswalls bis zum heutigen St. Alban-Graben. Das Zentrum des Vicus lag im Vorgelände des Münsterhügels an der Gabelung der von Augusta Raurica kommenden Fernstrasse (Rittergasse zum Münsterhügel, Freie Strasse zur Schifflände). Die Anbindung an die Verkehrswege war nun wichtiger als die militärische Sicherung, der überregionale Verkehr wurde zu einer wichtigen Erwerbsgrundlage. Vom 1. bis zum Ende des 3. Jahrhunderts stand Basel aber im Schatten von Augusta Raurica mit seinen Theatern, Bädern, Tempelanlagen und dem Forum.

In der zweiten Hälfte des 1. Jahrhunderts n. Chr. verlegten die Römer die Grenze des Imperiums nach Norden. Damit war die Nordwestschweiz keine Grenzregion mehr. Es folgte die relativ friedliche Zeit der Pax Romana mit einer wirtschaftlichen und kulturellen Blüte. Zuwanderer aus dem Mittelmeerraum liessen sich nördlich der Alpen nieder. Die einheimische keltische Bevölkerung übernahm römische Sitten und Ernährungsgewohnheiten.

Spätrömische Zeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ab ca. 250 n. Chr. folgte eine Zeit innenpolitischer Krisen. Zudem kam es zu Bedrohungen von aussen. Germanische Völker, so etwa die Alamannen, drangen in die reichen römische Provinzen ein und überfielen die Bevölkerung. Die Grenze des Imperiums wurde wieder an den Rhein zurückverlegt. Um 270/280 n. Chr. wurde der Münsterhügel mit einer Umfassungsmauer befestigt. Die Wohnsitze im Vorgelände wurden aufgegeben, deren Bewohner zogen entweder hinter die Befestigung oder wanderten ab. Dort, wo früher der Murus Gallicus gestanden hatte, wurde eine neue Befestigungsmauer mit Graben errichtet. Für den Bau wurden Teile von abgebrochenen, teilweise repräsentativen Bauten und sogar Grabsteine verwendet, was auf eine akute Bedrohungslage hinweist

Im 4. Jahrhundert wurde die Befestigung auf dem Münsterhügel Teil des ausgeklügelten Grenzsicherungssystems entlang des Rheins. Im Zusammenhang mit diesem letzten grossen römischen Festungsbauprogramm wird der Name Basel zum ersten Mal genannt: Laut dem römischen Historiker Ammianus Marcellinus lagerte Kaiser Valentinian im Jahr 374 mit seinen Truppen bei Basilia.[16]

Nach den Westgoteneinfällen in Italien im Winter 401/402 zog Rom einen Grossteil der Truppenkontingente aus den nordalpinen Provinzen ab. Damit begann hier das Ende der römischen Herrschaft. Die Romanen, die Nachfahren der gallo-römischen Bevölkerung, war nun weitgehend auf sich selbst gestellt. Die Sicherung der Grenzen besorgten teilweise Alamannen und Franken als Föderierte Roms.

Mit dem Tod des römischen Heermeisters Aetius endete um 454 die militärisch gestützte Macht der Römer nördlich der Alpen. Ein Teil der romanischen Bevölkerung wanderte ab, viele blieben aber hier und arrangierten sich mit den neuen germanischen Nachbarn.

Mittelalter[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eingang des Olsbergerhofs an der Rittergasse 27. Das im Barockstil umgebaute Haus geht auf das Jahr 1389 zurück.

Ende des 5. Jahrhunderts fiel Basel an die Franken, die sich ebenfalls in und um Basel niederliessen. Eine kontinuierliche Besiedlung Basels ist jedoch erst wieder ab dem 7. Jahrhundert archäologisch gesichert. In diese Zeit fällt die erste inschriftliche Nennung Basels auf einer dort geprägten Goldmünze (Basilia fit). In der ersten Teilung des Frankenreichs fiel Basel in den Herrschaftsbereich von Lothar I. Mit dem Vertrag von Meerssen fiel Basel 870 an das Reich Ludwig des Deutschen, kam aber um 926/935 an das Königreich Hochburgund. 917 wurde die Stadt Basel durch die Magyaren zerstört und geplündert; zu den Todesopfern zählte auch der damalige Bischof. 1006/32 wurde Basel dem römisch-deutschen Reich angegliedert. Bereits im frühen 7. Jahrhundert ist ein Bischof bezeugt, der wie seine Nachfolger wohl bereits die Herrschaft in der Stadt ausübte. Der Bischofssitz war aus dem durch die Alamannen verwüsteten Augusta Raurica nach Basel verlegt worden. Unter Bischof Haito entstand in der ersten Hälfte des 9. Jahrhunderts eine erste Kathedrale auf dem Münsterhügel, die dann durch einen 1019 geweihten frühromanischen Bau ersetzt wurde.[21]

Gegen 1100 erhielt die Stadt die erste Stadtmauer; weitere folgten in der Mitte des 13. und gegen Ende des 14. Jahrhunderts. Unter Bischof Heinrich von Thun erfolgte um 1225 der Bau der ersten Basler Rheinbrücke und in der Folge entstand die Stadt Kleinbasel zur Brückensicherung.

Karte der historischen Entwicklung des Gebiets der Basler Kantone

Mehrere schwere Schicksalsschläge musste die Stadt im 14. Jahrhundert verkraften. 1348 starb annähernd die Hälfte der Bevölkerung während einer Pestepidemie, und nur acht Jahre später (1356) ereignete sich das Basler Erdbeben. Das bis heute schwerste Erdbeben Mitteleuropas forderte zwar nur wenige Opfer, doch der anschliessende Grossbrand legte grosse Teile der Stadt in Schutt und Asche. Infolge eines Aufruhrs vom 26. Februar 1376, der als Böse Fasnacht in die Geschichte einging, wurden der Stadt Basel vom habsburgischen Herzog Leopold III. harte Sanktionen auferlegt.[22][23]

In der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts beginnt die städtische Selbstverwaltung durch einen urkundlich ab 1185/90 belegten Rat aus Rittern und Bürgern, der mit Schultheiss, Bürgermeister (ab 1253) und Stadtschreiber die Geschicke der Gemeinde lenkte. Der Bischof als Stadtherr ernannte zunächst den Rat und einen Vogt. Erste Konflikte um die Kontrolle der Stadt entschied der Bischof Mitte des 13. Jahrhunderts zu seinen Gunsten. Versuche der Habsburger, die Stadt in ihren Herrschaftsbereich einzugliedern scheiterten im 14. Jahrhundert, spalteten jedoch die Bürgerschaft in zwei Parteien: Die pro-Habsburgischen «Sterner» und die anti-Habsburgischen «Psitticher».[24]

Die Bürgerschaft von Grossbasel erwarb 1392 von Bischof Friedrich von Blankenheim die Stadt Kleinbasel für 29'800 Gulden. In dieser Zeit erwarb sich die Stadt vom Bischof auch pfandweise die wichtigsten Regalien (Münz- und Zollrecht, Schultheissengericht usw.). Basel wurde damit zwar faktisch unabhängig vom Bischof, konnte aber dessen nominelle Oberherrschaft bis um 1500 nicht ablösen. So bestimmten zwar die Bürger die Inhaber wichtiger Ämter, die feierliche Amtseinsetzung erfolgte jedoch weiter durch den Bischof. Basel galt deshalb nicht als freie Reichsstadt.[24] Eine wichtige Rolle im politischen und sozialen Leben Basels spielten die Zünfte, die in zwei Gruppen, die Herrenzünfte und die Handwerkerzünfte aufgeteilt waren. Im Rat waren seit 1337 neben vier Rittern und acht sog. Achtburgern (lehensfähige Bürgerschaft) 15 Vertreter der Zünfte vertreten. Zu letzteren stiessen 1382 noch die 15 Zunftmeister. Die Zünfte bildeten überdies in der Stadtregierung unter ihrem Oberzunftmeister ein eigenes Kollegium das grosses politisches Gewicht hatte.

Das Konzil von Basel, das 1439 den Gegenpapst Felix V. wählte (→ Papstwahl am Basler Münster), tagte von 1431 bis 1449 in der Stadt. Um 1433 begann die Papierfabrikation in Basel. Ein eidgenössisches Kontingent unterlag 1444 in der Schlacht bei St. Jakob einem französischen Söldnerheer. Die Universität, die erste im Gebiet der heutigen Schweiz, wurde 1460 durch Papst Pius II. gestiftet. 1471 verlieh Kaiser Friedrich III. der Stadt das Messeprivileg. Um diese Zeit wurde in Basel auch der Buchdruck eingeführt. In der Folge kam es zu einem kulturellen Aufschwung: Neben dem Humanisten Erasmus von Rotterdam weilten auch Paracelsus, Sebastian Brant und Hans Holbein der Jüngere in Basel.

Münsterplatz, Basel

Um 1400 begann die Stadt Basel durch die Erwerbung bischöflicher Herrschaften durch Pfand oder Kauf ein eigenes Territorium aufzubauen, vorerst jedoch nicht sehr erfolgreich. Es gelang zwar einige Herrschaften im Sisgau zu gewinnen, der Versuch der Expansion ins Laufental und über den Hauenstein (Olten) scheiterte jedoch. Gegenüber der Eidgenossenschaft verhielt sich Basel ambivalent. Während sie in den Burgunderkriegen auf Seiten der Eidgenossen kämpfte, blieb sie im Schwabenkrieg neutral. Zwischen Solothurn und Basel entstanden zeitweise heftige Konflikte um die Herrschaftsrechte im Sisgau, vor allem wegen Dorneck. Den eigentlichen Abschluss der Bildung des Territoriums der Stadt Basel bildete der Erwerb von Pratteln 1525, wodurch die Herrschaftsgebiete verbunden wurden. Bis zum Ende des Stadtstaates 1798 konnten nur noch kleinere Erwerbungen gemacht werden.[25]

Neuzeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Venus und Amor, Hans Holbein der Jüngere (Kunstmuseum Basel, c. 1524)

Nach dem Schwaben- bzw. Schweizerkrieg 1499 wandte sich Basel der Eidgenossenschaft zu, der es am 13. Juli 1501 als elfter Ort beitrat. Eine Änderung in der Ratsverfassung, die den Zünften die Vormachtstellung sicherte, erfolgte 1521. Gleichzeitig erfolgte die einseitige völlige Emanzipation von der Herrschaft des Bischofs, indem nun die Besetzung der Ämter auch formell durch den Rat vorgenommen wurde.

Nach einem Zunftaufstand trat Basel 1529 zur Reformation über. Am 12. Mai 1529 siedelten die Domherren und Kapläne, welche nicht zur Reformation wechselten oder auf ihre Nebenpfründen zogen, nach Freiburg im Breisgau um. Am 28. August 1529 schloss das Domkapitel mit der Stadt Freiburg einen Vertrag über die rechtlichen und steuerlichen Belange, den Erwerb von Häusern, Kapitel- und Amtshaus sowie über die Benützung des Münsters. Damit war Basel nicht mehr der Sitz des Bischofs und auch nicht mehr des Domkapitels und wurde es auch nie wieder. Verwaltungssitz des Domkapitels war ab 1587 das Stürtzelsche Haus, heute Basler Hof genannt. 1585 erwarb die Stadt im Vertrag von Baden auch formal alle bischöflichen Herrschaftsrechte in der Stadt und über ihr Herrschaftsgebiet und wurde damit endgültig unabhängig.

1543 erschien in Basel das erste komplette Lehrbuch der menschlichen Anatomie De Humani Corporis Fabrica (Über den Bau des menschlichen Körpers) von Andreas Vesalius (1514–1564). Das Gymnasium wurde 1589 in der Nachfolge der Lateinschule des Domstifts gegründet (heute Gymnasium am Münsterplatz).

Während eines Zeitraums von 50 Jahren wurde Basel von fünf schweren Pestepidemien heimgesucht: Von 1563 bis 1564 starben in der «Grossen Sterbendt» 4000 Einwohner – ein Drittel der damaligen Stadtbevölkerung. Die Pest kehrte in den Jahren 1576–1578 (etwa 800 Tote), 1582–1583 (etwa 1200 Tote), 1593–1594 (etwa 900 Tote) und ein letztes, aber vernichtendes Mal 1609–1611 (etwa 3600 Tote) zurück.

Gliederung des Stadtstaates Basel im 18. Jahrhundert

1648 vertrat der Basler Bürgermeister Johann Rudolf Wettstein die Eidgenossenschaft am Friedenskongress in Münster und erreichte die Anerkennung der Eidgenossenschaft durch die damaligen Grossmächte. Frankreich bedrohte Basel jedoch ab 1681 durch die Festung Hüningen direkt an der Stadtgrenze.

Die Stadt Basel verwaltete ihr Herrschaftsgebiet durch vom Rat eingesetzte Landvögte. Es bestanden die Ämter Farnsburg, Homburg, Kleinhüningen, Liestal, Münchenstein, Riehen und Waldenburg. Konflikte zwischen der städtischen Herrschaft und der Landbevölkerung eskalierten in den Bauernkriegen 1525 und 1653 sowie im Rappenkrieg 1591–1594, die Stadt schlug diese Aufstände jedoch blutig nieder.

Der Ankauf des Amerbachschen Kunstkabinetts, des Grundstocks aller städtischen Sammlungen, insbesondere des Kunstmuseums, erfolgte 1662.

