Bathelémont

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Bathelémont
Wappen von Bathelémont
Bathelémont (Frankreich)
Bathelémont
Region Grand Est
Département Meurthe-et-Moselle
Arrondissement Lunéville
Kanton Baccarat
Gemeindeverband Pays du Sânon
Koordinaten 48° 42′ N, 6° 32′ OKoordinaten: 48° 42′ N, 6° 32′ O
Höhe 227–335 m
Fläche 6,60 km2
Einwohner 62 (1. Januar 2015)
Bevölkerungsdichte 9 Einw./km2
Postleitzahl 54370
INSEE-Code

Mairie Bathelémont

Bathelémont ist eine französische Gemeinde mit 62 Einwohnern (Stand 1. Januar 2015) im Département Meurthe-et-Moselle in der Region Grand Est. Administrativ gehört sie zum Arrondissement Lunéville und zum Kanton Baccarat.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Arracourt liegt auf 270 m Meereshöhe, etwa zwölf Kilometer nördlich der Stadt Lunéville und etwa 25 Kilometer östlich der Stadt Nancy.

Das Gemeindegebiet umfasst einen Abschnitt des Hügellandes zwischen den Mosel-Nebenflüssen Sânon im Süden und Seille im Norden. Die Nordgrenze des Gemeindegebietes markiert die Wasserscheide zwischen beiden Flüssen. Hier, im Forst Bois du Sentier de Vie, wird mit 335 m über dem Meer der höchste Punkt der Gemeinde erreicht. Das nach Süden abfallende Gelände wird durch die Bäche Ruisseau de la Fossatte und Ruisseau de Haute Foucray in Richtung Sânon entwässert. Bis auf kleine Waldanteile im Norden und Obstbäume rund um das Dorf dominieren große Ackerflächen das Areal der Gemeinde.

Nachbargemeinden von Bathelémont sind Arracourt im Norden, Bures im Osten, Hénaménil im Südosten, Bauzemont im Süden, Valhey im Südwesten sowie Athienville im Nordwesten.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Name Bathelémont taucht erstmals im späten 11. Jahrhundert in einer Urkunde der Gräfin Sophia von Bar auf.

Im Mittelalter war das Dorf in zwei Herrschaften geteilt: ein Teil war dem Bischof von Metz untertan, der andere gehörte dem Herzog von Lothringen. Ausgedehnte Ländereien um Bathelémont gehörten im 18. Jahrhundert dem Haus Ficquelmont, einem alten lothringischen Adelsgeschlecht. Erst durch die Französische Revolution wurde Bathelémont wieder vereint.[1]

1917 wurde in Bathelémont das erste Denkmal für im Ersten Weltkrieg gefallene Amerikaner auf französischem Boden errichtet. Es wurde während des Zweiten Weltkrieges zerstört und später wieder neu errichtet[2].

Eine zweite lothringische Gemeinde namens Bathelémont existierte bis 1806. Sie ging vollständig in Laxou auf, einer Vorstadt von Nancy. Heute auf keiner Karte mehr verzeichnet, entfiel der Grund für den Namenszusatz -lès-Bauzemont, sodass das Innenministerium dem Antrag auf Umbenennung der Gemeinde von Bathelémont-lès-Bauzemont nach Bathelémont am 22. März 2011 zustimmte[3].

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2007
Einwohner 74 79 71 66 71 65 58

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Kirche St. Johannes der Täufer (Église Saint-Jean-Baptiste), rekonstruiert nach 1918

Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bathelémont liegt abseits der überregional wichtigen Verkehrsströme. Westlich des Dorfes verläuft die Fernstraße von Lunéville über Moyenvic nach Château-Salins. Weitere Straßen verbinden das Dorf mit den Nachbargemeinden Bures und Bauzemont.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 3. Februar 1753 wurde in Bathelémont Jean-Nicolas Stofflet geboren, er war einer der Anführer des Aufstandes der Vendée.

Belege[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Henri Lepage: Communes de la Meurthe, journal historique des villes, bourgs, villages... auf books.google.fr (französisch)
  2. Monument
  3. Dekret des Innenministers

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Bathelémont – Sammlung von Bildern