Batman Begins

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Filmdaten
Deutscher TitelBatman Begins
OriginaltitelBatman Begins
Batman-begins.svg
ProduktionslandVereinigte Staaten
Vereinigtes Königreich
OriginalspracheEnglisch
Erscheinungsjahr2005
Länge140 Minuten
AltersfreigabeFSK 12[1]
JMK 12[2]
Stab
RegieChristopher Nolan
DrehbuchChristopher Nolan,
David S. Goyer
ProduktionEmma Thomas,
Charles Roven,
Larry J. Franco
MusikHans Zimmer,
James Newton Howard
KameraWally Pfister
SchnittLee Smith
Besetzung
Synchronisation
Chronologie

Nachfolger →
The Dark Knight

Batman Begins ist eine US-amerikanische Comicverfilmung des Regisseurs Christopher Nolan aus dem Jahre 2005. Der Film ist ein Reboot der Batman-Geschichte und erzählt den Batman-Mythos auf realistischere Weise neu, wofür er sich inhaltlich an keiner der vorherigen Verfilmungen orientiert. Christian Bale ist in der Rolle des Titelhelden zu sehen. Der Film spielte 374,2 Millionen US-Dollar ein. Die Produktionskosten lagen bei 150 Millionen US-Dollar.

Handlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Als kleiner Junge stürzt Bruce Wayne beim Spielen in einen alten Brunnen, in welchem er von einem Schwarm Fledermäuse attackiert wird. Seitdem hat er panische Angst vor diesen Tieren. Kurz nach diesem Vorfall besucht er mit seinen wohlhabenden wie auch wohltätigen Eltern Thomas und Martha Wayne die Oper im nahegelegenen Gotham City. Durch die als Fledermäuse kostümierten Darsteller verängstigt, drängt er seine Eltern dazu, die Aufführung vorzeitig zu verlassen. Vor dem Theater überfällt der Straßenräuber Joe Chill die Familie und erschießt Thomas und Martha. Der junge Bruce bleibt traumatisiert zurück und wird vom treuen Butler Alfred Pennyworth großgezogen.

Vierzehn Jahre später wird Chill vorzeitig begnadigt, wenn er im Gegenzug gegen den mächtigen Mafiaboss Carmine Falcone aussagt. Der mittlerweile zu einem verbitterten jungen Mann herangewachsene Wayne sieht seine Chance auf Rache gekommen und will Chill nach der öffentlichen Gerichtsverhandlung erschießen. Jedoch kommt ihm eine von Falcone beauftragte Auftragsmörderin zuvor. Waynes Kindheitsfreundin, die Staatsanwältin Rachel Dawes, ist erschüttert, als Wayne ihr seine geplante Mordtat gesteht, und belehrt ihn, dass sein Vater sich für ihn schämen würde. Davon beeindruckt konfrontiert Wayne Falcone in einem Nachtclub. Der Mafiaboss, ungerührt von Waynes Auftritt, erklärt ihm, dass er seine Macht nur der Angst der Leute verdanke, und lässt den jungen Mann hinauswerfen. Wayne reist daraufhin über den gesamten Globus, um kriminelles Denken zu erforschen. Zum Schein beteiligt er sich an verschiedensten Orten auf der Welt an Verbrechen, wird im Grunde seines Herzens jedoch nie ein Krimineller.

Seine Forschungsreise endet damit, dass er in einem chinesischen Gefängnis landet. Dort bekommt er Besuch von dem geheimnisvollen Henri Ducard. Dieser bietet Wayne an, sich der „Gesellschaft der Schatten“ anzuschließen, einer geheimen Organisation unter der Führung von Ra’s al Ghul, die Verbrecher bekämpft. Nach seiner Entlassung sucht er Ra’s al Ghul in seinem Bergpalast auf. Dort trifft er erneut auf Ducard, der ihn zum Ninja ausbildet. Der endgültigen Aufnahme in die Gesellschaft der Schatten widersetzt er sich jedoch, da er sich weigert, Verbrecher zu exekutieren. Auch lehnt er Ra’s al Ghuls Plan ab, seine von Kriminalität durchsetzte Heimatstadt Gotham City zu zerstören. Bei seiner Flucht gerät der Bergpalast in Brand und Ra’s al Ghul kommt in den Flammen um. Wayne schafft es mit letzter Kraft, dem bewusstlosen Ducard das Leben zu retten, und lässt ihn bei einigen Einheimischen sicher zurück.