Die Gründung des Handelshauses Johann Rudolf Geigy ist auf 1758 datiert, 1795 beendete der Friede von Basel den Krieg zwischen Frankreich, Spanien und Preussen

Am 20. Dezember 1790 hob der Grosse Rat von Basel als Reaktion auf die Französische Revolution im städtischen Herrschaftsgebiet die Leibeigenschaft auf. Nach der Durchreise Napoleons am 24. November 1797 kam es trotzdem im Januar in der Landschaft zu Aufständen und zum Sturm auf die Landvogteischlösser Waldenburg, Farnsburg und Homburg. Darauf übernahmen die reformerisch und revolutionär gesinnten «Patrioten» um den Oberstzunftmeister Peter Ochs die Macht und erklärten die Gleichberechtigung aller Kantonsbürger. Die Basler Nationalversammlung, eines der ersten Parlamente der Schweiz, setzte sich zu gleichen Teilen aus je 20 Vertretern der Stadt und der Landschaft zusammen und leitete weitreichende Reformen ein.[26] Mit dem Inkrafttreten der Helvetischen Verfassung am 12. April 1798 löste sich dieses Parlament auf und der alte Stadtstaat Basel hörte formell auf zu existieren. Basel war nun theoretisch eine normale Gemeinde des Kantons Basel der Helvetischen Republik, bildete jedoch einen eigenen Distrikt. Als Folge der Einführung des einheitlichen Bürgerrechts in der Helvetischen Republik wurde auch in Basel die Einwohnergemeinde («Munizipalität») von der Bürgergemeinde getrennt. Der Anteil der Bewohner der Stadt, die Mitglied der Bürgergemeinde waren, sank deshalb bis 1815 auf noch 37 %, während 1779 noch 51 % der Einwohner das Bürgerrecht innehielten.[27]

19. Jahrhundert[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Als 1815 der Wiener Kongress die ewige bewaffnete Neutralität der Schweiz anerkannte, wurde das ehemalige Fürstbistum Basel zwischen Bern und Basel aufgeteilt: Der Jura und das Laufental gingen an Bern, während Basel die ehemaligen bischöflichen Vogteien Birseck und Pfeffingen zugesprochen wurde. Im August 1815 feierte Basel Erzherzog Johann von Österreich, der die Festung Hüningen, von der aus Basel immer wieder beschossen und erpresst worden war, zur Kapitulation gezwungen hatte und auf Bitte der Basler Bürger auch gleich schleifte.[28]

Am 4. August 1819 fand die letzte Hinrichtung statt (Baselland: 1851). Drei Mitglieder einer Räuberbande wurden am Erdbeergraben vor dem Steinentor enthauptet. Der Hinrichtung wohnten 20'000 Schaulustige bei, mehr als Basel damals Einwohner hatte.

1814 wurde die politische Vorherrschaft der Stadt über die Landschaft wiederhergestellt, in dem die Stadt ein unverhältnismässiges Übergewicht an Sitzen im Grossen Rat erhielt. Im Jahr 1833 wehrten sich die Landgemeinden (Baselbiet) nach längerem Widerstand erfolgreich gegen die Dominanz der Stadt. Nach der Schlacht an der Hülftenschanz, welche die Stadt verlor, konstituierten sich die Landgemeinden als eigener Halbkanton Basel-Landschaft, nur die rechtsrheinischen Gemeinden Riehen, Bettingen und das 1907 in die Stadt eingemeindete Kleinhüningen verblieben bei Basel und bildeten fortan den Halbkanton Basel-Stadt (→ Basler Kantonstrennung).

Der erste Zug der Schweiz fuhr 1844 von St. Louis her in Basel ein. 1849 erfolgte der Bau der Museen an der Augustinergasse, und nach 1859 wurden die Stadtmauern geschleift; nur einige der grösseren Tore wie das Spalentor blieben erhalten.

Vom 26. bis zum 29. August 1897 fand der von Theodor Herzl und David Farbstein organisierte erste Zionistische Weltkongress in Basel statt. Auf dem Kongress wurde die «Schaffung einer öffentlich und gesetzlich gesicherten Heimat für das jüdische Volk in Palästina» beschlossen. Zu diesem Zweck wurden ein Fonds und eine jüdische Bank (später Bank Leumi) gegründet. Insgesamt fand der Zionistische Weltkongress zehn Mal in Basel statt, mehr als in irgendeiner anderen Stadt weltweit.

20. und 21. Jahrhundert[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Aufnahme der Mittleren Brücke, 1950er-Jahre

Basel wurde während der Industrialisierung zu einer der bedeutendsten Industriestädte der Schweiz. Um 1900 wurde Basel vom Kantonsstatistiker im internationalen Vergleich als «eindeutige Fabrikstadt» bezeichnet. Die Stadt zählte noch bis um 1980 überdurchschnittlich viele Arbeiter.[29]

Zu den bedeutendsten Ereignissen der Basler Geschichte zählt der in Vorahnung der kommenden Ereignisse ausserordentlich anberaumte Internationale Friedenskongress der Sozialisten im November 1912. Die beiden Weltkriege erlebte Basel durch seine grenznahe Lage intensiver als die anderen grossen Städte in der Schweiz. Die Versorgung mit Grundnahrungsmitteln war immer sichergestellt, aber schwieriger als in der inneren Schweiz. Der Streikparole des Landesstreiks von 1918 folgte in Basel fast die ganze Arbeiterschaft.[30] Am Nationalfeiertag, dem 1. August 1919, kam es nach Streiks der Färber zu Unruhen, bei denen das Militär auf Demonstranten schoss. Es waren fünf Tote zu beklagen. [31]

In den Dreissigerjahren wurde die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ), die Bank der Zentralbanken, in Basel domiziliert.

1939 kaufte und rettete das Kunstmuseum Basel 21 «entartete» Kunstwerke aus Deutschland, Werke von Paula Modersohn-Becker (3), André Derain (2), Marc Chagall (2), Franz Marc (2), Oskar Kokoschka, Emil Nolde, Paul Klee, Otto Dix, Max Beckmann, Lovis Corinth (2), Oskar Schlemmer (2), Georg Schrimpf (2) und Ernst Barlach.[32]

Gegen Ende des Zweiten Weltkriegs, am 4. März 1945, wurde der Güterbahnhof Wolf in Basel irrtümlich von den Westalliierten bombardiert.[33] Die Schäden blieben gering.

Der Flughafen Basel-Mülhausen wurde 1953 als binationaler Flughafen eingeweiht. 1993 wurde er trinational, der Name ist nunmehr offiziell Basel Mulhouse Freiburg.

Seine zweitausendjährige Stadtgeschichte feierte Basel 1957. Die Regio Basiliensis für die grenzüberschreitende Zusammenarbeit wurde 1963 gegründet. 1966 erhielten die Frauen das kantonale Stimmrecht. 1969 scheiterte die Wiedervereinigung von Basel-Stadt und Basel-Landschaft am Nein der Stimmberechtigten in Basel-Landschaft.

Das Fernheizkraftwerk Volta ging 1980 in Betrieb.

Am 1. November 1986 ereignete sich im nahen Schweizerhalle ein schwerer Chemieunfall, der für die Bevölkerung glimpflich ausging. Der Rhein wurde jedoch vom Löschwasser verseucht. 1989 wurde das Basler Übereinkommen zur Kontrolle der grenzüberschreitenden Abfallwirtschaft in Basel zur Unterschriftsreife gebracht. In den 1990ern erfolgte die Fusion von Sandoz und Ciba-Geigy zu Novartis sowie des Schweizerischen Bankvereins und der Schweizerischen Bankgesellschaft zur UBS.

Erstmals seit 1950 gibt es in Basel wieder eine linke Regierungsmehrheit, als es 2004 durch die Stadtwahlen rot-grün wurde. 2006 erhielt Basel-Stadt eine neue Verfassung,[34] mit der unter anderem der Grosse Rat von 130 auf 100 Mitglieder reduziert wurde und das Amt eines Regierungspräsidenten eingeführt worden ist.

2015 wurde Basel der Ehrentitel «Reformationsstadt Europas» durch die Gemeinschaft Evangelischer Kirchen in Europa verliehen.[35]

Bevölkerung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Stadt Basel (Einwohnergemeinde) zählt ohne die beiden Landsgemeinden 171'017 Einwohner (31. Dezember 2016) und belegt damit hinter Zürich und Genf den dritten Rang in der Schweiz.[3] Der Kanton Basel-Stadt hingegen zählt insgesamt 193'070 Einwohner.[3] Die trinationale Agglomeration Basel zählt insgesamt 830'000 Einwohner in der Schweiz, Deutschland und Frankreich.

Tabelle zur Bevölkerungsentwicklung der Gemeinde Basel (Zahlen ab 1900 inkl. Kleinhüningen):[36]

Einwohnerentwicklung von Basel
Jahr Einwohner der
Gemeinde Basel
Jahr Einwohner der
Gemeinde Basel
1774 15'040 1910 132'276
1815 16'674 1920 135'976
1835 21'219 1930 148'063
1847 25'787 1941 162'105
1850 27'170 1950 183'543
1860 37'915 1960 206'746
1870 44'122 1970 212'857
1880 60'550 1980 182'143
1888 69'809 1990 178'428
1900 109'161 2000 166'558

Tabelle zur Bevölkerungsentwicklung der trinationalen Agglomeration Basel:[37]

Jahr Agglomeration Basel, Einwohner in der Schweiz in Deutschland in Frankreich Einwohner ganze Agglomeration Basel
2000 479'308 188'553 63'306 731'167

Das durch die Industrialisierung typische und kontinuierliche Bevölkerungswachstum im 19. Jahrhundert fand auch in Basel statt. Durch diesen raschen Anstieg wuchs die Stadt hinter Zürich zur zweitgrössten in der Schweiz an. Durch die engen Kantons- und Landesgrenzen konnte die Stadt Basel mit der Ausnahme von Kleinhüningen nicht durch Eingemeindungen wachsen, wie das bei den anderen grossen Schweizer Städten der Fall war. Mit der Industrialisierung entstand eine Oberschicht der alteingesessenen Bürger (Daig), die bis ins 20. Jahrhundert ihre Abgeschlossenheit bewahrte und die ursprüngliche Form des Baseldeutsch sprach.

Seit 1970 nahm die Bevölkerung infolge der Suburbanisierung merklich ab. Im Zeitraum von 1970 bis 2005 verliessen über 51'000 Schweizer Bürger Basel und zogen in das angrenzende Umland. Im gleichen Zeitraum zogen zwar rund 12'000 Ausländer in die Stadt, die Nettoabnahme von 39'000 Einwohnern führte trotzdem dazu, dass die Stadt Genf Mitte der 1990er Jahre Basel in Bezug auf die Einwohnerzahlen überholte. Die Abwanderung steuerlich potenterer Bevölkerungsgruppen war zeitweise in Verbindung mit dem Steuerwettbewerb unter den Kantonen für den Stadtkanton ein besonderes Problem.[38]

Religionen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Johannes Oekolampad

Überblick[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahr 1529 setzte sich in Basel unter der Mitwirkung von Johannes Oekolampad die Reformation durch, die schnell wichtige Persönlichkeiten wie den Stadtschreiber Caspar Schaller für sich gewinnen konnte. Seither ist die Staatskirche beider Basel die Evangelisch-Reformierte Kirche. Unter dem Druck des revolutionären Frankreich, welches die Schweiz von 1798 bis 1815 kontrollierte, wurde 1798 offiziell die Glaubensfreiheit gewährt. Basel entwickelte sich von einer rein reformierten zu einer multireligiösen Stadt.[39] Heute zählt Basel über 300 christliche und nichtchristliche Religionen, Kirchen, Freikirchen und andere religiöse Gemeinschaften. Zu den nichtchristlichen Religionen, welche in Basel vertreten sind, gehören die jüdische Gemeinde, der Islam, die Aleviten, die Hindus, die Sikhs, die Buddhisten und neuere religiöse Bewegungen.

Basel ist eine der zehn Schweizer Städte, die 2017 vom Evangelischen Kirchenbund das Etikett «Reformationsstadt» verliehen bekommen haben.[40] Nahezu die Hälfte der Basler Gesamtbevölkerung, also knapp 45 %, zählt sich heute als konfessionslos und ist somit mit keiner religiösen Institution verbunden.[41]

Reformierte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Evangelisch-reformierte Pauluskirche

Die Stadt Basel ist traditionell reformiert geprägt und die Evangelisch-Reformierte Kirche Basel ist als öffentlich-rechtliche Körperschaft mit eigener Steuerhoheit ausgestattet. Damit ist sie finanziell und organisatorisch unabhängig vom Kanton. Obwohl durch die zunehmenden Kirchenaustritte auch die dominierende Stellung der Evangelisch-Reformierten Kirche zurückgeht, nimmt sie am sozialen und kulturellen Leben der Stadt nach wie vor grossen Anteil. Ein soziales Netzwerk mit Einrichtungen für die Seelsorgestellen, Drogenberatung oder den Gassenküchen wird durch die Kirche aufrechterhalten. Zu den sichtbaren Zeichen der Evangelisch-Reformierten Kirche im Kanton Basel-Stadt gehören 85 Kirchen, Gemeinde-, Pfarrhäuser und Sigristenwohnungen. Zahlreiche Baudenkmäler prägen das Gesicht der Stadt, wie das Basler Münster als Wahrzeichen von Basel und die Innenstadtkirchen St. Leonhard, St. Martin, St. Peter und die Theodorskirche.[42]

Die Predigerschule Basel existierte von 1876 bis 1915.

