Basketball-Bundesliga

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easyCredit BBL

Voller Name easyCredit Basketball Bundesliga
Aktuelle Saison Basketball-Bundesliga 2018/19
Sportart Basketball
Abkürzung BBL
Verband DBB, BBL GmbH, AG BBL e. V.
Ligagründung 1966
Mannschaften 18
Land/Länder Deutschland
Titelträger FC Bayern München (2. Titel)
Rekordmeister Bayer Giants Leverkusen (14 Titel)
TV-Partner Telekom Entertain & Sport1
Website www.easycredit-bbl.de
ProA
Höchste Klasse Basketball-Bundesliga
Zweite Klasse ProA
Dritte Klasse ProB

Die Basketball-Bundesliga (BBL), offizielle Bezeichnung easyCredit Basketball Bundesliga (easyCredit BBL), ist die höchste Spielklasse im deutschen Basketball der Herren. In der Basketball-Bundesliga wird seit 1966 die Deutsche Basketballmeisterschaft der Herren ausgespielt.

Rekordmeister mit 14 Titeln sind die Bayer Giants Leverkusen, die vor allem die 90er-Jahre dominierten. Aktueller Meister ist der FC Bayern München.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Saison Meister
1966/67 MTV Gießen
1967/68 MTV Gießen
1968/69 VfL Osnabrück
1969/70 TuS 04 Leverkusen
1970/71 TuS 04 Leverkusen
1971/72 TuS 04 Leverkusen
1972/73 USC Heidelberg
1973/74 SSV Hagen
1974/75 MTV Gießen
1975/76 TuS 04 Leverkusen
1976/77 USC Heidelberg
1977/78 MTV Gießen
1978/79 TuS 04 Leverkusen
1979/80 SSC Göttingen
1980/81 BSC Saturn Köln
1981/82 BSC Saturn Köln
1982/83 ASC 1846 Göttingen
1983/84 ASC 1846 Göttingen
1984/85 TSV Bayer 04 Leverkusen
1985/86 TSV Bayer 04 Leverkusen
1986/87 BSC Saturn Köln
1987/88 BSC Saturn Köln
1988/89 Steiner Bayreuth
1989/90 TSV Bayer 04 Leverkusen
1990/91 TSV Bayer 04 Leverkusen
1991/92 TSV Bayer 04 Leverkusen
1992/93 TSV Bayer 04 Leverkusen
1993/94 TSV Bayer 04 Leverkusen
1994/95 TSV Bayer 04 Leverkusen
1995/96 TSV Bayer 04 Leverkusen
1996/97 Alba Berlin
1997/98 Alba Berlin
1998/99 Alba Berlin
1999/2000 Alba Berlin
2000/01 Alba Berlin
2001/02 Alba Berlin
2002/03 Alba Berlin
2003/04 Opel Skyliners Frankfurt
2004/05 GHP Bamberg
2005/06 RheinEnergie Köln
2006/07 Brose Baskets
2007/08 Alba Berlin
2008/09 EWE Baskets Oldenburg
2009/10 Brose Baskets
2010/11 Brose Baskets
2011/12 Brose Baskets
2012/13 Brose Baskets
2013/14 FC Bayern München
2014/15 Brose Baskets
2015/16 Brose Baskets
2016/17 Brose Baskets
2017/18 FC Bayern München

Eine Deutsche Basketballmeisterschaft wurde erstmals 1939 in einem zweitägigen Turnier zwischen den vier besten der 19 Gaumeistern in Hamburg ausgespielt. Meister wurde damals der LSV Spandau. Mit Beginn des Zweiten Weltkriegs im selben Jahr kam der nationale Spielbetrieb jedoch zum Erliegen. Ab 1947 gründeten sich die Landesverbände und verschiedene Vorläuferorganisationen des DBB und im November desselben Jahres wurde die erste Nachkriegs- und insgesamt zweite Meisterschaft ausgetragen. Am 1. Oktober 1949 wurde mit der Gründung des Deutschen Basketball Bunds (DBB) in Düsseldorf erstmals ein eigenständiger Dachverband zur Organisation des Basketballsports in Deutschland geschaffen. Der Meister wurde fortan in den Oberligen Nord, West, Süd-West und Süd ermittelt.