Wayne kehrt nach Gotham City zurück, wo er bereits als tot galt, um dort dem organisierten Verbrechen den Kampf anzusagen. In der Öffentlichkeit als schnöseliger, reicher Playboy auftretend, bekundet er nun außerdem sein Interesse an Wayne Enterprises, dem langjährigen Unternehmen seiner Familie, das mittlerweile der skrupellose William Earle leitet. In der Firma lernt er den brillanten Entwickler Lucius Fox kennen. Das ehemalige Vorstandsmitglied, von Earle aufs Abstellgleis geschoben, verwahrt in einer gewaltigen Kelleranlage sämtliche Forschungsprojekte des Unternehmens, darunter nie vermarktete Prototypen wie einen speziellen Schutzanzug und ein gepanzertes Fahrzeug, genannt „Tumbler“. Fox stellt Wayne die Objekte zur Verfügung, da sie ihm seiner Meinung nach ohnehin gehören. Außerdem entdeckt Wayne unter seinem Anwesen Wayne Manor eine große leere Höhle und richtet dort seine Operationsbasis, die Bathöhle, ein. Mit Hilfe seines Butlers Alfred entwickelt er aus Fox’ Ausrüstung einen Kampfanzug und nimmt als maskierter Kämpfer, in Anlehnung an sein eigenes Kindheitstrauma, die Identität Batman an. Er überwacht Polizisten und nimmt Kontakt zu Sergeant James Gordon auf, der einer der wenigen noch nicht käuflichen Polizisten Gothams ist. Er fragt Gordon, was er braucht, um Falcone das Handwerk zu legen.

Bei seinen Nachforschungen findet er heraus, dass Falcone mit dem Psychiater Dr. Jonathan Crane zusammenarbeitet, der ein Halluzinogen entwickelt hat, das die größten Ängste eines Menschen verstärkt und hervorruft. Batman gelingt es in seiner ersten Nacht, Falcone und andere bisher unantastbare Kriminelle an die Polizei auszuliefern und seiner alten Freundin Rachel Dawes Druckmittel gegen korrupte Bürokraten, u. a. den zuständigen Strafrichter, zu übergeben. Crane besucht Falcone im Gefängnis, der schon seit Monaten Cranes Droge nach Gotham einschmuggeln ließ. Der Doktor verabreicht Falcone sein Toxin, das den Mafiaboss wahnsinnig werden lässt, und bringt ihn in seine psychiatrische Klinik Arkham. Bei weiteren Nachforschungen kommt es zu einer persönlichen Konfrontation zwischen Batman und Crane, bei welcher der unvorbereitete Batman ebenfalls vergiftet, mit Benzin überschüttet und angezündet wird und nur knapp mit dem Leben davonkommt. Alfred rettet ihn rechtzeitig und Lucius Fox entwickelt ein Gegenmittel für die Droge. Dieses wirkt gleichzeitig als Impfung, wodurch er fortan immun gegen das Halluzinogen ist.

Bei einem Besuch in Arkham entdeckt Dawes, dass Crane und seine Anstaltsinsassen das Halluzinogen schon seit längerer Zeit in die Hauptwasserversorgung der Stadt einleiten. Sie will fliehen, doch Crane nimmt sie gefangen und verabreicht ihr eine tödliche Dosis der Droge. Doch kurz danach erscheint Batman und schaltet Cranes Handlanger ohne große Mühe aus. Zuletzt überwältigt er den Doktor und verabreicht ihm eine Dosis seines eigenen Halluzinogens. Batman verhört den halluzinierenden Crane, der behauptet, für Ra’s al Ghul zu arbeiten. Dann verlässt er mit der in Todesgefahr schwebenden Dawes die Anstalt. Nach einer Verfolgungsjagd mit der Polizei bringt er sie in die Bathöhle und verabreicht ihr das Gegengift.

Auf der Feier zu Waynes 30. Geburtstag weist er Fox an, mehr Gegenmittel herzustellen. Fox entgegnet, dass das Gift im Wasser keine Auswirkungen habe, da es nur über die Lungen aufgenommen wird. Dabei erinnert er sich, dass der Vorstandsvorsitzende Earle ihn nach einem Mikrowellensender gefragt hat, der Wasser verdampfen lassen kann und der verschwunden ist.