Katholiken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Römisch-katholische Kirche Basels zählt insgesamt 7 Pfarreien, fünf davon sind deutschsprachig, eine französisch (Paroisse catholique du Sacré-Cœur de Bâle) und eine weitere italienisch (
Parrocchia cattolica di lingua italiana S. Pio X di Basilea). Die Pfarreien zusammen mit den kantonalen Diensten bilden das Dekanat, das einen Teil des Bistums Basel darstellt. Das Bistum hat seinen Sitz trotz des Namens nicht in Basel, sondern in der Kantonshauptstadt Solothurn. Der Religionsunterricht wird gemeinsam mit der Evangelisch-Reformierten Kirche organisiert und finanziert. Neben der grösseren Römisch-katholischen Kirche Basels gibt es seit 1873 die kleinere Christkatholische Kirche. Beide katholischen Kantonalkirchen sind seit dem Jahr 1973 als öffentlich-rechtliche Körperschaften mit eigener Steuerhoheit ausgestattet.

Juden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die ersten Menschen jüdischen Glaubens siedelten sich in Basel bereits urkundlich gesichert im 12. Jahrhundert an. Die erste Synagoge stand am Rindermarkt. Ausgrabungen in Augusta Raurica zufolge könnte die Ansiedlung von Juden sogar auf das 2. Jahrhundert zurück datiert werden.[43] Die Gründung der heutigen Israelitischen Gemeinde Basel (IGB) geht auf das Jahr 1805 zurück, nachdem sich als Folge des Basler Judenpogrom über vierhundert Jahre keine Juden in Basel niederliessen, mit damals etwa 70 Mitgliedern.[44] Heute umfasst sie in der Stadt und der Umgebung rund 1000 Mitglieder[45] und ist damit die zweitgrösste der Schweiz.[46] Sie erhielt 1972 durch eine kantonale Volksabstimmung als erste nicht-christliche Glaubensgemeinschaft in einem Kanton der Schweiz die Anerkennung als öffentlich-rechtliche Körperschaft und ist nunmehr den beiden Landeskirchen gleichgestellt.[47][48] Sie führt heute neben der Synagoge, auch bekannt als Grosse Synagoge, diverse Schulen und die öffentliche Karger-Bibliothek.[49]

Neben der Israelitischen Gemeinde Basel gibt es seit 1927 eine sogenannte Austrittsgemeinde, die streng orthodoxe Israelitische Religionsgesellschaft Basel (IRG) mit einer eigenen Synagoge.[50] Daneben gibt es Migwan, die Liberale Jüdische Gemeinde der Stadt Basel, welche im Jahr 2004 gegründet wurde.[51] Am 1. Februar 2014 wurde die neue Synagoge am Herrengrabenweg 50 in Basel eingeweiht. Nun ist Migwan die dritte Mitgliedsgemeinde der «Plattform der Liberalen Juden der Schweiz PLJS».[52] Zudem steht in Basel das Jüdische Museum der Schweiz, welches eine kostbare Sammlung jüdischer Kulturgüter zeigt.[53] Das Museum feierte im Jahr 2016 sein 50-jähriges Bestehen.[54] Seit einigen Jahren befindet sich in Basel ausserdem eine Sektion der Chabad Lubawitsch Organisation. Am 16. April 2012 wurde das Haus «Feldinger Chabad Center» mit der Synagoge eingeweiht.[55]

Johann Ludwig Burckhardt (Scheich Ibrahim)

Muslime[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit den 1960er Jahren gibt es durch Einwanderung aus muslimischen Ländern, vor allem der Türkei, dem Maghreb und dem Kosovo einen wachsenden muslimischen Bevölkerungsanteil, der heute schätzungsweise knapp 10 % der Stadtbevölkerung umfasst, in den Kleinbasler Quartieren deutlich mehr (siehe untenstehende Tabelle). In Basel bestehen zurzeit 13 Moscheen und Gebetsräume, welche jeweils auch nach Sprachzugehörigkeit organisiert sind.[56][57] Im Jahr 1997 wurde die «Basler Muslim Kommission» gegründet, welche sich als Dachorganisation der sunnitischen Vereine beider Basel versteht. Im Jahr 2004 setzte sich die Vereinigung öffentlich dafür ein, dass Helal-Schlachtungen in der Schweiz jeweils gesetzeskonform vonstatten gehen könnten. Seit Mai des Jahres 2016 hat Sohail Mirza das Präsidentenamt inne. Neben jenen muslimischen Bürgern, die aus islamisch-geprägten Ländern stammen, gibt es auch Schweizerinnen und Schweizer mit nicht-muslimischem Hintergrund, die jeweils zum Islam übertreten. Beispielshalber ist hier der Übetritt Johann Ludwig Burckhardts (alias Scheich Ibrahim), welcher von 1784–1817 lebte und als erster Muslim Basels gilt, zu nennen. Als erster Bürger Mitteleuropas machte er zusätzlich auch die Hadsch nach Mekka.[58]

Statistik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Tabelle der Konfessionszugehörigkeit der Kantonsbevölkerung in Prozent (Quelle: Volkszählungen):[59]

Jahr Evangelisch-
Reformiert
Römisch-
katholisch
Übrige
Christen[A 1]
Jüdisch Muslime Andere
Religionen
Konfessionslos[A 2] Keine
Angaben
1950 63,3 31,3 1,4 1,3 0,0 0,0 0,0 0,0
1960 59,9 35,8 1,3 1,1 0,0 0,3 1,6 0,0
1970 52,7 40,7 1,1 0,9 0,2 0,2 3,2 1,0
1980 44,4 35,5 1,2 0,9 1,1 0,3 13,9 1,9
1990 32,1 25,4 1,8 0,8 4,0 0,5 34,5 0,3
2000 26,5 24,9 2,8 0,8 6,7 1,2 31,0 5,1
2012[60] 16,5 15,3 >1 0,6 9,3 44,7

Zu beachten ist unbedingt: «Die Volkszählung wird seit 2010 in neuer Form durchgeführt. Die Informationen werden aus den Einwohnerregistern entnommen und mit Stichprobenerhebungen ergänzt.»[61]

Konfessionszugehörigkeit in Prozent nach Quartier (2013) (Quelle: Statistischer Atlas Basel-Stadt):[62]

Quartier Evangelisch-
Reformiert
Römisch-
katholisch
Christ-
katholisch
Ost-
kirchliche
Jüdisch Islamisch Andere
Religionen
Konfessionslos
Altstadt Grossbasel 21,8 14,4 0,8 0,8 0,7 0,8 3,5 56,8
Vorstädte 18,0 15,8 1,0 1,8 1,4 2,3 3,9 54,8
Am Ring 17,9 15,4 0,8 2,1 2,9 3,1 3,9 52,9
Breite 15,8 15,2 0,6 2,3 0,1 10,3 4,3 50,4
St. Alban 21,4 15,7 0,5 1,9 0,8 5,1 3,3 50,3
Gundeldingen 13,3 14,4 0,5 3,6 0,1 13,9 5,2 47,3
Bruderholz 25,2 17,8 0,4 1,4 0,5 2,5 2,5 49,2
Bachletten 23,8 17,3 0,5 1,2 1,5 3,1 2,2 49,9
Gotthelf 18,7 16,5 0,5 1,7 1,9 3,5 3,6 53,0
Iselin 14,2 16,3 0,5 3,1 0,7 10,7 5,5 48,7
St. Johann 13,1 14,0 0,7 2,7 0,2 13,5 5,2 49,1
Altstadt Kleinbasel 15,0 15,0 1,0 1,9 0,3 5,0 3,1 57,8
Clara 10,4 11,7 0,8 4,7 0,0 12,1 8,0 48,9
Wettstein 19,3 16,0 0,5 1,1 0,2 4,5 3,4 54,2
Hirzbrunnen 19,9 18,6 0,3 1,1 0,1 7,8 2,7 51,2
Rosental 8,7 15,8 0,4 2,2 0,2 20,5 8,3 42,6
Matthäus 10,3 12,1 0,6 4,3 0,1 15,0 6,7 48,8
Klybeck 9,5 11,5 0,4 3,2 0,0 21,4 5,7 45,8
Kleinhüningen 10,2 12,2 0,4 4,4 0,0 20,5 6,6 44,1
Riehen 26,1 16,8 0,3 0,9 0,1 2,9 2,9 49,8
Bettingen 33,1 14,5 0,1 1,2 0,3 0,5 4,4 45,8

Konfessionszugehörigkeit in Prozent nach Quartier (1988) (Quelle: Statistisches Amt Basel)

Quartier Evangelisch-
Reformiert
Römisch-
katholisch
Christ-
katholisch
Ost-
kirchliche
Jüdisch Islamisch Andere
Religionen
Konfessionslos
Altstadt Grossbasel 25,2 15,3 0,1 0,4 0,4 0,8 5,3 52,4
Vorstädte 22,1 16,9 0,6 1,1 1,7 3,4 6,1 48,1
Am Ring 20,8 18,0 0,5 2,0 3,2 3,7 7,3 44,6
Breite 19,9 17,1 0,3 1,9 0,1 9,8 6,9 43,8
St. Alban 25,0 18,6 0,4 1,3 0,9 5,1 6,3 42,4
Gundeldingen 15,3 16,5 0,2 3,7 0,2 15,5 7,7 40,8
Bruderholz 29,1 19,3 0,3 1,1 0,8 2,6 6,3 40,4
Bachletten 26,4 19,4 0,4 0,9 1,7 2,8 6,8 41,5
Gotthelf 21,8 18,3 0,3 1,5 2,0 3,5 7,9 44,8
Iselin 17,0 17,8 0,2 2,6 0,7 11,0 8,3 42,4
St. Johann 15,1 16,3 0,3 2,7 0,2 15,6 9,2 40,6
Altstadt Kleinbasel 18,9 16,5 0,2 1,6 0,0 5,5 6,6 50,6
Clara 13,2 14,8 0,1 4,3 0,1 12,0 11,0 44,5
Wettstein 22,1 19,3 0,3 0,8 0,2 5,0 6,8 45,6
Hirzbrunnen 24,5 18,6 0,3 1,1 0,1 7,8 5,3 42,2
Rosental 10,1 14,5 0,1 1,9 0,1 23,6 13,6 36,2
Matthäus 11,8 14,3 0,2 4,1 0,1 17,9 10,4 41,2
Klybeck 11,6 14,6 0,2 3,1 0,0 20,6 9,1 40,8
Kleinhüningen 13,0 14,3 0,2 4,0 0,0 19,9 9,2 39,4
Riehen 30,2 18,4 0,2 0,8 0,1 2,6 6,4 41,3
Bettingen 35,9 15,9 0,2 1,3 0,2 0,3 7,1 39,1

Die scheinbare Inkonsistenz mit den Zahlen für den Gesamtkanton rührt daher, dass die Quartiere sehr verschieden gross sind.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Legislative und Exekutive[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Basler Rathaus

Regierung und Verwaltung der Stadtgemeinde Basel werden durch den Kanton Basel-Stadt wahrgenommen. Die Einwohnergemeinde Basel verfügt somit weder über eine eigene Exekutive noch eine eigene Legislative. Stattdessen werden diese Funktionen vom Regierungsrat (Exekutive) respektive dem Grossen Rat (Legislative) des Kantons ausgeübt. Diese für Basel etablierte Lösung der Zusammenlegung der Gemeindebehörden mit den Kantonsbehörden ist in der Schweiz unüblich. Einbürgerungen, die in der Schweiz Aufgabe der Gemeinde sind, werden von der Bürgergemeinde vorgenommen.

Nationale Wahlen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei den Nationalratswahlen 2015 betrugen die Wähleranteile in der Stadt Basel: SP 35.1 %, FDP/LDP 20.4 %, SVP 16.8 %, Grüne 12.1 %, CVP 6.0 %, glp 5.0 %, EVP 1.9 %, BDP 1.1 %.[63]

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Basler Wappen mit dem Baselstab (Bischofsstab)
Wappenbeschreibung: «In Silber ein schwarzer Baselstab.»[64]

Livreefarben sind Weiss und Schwarz.

Das Wappen der Stadt Basel sowie des Kantons Basel-Stadt ist ein nach links (heraldisch rechts) gerichteter schwarzer Krummstab auf weissem Feld, Baselstab genannt. Drei Querbalken (für das bischöfliche Priester-, Hirten- und Lehramt) unterbrechen diesen Stab, der nach unten breiter wird und in drei Zacken ausläuft. Das Sinnbild des Baselstabs ist der gekrümmte Hirtenstab der Bischöfe. Schildhalter sind Löwen, wilde Männer, Engel und seit dem 15. Jahrhundert auch Basilisken – das sind Drachen mit Hahnenkopf und Schlangenschwanz.

Wappenbegründung: Das Wappen tauchte erstmals im 11. Jahrhundert auf, damals noch in der Form eines Holzstabs mit oben goldenem Bogen. Die heutige Form des schwarzen Stabs stammt aus dem 12. Jahrhundert und entspricht dem Wappen der Bischöfe von Basel, und zwar nachweislich seit 1384.[65] Seit dieser Zeit hat sich das Wappen nicht mehr verändert und blieb das Wappen der Stadt und bei der Trennung der Landschaft von der Stadt später auch das Wappen des Kantons.

Städtepartnerschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ansicht vom Novartis Campus

Basel kommt aufgrund seiner zentralen Lage in Mitteleuropa eine besonders wichtige und bevorzugte handelsgeografische Bedeutung zu. Der Lebens- und Wirtschaftsraum am Dreiländereck umfasst rund 1,3 Millionen Einwohner und 650 Tausend Erwerbstätige.