Im November 1964[1] gründete der DBB die deutsche Basketball-Bundesliga, um diesen Wettbewerb weiter zu professionalisieren. Der Spielbetrieb wurde zur Saison 1966/67 am 1. Oktober 1966 aufgenommen. Es gab eine Gruppe Nord und eine Gruppe Süd mit je zehn Vereinen. Durch die Konzentration auf die spielstärksten Mannschaften sollte das Niveau des deutschen Basketballs angehoben werden. In der Saison 1966/67 wurde darüber hinaus ein Pokalwettbewerb des DBB etabliert. Erster Meister wurden die Gießen 46ers, damals noch unter dem Namen ihres Stammvereines, dem MTV Gießen.

Zur Spielzeit 1971/72 wurde die Zahl der Bundesliga-Mannschaften von zehn auf acht je Gruppe reduziert. 1974 beschloss der Bundestag in Köln bei nur drei Gegenstimmen die Einführung der eingleisigen 1. Bundesliga und der zweigeteilten 2. Bundesliga ab der Saison 1975/76 mit je zehn Mannschaften. Die zuvor notwendigen Endrunden- und Finalduelle zur Ermittlung des deutschen Meisters wurden abgeschafft. Nach 18 regulären Spieltagen hatten die zehn teilnehmenden Mannschaften den Meister ausgespielt. Bereits in der Folgesaison 1976/77 wurde der Modus jedoch wieder geändert. Im Anschluss an die reguläre Saison wurde eine Endrunde ausgespielt, für die sich die besten sechs Mannschaften qualifizierten und in Hin- und Rückspiel gegeneinander antraten. Die beiden besten Mannschaften duellierten sich anschließend in den Finalspielen. Ab der Saison 1983/84 wurden nach der Hauptrunde in einer Finalrunde vier Play-off-Teilnehmer ausgespielt. Mit der Spielzeit 1985/86 wurde die Zahl der Mannschaften in der 1. Bundesliga von zehn auf zwölf erhöht, von denen sich die besten acht für die Play-offs qualifizierten.

1994 wurde die erste Bundesliga vom Verband DBB gelöst und ab dann von der neu gegründeten „Veltins Basketball Bundesliga GmbH“ organisiert. 2000 wurde die Liga in „s.Oliver Basketball Bundesliga“ umbenannt.[2] Ab 2003 erhielt sie wieder den alten Namen Basketball-Bundesliga. Am 29. September 2009 erfolgte die Umbenennung in „Beko Basketball Bundesliga“. Der ursprünglich bis 2014/15 laufende Vertrag mit Beko wurde bereits im Jahr 2011 um ein Jahr verlängert.[3]

Seit der Saison 2016/17 trägt die Liga den Titel „easyCredit Basketball Bundesliga“. Der Vertrag wurde für eine Laufzeit von fünf Jahren abgeschlossen.[4]

Ab der Spielzeit 2003/04 nahmen 16 Teams am Spielbetrieb in der Basketball-Bundesliga teil. Die Erhöhung wurde mit einer Wildcard-Regelung durchgeführt, bei der die beiden besten Zweitligisten regulär aufstiegen, jedoch erstmals kein Verein in die zweiten Bundesligen absteigen musste. Zur Saison 2006/07 wurde die Teilnehmerzahl auf 18 Mannschaften erhöht; wie 2003 gab es eine Wildcard-Regelung.

Zur Spielzeit 2008/09 wurde probeweise für zwei Spielzeiten ein Ausbildungsfonds eingerichtet, um die Vereine zu intensiverer Jugendarbeit und Ausbildung deutscher Spieler zu motivieren.[5]

Ab der Spielzeit 2012/13 wurden die Regelungen zur Anzahl der Spieler pro Team mit deutscher Staatsbürgerschaft verschärft. Waren bis zur letzten Saison maximal sieben Ausländer im Kader eines Bundesliga-Teams erlaubt, so sind ab dieser Saison nur noch maximal sechs Ausländer pro Team erlaubt.

