Bauwerke in Perg

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Stadt Perg
vom Kalvarienberg aus gesehen. Foto Raphael Schön 2008

vom Kalvarienberg aus gesehen. Foto Raphael Schön 2008

Geographische Lage 48° 15′ 0,8″ N, 14° 38′ 0,8″ OKoordinaten: 48° 15′ 0,8″ N, 14° 38′ 0,8″ O
Höhe: 250 m ü. A.
Bauwerke in Perg (Oberösterreich)
Bauwerke in Perg

Die Stadt und der Bezirk Perg liegen im Mühlviertel in Oberösterreich. Zur Stadt gehören 3 Katastralgemeinden: Perg, Pergkirchen und Weinzierl. Die hier vorgestellten Bauwerke und Sehenswürdigkeiten geben einen Blick auf den Raum Perg, der sich mittlerweile zu einem Zentrum des Unteren Mühlviertels entwickelte. Bauten unter Denkmalschutz beschreibt Artikel → Liste der denkmalgeschützten Objekte in Perg.  

Burgen und Schlossbauten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Burg Perg[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Burg Perg der hochadeligen Herren von Perg und Machland stand einst über den Häusern des Marktes am Dollberg. Sie war der Sitz der Adelsfamilie der Perger im 11. und. 12. Jahrhundert. Von dieser Burg erhielten sich kaum Spuren. Siehe Artikel → Burg Perg

Burgkirche Pergkirchen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Burgkirchenanlage der Herren von Perg und Machland in Pergkirchen wurde im 11. Jahrhundert errichtet. Romanische Mauerteile der Burg sind in der Kirche und im Pfarrhof enthalten. Siehe Artikel → Pfarrkirche Pergkirchen.

Burg Mitterberg[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Burgruine Mitterberg liegt etwa 3 km östlich des Perger Stadtzentrums auf einem Geländesporn und von Wald umgeben. Es sind nur mehr Teile der Ringmauer mit Rundtürmen und ein Stumpf des Bergfriedes erhalten. Ehemals war Mitterberg die größte Burganlage im Mühlviertel. 1225 bis 1491 war sie Sitz des großen Landgerichtes Machland. Siehe Artikel → Burgruine Mitterberg.

Schloss Auhof[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schloss Auhof befindet sich 3,5 km südöstlich des Perger Stadtzentrums in der Ortschaft Auhof in der ehemaligen (Katastral-)Gemeinde Pergkirchen. Es ist erstmals im 13. Jahrhundert als adeliger Edelmannsitz erwähnt. Zahlreiche Besitzer. Unter dem Besitz des Klosters Baumgartenberg führte das Schloss den Namen Sankt Bernhardshof. Es ist in Privatbesitz und wird nach wie vor bewohnt. Siehe Artikel → Schloss Auhof.

Wasserburg Thurnhof[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Wasserburg Thurnhof war ein Edelmannssitz. Der großteils erhaltene mittelalterliche Wohnturm ist eine Besonderheit. Die erhaltenen Gebäude wurden bis vor kurzem landwirtschaftlich genutzt. Sie gehören alle zum Thurnbauer, Thurnhof N° 1. Siehe Artikel → Wasserburg Thurnhof.

Schulbauten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ausführliche Beschreibung der Schulen siehe Artikel → Perger Schulen

Hausbauten (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bahnhofstrasse 12 – Dentistenhaus[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Früher Markt N° 181. Haus für Dentisten Hans Reindl († 1959). Erbaut 1928. Architekt Mauriz Balzarek (1872-1945). Aufbruch in die Moderne. Der Behandlungsraum war im runden Turmzimmer im Erdgeschoß. Er hatte beste natürliche Lichtverhältnisse.

Friedhofstrasse 1 – Kindergarten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Früher Markt N° 132 Kinderbewahranstalt. Ländlicher Gründerzeitstil. Architekt Raimund Jeblinger (1853-1937). Eröffnet 1892. Die Leitung übernahmen Kreuzschwestern. Im Gebäude war neben der Kinderbewahranstalt bis 1962 auch eine Privatarbeitsschule untergebracht. Für die Kreuzschwestern bestand eine Hauskapelle. Renovierung und Erweiterung 1970 bis 1972. Zu dieser Zeit besuchten bereits 126 Kinder den Kindergarten. 1993 neuerliche Erweiterung. Denkmalschutz seit 2005.

Hauptplatz 1 – Geschäftshaus[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Früher Markt N° 112. (Groß-)Handelshaus Reichmann. Es reichte mit seinen Lagern und Pferdeställen bis in die Linzerstrasse. Eine Brückenwaage vor dem Haus am Hauptplatz gehörte dazu. Ländlicher Gründerzeitstil. Maßvoll modernisiert. Josef Manner (1865-1947) lernte hier bei seinem Stiefonkel Carl Reichmann als Commis (Kaufmannslehrling). 1890 gründete Josef Manner dann in Wien die Süßwarenfabrik Manner.

Hauptplatz 4 – Rathaus[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Früher Markt N° 15. Als Marktkanzlei 1736 am Perger Hauptplatz errichtet. Nach der Zerstörung bei einem Ortsbrand neu erbaut 1875 als repräsentatives Rathaus im Gründerzeitstil. Gestalterische Annäherung an den Wiener Ringstraßenstil. Stiegenhausdecke mit Ausmalung mit Ortswappen. Denkmalschutz.