Basel ist einer der weltweit wichtigsten Zentren pharmazeutischer Betriebe, wie der Novartis AG, Hoffmann-La Roche AG, Syngenta AG und der Lonza Group. Wertmässig fallen über 94 % der baselstädtischen Warenexporte auf den Chemie- und Pharmabereich.[67] Zusammen mit den Fabrikationsstätten im benachbarten Schweizerhalle stellt Basel 20 % des Schweizer Exports und erwirtschaftet ein Drittel des Sozialproduktes. Neben der Chemie sind die Industriezweige Maschinenbau, Metallveredelung, Textilverarbeitung sowie die Nahrungs- und Genussmittelproduktion angesiedelt. Die jahrhundertelange Tradition in der Papierherstellung und im Buchdruck hat dazu geführt, dass mehrere Verlage in Basel beheimatet sind. Seit 1917 hat sich aus der Schweizer Mustermesse, einer nationalen Leistungsschau, ein europaweit bedeutender Messestandort entwickelt. Das Messezentrum Basel trägt jedes Jahr zahlreiche weltbekannte Fachmessen und Kongresse aus, unter anderem die «Art Basel», die weltweit grösste Messe für zeitgenössische Kunst, und die «Baselworld», die weltweit grösste Uhren- und Schmuckmesse.

Ebenfalls traditionell begründet ist die Bedeutung Basels als Bankenplatz. Neben zahlreichen Bank- und Versicherungshäusern hat die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) hier ihren Sitz. Die Schweizer Nationalbank (SNB) hat in Basel eine Vertretung. Die Handelskammer beider Basel ist ein Wirtschaftsverband für Basel-Stadt und Basel-Landschaft.

BIZ-Turm Basel: Weltweiter Sitz der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich

Ansässige Unternehmen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Liste der grössten Unternehmen mit Hauptsitz in Basel

segmantas.ch stellte eine Liste der 500 grössten Schweizer Unternehmen auf, darunter auch die grössten aus Basel.

Rang Unternehmen Branche Umsatz in Mrd.
1 Novartis Pharma 53,114
2 Roche Holding AG Pharma 45,499
3 Coop-Gruppe Einzelhandel 27,818
4 Syngenta AG Agrochemie 13,492
5 Transgourmet Schweiz Grosshandel 8,300
6 Panalpina Welttransport Holding Logistik 6,617
7 Swiss International Air Lines Fluggesellschaft 5,033
8 Lonza Group Pharma/Chemie 3,925
9 Dufry Travel Retail Grosshandel 3,154
10 Manor AG Einzelhandel 3,000
Hauptsitz des Pharmaunternehmens Hoffmann-La Roche, der Roche-Turm

Diese Liste lässt Banken, Finanzdienstleister und Versicherungen aus, jedoch ist Basel nach Zürich das zweitgrösste Finanzzentrum der Deutschschweiz. Die UBS hat einen ihrer Standorte in Basel, auch die Basler Kantonalbank, die Bank Cler, die Bank CIC, die WIR Bank und die Versicherungen Bâloise, Pax und Helvetia. Weitere Banken und Versicherungen in Basel sind die Privatbanken Bank La Roche & Co, Baumann & Cie, Banquiers, J. Safra Sarasin, E. Gutzwiller & Cie. Banquiers, Dreyfus Söhne & Cie., Banquiers, Trafina Privatbank und Scobag Privatbank. Hinzu kommen verschiedene Treuhand- und Immobilienunternehmen wie Pax-Anlage, die STG Schweizerische Treuhandgesellschaft und Warteck Invest. Die Standorte dieser Unternehmen konzentrieren sich um den Aeschenplatz, wo bis 1998 auch die Basler Börse lag. In Basel ist der Verband der Schweizerischen Bankiervereinigung ansässig, der 1912 gegründet wurde,[68] sowie der Verband Schweizerischer Kantonalbanken. In der Nähe des Bahnhof SBB ist zudem der Sitz der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich.

Chemie- und Pharmakonzerne sind ebenfalls in Basel beheimatet, unter anderem Novartis, eine Firmenfusion, welche 1996 aus der Sandoz und Ciba-Geigy hervorging, Roche, Basilea Pharmaceutica, Acino Holding und Syngenta, ein im Jahre 2000 entstandener Spin-out der Agrarsparten von Novartis. Auch die Ciba AG, ein Spin-out der Ciba-Geigy, war in Basel ansässig, bevor sie 2008 von dem deutschen Chemiekonzern BASF übernommen wurde und Basel zu einer Zweigstelle von BASF wurde.

In Basel ist der Sektor Transport und Logistik durch die Firmen Panalpina und SBB Cargo vertreten. Die grösste schweizerische Fluggesellschaft Swiss sowie Jet Aviation haben ebenfalls ihren Sitz in Basel (früher auch die 2002 aufgelöste Crossair und die 2012 in Konkurs gegangene Hello).

Bedeutende Gross- und Einzelhandelsunternehmen wie die Kaufhauskette Manor, der Hersteller von Raucherbedarfsartikeln Oettinger Imex AG, der grösste Fleischproduzent der Schweiz Bell sowie das Einzelhandelsunternehmen Coop sind in Basel beheimatet.

Daneben haben die mch Messe Schweiz AG, das Life-Sciences-Unternehmen Lonza Group AG, das Haustechnikunternehmen Sauter, die Modekette Tally Weijl, der Reisedetailhändler Dufry, der Mineralöl- und Autohändler Fritz Meyer Holding und der Implantatehersteller Straumann ihren Sitz in Basel.

Gastgewerbe[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Basel hat eine Vielzahl geschichtsträchtiger Gastbetriebe und Hotels. Das Hotel Les Trois Rois, in Grossbasel neben der Mittleren Brücke direkt am Rhein, ist eines der ältesten verbrieften Hotels Europas (erste Erwähnung 1681 als Gasthof Drei Könige). Zahlreiche Persönlichkeiten der Geschichte sind im Les Trois Rois abgestiegen (Theodor Herzl, Johann Wolfgang Goethe, Voltaire, Pablo Picasso, Thomas Mann, Marc Chagall, Richard Wagner, The Rolling Stones. Giacomo Casanova schrieb in seinen Memoiren («Histoire de ma vie»): «Wir kehrten bei dem berüchtigten Imhoff ein, der uns die Haut über die Ohren zog; aber die ‹Drei Könige› waren das beste Gasthaus der Stadt.»). Das Luxushotel gehört zu den führenden Hotels in Europa. Der klassizistische Bau aus dem Jahr 1844 (Architekt: Amadeus Merian) wurde 2004–2006 umfassend renoviert, rekonstruiert und erweitert. Als Messestandort verfügt Basel über zahlreiche weitere Hotels, überdurchschnittlich viele davon im 4- und 5-Sterne-Bereich.

Das älteste Wirtshaus von Basel ist der Gasthof zum Goldenen Sternen, welcher urkundlich 1346 das erste Mal erwähnt wurde und seit 1412 als eine der 13 Herrenwirtschaften den Gästen Speis und Trank anbot. Im Jahr 1501 wurden die Gesandten der zehn Orte der damaligen Eidgenossenschaft zum Willkommenstrunk empfangen. Nach einer Strassenverbreiterung der Aeschenvorstadt wurde diese Wirtschaft im Jahr 1963 abgebrochen, aber 10 Jahre später auf Initiative des früheren Sternen-Wirtes Jost Müller im St. Alban-Tal wieder aufgebaut. Spitzengastronomie wird unter anderem in den Restaurants Stucki (Köchin Tanja Grandits) im Quartier Bruderholz und Teufelhof geboten. Zu den bekanntesten Cafés der Stadt gehört das Grand Café Huguenin am Barfüsserplatz.

Weitere historische Basler Restaurants sind das Restaurant Atlantis am Klosterberg, die Hasenburg und das Gifthüttli in der Grossbasler Altstadt.

Verlagswesen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gründung der Universität Basel im Jahr 1460 brachte der Stadt und auch dem Druckgewerbe und Verlagswesen grossen Aufschwung. Zu den Papiermachern kamen über 50 Drucker, darunter so berühmte wie Petri, Amerbach und Froben. 1468 erschien eine lateinische Bibel, welche mit beweglichen Lettern von Bertold Ruppel gesetzt wurde. 1488 gründete Johannes Petri seinen Verlag, der heute das älteste bestehende Druck- und Verlagshaus ist (heute: Schwabe AG.). Mit dem berühmtesten aller Basler Drucker, Johann Froben, wurde nach 1500 Basel zu einem der führenden Verlags- und Druckorte Europas. Heute zählt Basel über 15 Sachbuch- und Literaturverlage, neben Schwabe beispielsweise den Birkhäuser Verlag, den Wissenschaftsverlag S. Karger, den Schweizerischen Ärzteverlag, den Christoph Merian Verlag, den Lenos Verlag, Urs Engeler Editor, den Münsterverlag, den Brunnen Verlag und den Hungerkünstler Verlag.

Medien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Basel und der näheren Umgebung erscheinen diverse Zeitungen: Die von der Basler Zeitung Medien herausgegebene Basler Zeitung (BaZ) ist die grösste Tageszeitung der Nordwestschweiz. Neu entstand 2010, nach dem umstrittenen Besitzerwechsel bei der Basler Zeitung, die wöchentlich (jeweils freitags) erscheinende TagesWoche. Daneben gibt es auch noch die bz Basel sowie die Riehener Zeitung als unabhängige Wochenzeitung für die beiden baselstädtischen Gemeinden Riehen und Bettingen. Regionale Nachrichten erscheinen auch in den Gratiszeitungen 20 Minuten und Blick am Abend. Ein breites Informationsangebot bietet auch die Webzeitung OnlineReports.

Auch Radiosender sind in Basel vertreten: Neben der Sendung Regionaljournal Basel des öffentlich-rechtlichen Radiosenders SRF gibt es in der Region Basel die zwei privaten Radiosender Radio Basilisk und Energy Basel sowie das nicht-kommerzorientierte Radio X.

Radio SRF betreibt in Basel ein Radiostudio, aus dem der Sendebetrieb von Radio SRF 2 Kultur abgewickelt wird.

Ausserdem bedient der Fernsehsender Telebasel die Stadt und die Nordwestschweiz mit eigenen Programmen.

Basler Rheinhafen

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schiffsverkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit dem Mittelalter ist Basel ein bedeutender Handels- und Umschlagplatz für den Warenverkehr zwischen dem Mittelmeer und der Nordsee. Die Fahrt auf dem Rhein zwischen Basel und Rotterdam beträgt 832 km und dauert für heutige Motorschiffe flussab zwischen drei und vier Tagen, flussauf etwa eine Woche. Die Fahrt zwischen Basel und Strassburg wird durch den Rheinseitenkanal erleichtert. Durch diesen Kanal umgehen die Schiffe die gefährlichen Stromschnellen von Istein.

Die Mannheimer Akte aus dem Jahr 1868 gewährleistet der Schweiz die vollen Verkehrsrechte. Der Rhein gilt bis zur Mittleren Brücke in Basel als internationales Gewässer. Rund 12 % des gesamten schweizerischen Imports werden in den Rheinhäfen umgeschlagen, im Jahr 2010 waren dies 5.5 Millionen Tonnen.

In und um Basel gibt es vier Häfen, davon liegt nur der Rheinhafen Kleinhüningen auf dem Stadtgebiet, die zwei linksrheinischen Hafenteile in Birsfelden und Muttenz-Au liegen auf basellandschaftlichem Boden. Die drei Hafenteile sind als die Schweizerischen Rheinhäfen organisiert, beide Kantone – Basel-Stadt und Basel-Landschaft – sind an dieser Anstalt öffentlichen Rechts beteiligt. Der älteste Schweizer Rheinhafen St. Johann ist seit dem 1. Januar 2010 nicht mehr in Betrieb. Ein weiterer Rheinhafen liegt wenige Kilometer nördlich von Basel im deutschen Weil am Rhein.

Basel ist Register- und Heimathafen aller in der Schweiz immatrikulierten Hochseeschiffe und -yachten.

Eisenbahnverkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auf dem Stadtgebiet befinden sich drei Fernbahnhöfe. Der Bahnhof Basel SBB (Centralbahnhof) ist mit etwa 135'000 (Stand 2016) Reisenden pro Tag der grösste Bahnhof in Basel und der sechstgrösste der gesamten Schweiz.[69] Er befindet sich südlich der Innenstadt. Von dort fahren die nationalen Linien nach Zürich, Bern und Luzern, unterschiedliche S-Bahnlinien, sowie internationalen Linien nach Deutschland, Frankreich, Italien und in die Niederlande. Vom französischen Bahnhof Basel SNCF (Elsässerbahnhof), der zum selben Gebäudekomplex gehört, verkehren einige Linien von Basel nach Frankreich und Belgien. Der im Nordosten der Stadt gelegene Badische Bahnhof (Basel Bad Bf) wird von der Deutschen Bahn betrieben. Hier halten sämtliche Züge von und nach Deutschland und den Niederlanden, hier beginnen auch die Hochrheinstrecke in Richtung Singen, die Oberrheinbahn nach Karlsruhe Hbf und die durch die „Regio-S-Bahn Basel“ bediente S-Bahnlinie (Wiesentalbahn) nach Zell im Wiesental.

Daneben existieren die Regio-S-Bahn-Haltestellen Basel-St. Johann (an der Bahnlinie Basel SNCF Richtung St. Louis) und Basel-St. Jakob (an der Linie Basel SBB Richtung Muttenz, wobei diese Station normalerweise nur von Extrazügen während Veranstaltungen im Stadion St. Jakob-Park bedient wird) und seit 2006 Basel-Dreispitz (an der Linie Basel SBB Richtung Delémont).

In Basel befindet sich zudem seit 1955 der Sitz der Eurofima, der grössten Organisation europäischer Eisenbahnen.

Derzeit wird über den Bau einer unterirdischen Tunnelstrecke durch die Basler Innenstadt diskutiert ("Herzstück"). Dabei soll der Bahnhof SBB mit dem Badischen Bahnhof verbunden werden, um ein für die gesamte Region attraktiveres S-Bahn-Netz zu schaffen. Geplant sind mehrere Tiefbahnhöfe in der Innenstadt, sowie ein weiterer Ast in Richtung Basel-St.Johann und Flughafen (siehe öffentlicher Nahverkehr)

Luftverkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der erste Flughafen von Basel wurde 1920 auf dem Sternenfeld-Areal auf dem Gemeindegebiet von Birsfelden gebaut (Flugplatz Basel-Sternenfeld). In den 1930er Jahren wurde klar, dass der Flugplatz an diesem Standort nicht im erforderlichen Mass wachsen konnte, um den zukünftigen Anforderungen der Luftfahrt zu genügen. Es entstand die Idee eines binationalen Flughafens auf französischem Gebiet. Die französische Regierung stimmte zu, doch der Ausbruch des Zweiten Weltkriegs unterbrach die Verhandlungen. Nach dem Krieg wurde die Idee zügig wieder aufgenommen, und bereits am 8. Mai 1946, nach nur zweimonatiger Bauzeit und noch vor der Ausarbeitung eines Staatsvertrags, wurde auf dem Gebiet der französischen Gemeinde Blotzheim der Flughafen Basel-Mulhouse eröffnet. Natürlich konnte in dieser kurzen Zeit nur die elementarsten Einrichtungen erstellt werden, der weitere Ausbau bis zum «fertigen» Flughafen erstreckte sich dann über viele Jahre. 1987 führte der Flughafen das Markenzeichen EuroAirport Basel Mulhouse Freiburg ein. Im Jahr 2016 betrug das Passagieraufkommen 7,31 Millionen. Das Streckennetz umfasste im Linienverkehr 62 Destinationen in 30 verschiedenen Ländern, die von 25 Fluggesellschaften bedient wurden. Der Euro-Airport Basel ist damit, nach Zürich und Genf, der drittgrösste Schweizer Flughafen.

Basel, Wettsteinbrücke

Strassenverkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Stadt Basel ist Knotenpunkt wichtiger Strassenverbindungen nach Deutschland und Frankreich. Durch Basel verlaufen die beiden hochrangigen Europastrassen 25 und 35 (A2 und A3 bzw. A5 und A35 in Deutschland/Frankreich) in Nord-Süd-Richtung. Gleichgerichtete Europastrassen der Kategorie A verlaufen sonst in der Regel in grösserem Abstand zueinander.

Aus Luzern bzw. Zürich verbindet die A2 bzw. die A3 (E 25 und E 35) über die Ost- und die Nordtangente die deutsche A 5 (E 35) Richtung Karlsruhe und die französische A 35 (E 25) Richtung Mülhausen und Strassburg. Des Weiteren existieren die Stadt-Autobahnen A18 und A22, welche die Vororte im Kanton Basel-Landschaft mit Basel verbinden. Die A98 bzw. die A861, die komplett auf deutschem Gebiet verlaufen dienen als Umfahrung für die massiv überlastete Osttangente.

Fünf Strassen- und eine Eisenbahnbrücke verbinden die beiden Teile Basels über den Rhein. In Flussrichtung sind das die Schwarzwaldbrücke (Autobahn- und Eisenbahnbrücke), die Wettsteinbrücke, die Mittlere Brücke, die Johanniterbrücke sowie die doppelstöckige Dreirosenbrücke.

Insbesondere in Grossbasel durchziehen drei Strassenzüge in konzentrischer Ringform das Stadtgebiet. Viele Strassen in den Quartieren sind rechtwinklig angeordnet. Der Stadtkern ist weitestgehend als Fussgängerzone vom Autoverkehr befreit.

Öffentlicher Nahverkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Netzplan des Basler Trams von 2009

Die öffentlichen Verkehrsmittel in Basel sind in den Tarifverbund Nordwestschweiz (TNW) integriert. Wichtigstes städtisches Verkehrsmittel ist die Strassenbahn Basel, auch das Tram genannt, die gemeinsam von den Basler Verkehrs-Betrieben (BVB) und der Baselland Transport (BLT) betrieben wird. Zwischen 1941 und 2008 verkehrte ausserdem der Trolleybus Basel in der Stadt, der durch Autobusse ersetzt wurde.

Die Basler Tramlinien verkehren je nach Tageszeit und Strecke alle sechs- bis dreissig Minuten. Das sogenannte Umweltschutz-Abo erschliesst sämtliche öffentliche Verkehrsmittel der Kantone Basel-Stadt, Basel-Landschaft sowie Teile der Kantone Solothurn (Bezirk Dorneck-Thierstein), Aargau (Fricktal: Bezirke Rheinfelden und Laufenburg) und Jura (Gemeinde Ederswiler).

In den Jahren 2005 bis 2007 fand eine Kontroverse über die Zukunft der Trolleybusse statt; die Absicht der BVB, diese abzuschaffen und sie durch Erdgasbusse zu ersetzen, wurde in einer Volksabstimmung am 17. Juni 2007 relativ knapp gutgeheissen.

Die Regio-S-Bahn Basel verbindet die Agglomeration mit der Kernstadt und damit auch die drei Länder miteinander. Derzeit wird über den Bau einer unterirdischen Bahnstrecke diskutiert, die den Badischen Bahnhof mit dem Bahnhof SBB über mehrere Tiefbahnhöfe verbinden soll. Aufgrund schlechter Verbindungen und vieler sogenannter Sackgassen im S-Bahnnetz ist dieses derzeit den Passagiermengen nicht gewachsen. Das sogenannte Herzstück Basel soll diesem Problem Abhilfe schaffen. Geplant ist ausserdem ein weiterer Ast in Richtung Bahnhof Basel-St.Johann, sowie ein Bahnanschluss des Flughafens.

Für die Überquerung des Rheins stehen fünf Brücken für den Individualverkehr, eine Eisenbahn- und eine Fussgängerbrücke zur Verfügung (Basler Rheinbrücken). Ausserdem lässt sich der Rhein mit vier Fussgängerfähren überqueren.

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Markgräflerhof, Teil des Universitätsspitals Basel

Basel ist eine humanistisch geprägte Universitätsstadt. Es bestehen einige bedeutende Angebote für die höhere Ausbildung. Einerseits ist dies die 1460 gegründete Universität Basel mit mehr als 13'000 Studierenden[70] und Doktorierenden in verschiedenen Fakultäten (Theologie, Rechtswissenschaften, Medizin, Geisteswissenschaften, Wirtschaftswissenschaften, Naturwissenschaften, Psychologie). Internationalen Ruf geniessen unter anderem, neben der Universität im Allgemeinen, das Biozentrum der Universität Basel und das ETH-Departement für Biosysteme D-BSSE, das seit 2006 im Bereich der Systembiologie und der synthetischen Biologie forscht.

Weiter ist die Fachhochschule Nordwestschweiz (FHNW) erwähnenswert, mit der Hochschule für Gestaltung und Kunst (HGK), der Pädagogischen Hochschule, der Hochschule für Soziale Arbeit und der Hochschule für Wirtschaft.

Hinzu kommt die Musik-Akademie der Stadt Basel mit der Musikschule, der Musikhochschule (ab 2006 Bestandteil der FHNW) und der Schola Cantorum Basiliensis, sowie die Volkshochschule beider Basel für die Erwachsenenbildung.

Eine weitere Hochschule ist die evangelikale Staatsunabhängige Theologische Hochschule Basel.

Basel ist neben dem Humanismus auch für seine mathematische Forschung bekannt. Neben Leonhard Euler ist besonders die Gelehrtenfamilie Bernoulli zu nennen, die in Basel über Jahrhunderte hinweg Mathematik lehrte und Forschung betrieb. 1910 wurde hier die Schweizerische Mathematische Gesellschaft gegründet. Im 20. Jahrhundert lehrte der russische Mathematiker Alexander Markowitsch Ostrowski an der Universität Basel.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Basel, Gemsberg

In Basel findet jährlich eine der weltweit bedeutendsten Kunstmessen, die Art Basel, sowie die Basel World, eine der wichtigsten Uhren- und Schmuckmessen, statt. Einige weitere bekannte Sehenswürdigkeiten sind der Zoo Basel, das Basler Münster, sowie die Altstadt und die zahlreichen Museen in Basel und den Vororten.

Musik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Paul Sacher gründete bereits in den 1930er Jahren die Schola Cantorum Basiliensis, die zum Zentrum der Erforschung und Pflege Alter Musik wurde. Das Musical Theater Basel an der Messe bietet regelmässig Vorführungen an. Neben dem Sinfonieorchester Basel (Chefdirigent Dennis Russell Davies) haben sich in jüngster Zeit auch einige spezialisierte Orchester einen Namen gemacht wie die basel sinfonietta, Capriccio Basel, das Ensemble Phoenix sowie das Kammerorchester Basel, das mit Christopher Hogwood einen reputierten ersten Gastdirigenten hat. Das Collegium Musicum Basel besteht seit 1951, das Neue Orchester, wurde 1982 gegründet.

Bläsermusik pflegen das Blasorchester der Region Basel sowie die Knabenmusik Basel 1841.

Neben den grossen Oratorienchören wie dem Basler Gesangverein und dem Basler Bach-Chor bestehen auch zahlreiche kleinere, meist auf A-cappella-Musik spezialisierte Kammerchöre. International bekannt sind die Basler Madrigalisten und die Knabenkantorei Basel (KKB). Alle drei Jahre findet in Basel das Europäische Jugendchorfestival statt. Basel verfügt über eine Musikakademie mit Unterabteilungen wie die Schola Cantorum Basiliensis, aus der das Barockorchester La Cetra entstand, und die Musikhochschule. Auch die Paul-Sacher-Stiftung hat ihren Sitz in Basel.

Musikwissenschaftliches Seminar der Universität Basel, Petersplatz

Weit über die Schweiz hinaus bekannt sind die traditionellen Basler Pfeifer und Tambouren der Basler Fasnacht. In Sachen Militär- und Marschmusik findet mit dem Basel Tattoo die zweitgrösste Tattoo-Veranstaltung der Welt jährlich in Basel statt.

Überregional bekannt sind die Jazzmusik-Anlässe Baloise Session (ehemals AVO Session), Em Bebbi sy Jazz und Jazzfestival Basel. Der Jazzclub The bird’s eye im Lohnhof am Kohlenberg wird zu den besten Europas gezählt.[71] Der Blues wird am Rheinknie ebenfalls gepflegt, stellvertretend genannt seien hier das im Jahr 2000 gegründete Blues Festival Basel und das summerblues im Kleinbasel.

Das Sonic in der St. Jakobshalle gilt als das grösste Techno-Dance-Event der Schweiz.

Basel ist ferner eine Stadt mit bedeutender Orgelkultur, die acht Kirchen mit historischen Orgeln besitzt.

Die Basler Musikszene brachte bereits mehrere national und international bekannte Bands hervor, zum Beispiel die Lovebugs, Myron und Dankner. Ausserdem kommen bzw. kamen der Sänger und Schauspieler Martin Schenkel und die Sängerin Nubya aus Basel. Black Tiger war der erste in der Schweiz, der auf Mundart rappte. Die Hip-Hop-Band Brandhärd kommt aus der näheren Umgebung von Basel.

Das IMFLUSS Festival findet jährlich von Ende Juli bis Mitte August am Rheinufer statt.

Theater[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Als grösstes Mehrspartentheater der deutschsprachigen Theaterlandschaft tat sich das Theater Basel mit vielbeachteten modernen Schauspielinszenierungen, mit Tanztheater, Opernaufführungen und -uraufführungen hervor (Macbeth, Die Zauberflöte, La traviata). 2009 und 2010 wurde das Theater Basel zum Opernhaus des Jahres der Fachzeitschrift Opernwelt gewählt.

In der Genossenschaft zur Förderung der Basler Kleintheater GBK haben sich 1981 18 Kleintheater zusammengeschlossen. Dieser in Europa einmalige Zusammenschluss umfasst folgende Theater: Atelier-Theater, Baseldytschi Bihni, Basler Marionetten Theater, Die Kuppel, Figurentheater Vagabu, Häbse Theater, junges theater basel, Kaserne Basel, kleinkunstbühne rampe, parterre, Sud, Theater Fauteuil, TheaterFalle Basel, Theater Arlecchino, Theater im Teufelhof, Vorstadttheater Basel.