Auch Ducard taucht auf der Feier auf und gibt sich nun als der echte Ra’s al Ghul zu erkennen. Der Mann, der damals im Palast umkam, war nur ein Strohmann zum Schutz der eigenen Identität. Um seine Gäste zu schützen, wirft Wayne diese durch vorgespielte Betrunkenheit aus dem Haus. Anschließend stellt er seinen ehemaligen Mentor zur Rede. Al Ghul bestätigt, dass Crane tatsächlich für ihn arbeitet, und erzählt Wayne von seinem Plan, Gotham zu zerstören. Die Gesellschaft der Schatten bekämpft nämlich seit Jahrhunderten kriminelle und korrupte Gesellschaften und brachte beispielsweise pestinfizierte Ratten auf römische Handelsschiffe oder legte den großen Brand von London im Jahr 1666. Auch habe die Gesellschaft der Schatten schon einmal mit Hilfe von Ökonomie versucht, Gotham zu vernichten. Dieser Plan scheiterte jedoch durch Bruces’ Vater Thomas, durch sein eigenes Engagement und durch seinen Tod, da hierdurch kurzzeitig die reichen Bürger der Stadt durch Stiftungen halbherzig versuchten, den Verfall Gothams aufzuhalten. Dann lässt er ihn niederschlagen und Wayne Manor in Brand stecken. Nur mit Alfreds Hilfe kann Wayne sich in die Bathöhle retten.

Al Ghul und seine Gruppe bringen mit Hilfe der entwendeten Mikrowellenwaffe das mit dem Halluzinogen verseuchte Trinkwasser zum Verdampfen und lösen eine Massenpanik in einigen Stadtteilen aus. Al Ghul plant, mit der Einschienenbahn in den Wayne-Tower, das Zentrum von Gotham, zu rasen und somit alle Wasserleitungen in der ganzen Stadt zu sprengen. Währenddessen hat Dawes in dem Getümmel erneut eine Konfrontation mit Crane, der sich nun Scarecrow nennt. Sie kann den ehemaligen Anstaltsleiter mit ihrem Elektroschocker verjagen. Batman gelangt in den fahrenden Zug und stellt al Ghul. In dem folgenden Kampf zerstört al Ghul die Steuerung, sodass der Zug nicht mehr stoppen kann. Gordon gelingt es jedoch, die Schienen kurz vor dem Wayne-Tower mithilfe von Batmans Batmobil, dem Tumbler in schwarz, zu zerstören. Zwar würde es gegen Batmans Kodex verstoßen, al Ghul zu töten, doch entscheidet er sich dazu „ihn nicht retten zu müssen“ und lässt ihn in dem entgleisenden Zug in den Tod fahren.

Dawes, die mittlerweile von Waynes zweiter Identität weiß, erklärt ihm, dass sie nicht mit ihm zusammen sein kann, da sie Wayne liebt und nicht Batman. Jedoch korrigiert sie ihre frühere Meinung und lobt nun Wayne mit den Worten, dass sein Vater stolz auf ihn wäre. Gordon installiert auf einem Dach ein Signal zum Hilferuf an Batman, den neuen Beschützer von Gotham City. Er berichtet Batman, dass kürzlich ein brutaler Bankräuber aufgetaucht sei, der einen Doppelmord begangen hat und eine Joker-Spielkarte hinterlässt. Batman verspricht Gordon, sich um diese Angelegenheit zu kümmern.

Produktion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach Tim Burtons erfolgreichen Adaptionen blieb die Batman-Reihe unter der Regie von Joel Schumacher hinter den Erwartungen zurück. Warner Bros., die im Besitz der Rechte sind, sahen ihr Franchise in eine Sackgasse manövriert und zögerten, weitere Leinwandausflüge des Helden zu genehmigen. Erst nach dem ungeheuren Erfolg der X-Men- und der Spider-Man-Reihe wollte Warner Bros. eines seiner stärksten Zugpferde wieder ins Rennen schicken. Lange war man auf der Suche nach einem geeigneten Regisseur, der den Batman-Mythos neu von vorne aufrollen sollte. Man entschloss sich für Christopher Nolan, der nach Memento und Insomnia einen Ruf als Regisseur mit Tiefe erlangt hatte.

