Basta (A-cappella-Gruppe)

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basta
Basta 2013, von links nach rechts: Werner Adelmann, William Wahl, Arndt Schmöle, Thomas Aydintan, René Overmann
Basta 2013, von links nach rechts: Werner Adelmann, William Wahl, Arndt Schmöle, Thomas Aydintan, René Overmann
Allgemeine Informationen
Genre(s) A cappella
Gründung 2000
Website basta-online.de
Aktuelle Besetzung
Tenor
William Wahl
Tenor
Thomas Aydintan (seit 2004)
Tenor
René Overmann
Tenor
Werner Adelmann
Bass
Arndt Schmöle (seit 2013)
Ehemalige Mitglieder
Tenor
Sascha Breuer-Rölke (bis 2004)
Bass
Andreas Hardegen (bis 2013)

Basta ist eine deutsche A-cappella-Gruppe aus Köln. Sie besteht aus fünf Sängern, die ihre Stücke meist selbst schreiben und arrangieren.

Geschichte[Bearbeiten]

Basta entwickelte sich aus den A-cappella-Gehversuchen der Schulfreunde René Overmann und William Wahl. Die beiden hatten schon als Teenager zusammen Musik gemacht und ihr Taschengeld während Schulzeit und Studium mit A-cappella-Musik aufgebessert. Die beiden sangen in unterschiedlichen Formationen (meist zu viert) eher nebenher, bis sie zusammen mit Werner Adelmann beschlossen, ein Bühnenprogramm mit eigenen Liedern auf die Beine zu stellen. Nach Zeitungsannoncen und Casting fiel die Entscheidung auf Andreas Hardegen als Bass. In dieser Besetzung gab basta im Jahr 2000 die ersten eigenen Konzerte, somit gilt 2000 als Gründungsjahr.

Mit der Verpflichtung Klaus Tröschers als Manager (der auch BAP, Rüdiger Hoffmann und Ingo Appelt managte) begann die eigentliche Karriere der Band. Basta unterschrieb einen Plattenvertrag bei der BMG, es folgten die CDs basta (2002) und b (2004). Konzerte fanden nicht mehr nur regional, sondern in ganz Deutschland statt. Wichtig für den Erfolg der Band waren auch die Fernsehauftritte, vor allem bastas Gastspiel als Barbara Schönebergers Hausband im Comedy-Champ-Wettbewerb des ZDF und ihr Auftritt vor acht Millionen Zuschauern in der von Jörg Pilawa moderierten PISA-Show.

2004 erfolgte das bis dahin größte Konzert vor 2000 Zuschauern in der Kölner Philharmonie, das vom WDR mehrfach ausgestrahlt wurde. 2005 gastierten sie nach einem Auftritt vor 120.000 Zuschauern beim Kölner Weltjugendtag in der ausverkauften Kölner Oper. Anschließend folgten die dritte CD Wir kommen in Frieden und die eigene TV-Show "...und basta!" im WDR. 2006 strahlte der WDR die erste Staffel mit sechs Folgen aus. 2007 folgte die zweite, 2009 die dritte Staffel mit sieben Folgen.

2007 nahm basta die vierte CD Wir sind wie wir sind auf und schaffte es mit dem Album erstmals in die deutschen Albumcharts. Zur EM 2008 erreichte der Song Spielerfrauen Platz 93. Im darauffolgenden Jahr konzertierten Basta auf Einladung des Goethe-Instituts in China. 2009 sang Basta die Songs des von Walter Moers und Thomas Pigor geschriebenen Fernsehmusicals Käpt'n Blaubär und der blöde Wolf und übernahm darin weitere Sprechrollen[1].

Die fünfte CD Fünf erschien 2010 und erreichte Platz 43 der deutschen Charts. Das Lied Gimme Hope Joachim, eine Coverversion von Eddy Grants Gimme Hope Jo’anna, wurde passend zur Fußball-WM 2010 veröffentlicht und erreichte Platz 18 der deutschen Charts.[2][3]

2011 erschien das sechste Studioalbum Basta macht blau, das Platz 33 der deutschen Albumcharts erreichte. Ein Jahr darauf gewann Basta den alle fünf Jahre von der Fernsehzeitschrift Prisma vergebenen Prix Médial[4].

Im September 2013 kam es zu einer Umbesetzung in der Gruppe: Arndt Schmöle ersetzte Andreas Hardegen als Bass. Arndt Schmöle und Thomas Aydintan hatten bereits im Hannoveraner a-cappella-Ensemble "Modell Andante" gemeinsam gesungen[5].

Bandmitglieder[Bearbeiten]

Werner Adelmann[Bearbeiten]

Als Jugendlicher nahm er an diversen Schauspielprojekten teil, bis er im Alter von 14 Jahren seine eigene Band gründete. Dort war er zunächst Keyboarder, bis er bald darauf als Leadsänger agierte. Anschließend absolvierte Adelmann eine Ausbildung zum Medienassistenten, nach der er als Sounddesigner und Komponist für PC-Spiele arbeitete. Werner Adelmann kam zu Basta durch die zufällige Begegnung mit René Overmann im Skiurlaub.