Museen und Kunsträume[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptartikel: Museen in Basel
Eingang zum Museum der Kulturen, Münsterplatz

Das Kunstmuseum Basel (grösstes Kunstmuseum der Schweiz) ragt dabei als die älteste städtische Kunstsammlung der Welt überhaupt heraus. Schwerpunkte des Museums liegen bei Künstlern der Renaissance sowie des 19. und 20. Jahrhunderts. Werke ab etwa 1960 werden im Museum für Gegenwartskunst ausgestellt. 1967 kam es in Basel zu einem Bilderkauf auf Seiten der Bürgergemeinde von zwei bedeutenden Werken von Pablo Picasso aus der Staechelin-Stiftung. Die Stadtbevölkerung, welche über den Erwerb zu entscheiden hatte, nahm das Anliegen in einer berüchtigten Abstimmung an und finanzierte somit den Plan. Picasso entschliess sich darauf, der Stadt weitere vier Werke seiner Sammlung zu vermachen.[72] In der Folge wurde zu Ehren Picassos ein Platz unweit des Kunstmuseums nach diesem benannt. Weitere bedeutende Kunstsammlungen sind unter anderem das Museum Tinguely und die private Fondation Beyeler, die in einem von Renzo Piano entworfenen Haus in Riehen Bilder und Plastiken vor allem der klassischen Moderne zeigt. Das Schaulager wurde 2003 eröffnet und ist vom Konzept her eine Mischung zwischen öffentlichem Museum, Konservatorium und Kunstforschungsinstitut.

Nennenswert sind auch viele andere der insgesamt über 30 Museen, wie etwa das Antikenmuseum, das Architekturmuseum, das Naturhistorische Museum und das Museum der Kulturen (früher Museum für Völkerkunde). Daneben gibt es eine Vielzahl kleinerer Sammlungen und Museen, wie beispielsweise die Anatomische Sammlung der Universität, die im Anatomischen Museum zu sehen ist, das Pharmazie-Historisches Museum der Universität Basel, das Jüdische Museum der Schweiz und das Spielzeugmuseum in Riehen sowie das Spielzeug Welten Museum. Auf deutscher Seite in Weil am Rhein, unweit der Grenze zwischen Deutschland und der Schweiz, befindet sich ausserdem das von Frank Gehry entworfene Vitra Design Museum. Städtische Museen gewähren am ersten Sonntag im Monat freien Eintritt.

Neben den vielen Museen gibt es in Basel auch zahlreiche nicht institutionelle Ausstellungsräume und Offspaces für zeitgenössische Kunst und andere kulturelle Veranstaltungen.[73] So ist auch der wahrscheinlich älteste Offspace der Schweiz, der Ausstellungsraum Klingental, in Basel ansässig.[74]

Archäologie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Archäologische Bodenforschung ist eine kantonale Fachstelle, die sich um das archäologische Erbe des Kantons bemüht.[75] Sie gibt regelmässig Jahresberichte und Fachzeitschriften wie die sogenannten Materialhefte heraus.[76]

An verschiedenen Orten der Stadt hat die Fachstelle sogenannte Infostellen eingerichtet, um kompetent über die archäologischen Ausgrabungen Basels zu informieren. Der grösste Teil dieser Stellen befindet sich direkt bei den Grabungsstätten und ist öffentlich zugänglich.[77]

Öffentlich zugängliche Ausgrabungen befinden sich beispielsweise bei der Aussenkrypta des Basler Münsters, wo 1947 Überreste keltischer und römischer Herkunft sowie solche aus dem Mittelalter gefunden wurden; die Krypta selbst stammt aus der Zeit von Bischof Haito und wird auf 805 bis 823 datiert. Weiter befindet sich eine Infostelle beim ehemaligen Verwaltungsgebäude am Münsterplatz, bei einer Ausgrabung fand man Reste der spätgotischen St. Johanneskapelle von 1386, jedoch auch Überreste einer romanischen Kirche von 1100 und sogar solche einer römischen Strasse. Ein drittes Beispiel ist der wiederentdeckte Hafner-Ofen von 1830, dessen Ausgrabungsstelle am Klosterberg zu besichtigen ist. Am Gerbergässlein schliesslich, fand man Zeugnisse einer Gerberei aus dem Mittelalter.[78]

Basel selbst wurde dem bekannten Archäologen Karl Schefold zur Heimat, der sich hier 1936 in klassischer Archäologie habilitierte. Er hat bei diversen Ausgrabungen mitgewirkt und einige nennenswerte Werke zur Archäologie verfasst.

Architektur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Basler Messeturm während der Art Basel

Auf dem Münsterberg erhebt sich das 1019 im Beisein von Kaiser Heinrich II. und Kaiserin Kunigunde geweihte Basler Münster als Denkmal romanischer und gotischer Baukunst in rotem Sandstein. Nebst mittelalterlichen Bauten (der Ackermannshof[79]), barocken Stadtpalais (zum Beispiel Wildt’sches Haus, der Markgräflerhof, der Spiesshof[80] und Stadthaus[81]), Exempeln für den Historismus (Pauluskirche, Elisabethenkirche, Haus der Allgemeinen Lesegesellschaft), des Jugendstils (Küchlintheater und Hotel Krafft), Zeugnissen der frühen Moderne mit Bauten von Karl Coelestin Moser (Betonkirche St. Antonius 1925–1927), Hans Bernoulli, Hannes Meyer oder Hans Schmidt, sind in den 1980er und 1990er Jahren Bauten der Basler Büros Herzog & de Meuron, Diener & Diener oder Morger & Degelo dazugekommen. Auch international bekannte Architekten wie Mario Botta (Zweitgebäude der BIZ, Museum Tinguely), Renzo Piano (Museum der Fondation Beyeler) oder Richard Meier haben in Basel gebaut. Seit den 1990er Jahren gilt Basel – auch dank den internationalen Erfolgen des Architekturbüros Herzog & de Meuron – als bedeutendes Zentrum der Gegenwartsarchitektur. Neun Träger des Pritzker-Preises, der international renommiertesten Auszeichnung für Architekten, haben in Basel gebaut, die Vororte mit eingerechnet, sind es sogar zwölf.

Das 68 Meter hohe Lonza-Haus von Hans Rudolf und Otto Suter aus dem Jahr 1962 ist ein markantes Hochhaus in Basel und wird oft mit dem Mailänder Pirelli-Bau verglichen. Zum Bezugszeitpunkt war das Hochhaus das höchste Basels. Die nüchterne, feingliedrige Fassade des Hauses brachte ihm den Spitznamen Rasierapparat ein.

Der 105 Meter hohe Messeturm mit 31 Etagen war bis 2010 das zweithöchste Nutzgebäude der Schweiz. Er wurde von der Architektengemeinschaft Morger & Degelo konzipiert und zwischen Juli 2001 und Oktober 2003 erbaut. Der Mitte 2015 fertiggestellte Roche-Turm (Bau 1) überragte Anfang 2014 bereits den Messeturm und ist mit 179 Metern Höhe im Umland weithin sichtbar. Das höchste freistehende Gebäude der Schweiz ist der 250 Meter hohe Fernsehturm auf St. Chrischona bei Basel.

Für besondere Verdienste um den Ortsbildschutz erhielt Basel vom Schweizer Heimatschutz im Jahre 1996 den Wakkerpreis.

Internationale Bauausstellung Basel 2020[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2020 wird der Höhe- und Schlusspunkt der seit 2010 in verschiedenen Projekten entwickelten grenzüberschreitenden Internationalen Bauausstellung (IBA) der trinationalen Metropolregion Basel sein.[82]

Film[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Aus einem Studentenfilmclub (1930) war der Grundstock der Filmsammlung Bächlin-Schmidt-Schmalenbach in das Schweizerische Filmarchiv übergegangen. Die in Basel 1939, 1943 und 1945 durchgeführten Filmwochen können als eines der ersten Filmfestivals der Welt bezeichnet werden – nur das Festival von Venedig startete früher.[83] Mit Regierungsratbeschluss vom 1. August 1945 ging das Filmarchiv in den Besitz des Kantons Basel-Stadt über; dort hatte man es der Schulmaterialzentrale angegliedert. Nach einem interkantonalen Aufruf zur Rettung und Finanzierung, der erfolglos blieb, fand sich im Stadtrat von Lausanne ein Fürsprecher für die Übernahme des Archivs. Die Filme waren in den Kellerräumen der Basler Kantonalbank am Blumenrain eingelagert. Heute werden sie im Schweizer Filmarchiv in Lausanne aufbewahrt.

Der Verein Le Bon Film fand nach Jahrzehnten endlich eine feste eigene Spielstätte, das Stadtkino. Es befindet sich im ehemaligen Gipsskulpturensaal der Kunsthalle. Die Gipsskulpturen sind in einem Fabrikgebäude in Neu-Allschwil abgestellt. Mit finanzieller Hilfe der Christoph Merian Stiftung wurde das schwarz ausgeschlagene 100-Plätze-Stadtkino möglich.

Nachdem verschiedene pharmazeutische und chemische Unternehmen in Basel ihre eigenen Filmproduktionseinheiten aufgegeben hatten, zerfiel die lokale Produktion. Der mit drei Oscars dekorierte Arthur Cohn stammt aus Basel, lokal gibt es eine minimale Filmherstellung im Rahmen von Kursen an der Hochschule für Gestaltung.

Die 1980 gegründeten Krienser Filmtage, heute VIPER (Video Performance) genannt, sind seit einigen Jahren in Basel beheimatet. Die Basler Kinotheater bieten auf 30 Bildwänden eine Vielfalt von Lichtspielen an.

Basel hat viele kleinere und grössere Kinos im gesamten Stadtgebiet verteilt. Die grösste Ansammlung an Kinos findet sich entlang der Steinenvorstadt. Viele der Filme werden im Originalton mit Untertitel gezeigt. Im Herbst 2006 wurde das Multiplex-Kino «Pathé Küchlin» mit 8 Sälen und 2300 Plätzen im Herzen der Stadt eröffnet.

Zusätzlich bietet Basel seit 2007 in den ersten drei Wochen im August Open-Air-Vorstellungen auf dem Münsterplatz mit 2000 Plätzen pro Vorstellung. Das nach dem Hauptsponsor benannte Programm wurde 2013/14 vom Swisslos-Fonds gefördert.[84]

Literaturbetrieb[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahre 2000 wurde das Literaturhaus Basel eröffnet, das erste Haus dieser Art in der Schweiz. Seit 2003 findet jährlich im November die «BuchBasel», ein Buch- und Literaturfestival statt.

Brauchtümer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptartikel: Basler Fasnacht
Kostümierte während der Basler Fasnacht

Die Basler Fasnacht ist die grösste Fasnacht der Schweiz und gleichzeitig die einzige protestantische Fasnacht der Welt.[85] Ihr Auftakt bildet der Morgestraich, der am Montag nach Aschermittwoch morgens um vier Uhr in der Früh beginnt. Die Fasnacht zieht jedes Jahr zehntausende Besucher an und geniesst weltweit grosse Bekanntheit. Nach drei Tagen und Nächten endet sie am Donnerstagmorgen um vier Uhr mit dem so genannten Endstreich. Während dieser 72 Stunden kann man auf den Strassen der Basler Innenstadt Cliquen, Guggenmusiker, Waggiswagen und Chaisen bestaunen. Am Montag- und Mittwochnachmittag findet jeweils der Cortège, ein Umzug aller Aktiven, statt. Am Dienstagnachmittag ist die Kinder- und Familienfasnacht und abends dann das grosse Guggen-Konzert. Zur Fasnacht gehören auch die Schnitzelbänke (Büttenreden), die in Versform und gesungen im Basler Dialekt in Restaurants und Bars der Stadt vorgetragen werden. Traditionelle Speisen zur Fasnacht sind die Mehlsuppe, die Ziibelewaie sowie die Käswaie.

Wandgemälde mit Leu, Wild Maa und Vogel Gryff

Abwechselnd im Turnus von drei Jahren, am 13., 20. oder 27. Januar, erlebt Basel alljährlich das Fest der Drei Ehrengesellschaften Kleinbasels (→ Vogel Gryff). An diesem Tag treten die drei personifizierten Schildhalter Vogel Gryff, ein Greif in schwerem Schuppenpanzer, der Wild Maa, ein tännchenschwingender Wilder Mann, und der Leu, ein Löwe, auf. Sie ziehen durch Kleinbasel und führen dabei allerorts ihre traditionellen Tänze vor.

Sport[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Basel gibt es zahlreiche Sportclubs, vor allem im Fussball. Der FC Basel ist der Fussballclub einer ganzen Region und gleichzeitig der international erfolgreichste Fussballclub der Schweiz. Der EHC Basel spielte bis 2008 in der höchsten Eishockey-Liga der Schweiz. Die Fechtgesellschaft Basel ist eine der ältesten der Schweiz und brachte unter anderem Olympiasieger Marcel Fischer hervor. Auch im Tennis gibt es Erfolge zu nennen, Roger Federer und Patty Schnyder stammen aus Basel, bzw. dem Baselbiet. Basel ist auch Schauplatz der Swiss Indoors, einem internationalen Tennisturnier der ATP-Tour. Der St. Jakob-Park ist das grösste Stadion der Schweiz und regelmässig Schauplatz im internationalen Fussballgeschehen, so an der Fussball-Weltmeisterschaft 1954, der Fussball-Europameisterschaft 2008, bei Auftritten des FC Basel in internationalen Wettbewerben, den wichtigsten Länderspielen der Schweizer Nationalmannschaft und 2004 als Spielort im Benefizspiel zwischen den «Zidane & Friends» und «Ronaldo & Friends». Des Weiteren werden der St. Jakob-Park und die St. Jakobshalle für Konzerte genutzt.