Drehbuch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Film sollte die Anfänge des „Dunklen Ritters“ auf eine möglichst moderne und realistische Weise erzählen, ganz im Gegensatz zu früheren Verfilmungen. Zusammen mit David S. Goyer, der über das nötige Hintergrundwissen zu den Comics verfügte und schon immer an einer Batman-Verfilmung mitarbeiten wollte, entwickelte Nolan ein Drehbuch.[3] Unterschiedliche Comics beeinflussten Design und Story des Filmes. Widersacher Ra’s al Ghul hat seinen Ursprung in den Batman-Comics der 1970er Jahre von Dennis O’Neil und Neal Adams. Die Entwicklung von Bruce Wayne zu Batman wurde zu großen Teilen von O’Neils Comic The Man Who Falls von 1989 inspiriert. Die realistische Darstellung der Geschichte und das Verhältnis zwischen Gordon und Batman haben ihren Ursprung vor allem aus Frank Millers Batman: Year One (1987) und The Dark Knight Returns (1986). Die Reihe Batman: The Long Halloween (1996–1997) von Jeph Loeb und Tim Sale schließlich diente unter anderem als Grundlage für die Geschichte um Mafiaboss Carmine Falcone.[4] Warner Bros. war zufrieden mit dem fertigen Script und gab dem Independent-Regisseur größtmögliche künstlerische Freiheit. Die Produktion des Filmes unterlag größter Geheimhaltung, alle Drehbücher, Verträge und Dokumente waren mit dem Filmtitel Intimidation Game versehen.[3]

Comicvorlage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Aus Batman: Year One stammt unter anderem die Schlussszene, als Gordon erzählt, dass ein geheimnisvoller Bösewicht aufgetaucht sei, welcher sich der Joker nennt. Dieser hatte gedroht, die Trinkwasserversorgung von Gotham City zu vergiften, was im Film die Idee von Ra’s al Ghul und Scarecrow ist.

Casting[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Suche nach einem Batman-Darsteller gestaltete sich schwierig und es kamen immer wieder neue Namen ins Gespräch. Letzten Endes entschied man sich für Christian Bale, der in erster Linie als Charakterdarsteller gilt und dem Titelhelden die nötige Tiefe geben sollte. Bale war aufgrund seiner Dreharbeiten zu The Machinist erst erheblich zu dünn für die Rolle. Auf Zuraten von Nolan, so viel zuzunehmen wie möglich, brachte es Bale durch eine Ernährungsumstellung und ausgiebiges Training auf 110 kg, was ihm unter Crewmitgliedern den Spitznamen „Fatman“ bescherte. Zu Drehbeginn hatte er wieder genug abgenommen, um einen sowohl starken als auch agilen Superhelden realistisch darstellen zu können.[3]

Auch die Nebenrollen wurden mit etablierten Schauspielern besetzt, darunter Morgan Freeman, Liam Neeson, Rutger Hauer, Michael Caine, Katie Holmes, Tom Wilkinson, Cillian Murphy und Gary Oldman.

Kostüm[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Batmans Anzug sollte sowohl furchteinflößend als auch funktional sein. Man entschied daher, dass Bruce Wayne einen modifizierten Kampfanzug verwenden sollte. Er wurde aus Latex gefertigt und an den Körper des Hauptdarstellers angepasst. Bale bat darum, die Halspartie so zu fertigen, dass er den Kopf frei bewegen kann, um beim Umhersehen nicht wie in früheren Verfilmungen den ganzen Oberkörper bewegen zu müssen. Um einen fellähnlichen Umhang zu haben, der trotzdem wasserabweisend ist, wurde ein eigens für den Film gefertigter, beflockter Nylonstoff verwendet. Die Idee eines flexiblen Stoffes, der durch Strom fest wird, basierte auf Forschungen des amerikanischen Verteidigungsministeriums.[5]

Drehorte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Als Wayne Manor wurden die Mentmore Towers in Buckinghamshire gewählt

