Basse-Ham

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Basse-Ham
Wappen von Basse-Ham
Basse-Ham (Frankreich)
Basse-Ham
Region Grand Est
Département Moselle
Arrondissement Thionville
Kanton Metzervisse
Gemeindeverband Portes de France-Thionville
Koordinaten 49° 23′ N, 6° 15′ OKoordinaten: 49° 23′ N, 6° 15′ O
Höhe 149–249 m
Fläche 10,05 km2
Einwohner 2.302 (1. Januar 2014)
Bevölkerungsdichte 229 Einw./km2
Postleitzahl 57110
INSEE-Code
Website basse-ham.fr

Kirche Saint-Willibord

Basse-Ham (deutsch Niederham, 1940–44 Niederhamm) ist eine französische Gemeinde mit 2302 Einwohnern (Stand 1. Januar 2014) im Département Moselle in der Region Grand Est (bis 2015 Lothringen). Sie gehört zum Arrondissement Thionville und zum Kanton Metzervisse.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Basse-Ham liegt etwa sieben Kilometer nordöstlich von Thionville an der Mosel auf einer Höhe zwischen 149 und 249 m über dem Meer. Im 10,05 km² umfassenden Gemeindegebiet mündet die Bibiche in die Mosel. Unweit des gegenüberliegenden Moselufers befindet sich das Kernkraftwerk Cattenom.

Zu Basse-Ham gehören die Ortsteile Haute-Ham (Oberham) im Westen und Saint-Louis im Süden der Gemeinde.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Basse-Ham, das lange zum Herzogtum Luxemburg gehörte, kam nach dem Pyrenäenfrieden 1659 zu Frankreich. Von 1871 bis 1918 gehörte Basse-Ham unter dem Namen Niederham als Teil des Reichslandes Elsaß-Lothringen zum deutschen Kaiserreich. Zwischen 1940 und 1945 war die Gemeinde von Truppen des Deutschen Reiches besetzt. In dieser Zeit trug der Ort den Namen Niederhamm.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2007
Einwohner 1.329 1.895 2.016 2.141 1.986 1.883 2.127

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kapelle Notre-Dame mit dem Bildstock aus dem 17. Jahrhundert
Kapelle Saint-Marc in Haute-Ham

Die Pfarrkirche Saint-Willibord, die auch im Wappen dargestellt ist, wurde im 18. Jahrhundert erbaut aber 1891 zerstört und danach bis 1893 nach den Plänen Conrad Wahns wieder aufgebaut. Im Zweiten Weltkrieg (1939–1945) wurde das Gebäude im November 1944 durch Bombardements schwer beschädigt. Von 1947 bis 1952 wurden Restaurierungsarbeiten durchgeführt.

Die Kapelle Notre-Dame wurde im 18. Jahrhundert errichtet. 1765 wurden Restaurierungsarbeiten durchgeführt. In der Kapelle stehen mehrere Skulpturen aus dem 18. Jahrhundert. Ein Kruzifix verschwand zwischen 1975 und 1984 aus der Kapelle. Eine Pietà und zwei Statuen, von denen eine Antonius von Padua, die andere Josef von Nazaret darstellt, sind erhalten, befinden sich aber in schlechtem Zustand. Eine weitere Statue zeigt die Heilige Klara von Assisi.[1] Vor der Kapelle steht ein reich verzierter Bildstock, der 1614 errichtet wurde.[2]

Die Kapelle Saint-Marc im Ortsteil Haute-Ham wurde 1956 erbaut, um eine alte Kapelle aus dem 12. Jahrhundert zu ersetzen, die 1955 zerstört worden war.[3]

Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Eintrag Nr. 57287 in der Palissy-Datenbank des französischen Kulturministeriums (französisch)
  2. Basse-Ham (57)-Sortie pédestre avec le Club Vosgien. In: certiferme.com. 27. Juli 2011, abgerufen am 6. März 2013 (französisch).
  3. Eintrag Nr. 57287 in der Base Mérimée des französischen Kulturministeriums (französisch)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Basse-Ham – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien