Basilika Saint-Seurin

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Fassade der Basilika
Altarraum der Basilika

Die Basilika Saint-Seurin (französisch Basilique St-Seurin) ist eine römisch-katholische Kirche in Bordeaux im Südwesten Frankreichs. Sie gehört zum Erzbistum Bordeaux und ist nach dem Bischof und Schutzpatron von Bordeaux Severin benannt. Sie gilt als Station des Jakobswegs Via Turonensis und gehört damit seit 1998 zum UNESCO-Welterbe.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eine erste christliche Kapelle lässt sich für das 5. Jahrhundert archäologisch belegen. Die Kapelle wurde während der normannischen Invasion des 9. Jahrhunderts zerstört.

Die heutige Kirche wurde im 11. Jahrhundert als einschiffige, rechteckige Basilika mit einer Apsis errichtet. Sie wurde im 13. Jahrhundert erweitert und mit einer eindrucksvollen Fassade versehen, an der vierzehn Statuen die Apostel darstellen. Als Station des Jakobsweg kamen im 14. und 15. Jahrhundert viele Pilger und die Kirche wurde mit Seitenkapellen vergrößert, bedeutsam sind der Bau der Kapelle Notre Dame de la Rose und der 1444 von Erzbischof Pey Berland geweihte Altar.[1]

Durch den Einsturz einiger Gewölbe 1698 wurde das Gebäude stark beschädigt. Im 18. Jahrhundert wurde ein stärker abgestütztes Gewölbe errichtet und der Boden um drei Meter angehoben, darunter wurde eine Krypta angelegt, in der ein frühchristlicher Friedhof freigelegt wurde. So sind heute nur die Vorhalle, die Krypta und die Basis des Turms im romanischen Stil bewahrt. Die Krypta der merowingischen Zeit besitzt mehrere gallo-römische Kapitelle und steinerne Sarkophage. Im 19. Jahrhundert erhielt die Westfassade durch den Architekten Pierre Alexandre Poitevin eine Umgestaltung im neuromanischen Stil, der Bildhauer Dominique Fortuné Maggesi gestaltete die Figuren. Die Buntglasfenster wurden nach 1840 geschaffen.

Ein viereckiger Glockenturm erhebt sich über dem alten Portikus. Ein Belfried wurde auf der Südseite der Kirche gebaut.

Würdigung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Kirche ist seit 1840 als Monument historique ausgewiesen.[2] 1873 erhob Papst Pius IX. die Kirche in den Rang einer Basilica minor.[3] 1998 wurde sie mit dem Jakobsweg zum Welterbe bestimmt.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Basilika Saint-Seurin – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. The church of St Seurin and its crypt auf caruso33.net
  2. Eglise Saint-Seurin
  3. Basilique Saint-Seurin auf gcatholic.org

Koordinaten: 44° 50′ 35,6″ N, 0° 35′ 8,6″ W