Modus und Ausrichtung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Spielmodus[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eine Bundesliga-Saison beginnt am 1. Juli und endet am 30. Juni,[6] wobei der Spielbetrieb meist von Ende September bis Anfang Juni läuft. Eine Saison ist in mehrere Teilwettbewerbe gegliedert: Während der Hauptrunde spielen die 18 Bundesligisten in einer Hin- und Rückrunde gegeneinander. Die acht bestplatzierten Ligateilnehmer der Hauptrunde qualifizieren sich für einen Play-off-Abschnitt. Die Play-offs werden im Best-of-Five-Modus betrieben, das besserplatzierte Team der Hauptrunde erhält im ersten, dritten und (eventuell stattfindenden) fünften Spiel das Heimrecht. Die Sieger der ersten und zweiten Play-off-Runde ziehen schließlich in die Finalrunde. Das Team, das dort als erstes drei Siege einfährt, wird Deutscher Meister und ist Erstplatzierter der Saison, während das unterlegene Team Vizemeister und Zweiter ist. Die beiden letztplatzierten Mannschaften der Hauptrunde stehen als sportliche Absteiger in die ProA fest, während der Meister und der Vizemeister der ProA in die BBL aufsteigen dürfen.

Das zur Ermittlung der Tabelle bei den Ligaspielen verwendete Punktesystem wurde in der Saison 2009/10 geändert, der bisher leer ausgehenden verlierenden Mannschaft wurde nun ein Punkt gutgeschrieben, der gewinnenden Mannschaft wie bisher zwei Punkte.[7] Diese Regelung wurde jedoch aufgrund starker Kritik ab der Saison 2011/12 wieder aufgehoben.

Zulassungsvoraussetzungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die wichtigsten wirtschaftlichen und strukturellen Voraussetzungen für eine Zulassung zur Basketball-Bundesliga sind (Stand: Saison 2017/18):[8]

  • Sportliche Qualifikation über die ProA
  • Etat von mindestens 2 Mio. Euro (für Aufsteiger einmalig 1,6 Mio Euro)
  • Spielstätte mit einer Kapazität von mindestens 3000 Plätzen
  • Nachwuchsprogramm gemäß der Nachwuchsförderrichtlinie der BBL

Ausrichter und Namenssponsoring[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bis zur Saison 1997/98 wurde die Bundesliga direkt vom Deutschen Basketball Bund ausgerichtet, bevor die 1996 gegründete Basketball Bundesliga GmbH die Ausrichtung übernahm.[9] 2011 entwickelten Liga und Vereine zusammen ein Leitbild, in dem die Ziele für die weitere Entwicklung der Liga festgelegt wurden.[10] Demnach soll die Liga professioneller und attraktiver werden und bis zum Jahr 2020 die beste Liga Europas sein.[11]

Seit 1992 traten immer wieder Unternehmen als Namenssponsoren der Liga auf:

Vereine[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Insgesamt 82 Vereine (Stand: Saison 2018/19) spielten bisher, teils unter verschiedenen Namen, in der Basketball-Bundesliga.[13] Momentan stellen die Gießen 46ers mit 51 Spielzeiten im Oberhaus das dienstälteste Team der Liga, wohingegen die Rockets aus Gotha (Aufstieg zur Saison 2017/18) den jüngste Neuzugang der Liga darstellen. Die einzigen Vereine, die auch bereits Gründungsmitglieder der Bundesliga in der Saison 1966/67 waren und noch (bzw. wieder) in der BBL spielen, sind die Gießen 46ers, der FC Bayern München und die EWE Baskets Oldenburg.

