Bauschlotter Platte

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Die Bauschlotter Platte ist eine ca. 80 km² große wasserarme Karsthochfläche aus triasischem Kalkgestein im nordwestlichen Enzkreis. Sie grenzt im Süden an die Hänge des Enztales in Pforzheim und im Norden an die Stadt Bretten und zählt zu den größten oberirdisch abflusslosen Gebiete Europas.

Der Name stammt von dem Ort Bauschlott, welcher sich auf dem Zentrum der Platte befindet.

Blick über die Bauschlotter Platte vom Eisinger Loch nach Ost-Südost

Geologie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Untergrund der Bauschlotter Platte besteht aus Gesteinen des Oberer Muschelkalks und des Keupers. Der Muschelkalk besitzt den Hauptanteil am Aufbau des Untergrunds, er besteht aus Kalksteinen, Mergeln und Dolomiten und ist teilweise verkarstet, so dass Niederschlagswasser sehr rasch versickert und ins Grundwasser übergeht.[1] Bei Eisingen gibt es zum Beispiel zwei Einsturzdolinen, welche durch die Verkarstung des Gesteins entstanden sind.

Durch teilweise starke eiszeitliche Ablagerungen von Lößsedimenten ist der Boden sehr fruchtbar, allerdings ist die Lage der Frost- und Eistage im Vergleich zum restlichen Kraichgau durch die Lage im Winkel zwischen Schwarzwald und Stromberg erhöht.[2]

Wasserschutz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ein 4,4 km² großer Teil der Gegend wurde als Wasserschutzgebiet ausgewiesen, um das Grundwasser in den Einzugsgebieten von Tiefbrunnen bei Bretten und Neulingen vor Schadstoffen zu schützen.[3] Um ein neu ausgewiesenes Gewerbegebiet an der Bundesautobahn 8 am nördlichen Stadtrand Pforzheims an das städtische Kanalnetz anzubinden, wurde deshalb ein etwa 1000 Meter langer Abwasserstollen gegraben, der 1999 fertiggestellte Obsthofstollen.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Jesús María Vías, Christoph Neukum, Heinz Hötzl & Bartolomé Andreo: Statistical comparison and control of different vulnerability mapping methods in Bauschlotter Platte aquifer (Germany). (pdf-Datei, 10,5 MB) (Nicht mehr online verfügbar.) S. 263, ehemals im Original; abgerufen am 31. Januar 2010.@1@2Vorlage:Toter Link/www1.unine.ch (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiveni Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
  2. Landschaften und Böden im Regierungsbezirk Karlsruhe. (pdf-Datei; 10,8 MB) (Nicht mehr online verfügbar.) S. 51, archiviert vom Original am 16. September 2011; abgerufen am 31. Januar 2010.
  3. EG-Wasserrahmenrichtlinie. Bericht zur Bestandsaufnahme im Bearbeitungsgebiet Oberrhein - Teilbearbeitungsgebiet 35, Pfinz - Saalbach - Kraichbach. Tabellenband. (pdf, 432 KB) (Nicht mehr online verfügbar.) S. 26, ehemals im Original; abgerufen am 31. Januar 2010.@1@2Vorlage:Toter Link/www.rp.baden-wuerttemberg.de (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiveni Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.

Koordinaten: 48° 58′ N, 8° 43′ O