Sportereignisse[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der St. Jakob-Park in der Innenansicht

1954 war Basel einer von sechs Spielorten der Fussball-Weltmeisterschaft 1954. 1969 fand hier auch die 5. Gymnaestrada statt. Weiter war die St. Jakobshalle 1986 einer der Austragungsorte der Handball-Weltmeisterschaft, 1998 von Spielen der Eishockey-Weltmeisterschaft (Weltmeister Schweden, Schweiz 4. Schlussrang) und war 2006 einer von fünf Austragungsorten der Handball-Europameisterschaft. Basel wurde als einer der Spielorte der Fussball-EM 2008 ausgewählt, weil das Stadion St. Jakob-Park bereits über die für einen solchen Grossanlass notwendige Infrastruktur verfügte. Im St. Jakob-Park fanden die drei Spiele der Schweiz (darunter das Eröffnungsspiel), zwei Viertel- und ein Halbfinale statt. Das Stadion verfügt über eine Kapazität von etwa 40'000 Zuschauern und ist damit das grösste Stadion der Schweiz.

Im Tennis ist Basel jeweils Schauplatz der Swiss Indoors. Seit 1991 ist die St.-Jakobshalle der Austragungsort für die Swiss Open im Badminton.

Basel ist Austragungsort der seit 2000 stattfindenden European Skateboard Championships, welche die Europameisterschaft im Skateboardfahren darstellt. Sie wird jährlich auf der Kunsteisbahn St. Margarethen ausgetragen.

Seit 2010 findet jeweils im November mit dem Basel Head ein Achter-Verfolgungsrennen auf dem Rhein statt.

Sportverbände und -clubs[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der europäische Kontinental-Fussballverband, die UEFA, wurde 1954 in Basel gegründet, daneben ist Basel der Sitz der International Handball Federation.

Im Fussball ist die Stadt mit dem FC Basel in der höchsten Schweizer Spielklasse, der Super League, vertreten. Der FC Basel ist 19-maliger Schweizer Meister und elfmaliger Cupsieger. Daneben qualifizierte sich der FCB fünfmal für die UEFA Champions League, in der er sich als erster Schweizer Verein für die Achtelfinals qualifizierte.

Ein weiterer Verein mit Teilnahmen im Schweizer Profifussball war der FC Concordia Basel, welcher bis zum Lizenzentzug 2009 in der Challenge League, der zweithöchsten Liga, vertreten war und aktuell fünftklassig spielt. Der BSC Old Boys Basel, der für den heutigen Schweizer Erstligisten BSC Young Boys Namens- und Farbgeber war, spielte früher ebenfalls in der höchsten Spielklasse und stand in mehreren Endspielen um die Schweizer Meisterschaft von denen jedoch keines gewonnen wurde. Momentan ist «OB» in der neuen dritten Schweizer Liga, der 1. Liga Promotion vertreten. Ebenfalls erstklassig und in mehreren Finals um die Meisterschaft vertreten war der FC Nordstern Basel. Zudem erreichte Nordstern zweimal den Cupfinal, ging jedoch in beiden Fällen gegen den FC Lausanne-Sport als Verlierer vom Platz. Dabei kassierte Nordstern 1935 mit 0:10 die höchste Finalniederlage im Schweizer Cup. Der FC Nordstern spielt heute siebtklassig. Der fünfte ehemals erstklassige Teilnehmer, der FC Black Stars Basel, stellt nach dem FC Basel und dem BSC Old Boys Basel die Nummer drei in der Stadt dar und spielt in der vierten Liga, der 1. Liga Classic.

Der Ski-Club Basel wurde 1904 gegründet und damit einer der ältesten Skiclubs der Schweiz. Im Eishockey sind der EHC Basel und der EHC Basel-Kleinhüningen in der 1. Liga vertreten. Die Handballer des RTV 1879 Basel konnten im Jahr 1984 ihren bisher einzigen Schweizer Meistertitel feiern und vertreten die Stadt nach dem zwischenzeitlichen Abstieg seit 2003 wieder in der höchsten Spielklasse (Swiss Handball League). Im Basketball sind die Starwings Basket Regio Basel der momentan einzige erstklassige Vertreter der Deutschschweiz.

Weitere Vereine sind unter anderem der Judo Club Basel, 1935 gegründet und somit einer der ältesten Judo Clubs in der Schweiz, der Basler Ruder-Club (gegründet 1884), das europäische Ultimate-Frisbee-Topteam Freespeed Basel, der Schachclub Birsfelden Beider Basel (Schweizergruppenmeister 2006), sowie der Beachsoccer-Verein BSC Scorpions Basel, welcher nebst der Schweizer Meisterschaft und dem Schweizer Cup auch die Champions League mehrmals gewinnen konnte. Die Scorpions sind somit einer der erfolgreichsten Beachsoccer-Vereine Europas.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Politik und Stadtgeschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jakob Meyer zum Hasen

Als Stadtgründer gilt Lucius Munatius Plancus (87 v. Chr.–15 v. Chr.), der nach dem in Gaeta aufgefundenen Grabstein im Jahre 44 v. Chr. die Kolonie Augusta Raurica (heute: Augst) gegründet hat. Die archäologischen Zeugnisse setzen allerdings bereits im Jahr 6 v. Chr. ein, weshalb die Gründung heute nicht mehr klar nachweisbar ist.

Jakob Meyer zum Hasen wurde in 1482 Basel geboren und verbrachte sein ganzes Leben bis 1531 dort, dazu war er von 1516 bis 1521 Bürgermeister der Stadt. Bekannt wurde er, weil er der erste Bürgermeister aus den Reihen einer Zunft war und die Darmstädter Madonna bei Hans Holbein dem Jüngeren in Auftrag gab.

Ein weiterer bedeutender Bürgermeister Basels war Johann Rudolf Wettstein (1582–1666), welcher in den Verhandlungen zum Westfälischen Frieden unaufgefordert die Position der Schweizer Eidgenossenschaft vertrat und 1648 die Loslösung der damaligen Schweiz vom Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation erreichte.

Wirtschaft und Sport[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Edouard Probst, der erste Schweizer Teilnehmer beim 24-Stunden-Rennen von Le Mans, wurde 1898 in Basel geboren und starb 1974 in dieser Stadt.

Marcel Ospel (* 1950) ist ein Schweizer Manager und ehemaliger Verwaltungsratspräsident der UBS. Er ist Bürger von Basel und bekannt für sein Einkommen, welches in den Schweizer Medien als sehr hoch gehandelt wird. Im Grounding-Skandal der Swissair hatte er die Rolle als Ansprechpartner der Banken inne.

Basel hat eine Reihe von Sportgrössen hervorgebracht. Aus der Stadt sind dies folgende Athleten: die Fussballer Gottfried Dienst, ehem. Fussballschiedsrichter und Karl Odermatt, ehem. Fussballer; Emil Handschin, ehem. Eishockeyspieler, oder die Fechterin Gianna Hablützel-Bürki, Europameisterin und Doppel-Silbermedaillengewinnerin an den Olympischen Spielen in Sydney (2000).

Andere Sportgrössen wie der Fechter Marcel Fischer (Biel), Olympiasieger 2004, die Fussballnationalspieler Alexander Frei, Marco Streller und die Yakın-Brüder Murat und Hakan (Münchenstein) sowie die Tennisspielerin Patty Schnyder (Bottmingen) werden mit Basel in Verbindung gebracht, obschon sie eigentlich aus dem Kanton Basel-Landschaft stammen oder, wie Marcel Fischer oder der Tennisspieler Roger Federer, dort lange lebten.

Wissenschaft und Religion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erasmus von Rotterdam

Der niederländische Philologe, Philosoph und Humanist Erasmus von Rotterdam (1466 bzw. 1469–1536) verbrachte den Herbst seines Lebens in Basel. Er gilt durch seine kritischen theologischen Schriften als Vorreiter der Reformation.

Theophrastus Bombast von Hohenheim, bekannt unter dem Namen Paracelsus (1493–1541) war ein Arzt, Alchemist, Mystiker, Laientheologe und Philosoph. Er war durch seine Heilungserfolge legendär, hatte aber auch beissende Kritik zu verkraften. In Basel hatte er studiert und war ein Jahr als Stadtarzt tätig.

Johannes Heussgen oder bekannter unter Johannes Oekolampad (1482–1531) war Reformator in Basel und starb ebenda. Er genoss hohes Ansehen, aber hatte nie eine solch einflussreiche Stellung wie Huldrych Zwingli in Zürich, da Basel Bischofssitz war. Durch Oekolampads Bemühungen wurde aber immerhin 1528 die Glaubensfreiheit für Reformierte in Basel genehmigt.

Als weiterer Reformator und Begründer des Calvinismus ist Johannes Calvin (1509–1564) zu erwähnen, der mehrere Jahre in Basel lebte und hier sein Hauptwerk Institutio Christianae Religionis erstmals veröffentlichte. Später wurde er Reformator von Genf. Calvins Ruf hat durch seine Befürwortung von Hexenverbrennungen arg gelitten. Sein anfänglicher Mitstreiter und späterer Gegner Sebastian Castellio lebte seit 1544 in Basel. Ebenfalls 1544 zog der in den Niederlanden verfolgte Täufer David Joris nach Basel, wo er bis zu seinem Tod 1556 unter dem Namen Johann von Bruck unerkannt lebte.

Jakob Bernoulli

Die Familie Bernoulli hat über mehrere Generationen hinweg bedeutende Persönlichkeiten in Mathematik und Physik und anderen naturwissenschaftlichen Zweigen hervorgebracht. Acht Mitglieder der Familie waren Professoren, andere Familienmitglieder wandten sich mit Erfolg gesellschaftswissenschaftlichen oder künstlerischen Disziplinen zu. Der mathematische Lehrstuhl war 105 Jahre lang von einem Bernoulli besetzt.[86] Jakob I. Bernoulli (1655–1705) war Mathematiker und Physiker. Er war zeitlebens in Basel beheimatet. Jakob Bernoulli hat wesentlich an der Entwicklung der Wahrscheinlichkeitstheorie sowie zur Variationsrechnung und zur Untersuchung von Potenzreihen mitgearbeitet. Daniel Bernoulli (1700–1782) war Mathematiker und Physiker und Neffe von Jakob. Mit Arbeiten zur Riccatischen Differentialgleichung wurde er europaweit bekannt. Der nach Daniel Bernoulli benannte Bernoulli-Effekt ist von grosser Bedeutung in der Aerodynamik.

Leonhard Euler

Als einer der bedeutendsten Mathematiker überhaupt gilt Leonhard Euler (1707–1783). Euler wurde in Basel geboren und studierte dort. Seine Leistungen im Bereich der Mathematik sind immens und unbestritten, so wird er zum Beispiel als Erfinder der heute in der Mathematik gängigen Symbolik angesehen. Mit über 800 Publikationen gilt er zudem als der produktivste Mathematiker überhaupt. 2007 wurde der 300. Geburtstag von Euler mit einem öffentlichen Festakt, Ausstellungen, Symposien, und Publikationen gefeiert.[87]

Der Mediziner, Anatom sowie Zoologe, Geologe und Paläontologe Ludwig Rütimeyer (1825–1895) erforschte die vorweltliche Fauna der Schweiz, wirkte von 1855 bis 1894 an der Universität Basel und wurde 1867 Ehrenbürger von Basel. An ihn erinnern die Rütimeyerstrasse und der Rütimeyerplatz.

Der evangelisch-reformierte Theologe Karl Barth (1886–1968) lebte und wirkte in Basel. Er gilt im Bereich der europäischen evangelischen Kirchen aufgrund seiner theologischen Gesamtleistung als «Kirchenvater des 20. Jahrhunderts».

Die Wissenschafter Tadeus Reichstein (Chemie) sowie Werner Arber (Biologie) waren Professoren an der Universität Basel, als sie mit dem Nobel-Preis geehrt wurden.

Albert Hofmann (1906–2008) Schweizer Chemiker und Professor, Entdecker der halluzinogenen Wirkung des LSD, lebte und wirkte in Basel.

Kunst und Kultur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Friedrich Nietzsche
Hermann Hesse

Urs Graf der Ältere (etwa 1485 bis 1529) war ein Glasmaler, Kupferstecher und Goldschmied der Renaissance, dessen Werke eine hohe Qualität besitzen und ausser den Glaswerken bis heute erhalten sind. Er verbrachte den zweiten Teil seines Lebens in Basel.

Ein bedeutender Maler der Renaissance war ohne Zweifel auch Hans Holbein der Jüngere (1497 oder 1498–1543), der sich selbst als Basler bezeichnete, obschon er nur von 1515 bis 1523 in Basel lebte. Holbein malte die Darmstädter Madonna oder den Totentanz.

Der Basler Maler, Zeichner und Kunstkenner Johann Rudolf Huber wurde in Basel, Bern, Venedig und Rom ausgebildet. Er war in Basel, Stuttgart, Durlach, Bern, Neuenburg, und Solothurn tätig und gilt als der bedeutendste Schweizer Maler des Hochbarock.

Der Schriftsteller, Dichter und Prälat Johann Peter Hebel wurde 1760 in Basel geboren, wo seine Eltern in Diensten der Basler Patrizierfamilie Iselin standen. Er verlebte seine Kindheit zur Hälfte in Hausen im Wiesental, zur Hälfte in Basel und besuchte dort zeitweise das Gymnasium am Münsterplatz. Hebel verfasste später unter anderem das Gedicht Erinnerung an Basel,[88] dessen Text die Grundlage für das Baslerlied bildet. Die Basler Hebelstiftung pflegt heute das Andenken Hebels in Basel.

Der Kulturhistoriker und Humanist Jacob Burckhardt (1818–1897) war zeitlebens in Basel ansässig. Seinen Schwerpunkt legte er auf Europas Kunstgeschichte, er erlangte hohe Anerkennung durch seine Werke, vor allem durch Die Zeit Constantins des Grossen von 1857.