Viele der Bundesligavereine stammen aus Universitätsstädten, die oft über keine hochklassigen Mannschaften in anderen Sportarten verfügen oder in der Nähe von amerikanischen Militärstützpunkten lagen, wie z. B. Bamberg, Gießen oder Würzburg. Aus diesem Grund stammte ein großer Teil der Bundesligisten aus kleineren Städten; der TV Kirchheimbolanden stammt mit Kirchheimbolanden, einem Kurort in der Nähe von Kaiserslautern mit knapp 8000 Einwohnern, aus der bisher kleinsten Gemeinde.[14] Im Gegensatz dazu stehen Vereine aus Großstädten wie Alba Berlin, die Skyliners Frankfurt oder die Basketballabteilung des FC Bayern München. Zu den größten Städten, die bisher keine Bundesligamannschaft stellten, gehören Leipzig, Bremen und Dresden. Düsseldorf stellte mit fünf voneinander unabhängigen Mannschaften bisher die meisten Bundesligisten, danach folgt München mit vier.[13]

Zur Saison 2018/19 konzentrieren sich die meisten Bundesligavereine auf Mitteldeutschland und Franken sowie Süddeutschland. Mit Science City Jena und dem Mitteldeutschen BC spielen zwei Vereine aus dem Gebiet der ehemaligen DDR in der Bundesliga (nur die Wölfe aus Weißenfels bzw. ihr Vorgängerclub SSV Einheit Weißenfels haben jedoch in der DDR-Oberliga gespielt,[15] während die Vereinsgründung in Jena in den Neunzigern lag). Gleichzeitig stammt in dieser Saison mit den Telekom Baskets aus Bonn nur ein einziger Verein aus Nordrhein-Westfalen.

Aus fünf Bundesländern kam bisher kein Bundesligist: Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Saarland, Schleswig-Holstein und Sachsen.

Vereine der Bundesligasaison 2018/19[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Klub Stadt Bundesland seit Halle Plätze[16]
Brose Bamberg Bamberg Bayern 1984 Brose Arena 06.150
medi bayreuth Bayreuth Bayern 2010 Oberfrankenhalle 03.300
Alba Berlin Berlin Berlin 1981 Mercedes-Benz Arena 14.500
Telekom Baskets Bonn Bonn Nordrhein-Westfalen 1995 Telekom Dome 06.000
Löwen Braunschweig Braunschweig Niedersachsen 1991 Volkswagen Halle 03.603
Eisbären Bremerhaven Bremerhaven Bremen 2005 Stadthalle Bremerhaven 04.200
HAKRO Merlins Crailsheim Crailsheim Baden-Württemberg 2018 Arena Hohenlohe 03.200
Fraport Skyliners Frankfurt am Main Hessen 1999 Fraport Arena 05.002
BG Göttingen Göttingen Niedersachsen 2014 Sparkassen-Arena 03.447
Gießen 46ers Gießen Hessen 2015 Sporthalle Gießen-Ost 04.003
Science City Jena Jena Thüringen 2016 Sparkassen-Arena 03.076
MHP Riesen Ludwigsburg Ludwigsburg Baden-Württemberg 2002 MHPArena 04.200
FC Bayern München München Bayern 2011 Audi Dome 05.769
EWE Baskets Oldenburg Oldenburg Niedersachsen 2000 EWE Arena 06.000
ratiopharm ulm Ulm Baden-Württemberg 2006 ratiopharm arena 06.200
SC Rasta Vechta Vechta Niedersachsen 2018 Rasta-Dome 03.140
Mitteldeutscher Basketball Club Weißenfels Sachsen-Anhalt 2017 Stadthalle Weißenfels 03.000
s.Oliver Würzburg Würzburg Bayern 2015 s.Oliver Arena 03.140

Meister und Pokalsieger[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bundesliga-Meister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Deutsche Meister wird seit der Saison 1966/67 durch die Basketball-Bundesliga ermittelt. In den bisher 52 Spielzeiten der Bundesliga errangen insgesamt 14 verschiedene Vereine den Meistertitel. Rekordmeister und am erfolgreichsten mit 14 Titeln ist die Mannschaft der Bayer Giants Leverkusen, die von 1990 bis 1996 sieben Titel in Folge gewannen. Dies gelang sonst nur Alba Berlin, das von 1997 bis 2003 ebenfalls siebenmal erfolgreich war. Ein Verein darf für gewonnene Bundesliga-Meisterschaften (nicht jedoch für Pokalsiege, Meisterschaften vor Einführung der BBL oder DDR-Meisterschaften) Meistersterne auf der Vorderseite des Trikots tragen.[17]

Rang Mannschaft Titel Jahr Meistertitel u. a. als
1 Bayer Giants Leverkusen 14 1970, 1971, 1972, 1976, 1979, 1985, 1986, 1990, 1991, 1992, 1993, 1994, 1995, 1996 TuS 04 Leverkusen, TSV Bayer 04 Leverkusen
2 Brose Bamberg 9 2005, 2007, 2010, 2011, 2012, 2013, 2015, 2016, 2017 Brose Baskets, GHP Bamberg
3 Alba Berlin 8 1997, 1998, 1999, 2000, 2001, 2002, 2003, 2008 -
4 Gießen 46ers 4 1967, 1968, 1975, 1978 MTV Gießen
BSC Saturn Köln 4 1981, 1982, 1987, 1988 -
6 ASC 1846 Göttingen 3 1980, 1983, 1984 SSC Göttingen
7 USC Heidelberg 2 1973, 1977 -
FC Bayern München 2 2014, 2018 -
9 VfL Osnabrück 1 1969 -
Brandt Hagen 1 1974 SSV Hagen
medi bayreuth 1 1989 Steiner Bayreuth
Skyliners Frankfurt 1 2004 Opel Skyliners Frankfurt
Köln 99ers 1 2006 RheinEnergie Köln
EWE Baskets Oldenburg 1 2009 -

Pokalsieger[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ebenfalls seit 1967 wird der Deutsche Pokalsieger ermittelt. Dies geschah von 1967 bis 2010 im DBB-Pokal, an dem die Vereine der ersten und zweiten Bundesliga sowie Mannschaften, die sich über die Pokalwettbewerbe der Landesverbände qualifizieren konnten, teilnahmen. 2010 wurde der DBB-Pokal das letzte Mal, bereits ohne Beteiligung der Erstligavereine, ausgetragen und durch einen Ligapokal, den BBL-Pokal ersetzt, an dem keine unterklassigen Mannschaften mehr teilnehmen. Dessen erste Austragung fand ebenfalls 2010 statt, weswegen es in diesem Jahr zwei Deutsche Pokalsieger gab. Den Abschluss des Pokalwettbewerbes stellt das TOP FOUR dar, das seit 1993 ausgetragen wird. Der Sieger dieses Turniers wird Pokalsieger. Gegen Ende der Saison 2017/18 gab man eine Reform des Pokalmodus zur Saison 2018/19 bekannt. Das TOP FOUR werde abgeschafft und stattdessen treten die 16 Mannschaften, die bereits in der Vorsaison in der BBL gespielt haben, in einem K.-o.-System gegeneinander an.[18]

Rang Mannschaft Titel Jahr Pokalsiege u. a. als
1 TSV Bayer 04 Leverkusen 10 1970, 1971, 1974, 1976, 1986, 1987, 1990, 1991, 1993, 1995
2 Alba Berlin 9 1997, 1999, 2002, 2003, 2006, 2009, 2013, 2014, 2016
3 Brose Bamberg 5 1992, 2010, 2011, 2012, 2017 TTL Basketball Bamberg, Brose Baskets
4 BBC Bayreuth 3 1988, 1989, 2010 BG Steiner-Optik Bayreuth, Steiner Bayreuth
RheinEnergie Köln 3 2004, 2005, 2007
BSC Saturn Köln 3 1980, 1981, 1983
MTV Gießen 3 1969, 1973, 1979
8 Herzogtel Trier 2 1998, 2001 TVG Basketball Trier
Brandt Hagen 2 1975, 1994 SSV Hagen
ASC 1846 Göttingen 2 1984, 1985
MTV Wolfenbüttel 2 1972, 1982
USC Heidelberg 2 1977, 1978
FC Bayern München 2 1968, 2018
14 EWE Baskets Oldenburg 1 2015
Artland Dragons 1 2008
SSV Ratiopharm Ulm 1 1996
VfL Osnabrück 1 1967
Skyliners Frankfurt 1 2000

Champions Cup[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zwischen 2006 und 2015 wurde vor Saisonbeginn der sogenannte Champions Cup ausgetragen. Dabei spielte der amtierende Meister gegen den Pokalsieger. Seit der Saison 2016/17 ruht der Wettbewerb aufgrund des engen Terminplans der Bundesligisten,[19] ist jedoch nicht offiziell abgeschafft worden.