Damit der Film nicht wie ein vollständiges Filmstudioprodukt wirkt, wurden einige Szenen unter freiem Himmel verwirklicht. So wurde das im Himalaya spielende Training an einem Gletscher mit angrenzendem zugefrorenem See in Island gedreht. Regnerisches Wetter und das langsame Auftauen des Sees erschwerten die Dreharbeiten erheblich.[6]

Gotham City sollte nach Vorstellungen von Christopher Nolan und Produktionsdesigner Nathan Crowley wie eine überzogene Version von New York wirken. Die Totalen der Stadt sind Kombinationen aus Modellen und computergenerierten Aufnahmen. Die 3-D-Modelle wurden durch tausende Fotos von Chicago texturiert. In der amerikanischen Großstadt entstanden auch einige Filmaufnahmen, die im Nachhinein durch computeranimierte Modelle des Wayne Towers und der Einschienenbahn ergänzt wurden. Große Teile der Narrows und andere Straßenzüge Gotham Citys wurden in Hangar 2 in Cardington errichtet. Das Set war mit über 20.000 Quadratmetern Gesamtfläche dreimal größer als der größte herkömmliche sound stage, um die Konstruktion einer fiktiven Großstadt zu verwirklichen. Als Anwesen der Familie Wayne dienten die Mentmore Towers in Buckinghamshire als Drehort. Die darunter liegende Höhle hingegen wurde vollständig aus Holzgerüsten auf einem Set in den Shepperton Studios errichtet, das anschließend geflutet wurde.[7]

Stunts[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Kämpfe im Film sollten nicht tänzerisch, sondern roh und effektiv wirken. Der im Film genutzte Kampfstil basiert daher auf der Keysi Fighting Method, die vor allem als Selbstverteidigung und im Street Fighting eingesetzt wird. Christian Bale war durch exzessives Training in der Lage, alle Kampfszenen selbst auszuführen.[8]

Christopher Nolan war es für die realistische Wirkung des Filmes wichtig, so viele Stunts wie möglich tatsächlich am Drehort auszuführen und Computeranimationen nur in Ausnahmen einzusetzen. Für den Tumbler, das Batmobil des Filmes, wurde daher ein fahrtüchtiger Eigenbau konstruiert. Das von den Machern als eine Mischung aus Humvee, Lamborghini und Tarnkappenbomber bezeichnete Fahrzeug wog 2,5 Tonnen. Bei der Verfolgungsjagd mit der Polizei beschleunigte Stuntfahrer George Cottle das Gefährt auf bis zu 160 km/h. Um auch bei diesen hohen Geschwindigkeiten dynamische Kamerafahrten zu ermöglichen, wurde ein computergesteuerter Kamerakran auf das Dach eines Mercedes ML 55 montiert. Die Konstruktion wurde als der Ultimate Arm bezeichnet.[9]

Das Finale der entgleisenden Einschienenbahn wurde mit einer Kombination von Modellen, CGI und Studioaufnahmen verwirklicht.[10]

Batmobil[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptartikel: Batmobil

Im Film wurde der „Tumbler“ als ein gepanzertes Brückenfahrzeug für Kriegsgebiete vorgestellt. Entwickelt von der Abteilung für Angewandte Wissenschaften bei Wayne Enterprises schaffte der Tumbler es nie über den Prototypen-Status hinaus und wurde später von Bruce Wayne zum Batmobil umgestaltet.[11]

Soundtrack[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Soundtrack wurde – wie auch der Nachfolger The Dark Knight – gemeinsam von Hans Zimmer und James Newton Howard produziert; zudem wirkte Ramin Djawadi mit. Alle Tracks auf dem Album sind wissenschaftliche Bezeichnungen von Fledermausgattungen. Zudem bilden die Anfangsbuchstaben der Tracks 4 bis 9 das Wort BATMAN. Der gesamte Soundtrack ist etwa 60:30 Minuten lang und erschien am 13. Juni 2005 im deutschen Handel.

