Basketball-Bundesliga 1969/70

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Basketball-Bundesliga 1969/70
Reihenfolge der Austragung 4. Saison
Veranstalter DBB
Anzahl der Mannschaften 20
Hauptrunde
Hauptrundenerster Nord: TuS 04 Leverkusen
Süd: MTV 1846 Gießen
Top Scorer Volkmar Knopke (Wolfenbüttel)
Play-offs
Deutscher Meister TuS 04 Leverkusen

Basketball-Bundesliga 1968/69

Die Saison 1969/70 ist die vierte Spielzeit der Basketball-Bundesliga. Die höchste Spielklasse im deutschen Vereinsbasketball der Herren, bis 1990 beschränkt auf das Gebiet Westdeutschlands ohne die DDR, wurde in zwei regionalen Gruppen Nord und Süd ausgetragen und ermittelte die erstmals acht Teilnehmer der Finalrunde um die Deutsche Meisterschaft.

Saisonnotizen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Absteiger der Vorsaison aus der höchsten Spielklasse waren der TuSA Düsseldorf, der Post SV Hannover und der ASC Gelsenkirchen in der Gruppe Nord sowie der BC Darmstadt und die TG Würzburg in der Gruppe Süd. Eintracht Frankfurt zog sich nach zwei Spielzeiten aus der höchsten Spielklasse zurück. Neu in der höchsten Spielklasse waren der Berliner SV 92, der ASV Köln und der USC Münster in der Gruppe Nord sowie der TuS REI Koblenz, TV Kirchheimbolanden und Rückkehrer TSV 1860 München in der Gruppe Süd. Die Hauptrunde wurde im Rundenturnier-Modus innerhalb der jeweiligen Regionalgruppen ausgetragen. In jener Spielzeit gingen auch unentschiedene Spielergebnisse in die Wertung ein.

Als Neuerung qualifizierten sich die ersten vier Mannschaften der Regionalgruppen für zwei Endrundengruppen, bei denen im Rundenturnier-Modus entsprechend der Platzierungen der Hauptrunde je zwei Mannschaften einer Regionalgruppe in einer Endrundengruppe spielten, wobei die „ungeradig“ platzierten Mannschaften auf die „geradig“ platzierten Mannschaften der anderen Regionalgruppe trafen. Die beiden Gruppenersten der Finalrunde kamen ohne Halbfinale direkt ins Endspiel um die Deutsche Meisterschaft. Im Finalspiel in der Sporthalle in Dillingen/Saar zu einem Duell zwischen Vizemeister MTV 1846 Gießen und dem Vorjahresaufsteiger TuS 04 Leverkusen. Der spätere Rekordmeister TuS 04 gewann seinen ersten Titel mit einem knappen 76:73-Sieg über den MTV, der das zweite Endspiel hintereinander verlor. Der TuS 04 gewann einen Monat später auch den Pokalwettbewerb deutlich im Finale in Braunschweig gegen den Vorjahresmeister VfL Osnabrück und machte das Double und eine „Perfekte Saison“ ohne Niederlage komplett.

Endstände[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptrunde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gruppe Nord
# Mannschaft Punkte Körbe
1 TuS 04 Leverkusen 36:00 1767:1017
2 VfL Osnabrück (M) 28:80 1625:1335
3 SSV Hagen 24:12 1521:1313
4 ASV Köln (N) 22:14 1384:1333
5 ATV 77 Düsseldorf 19:17 1382:1333
6 MTV Wolfenbüttel 16:20 1306:1415
7 Oldenburger TB 15:21 1402:1543
8 Berliner SV 1892 12:24 1338:1562
9 USC Münster (N) 08:28 1274:1708
10 Neuköllner Sportfreunde 00:36 1141:1581
Gruppe Süd
# Mannschaft Punkte Körbe
1 MTV 1846 Gießen (P) 32:40 1642:1277
2 PSV Grünweiß Frankfurt 30:60 1513:1203
3 USC Mainz 28:80 1494:1312
4 USC Heidelberg 25:11 1569:1382
5 USC München 24:12 1515:1271
6 FC Bayern München 15:21 1306:1255
7 TSV 1860 München (N) 10:26 1254:1470
8 SC REI Koblenz (N) 08:28 1216:1445
9 Heidelberger TV 1846 08:28 1185:1547
10 TV Kirchheimbolanden (N) 00:36 955:1487
(M) Meister der Vorsaison____ (N) Neuling (Aufsteiger)____ (P) Pokalsieger der Vorsaison
Fett Für Zwischenrunde qualifiziert____  Absteiger____

Zwischenrunde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gruppe A
# Mannschaft Siege[1] Remis Nieder-
lagen
Punkte Körbe
1 MTV 1846 Gießen 5 0 1 10:2 540:471
2 USC Mainz 8:4 516:498
3 VfL Osnabrück 6:6 515:495
4 ASV Köln 0 0 6 0:12 423:530
Gruppe B
# Mannschaft Siege[2] Remis Nieder-
lagen
Punkte Körbe
1 TuS 04 Leverkusen 6 0 0 12:0 505:414
2 USC Heidelberg 4 0 2 8:4 457:458
3 SSV Hagen 2 0 4 4:8 426:436
4 PSV GW Frankfurt 0 0 6 0:12 441:521

 Finalteilnehmer

Endspiel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

26. April 1970 in Dillingen/Saar: TuS 04 Leverkusen – MTV 1846 Gießen 76:73 (35:40)

Meistermannschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kader TuS 04 Leverkusen in der Saison 1969/70[3]
Spieler
Nr. Nat. Name Geburt Größe Info Letzter Verein
Guards (PG, SG)
DeutschlandDeutschland Dieter Kuprella 05.02.1946 184 A-Nat ASC Gelsenkirchen
DeutschlandDeutschland Jochen Pollex 06.06.1947 186 A-Nat SSV Hagen
Center (C)
DeutschlandDeutschland Norbert Thimm 21.08.1949 205 A-Nat SSV Hagen
weitere
DeutschlandDeutschland Largo Wandel
DeutschlandDeutschland Wilhelm Angermann
DeutschlandDeutschland Wolfgang Bunse
DeutschlandDeutschland Götz Grabner
DeutschlandDeutschland Klaus Greulich
Rumänien 1965Rumänien/DeutschlandDeutschland Dan Puscasiu
DeutschlandDeutschland Helmut Posern
DeutschlandDeutschland Heinz Schäfer
DeutschlandDeutschland Wolfgang Schmidt
Trainer
Nat. Name Position
DeutschlandDeutschland Günter Hagedorn
Legende
Abk. Bedeutung
A-Nat Nationalspieler

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. GIESSEN 46ers – Saisonrückblick: MTV 1846 wieder Vizemeister (Saison 1969/70). Gießen 46ers, archiviert vom Original am 21. Dezember 2011; abgerufen am 10. Februar 2016.
  2. Peter Wittig: Höhenflüge (Anfänge bis Saison 1976/1977): Saison 1969/1970. USC Heidelberg, archiviert vom Original am 9. Dezember 2012; abgerufen am 10. Februar 2016 (Annalen des USC). i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.usc-hd.de
  3. Die Jubiläumsfeier der alten Meister. Kölner Stadt-Anzeiger, 30. April 2010, abgerufen am 4. Februar 2013.