Umfeld[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Berichterstattung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Vergleich zum Fußball nimmt die Basketball-Bundesliga nur eine untergeordnete Rolle in der medialen Rezeption dar. Mit der Basket, die hauptsächlich über die NBA berichtet, und der BIG, die hauptsächlich über den Basketball in Deutschland schreibt, gibt es zwei Sportzeitschriften, die über den deutschen Basketball berichten.

1992 übertrug Sportkanal erstmals 25 Spiele live.[20] Trotz des Sieges der Basketballnationalmannschaft bei der Basketball-Europameisterschaft 1993 wuchs das mediale Interesse an der Liga Mitte der Neunziger jedoch zunächst nicht.[21] Erst gegen Ende des Jahrzehnts wurden Ligaspiele wieder im Fernsehen ausgestrahlt, diesmal im Free-TV auf DSF (bis zur Saison 2003/04).[22][23] Bis 2003 war die Basketball-Bundesliga außerdem Bestandteil von ran – Sat.1 Basketball auf Sat.1.[24] Anschließend übertrug der Pay-TV-Sender Premiere ab der Saison 2004/05,[25] seit 2007 lief die Liga auf sportdigital.[26] Mit Beginn der Saison 2009/10 war Sport1 (vor 2010: DSF) erneut TV-Partner der Basketball-Bundesliga.[23] Der Vertrag wurde im August 2012 um zwei Jahre verlängert und sah vor, dass Sport1 mindestens 50 Spiele produziere, wovon mindestens 40 live im frei empfangbaren Fernsehen ausgestrahlt werden sollten.[27] Neben Spielen der Hauptrunde beinhaltete der Vertrag auch ausgewählte Spiele der Play-off-Runden, alle Finalspiele, sowie das Top Four, das jährliche Allstar-Game und den Champions Cup. Sendeplatz eines Livespiels war in der Regel Samstagabend. Diese Spiele wurden zudem auf der Webseite von Sport1 gestreamt und wurden beim Pay-TV-Ableger Sport1+ live oder zeitversetzt übertragen. Zusätzlich konnte mit kabel eins ein neuer Partner für die Saison 2012/13 gewonnen werden,[27] der sonntags bis zu zehn Spiele live im Free-TV, und auch auf den Onlineplattformen von MyVideo und ran, übertrug. Der Fokus lag vor allem auf den Spielen des FC Bayern München. In der Saison 2013/14 wurden außerdem einige ausgewählte Spiele im Radio auf Sport1.FM ausgestrahlt.

Wie im Juni 2014 bekannt wurde, hat die Deutsche Telekom die nationalen und internationalen Übertragungsrechte ab der Saison 2014/15 bis einschließlich der Spielzeit 2017/18 erworben. Das Angebot heißt Telekom Sport (vor 2018 Telekom Basketball) und stellt alle Ligaspiele, Playoff-Begegnungen sowie das Top Four, den Allstar Day, den Champions Cup und die Pokal-Qualifikation live in HD und als Video-on-Demand zur Verfügung. Die Spiele sind über Telekom Entertain sowie am PC und per App auf Smartphones und Tablets abrufbar.[28] Für Telekom-Kunden sei der Dienst „kostenfrei“,[29] für Nicht-Telekom-Kunden gebe es Monats- und Season-Pässe.[28] Free-TV-Partner der Deutschen Telekom war der Sender Sport1, der 34 Spiele der Hauptrunde und 14 Begegnungen der Play-offs zeigt.[30] Des Weiteren konnten ARD und ZDF als Free-TV-Partner gewonnen werden. Beide Fernsehsender werden Spielberichte aus der Liga und das BBL-Pokal-Finale Live zeigen. Gegen Ende der Saison 2017/18 einigte man sich auf eine Fortführung der Kooperation zwischen Telekom und BBL bis einschließlich der Saison 2022/23. Die Telekom erhielt außerdem die Bildrechte für den neuen Pokalmodus.[31]

