Basilica di San Lorenzo di Milano

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Basilika San Lorenzo in Mailand

Die Basilika San Lorenzo (ital. Chiesa di San Lorenzo Maggiore) ist eine frühchristliche Kirche in der italienischen Stadt Mailand, die dem Heiligen Laurentius geweiht ist. Sie wurde zwischen 372 und 402 errichtet und zeigt trotz Umgestaltungen seit der Romanik noch die ursprüngliche frühchristliche Struktur als Tetrakonchos, also einen Zentralbau mit vier Apsiden und vier aus romanischer Zeit stammenden Ecktürmen, die als Widerlager für die nach einem Einsturz 1574 erneuerte Kuppel dienen. Die heutige Fassade wurde 1894 im Geist der Neorenaissance errichtet.

Im Inneren ist der frühchristliche Baucharakter mit den vier Apsiden und den doppelgeschossigen Emporenarkaden besser zu erkennen. Der Bau gehört zu den ältesten Zentralbauten der westlichen Kunst. Die Bezeichnung Basilika bezieht sich auf den kirchlichen Rang, nicht auf den Bautyp.

S. Lorenzo mit der antiken Säulenreihe (links)

Die Kirche diente ursprünglich möglicherweise als kaiserliche Grablege. Auch eine entsprechende Nutzung für den Heermeister Stilicho, der damit auch als Bauherr der Kirche in Frage käme, wurde in Betracht gezogen.[1]

Das Hauptgebäude wird von einigen Kapellen umgeben. Im Süden wurde die achteckige Kapelle des heiligen Aquilinus (Cappella di Sant’Aquilino) im späten 4. oder frühen 5. Jahrhundert angebaut, besagtem Mailänder Heiligen († 1015) jedoch erst im 16. Jahrhundert gewidmet. Den Anschluss bildet ein Atrium mit Marmorreliefs aus römischer Zeit. Eine Vorstellung von der ursprünglichen Ausstattung nicht nur dieses Kapellenraumes vermitteln die Mosaiken vom lehrenden Christus zwischen den Aposteln in der südlichen Apsiskalotte und ein Fragment mit Darstellung des alttestamentlichen Propheten Elija auf dem Feuerwagen.

Vor dem Portal steht ein Denkmal für Kaiser Konstantin I., eine neuere Bronzekopie des römischen Originals im Lateran. Konstantin hatte im Jahr 313 mit dem sogenannten Edikt von Mailand erstmals die Ausübung des christlichen Kultus auch im weströmischen Reich erlaubt. Der Platz vor der Kirche wird geschlossen durch eine Reihe von hierher versetzten Säulen, den sogenannten „Colonne di San Lorenzo“ aus dem 2. bis 3. Jahrhundert, einem der wenigen Überreste aus der Zeit des römischen Mediolanum.

Orgel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blick auf die Orgel

Die große Orgel in der Apsis wurde 1870 von dem Orgelbauer Pietro Bernasconi (Mailand) erbaut. In dem Instrument wurde Pfeifenmaterial wiederverwendet, das 1840 von dem Orgelbauer Felice Bossi (Bergamo) erbaut worden war, das wiederum Pfeifenmaterial aus Vorgängerinstrumenten enthielt. Das rein mechanische Instrument hat drei Manualwerke (Grand'Organo, Organo Secondo, Concerto), spielbar von zwei Manualen und Pedal.[2]

I Grand'Organo C-c4
Manuale
Principale (B/D) 16'
Principale I (B/D) 8'
Principale II (B/D) 8'
Ottava (B/D) 4'
Duodecima (B/D) 22/3'
Quinta decima 2'
Decima nona 11/2'
Vigesima seconda 1'
Due di Ripieno XXVI-XXIX
Due di Ripieno XXXIII-XXXVI
Due di Ripieno (Quadragesime)

Pedale
Contrabbassi e ottave 16'+8'
Contrabbassi II 16'
II Organo Secondo C-c4
Tromba dolce (B/D) 8'
Voce tremula (D) 8'
Violone (B) 8'
Viola (B) 4'
Violino I (D) 4'
Viola II (B)
Violino II (D)
Voce flebile (D)
Flauto in ottava (B/D)
Concerto C-c4
Manuale
Fagotto (B)
Tromba (D)
Clarone (B)
Clarinetto (D)
Tromba (B)
Corno Inglese (D)
Controboe (B/D)
Flutta (D)
Viola (B)
Flauto in VIII (B/D)
Ottavino (D)
Duodecima (D)
Principale cornetto (D)
Voce umana (D)

Pedale
Violone 8'
Bombarda 16'
Timballi
  • Koppeln: II/I I/P, Terza mano

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Markus Löx: Die Kirche San Lorenzo in Mailand: Eine Stiftung des Stilicho? In: Römische Mitteilungen des Deutschen Archäologischen Instituts, Römische Abteilung 114, 2008, S. 407–438.
  2. Informationen zur Orgel (italienisch)

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Markus Löx: Die Kirche San Lorenzo in Mailand: Eine Stiftung des Stilicho? In: Römische Mitteilungen des Deutschen Archäologischen Instituts, Römische Abteilung 114, 2008, S. 407–438.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Basilica di San Lorenzo di Milano – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Koordinaten: 45° 27′ 29″ N, 9° 10′ 55″ O