Thomas Aydintan[Bearbeiten]

Thomas Aydintan ist Sohn zweier Musikprofessoren. Er begann bereits im Alter von vier Jahren Geige zu spielen, etwas später folgten dann das Klavier und Gesang im Knabenchor Hannover. Erste Bühnenerfahrung sammelte er als einer der drei Knaben in Mozarts Zauberflöte. Während des Studiums in Hannover gründeten er und Arndt Schmöle 1993 das A-cappella-Ensemble Modell Andante, dem er zehn Jahre lang angehörte. Nach dem Diplom wechselte er 1997 an die Kölner Musikhochschule, studierte Liedgestaltung und wurde dort im gleichen Fach Dozent. Seit Sommer 2004 ist Thomas Aydintan Mitglied bei Basta. Neben seinem Engagement für Basta moderiert Aydintan seit 2009 allweihnachtlich die WDR-Fernsehsendung Schöne Bescherung [6].

René Overmann[Bearbeiten]

Overmann erhielt früh Klavier- und Klarinettenunterricht, bevor er gemeinsam mit William Wahl, den er in der Schule kennenlernte, die Band gründete, die später zu Basta wurde.

Arndt Schmöle[Bearbeiten]

Arndt Schmöle kam im September 2013 zu Basta. Er singt in der Stimmlage Bass. Schmöle studierte nach früher stimmlicher Grundausbildung im Knabenchor Hannover Musik, Psychologie und Pädagogik auf Lehramt und gründete 1993 gemeinsam mit Thomas Aydintan das a-cappella-Ensemble "Modell Andante". In den Jahren 1997 bis 2004 wirkte er in Hannover als Schauspieler, Sprecher und Sänger in verschiedenen Produktionen des Neuen Theaters, der Landesbühne und der Niedersächsischen Staatsoper mit. Arndt Schmöle ist neben seinem Engagement für Basta als Moderator und Synchronsprecher tätig. Seit 2012 hat er eine Dozentur für Hörspiel- und Synchronsprechen an der Ausbildungs-Akademie Deutsche POP.

William Wahl[Bearbeiten]

William Wahl gründete gemeinsam mit René Overmann noch in der Schulzeit die erste A-cappella-Gruppe, aus der sich später Basta entwickelte. Nach dem Abitur fungierte er als musikalischer Leiter diverser Musicals und studierte in Köln und Berlin Musik. Innerhalb der Band ist Wahl Autor, Texter und Arrangeur der meisten Songs. 2012 veröffentlichte Wahl das Soloalbum Wie schön wir waren, dessen Musikrichtung er selbst als „Kammerpop“ bezeichnet.[7] 2013 schrieb er einen komödiantischen Namensratgeber, der unter dem Titel Ernst beiseite - 500 Namen, die Sie Ihrem Kind besser nicht geben sollten als Taschenbuch erschien[8].

Diskografie[Bearbeiten]

Alben[Bearbeiten]

Jahr Titel Chartsplatzierung[9]
2002 basta -
2004 b -
2006 Wir kommen in Frieden -
2007 Wir sind wie wir sind DE Platz 91
2010 Fünf DE Platz 43
2011 Basta macht blau DE Platz 33

Singles[Bearbeiten]

Jahr Titel Chartsplatzierung[10]
2007 Deutsche -
2008 Spielerfrauen DE Platz 93
2010 Gimme Hope Joachim DE Platz 18

DVD[Bearbeiten]

Jahr Titel Anmerkung
2008 Wir sind wie wir sind – LIVE Live aus der Tonhalle, Düsseldorf
erschienen bei: Universal

Weitere Veröffentlichungen[Bearbeiten]

Songbuch[Bearbeiten]

2008 basta – Das Songbook 16 Original-Arrangements für fünf Stimmen
„Die zweite Geige“ für Klavier und Stimme

TV-Auftritte[Bearbeiten]

  • Comedy-Champ (ZDF, Basta fungierten hier als Hausband)
  • Pisa-Show (Das Erste)
  • basta in der Philharmonie (WDR, Konzertmitschnitt aus 2004)
  • Play (GIGA)
  • diverse Kurzauftritte (WDR, Klingendes NRW, B-trifft, Kölner Treff, Inas Nacht)
  • … und basta (WDR, eigene TV-Show mit Comedy und Musik)
  • Nightwash (WDR)
  • Nie wieder 80 – Dieter Hildebrandt (Das Erste)
  • Deutschland lacht (Das Erste)
  • die Aktuelle Schaubude (NDR)
  • Willkommen bei Carmen Nebel (ZDF)
  • ZDF Fernsehgarten (ZDF)

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. http://www.wunschliste.de/tvnews/m/wdr-verfilmt-kaept-n-blaubaer-abenteuer-im-pizzawald
  2. http://www.netzpanorama.de/gimme-hope-joachim-der-jogi-low-a-cappella-wm-song-2010-von-basta/
  3. http://www.turus.net/kultur/5711-abgesahnt-fussball-schland-dominiert-die-charts.html
  4. http://www.openpr.de/drucken/624074/Prix-M-dial-fuer-Barbara-Schoeneberger-und-BASTA.html
  5. http://www.aydintan.de/modell-andante/
  6. http://www.acappella-online.de/de/tvandradio/schoene-bescherung-2009-live-aus-recklinghausen-20588
  7. dradio.de Wie schön wir waren (Abgerufen am 9. März 2012)
  8. http://www.rowohlt.de/magazin_artikel/William_Wahl_Ernst_beiseite.3084417.html
  9. http://www.musicline.de/de/chartverfolgung_summary/artist/Basta/?type=longplay
  10. http://www.musicline.de/de/chartverfolgung_summary/artist/Basta/42591/single

Weblinks[Bearbeiten]