Übertragungen der Basketball-Bundesliga im Free-TV erzielen oft nur unterdurchschnittliche Einschaltquoten. Mit knapp einer Million Zuschauern pro Sendung erreichte ran – Sat.1 Basketball 2002 weniger als die vergleichbaren Sendungen zur Fußball-Bundesliga.[32] Zwischen 2009 und 2012 verfolgten im Schnitt um die 100.000 Zuschauer die Übertragungen auf Sport1, die Finalserien schauten bis zu 600.000.[33] Auch in den folgenden Jahren lagen die Zuschauerzahlen im Schnitt nicht wesentlich höher zwischen 80.000 und ca. 200.000.[34][35][36][37] Auf Telekom Sport verfolgten knapp 16.000 Zuschauer ein Spiel der Saison 2016/17, knapp unter dem Zuschauerschnitt der Deutschen Eishockey Liga, bei insgesamt 160.000 Abonnenten des Dienstes.[38]

Zuschauerzahlen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Alba Berlin verzeichnete den höchsten Zuschauerschnitt aller deutschen und europäischen Basketballteams in der Spielzeit 2011/12.
Zuschauerzahlen[16]
Saison Insgesamt Durchschnittlich Entwicklung Durchschnittl. Kapazität Auslastung
2004/05 919.125 3.404
2005/06 977.046 3.619 + 6,3 % 4.238 84,5 %
2006/07 1.160.931 3.455 − 4,5 % 4.617 74,8 %
2007/08 1.198.325 3.577 + 3,5 % 4.254 84,1 %
2008/09 1.294.045 3.874 + 8,3 % 4.725 82,0 %
2009/10 1.302.350 3.888 + 0,6 % 4.792 81,1 %
2010/11 1.365.058 4.051 + 4,2 % 4.892 82,8 %
2011/12 1.463.802 4.422 + 9,2 % 5.173 85,5 %
2012/13 1.481.324 4.435 + 0,3 % 5.353 86,1 %
2013/14 1.575.581 4.675 + 5,4 % 5.275 89,2 %
2014/15 1.554.835 4.655 − 0,4 % 5.279 88,2 %
2015/16 1.494.995 4.517 − 3,0 % 5.185 87,1 %
2016/17 1.422.569 4.574 + 1,3 % 5.148 88,8 %
2017/18 1.470.818 4.404 − 3,7 % 4.949 89,0 %

