Bastogne

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Bastogne
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Bastogne (Luxemburg)
Bastogne
Bastogne
Staat Belgien
Region Wallonien
Provinz Luxemburg
Bezirk Bastogne
Koordinaten 50° 0′ N, 5° 43′ O50.0041666666675.72Koordinaten: 50° 0′ N, 5° 43′ O
Fläche 172,03 km²
Einwohner (Stand) 14.090 Einw. (1. Januar 2005)
Bevölkerungsdichte 82 Einw./km²
Postleitzahl 6600

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Bastogne (deutsch Bastnach, niederländisch Bastenaken, luxemburgisch Baaschtnech) ist eine belgische Kleinstadt in den Ardennen an der Grenze zum Großherzogtum Luxemburg. Sie liegt in der Provinz Luxemburg, Wallonische Region und hat 14.090 Einwohner (1. Januar 2005).

Bedeutung[Bearbeiten]

Die St.-Peter-Kirche (12. bis 16. Jahrhundert)
Das Mardasson-Denkmal
Der nach dem US-amerikanischen General Anthony McAuliffe benannte Platz

Ihre Bekanntheit geht auf die Ardennenoffensive der deutschen Wehrmacht ab dem 16. Dezember 1944 - also in der Endphase des Zweiten Weltkrieges - zurück. Unter Feldmarschall von Rundstedt startete die Wehrmacht im Norden Luxemburgs und im angrenzenden östlichen Belgien einen letzten Großangriff, in dessen Verlauf die amerikanischen Truppen zurückgeworfen wurden und sich nur in der umzingelten Stadt halten konnten. Die Belagerung von Bastogne dauerte vom 20. bis zum 27. Dezember 1944. Zum Andenken an die verlustreiche Winterschlacht wurde in Bastogne eine Gedenkstätte, das Mardasson Memorial errichtet, dem ein Weltkriegsmuseum benachbart ist.

Bastogne ist heute Wendepunkt des bekannten Eintages-Radrennens Lüttich-Bastogne-Lüttich.

Geschichte[Bearbeiten]

Der Ort wurde im Testament des Verduner Diakons Adalgisel Grimo aus dem Jahre 634 erstmals erwähnt, als dieser der Abtei von Trier seinen Besitz in Bastogne (in Bastoneco) übergab, der 721 an die Abtei von Prüm ging.

Zwei alte Heerstraßen kreuzen sich in Bastogne: Reims - Köln und Arlon-Tongeren.[1]

Ab dem 20. Dezember 1944 wurde Bastogne im Zuge der Ardennenoffensive von der deutschen Wehrmacht unter dem Kommando von Heinrich von Lüttwitz angegriffen, da der Ort ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt (dort treffen sich sieben Straßen) in den belgischen Ardennen war und ist. Bastogne wurde am 22. Dezember eingekesselt, jedoch konnten die Fallschirmjäger der 101. US-Luftlandedivision unter dem Kommando von US-Brigadegeneral Anthony McAuliffe die Stadt erfolgreich gegen die deutsche Übermacht verteidigen, bis Entsatztruppen ihnen zur Hilfe kamen. Am Morgen des 22. Dezember begannen die Amerikaner eine Gegenoffensive; ein ganzes Korps rückte auf Bastogne zu und hatte die deutsche Angriffsspitze am 25. Dezember vertrieben.[2] Im Januar 1945 rückten alliierte Truppen von Bastogne aus Richtung Nordosten auf St. Vith vor.[3]

Verkehr[Bearbeiten]

Bastogne besaß bis Mitte der 1990er-Jahre einen Bahnhalt an der Bahnstrecke Libramont-Bastogne-Gouvy.

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten]

Gemeinde Bastogne[Bearbeiten]

Die Gemeinde Bastogne wurde zum 1. Januar 1977 im Zuge der Belgischen Gemeindereform aus den folgenden 5 bisher selbständigen Gemeinden gebildet (nunmehr Ortsteile der Gemeinde Bastogne):

amtlicher Name (franz.) wallonischer Name luxemburgischer Name deutscher Name
Bastogne Bastogne Baaschtnech Bastnach
Longvilly Lonvli[4] Lengswèller[5] Lingsweiler[4]
Noville Noveye-dilé-Bastogne - -
Villers-la-Bonne-Eau Viyè Wöllerbâch[6] Weilerbach[6]
Wardin Wârdin Wardicht[7] Wardig[8]

Sonstiges[Bearbeiten]

Das Mardasson-Denkmal ist ein Denkmal auf dem Mardasson-Hügel. Es wurde 1950 errichtet, liegt drei Kilometer nordöstlich vom Zentrum von Bastogne und erinnert an die 76.890 amerikanischen 'casualties': Soldaten, die bei der Ardennenoffensive verwundet, getötet oder vermisst wurden. Die Straße vom Zentrum zum Denkmal heißt 'Straße der Befreiung'.

In Recogne, 6 km nördlich von Bastogne, ist ein deutscher Soldatenfriedhof. Hier liegen weit über 3.000 Wehrmacht-Soldaten. Ursprünglich lagen dort auch etwa 2.700 US-Soldaten die in der Gegend gefallen waren, diese wurden jedoch im Sommer 1948 auf den Henri-Chapelle American Cemetery and Memorial-Friedhof umgebettet.[9][10]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Bastogne – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. letztere wurde 1840 erwähnt im "Conversations-Lexikon der Gegenwart: in vier Bänden. K bis O, Band 3": Seite 420
  2. Seite 23 unten (englisch)
  3. Victory in the Ardennes
  4. a b Jean-Jacques Jespers: Dictionnaire des noms de lieux en Wallonie et à Bruxelles. Éditions Racines 2005, Seite 382.
  5. Wörterbuch der luxemburgischen Mundart Band 1. M. Huss 1906, Seite 267.
  6. a b Wörterbuch der luxemburgischen Mundart Band 1 a.a.O., Seite 490.
  7. Fernand Hoffmann: Geschichte der Luxemburger Mundartdichtung. Bourg-Bourger 1964, Seite 19.
  8. Jean-Jacques Jespers a.a.O., Seite 625.
  9. Entstehung des Soldatenfriedhofes Recogne-Bastogne
  10. www.volksbund.de (Land 'Belgien' und Friedhof 'Recogne-Bastogne' wählen)