Basilica di San Clemente in Santa Maria dei Servi

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Fassade der Basilica di San Clemente in Santa Maria dei Servi

Die meist nur Santa Maria dei Servi genannte Kirche wurde vom Bettelorden der Serviten vom 13. bis 16. Jahrhundert in der toskanischen Stadt Siena errichtet.

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gebäudekomplex der Basilica dei Servi
Luftbild der Basilica di San Clemente in Santa Maria dei Servi
Coppo di Marcovaldo: Madonna del Bordone

Die Basilika befindet sich innerhalb der Stadtmauern von Siena an der Piazza Manzoni. Dieser befindet sich im Stadtdrittel Terzo di San Martino in der Contrada Valdimontone (Widder). Zur Kirche gehört zudem der Konvent, der von den Serviten geleitet wurde, und das 1380 entstandene Oratorio della Santissima Trinità.

Geschichte und Baugestalt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Basilika entstand aus der Chiesa di San Clemente, die um 1234 von dem Orden der Serviten errichtet wurde. Aus dem Jahr 1362 sind Ziegelsteinlieferungen der Stadt Siena dokumentiert (ca. 50.000), um den Ausbau der Kirche zu unterstützen. An den Baunähten der Fassade ist ablesbar, dass der Bau später verbreitert und erhöht wurde. 1473 bis 1528 wurde das Querschiff gewölbt und das basilikale Langhaus in seiner heutigen Form mit seinen jonischen Säulen und den die Seitenschiffe begleitenden, tonnengewölbten Kapellennischen im Sinne der Renaissance errichtet. Im Unterschied zu den beiden älteren großen Bettelsordenskirchen in Siena, die heute ebenfalls im kirchlichen Rang einer Basilica minor stehen, kann die Bezeichnung "Basilika" bei S. Maria dei Servi durchaus auf den Bautyp bezogen werden.

Die Konsekration der Kirche fand am 18. Mai 1533 statt, fertiggestellt wurde sie allerdings erst 1537. Die Kirchenfassade blieb unvollendet. Von 1890 bis 1901 wurde die Kirche von Giuseppe Partini und Agenore Socini restauriert. 1908 wurde sie zur Basilica minor erhoben.[1] Der Campanile stammt aus dem 13. oder 14. Jahrhundert und wurde 1926 komplett restauriert. Die Basilika gehört zum Erzbistum Siena-Colle di Val d’Elsa-Montalcino. In der Kirche befinden sich die Reliquien des Francesco Patrizi da Siena (1266–1328)[2] und des Gioacchino da Siena (um 1258–1305)[3].

Werke im Innenraum (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Orgel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Orgel wurde 1925 von der Orgelbaufirma Mascioni erbaut. Das Instrument befindet sich hinter dem Hauptaltar. Es hat 19 Register auf zwei Manuale und Pedal. Die Spieltrakturen sind mechanisch, die Registertrakturen sind elektrisch.

I Grand'Organo C–a3
Principale 16′
Principale 8′
Flauto 8′
Dolce 8′
Ottava 4′
Cornetto III
Decimaquinta 2′
Ripieno
II Espressivo C–a3
Pienino
Corno 4′
Celeste 8′
Gamba 8′
Bordone 8′
Principale 8′
Tromba Armonica 8′
Pedale C–f1
Contrabbasso 16′
Subbasso 16′
Armonico 8′
Fagotto 16′

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: San Clemente in Santa Maria dei Servi – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. lt. gcatholic.org
  2. Webseite Santi e Beati zu Francesco Patrizi da Siena, abgerufen am 29. November 2013 (italienisch)
  3. Franco Andrea Dal Pino: GIOACCHINO da Siena. In: Dizionario Biografico degli Italiani - Volume 55 (2001, italienisch)
  4. Klaus Zimmermanns: Toscana, Köln 2011, S. 323.
  5. Cristina Ranucci: GHEZZI, Biagio. In: Dizionario Biografico degli Italiani, Volume 53, abgerufen am 12. Juli 2014 (italienisch)
  6. Webseite der ARPAI (Associazione per il Restauro del Patrimonio Artistico Italiano) zum Croce dipinto des Ugolino di Nerio, abgerufen am 27. Januar 2016 (italienisch) (Memento vom 3. Dezember 2013 im Internet Archive)

Koordinaten: 43° 18′ 55,9″ N, 11° 20′ 16,6″ O