Trackliste

  1. Vespertilio
  2. Eptesicus
  3. Myotis
  4. Barbastella
  5. Artibeus
  6. Tadarida
  7. Macrotus
  8. Antrozous
  9. Nycteris
  10. Molossus
  11. Corynorhinus
  12. Lasiurus

Synchronisation[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rolle Darsteller Synchronsprecher[12]
Bruce Wayne / Batman Christian Bale David Nathan
Alfred Pennyworth Michael Caine Jürgen Thormann
Lucius Fox Morgan Freeman Klaus Sonnenschein
James Gordon Gary Oldman Udo Schenk
Rachel Dawes Katie Holmes Dascha Lehmann
Henri Ducard / Ra’s al Ghul Liam Neeson Bernd Rumpf
Dr. Jonathan Crane / The Scarecrow Cillian Murphy Norman Matt
Carmine Falcone Tom Wilkinson Lutz Riedel
William Earle Rutger Hauer Thomas Danneberg
Ra’s al Ghul’s Doppelgänger Ken Watanabe Toru Tanabe

Kritiken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Website Rotten Tomatoes ermittelte für den Film einen Wert von 85 % positiven Rezensionen durch Fachkritiker, während 90 % des Publikums dem Film eine positive Wertung bescheinigen (Stand: Januar 2013).[13] Viele Kritiker fanden Gefallen an der realistischeren Herangehensweise. Vor allem der Schwerpunkt auf Bruce Waynes Trauma und die Motive, die ihn dazu führen, als Fledermaus verkleidet gegen das Verbrechen zu kämpfen, wurden gut aufgenommen, wobei aber auch die Schwerfälligkeit kritisiert wurde, mit der diese Motive dargestellt werden.

Cinema.de beschreibt den Film als „Realistisch verfremdeter Kino-Comic mit dem besten Batman-Darsteller aller Zeiten“. Auch die „hervorragende“ Besetzung sowie die „verblüffend realistische […] Übertragung selbst surrealster Comic-Imaginationen“ wurde gelobt.[14] Filmstarts attestiert den zahlreichen Dialogen „Tiefgang“. So „[wirken] die knackigen One-Liner nie deplaziert und Leerlauf kommt zwischen den actionfreien Passagen auch nie auf“.[15]

Prisma dagegen bemängelt „trotz starker Charaktere und guter Story“ die schlechte Inszenierung. „Nur in den ruhigen, dunklen Bildern überzeugend, nerven bald schon die schlecht in Szene gesetzten Action-Wackelbilder, bei denen man absolut nichts erkennen kann.“[16]

Dem Lexikon des Internationalen Films gefällt Batman Begins „trotz einiger versteckter politischer Spitzen allenfalls als passabler Unterhaltungsfilm“, da er „nie die Grenzen des gängigen Inszenierungsstandards“ überschreitet.[17]

Auf critic.de erkennt Thorsten Funke in Gotham City „eine erstaunlich treffende Interpretation des heutigen Amerika“. Auch gelinge es Nolan, „der Figur des Batman ihre Tiefe zurückzugeben“. Bruce Wayne sei „ein schwieriger Charakter, ambivalent gegenüber seinen Rachegefühlen und unsicher über seine Mission, der so viele Masken aufsetzt – neben der Batmaske zum Beispiel noch die des oberflächlichen Playboys –, dass er nicht weiß, wer er ist“.[18]

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Oscarverleihung 2006

British Academy Film Awards 2006

Saturn Award 2006

MTV Movie Awards 2006

  • Auszeichnung in der Kategorie bester Held für Christian Bale
  • Nominierung in der Kategorie Bester Film für Emma Thomas, Charles Roven und Larry J. Franco
  • Nominierung in der Kategorie Bester Filmbösewicht für Cillian Murphy

Die Deutsche Film- und Medienbewertung FBW in Wiesbaden verlieh dem Film das Prädikat wertvoll.

Fortsetzungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schon nach dem ersten Wochenende der Veröffentlichung entstanden Spekulationen über mehrere Fortsetzungen. Hauptdarsteller Christian Bale schlüpfte dafür erneut in die Rolle des Batman. Auch Morgan Freeman, Gary Oldman und Michael Caine wurden für den zweiten und dritten Teil der Trilogie verpflichtet.