Sonstiges[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der BBL wurden in der Saison 2011/12 34 Schiedsrichter und 17 Kommissare eingesetzt. Ein Spiel in der BBL wird von drei Schiedsrichtern und einem Kommissar geleitet.[39]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Dino Reisner: 40 Jahre Basketball-Bundesliga. Sutton Verlag, Erfurt 2006, ISBN 3-86680-014-2.
  2. Taurus Sport und BBL schließen Vertrag über Basketball-Fernsehrechte.
  3. Beko verlängert Vertrag mit der Basketball Bundesliga. new business, 1. Dezember 2011, abgerufen am 10. September 2015.
  4. Fünf Jahre Vertrauen: easyCredit neuer Namensgeber und strategischer Partner der Basketball Bundesliga Beko BBL, 20. Juli 2016, abgerufen am 20. Juli 2016.
  5. Ausbildungsfonds festgelegt. In: Basketball.de. 22. April 2009, abgerufen am 25. April 2018.
  6. Ausschreibung Wettbewerb 1.Basketball Bundesliga Saison 2017/2018. Basketball Bundesliga GmbH, 1. Juli 2017, abgerufen am 18. Februar 2018 (PDF; 9,3 MB).
  7. Spielordnung der Beko BBL für Saison 2009/10 (Memento vom 25. September 2010 im Internet Archive) (PDF).
  8. Lizenzstatut Saison 2017/2018. Basketball Bundesliga GmbH, 1. Juli 2017, abgerufen am 6. März 2018 (PDF; 193 KB).
  9. easyCredit - Struktur. Abgerufen am 12. Oktober 2017.
  10. easyCredit - Das Leitbild der Liga. 5. Mai 2011, abgerufen am 12. Oktober 2017.
  11. easyCredit - Leitbild. Abgerufen am 12. Oktober 2017.
  12. Beko wird Namenssponsor der Basketball Bundesliga. In: HORIZONT. (horizont.net [abgerufen am 12. Oktober 2017]).
  13. a b easyCredit - Ewige Tabelle. Abgerufen am 15. September 2017.
  14. Basketball Bundesliga GmbH: 50 Jahre Basketball Bundesliga. Hrsg.: Die Werkstatt GmbH. 1. Aufl. Göttingen, ISBN 978-3-7307-0242-0.
  15. SSV Einheit Weißenfels e.V. – Vereinsinfos. Abgerufen am 3. Juni 2018.
  16. a b Zuschauer-Statistiken. In: easycredit-bbl.de. Abgerufen am 17. Juni 2018 (tabellarische Übersicht).
  17. easyCredit Basketball Bundesliga Standards Saison 2017/18. Basketball Bundesliga GmbH, 1. Juli 2017, abgerufen am 6. März 2018 (PDF; 15,1 MB).
  18. Höherer Mindest-Etat und neuer Pokal-Wettbewerb: Klub-Vertreter votieren für strategisch wichtige Beschlüsse. In: easycredit-bbl.de. 24. April 2018, abgerufen am 24. April 2018.
  19. Sven Fleischmann: Basketball-Bundesliga streicht den Champions Cup. In: bblprofis.de. 28. Juni 2017, abgerufen am 12. September 2017.
  20. Verlogen und ängstlich. In: Der Spiegel. Band 44, 26. Oktober 1992, S. 242–247 (spiegel.de [abgerufen am 23. März 2018]).
  21. Finanzen: Krümel für die Kleinen. In: Der Spiegel. Band 7, 12. Februar 1996 (spiegel.de [abgerufen am 23. März 2018]).
  22. Auf Korb- und Umsatzjagd. In: Focus Online. 26. August 2002, abgerufen am 23. März 2018.
  23. a b DSF sichert sich Fernsehrechte an der Basketball Bundesliga. In: sponsors.de. 24. September 2009, abgerufen am 27. März 2018.
  24. Sat.1 zeigt kein Basketball mehr. In: quotenmeter.de. 27. August 2003, abgerufen am 25. April 2018.
  25. Fabian Riedner: Premiere überträgt die Basketball Bundesliga. In: quotenmeter.de. 8. November 2004, abgerufen am 25. April 2018.
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  32. Aus für „ran – Sat.1 Basketball“ ? In: quotenmeter.de. 16. November 2002, abgerufen am 25. April 2018.
  33. Manuel Weis: Am Rande des Spielfelds: Wo die versteckten Sporthits schlummern. In: quotenmeter.de. 18. November 2011, abgerufen am 25. April 2018.
  34. Manuel Weis: Keiner will «ran» an die Basketball-Bundesliga. In: quotenmeter.de. 19. November 2012, abgerufen am 25. April 2018.
  35. Sidney Schering: Beko BBL. In: quotenmeter.de. 18. Februar 2013, abgerufen am 25. April 2018.
  36. Manuel Weis: Dunks am Sonntag, TV-Poker in Österreich. In: quotenmeter.de. 2. Oktober 2017, abgerufen am 25. April 2018.
  37. Timo Nöthling: Basketball Live bei Sport1. In: quotenmeter.de. 22. Januar 2018, abgerufen am 25. April 2018.
  38. Gabriel Wagner: Der Rückblick zur BBL-Saison 2016/17. In: sponsors.de. 27. Juni 2017, abgerufen am 1. Mai 2018.
  39. Mehr als nur 40 Minuten. In: basketball.de. 19. November 2017, abgerufen am 25. April 2018.