Einer der bekanntesten deutschsprachigen Philosophen und Moralkritiker, Friedrich Nietzsche (1844–1900), lebte und wirkte von 1869 bis 1879 in Basel, als Professor für klassische Philologie.[89] Zwar schrieb er die meisten seiner bekannten Werke erst, als er seinen Beruf krankheitsbedingt niedergelegt und Basel wieder verlassen hatte. Verbunden blieb er mit Basel aber durch seinen Freund Franz Overbeck, der dort weiterhin als Professor für Kirchengeschichte wirkte.

Arnold Böcklin (1827–1901) war Maler, Zeichner, Grafiker und Bildhauer in Basel. Er gilt als einer der bedeutendsten bildenden Künstler des 19. Jahrhunderts in Europa. Das Werk Die Toteninsel stammt von ihm, auch ein spätes Selbstbildnis gehört zu seinen Hauptwerken. Sein wichtigster Schüler, der Fin de Siècle-Künstler Hans Sandreuter (1850–1901) schuf hier zahlreiche Werke, unter anderem die Fassade der «Bärenzunft» und die Wandarbeiten der «Schmiedezunft» in Altbasel.

Der Historien- und Genremaler Johann Baptist Weißbrod (1834–1912) wirkte ab 1870 in Basel.

Hermann Hesse (1877–1962) war ein deutsch-schweizerischer Dichter, Schriftsteller und Maler. Seine bekanntesten Werke sind Der Steppenwolf, Siddhartha und Das Glasperlenspiel. 1946 wurde ihm der Nobelpreis für Literatur verliehen. Er lebte von 1899 bis 1904 in Basel.

Carl Gustav Jung

Der Maler Alfred Heinrich Pellegrini (1881–1958), war auch Wandmaler. Er wurde in Basel geboren Sohn von Isidor. 1896 tritt er in die kunstgewerbliche Abteilung der Allgemeinen Gewerbeschule in Basel ein. In München war tätig als Lehrer an der Kunstgewerbeschule, Mitglied der Neuen Secession.[90] Der Architekt Hannes Meyer (1889–1954) wurde in Basel geboren, lehrte am Bauhaus und hatte ein bewegtes Leben mit Stationen in der Schweiz, Deutschland, Russland und Mexiko. Ihm sind vor allem Werke im Bereich des Siedlungsbaus zu verdanken.

Der schweizerische Psychoanalytiker und Psychiater Carl Gustav Jung hat in Basel-Kleinhüningen seine Jugendjahre verbracht, und anschliessend ab 1895 an der Universität Basel sein Medizinstudium absolviert.

Für den Literaturkritiker und Übersetzer Walter Widmer (1903–1965) war Basel der Lebensmittelpunkt, und 1938 wurde hier sein Sohn, der Schriftsteller Urs Widmer geboren.

Der Bildhauer Paul Suter (1926–2009) hatte in Basel ein Atelier. Er gilt als einer der grossen Schweizer Stahlplastiker nach dem Zweiten Weltkrieg. Etliche seiner grossen Stahlskulpturen sind in Basel an öffentlichen Strassen und Plätzen zu finden.

Einer der bekanntesten Schweizer Filmproduzenten ist Arthur Cohn (* 1927), welcher in Basel geboren wurde. Cohn erlangte in Hollywood durch seine Produktionen Ruhm und Ehre, so ist er als einziger nicht-amerikanischer Produzent mit einem Stern in der Hollywood Walk of Fame vertreten. Seine bekanntesten Produktionen sind Central Station, Ein Tag im September, Hinter der Sonne und Die Kinder des Monsieur Mathieu.

Jacques Herzog (* 1950) und Pierre de Meuron (* 1950) bilden zusammen das bekannte Architekturbüro Herzog & de Meuron mit Sitz in Basel. Ihre Bauwerke erreichen weltweit Bekanntheit und Anerkennung, so beispielsweise der St. Jakobpark in Basel, die Allianz Arena in München oder das als «Vogelnest» bezeichnete Nationalstadion Peking.

1957 wurde Dani Levy in Basel geboren. Er ist als Schauspieler, Drehbuchautor und Regisseur äusserst erfolgreich, seine Filme wie Meschugge und Alles auf Zucker! liefen am Filmfestival Cannes und an der Berlinale, wo er für letzteren Film auch Preise erhielt. Sein Film Mein Führer – Die wirklich wahrste Wahrheit über Adolf Hitler lief im Frühjahr 2007 in den deutschsprachigen Kinos.

Mischa Epper-Quarles van Ufford (* 18. August 1901 Bloemendaal–Oktober 1978 Basel), Plastikerin, Porträtplastikerin, Goldschmiedin.[91]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Portal: Basel – Übersicht zu Wikipedia-Inhalten zum Thema Basel

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Zeitreisen durch 50'000 Jahre Basel. Christoph Merian Verlag, Basel 2009, ISBN 978-3-85616-466-9.
  • C. H. Baer, François Maurer, R. Riggenbach: Die Kunstdenkmäler des Kantons Basel-Stadt. Band I. Geschichte und Stadtbild. Befestigungen. Areal und Rheinbrücke; Rathaus und Staatsarchiv (= Kunstdenkmäler der Schweiz. Band 3). Hrsg. von der Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte GSK. Bern 1932, OCLC 471688374.
  • Rudolf Friedrich Burckhardt: Die Kunstdenkmäler des Kantons Basel-Stadt. Band II: Der Basler Münsterschatz (= Kunstdenkmäler der Schweiz. Band 4). Hrsg. von der Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte GSK. E. Birkhaüser, Bern 1933, OCLC 25786436. (unveränd. Nachdr. 1982, ISBN 3-7643-1389-7)
  • Hans Bertschi: Basler Stadtführer. F. Reinhardt, Basel 2000, ISBN 3-7245-1131-0.
  • Bernard Degen, Philipp Sarasin: Basel (-Stadt). In: Historisches Lexikon der Schweiz.
  • Toni Föllmi, Klaus Brodhage: Basel und seine Kultur. F. Reinhardt, Basel 2002, ISBN 3-7245-1231-7.
  • Peter Habicht: Basel – Mittendrin am Rande. Eine Stadtgeschichte. Christoph Merian Verlag, Basel 2008, ISBN 978-3-85616-326-6. (2. Auflage. 2013, ISBN 978-3-85616-610-6)
  • Andreas Heusler: Geschichte der Stadt Basel. 6. Auflage. Frobenius, Basel 1917; 1969, DNB 573978492.
  • Georg Kreis, Beat von Wartburg (Hrsg.): Basel. Geschichte einer städtischen Gesellschaft. C. Merian, Basel 2000, ISBN 3-85616-127-9.
  • Fritz Meier: Basler Heimatgeschichte. Heimatgeschichtliches Lesebuch von Basel. 5. Auflage. Lehrmittelverlag des Kantons Basel-Stadt, Basel 1974, DNB 201615657.
  • Andreas Urs Sommer: Eine Stadt zwischen Hochorthodoxie und Aufklärung. Basel in frühneuzeitlichen Transformationsprozessen. In: Theologische Zeitschrift. Jg. 66, Heft 1, 2010, S. 44–61 (stellt eingehend die geistesgeschichtliche Entwicklung Basels von 1620 bis 1780 dar; OCLC 883684679 für den Aufsatz).
  • René Teuteberg: Basler Geschichte. 2. Auflage. Hrsg. von der Christoph-Merian-Stiftung aus Anlass ihres 100-jährigen Bestehens. Merian, Basel 1988, ISBN 3-85616-034-5.
  • R. Moosbrugger-Leu, F. Maurer, G. P. Marchal, H.-J. Gilomen, F. Geldner: Basel. In: Lexikon des Mittelalters (LexMA). Band 1, Artemis & Winkler, München/Zürich 1980, ISBN 3-7608-8901-8, Sp. 1505–1516.
  • Thomas Lutz: Die Kunstdenkmäler des Kantons Basel-Stadt. Basel-Stadt. Band VI: Die Altstadt von Kleinbasel. Profanbauten (= Kunstdenkmäler der Schweiz. Band 103). Hrsg. von der Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte (GSK). Bern 2004, ISBN 3-906131-78-5.
  • Anne Nagel, Brigitte Meles, Martin Möhle: Die Kunstdenkmäler des Kantons Basel-Stadt. Basel-Stadt. Band VII: Die Altstadt von Grossbasel. Teil I: Profanbauten (= Kunstdenkmäler der Schweiz. Band 109). Hrsg. von der Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte (GSK). Bern 2006, ISBN 3-906131-84-X.
  • Christian Wurstisen: Baßler Chronick (= Bibliotheca Palatina. H2037/H2043). Sebastian Henricpetri, Basel 1580, OCLC 312373054, (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  • Die Erstellung einer aktualisierten und umfassenden Stadtgeschichte Basels ist im Zeitrahmen 2017 bis 2024 geplant.[92]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

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Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Ständige und nichtständige Wohnbevölkerung nach institutionellen Gliederungen, Geschlecht, Staatsangehörigkeit und Alter (Ständige Wohnbevölkerung). In: bfs.admin.ch. Bundesamt für Statistik (BFS), 29. August 2017, abgerufen am 20. September 2017.
  2. Wohnbevölkerung am Jahresende nach Heimat und Geschlecht. Statistisches Amt des Kantons Basel-Stadt, 17. Februar 2017, abgerufen am 20. September 2017 (XLSX; 54 kB).
  3. a b c Ständige und nichtständige Wohnbevölkerung nach institutionellen Gliederungen, Geschlecht, Staatsangehörigkeit und Alter (Ständige Wohnbevölkerung). In: bfs.admin.ch. Bundesamt für Statistik (BFS), 29. August 2017, abgerufen am 20. September 2017.
  4. Trinationales Stadtgebiet, ein vielfältiger Raum. (Memento vom 5. August 2012 auf WebCite), abgerufen am 21. Juli 2016. – Schweiz 479'000, Deutschland 189'000, Frankreich 63'000. BFS: Agglomerationen 2000. Analyseregionen und Liste der grenzüberschreitenden Agglomerationen, 2000. In: bfs.admin.ch, abgerufen am 21. Juli 2016 (XLSM; 40 kB).
  5. Amt für Mobilität Kanton Basel-Stadt: Verkehrskonzept Innenstadt. In: mobilitaet.bs.ch, abgerufen am 21. Juli 2016.
  6. Museen | Basel. In: Basel. (basel.com [abgerufen am 4. März 2017]).
  7. https://www.mercer.ch/newsroom/zuerich-genf-und-basel-bieten-gute-lebensqualitaet.html, abgerufen am 13. April 2017
  8. Meteocentrale Schweiz. In: meteocentrale.ch, abgerufen am 21. Juli 2016; Wetterstation Bergalingerstrasse 260 m ü. M. Die Wetterstation beim Tinguely Museum in Basel. In: meteo.tstebler.ch, abgerufen am 21. Juli 2016; Wetterdaten Auswahl – Standort: Wetterstation «Im langen Loh» seit 1945, 265 m über NN. In: basilea.it, abgerufen am 21. Juli 2016.
  9. a b Klimanormwerte Basel / Binningen Normperiode 1981–2010. In: meteoschweiz.admin.ch, abgerufen am 15. Juli 2017 (PDF; 80 kB).
  10. Peter Knechtli: Ein Erdbeben könnte Basel von der Landkarte verbannen. Trotz des hohen Risikos ist die Basler Bevölkerung auf die Katastrophe nicht vorbereitet. In: onlinereports.ch, abgerufen am 21. Juli 2016.
  11. amu/sda: Erdbebenrisiko deutlich zu gross für Geothermie in Basel. (Memento vom 26. März 2015 im Internet Archive) In: Basler Zeitung. Aktualisiert am 10. Dezember 2009, abgerufen am 21. Juli 2016.
  12. amu/sda: Im Basler Geothermie-Loch wird wieder gebohrt. (Memento vom 27. März 2015 im Internet Archive) In: Basler Zeitung. Aktualisiert am 30. März 2010, abgerufen am 21. Juli 2016.
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  90. Claudia Giani Leber: Pellegrini, Alfred Heinrich. In: Sikart. 1998, aktualisiert 2015, abgerufen 15. Januar 2016.
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  92. Regierungsrat des Kantons Basel-Stadt – Den Mitgliedern des Grossen Rates des Kantons Basel-Stadt, zugestellt am 1. Juli 2016: Ratschlag betreffend Bewilligung von Staatsbeiträgen an die Stiftung Stadt.Geschichte.Basel für die Jahre 2017–2024 (Nr. 16.1009.01). In: grosserrat.bs.ch, abgerufen am 30. Juli 2016 (PDF; 681 kB). S. 1–15: zur Bewilligung beantragt: 4‘400‘000 Franken; S. 18–20: Das Projekt Stadt. Geschichte. Basel in Kurzfassung.

Anmerkungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Innerhalb der Gruppe «übrige Christen» gab es eine Verschiebung: Die Anzahl Christkatholiken nahm stark ab, während die Anzahl ostkirchlicher etwa gleich stark zunahm.
  2. Für die Abnahme der Konfessionslosen zwischen 1990 und 2000 gibt es zwei Erklärungen:
    • Unter den Ausländern nahm der Anteil der Konfessionslosen stark ab.
    • Man kann vermuten, dass die Konfessionslosen die Auskunft überdurchschnittlich oft verweigerten. Aufgrund der hohen Zahl der Auskunftsverweigerungen in der Volkszählung 2000 hätte das eine merkbare Verfälschung der Statistik zur Folge.