In einem Interview der Filmzeitschrift Cinema erklärte Christian Bale, dass er einen Vertrag über insgesamt drei Batman-Teile abgeschlossen habe und in den nächsten beiden Filmen der Joker und Harvey Dent (Two-Face) mitwirken werde. Des Weiteren tritt ebenfalls in beiden nachfolgenden Teilen The Scarecrow jeweils in Form von Kurzauftritten in Erscheinung. Anfang August 2006 bestätigte das Filmstudio Warner Bros., dass Heath Ledger bereits für die Rolle des Joker unterschrieben habe, nachdem Robin Williams mehrmals angefragt hatte, jedoch abgelehnt wurde. Ein erstes Bild Ledgers in seiner Rolle sollte das britische Filmmagazin Empire als Titelbild auf seiner Januarausgabe 2008 veröffentlichen,[19][20] es wurde aber kurioserweise bereits im November 2007 auf der Internetseite comingsoon.net gezeigt.[21] Die Fortsetzung von Batman Begins hatte seine Premiere am 21. August 2008 unter dem Titel The Dark Knight in den deutschen Kinos. Heath Ledger verstarb unerwartet am 22. Januar 2008 an einer Überdosis Tabletten kurz nach Abschluss der Dreharbeiten.

Im Juli 2012 erschien der dritte und letzte Teil der Trilogie unter dem Namen The Dark Knight Rises. An der Seite von Christian Bale, Morgan Freeman, Michael Caine und Gary Oldman sind Tom Hardy als Bane, Marion Cotillard als Talia al Ghul und Anne Hathaway als Selina Kyle/Catwoman zu sehen.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Dennis O’Neil: Batman Begins. Aus dem Englischen von Ralf Schmitz. Heyne, München 2005, ISBN 3-453-50015-6.
  • Scott Beatty: Batman Begins – Die Welt des dunklen Ritters. Dino, Stuttgart 2002, ISBN 3-8332-1252-7.
  • Claudia Kalindjian: Batman Begins: The Official Movie Guide. Time Inc. Home Entertainment, New York 2005, ISBN 1-932273-44-1. (englisch)
  • Mark Cotta Vaz: The Art of Batman Begins. Chronicle Books, San Francisco 2005, ISBN 0-8118-4948-1. (englisch)
  • Scott Beatty, Bob Kane: Batman Begins: The Visual Guide. DK, London, New York 2005, ISBN 0-7566-1233-0. (englisch)
  • Jody Duncan Jesser, Janine Pourroy: Batman. Das Making-of der Dark Knight Trilogie. Knesebeck, München 2012, ISBN 978-3-86873-460-7, S. 130–157.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Freigabebescheinigung für Batman Begins. Freiwillige Selbstkontrolle der Filmwirtschaft, Mai 2005 (PDF; Prüf­nummer: 102 529 K).
  2. Alterskennzeichnung für Batman Begins. Jugendmedien­kommission.
  3. a b c Batman Begins 2-Disc Special Edition DVD: Die Reise beginnt
  4. Batman Begins 2-Disc Special Edition DVD: Die Entwicklung der Fledermaus
  5. Batman Begins 2-Disc Special Edition DVD: Umhang und Maske
  6. Batman Begins 2-Disc Special Edition DVD: Weg der Erkenntnis
  7. Batman Begins 2-Disc Special Edition DVD: Entstehung von Gotham City
  8. Batman Begins 2-Disc Special Edition DVD: Training von Geist und Körper
  9. Batman Begins 2-Disc Special Edition DVD: Batman – Der Tumbler
  10. Batman Begins 2-Disc Special Edition DVD: Rettung von Gotham City
  11. Vorstellung des Tumbler-Fahrzeuges durch Filmdialoge
  12. Batman Begins in der Deutschen Synchronkartei
  13. Batman Begins Bewertungsseite zu Batman Begins des Metascoredienstes Rotten Tomatoes
  14. Batman Begins. In: cinema.de. Abgerufen am 13. Oktober 2016.
  15. Batman Begins. In: filmstarts.de. Abgerufen am 13. Oktober 2016.
  16. Batman Begins. In: prisma. Abgerufen am 13. Oktober 2016.
  17. Batman Begins. In: Lexikon des Internationalen Films. Abgerufen am 13. Oktober 2016.
  18. Thorsten Funke: Batman Begins. In: critic.de. 14. Juni 2005; abgerufen am 13. Oktober 2016.
  19. Empire: He Is Coming…
  20. movie-infos.net: The Joker Is Coming, 26. November 2007.
  21. comingsoon.net: The Joker Revealed Early!, 27. November 2007.