Hauptplatz 11a – Altes Bürgerhaus (Seifensiederhaus)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Früher Markt N° 44. Altes Bürgerhaus (Gewerbe- und Wohnhaus), 1563 erbaut, und von 1671 bis 1879 als Seifensiederei verwendet. Die ländlich barocke Fassade mit Stuckverzierungen und die Fensterkörbe stammen aus 1720. Maßvoll modernisiert 2000. Denkmalschutz.

Hauptplatz 21 – Altes Bürgerhaus[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Früher Markt N° 110. Altes Bürgerhaus (Gewerbe- und Wohnhaus). Geschweifter Giebel. Ländliche Barockverzierungen aus 1782. Erdgeschoß unsensibel umgebaut. Denkmalschutz.

Herrenstrasse 28 – Hotelbau[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Früher Markt N° 78. Großer Gründerzeitbau. Erbaut von Karl Terpinitz (1824-1895). Er war Brauereibesitzer und Bürgermeister. Der Bau besaß früher repräsentative Gasträume. Maßvoll modernisiert.

Linzerstrasse 17 – Hauptschule[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Früher Markt N° 180. Schulbau. Eröffnung 1929. Architekt Maurize Balzarek (1872-1945). Im Raumprogramm und Aussehen ein Aufbruch in die Moderne. Maßvoll modernisiert. Siehe Artikel → Schulen in Perg

Linzerstrasse 20 – Volksschule[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Früher Markt N° 133. Schulbau. Eröffnung 1893. Ländlicher Gründerzeitbau. Hatte bereits einen Turnsaal. Architekt Raimund Jebinger (1853-1837). Maßvoll modernisiert. Siehe Artikel → Schulen in Perg

Mühlsteinstrasse 43 – Steinbrecherhaus[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Früher Obervormarkt. Auf dem Gelände des ehemaligen Mühlsteinbruch Scherer ist ein altertümliches Steinbrecherhaus erhalten geblieben, das einst Perger Leuten (Besitzern und Einlegern) Unterkunft bot. Errichte 1802. Mit niedrigen Zimmern, kleinen Fenstern und der Schwarzen Küche (Rauchkuchel) in Hausmitte. 2007 erwarb der Verein Steinbrecherhaus das Haus für Museumszwecke. Es gehört zum Ensemble mit Erdstall Ratgöbluckn und Mühlsteinbruch Scherer. Denkmalschutz. Siehe Artikel → Steinbrecherhaus

Dr. Schoberstrasse 1 – Altes Bürgerhaus (Marktrichterhaus)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Früher Markt N° 19. Altes Bürgerhaus (Gewerbe- und Wohnhaus). 1668-1910 Brauerei Josef Fries (Stamm-Fries). Maßvoll modernisiert.

Stifterstrasse 1 – Heimathaus[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Neuzeitliches Gewerbe- und Wohnhaus (Malerei Uhl). Umgebaut zum Heimathaus.

Erdstall Ratgöbluckn[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ohne Hausnummer. Erdstall, benannt nach dem früheren Grundbesitzer Ratgeb. Vulgär auch als Räuberhöhle bekannt. Dieser Erdstall befindet sich in der Grünanlage Stephaniehain. Angelegt hatte diesen Stephaniehain 1881 der Verschönerungsverein Perg. Der Name sollte an Stephanie von Belgien, der Ehefrau von Erzherzog Rudolph, erinnern. Die Ratgöbluckn ist sonst ein altes unterirdisches Gangsystem. Es wird als Versteck- und Fluchthöhle gedeutet. Denkmalschutz seit 2009. Siehe Artikel → Erdstall Ratgöbluckn

Unterirdisches[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erdställe[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Erdstall Ratgöbluckn in Perg ist benannt nach dem früheren Grundbesitzer Ratgeb. Und Luckn steht für Loch. Der Erdstall befindet sich in der Grünanlage Stefaniehain. Diese Grünanlage hatte schon 1881 der Verschönerungsverein Perg angelegt. Sie wurde benannt nach Stephanie von Belgien, der Ehefrau von Erzherzog Rudolfs. Die Ratgöbluckn, auch unter Räuberhöhle bekannt, ist dort ein in den Sandsteinfelsen gegrabenes Gang- und Kammernsystem. Sie bot in alten Zeiten eine Zufluchts- und Versteckmöglichkeit. Sie ist nun museal zugänglich. Denkmalschutz. Siehe Artikel → Ratgöbluckn in Perg

Weitere bekannte Erdställe befinden sich beim Klambauer (Auhof N° 1) und Thurnhofbauer (Thurnhof N° 1). Siehe Artikel → Wasserburg Thurnhof

Sandsteinkeller[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Große Bürgerhäuser mit eigener Land- und Gastwirtschaft besaßen gesonderte große Vorratskeller. Die Sandsteinfelsen in Perg entlang der Lebinger- und Mühlsteinstraße und andernorts hatten es erlaubt ohne große Mühe Hohlräume anzulegen. So entstanden die großen etwas unheimlichen Sandsteinkeller entlang der Straßen. Das Lebingerstraße-N°11-Kellerportal trägt die Beschriftung 1696 GS. Das Lebingerstraße-N°-19-Kellerportal trägt die Beschriftung JOHANN EHRNREICH HOLZMANN 1669. Der Mühlsteinstraße-N°-4-Keller ist im Rahmen des Gastlokals Mannerkeller für Besucher zugänglich. Siehe Artikel → Vorratskeller 

Erdwohnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Sandsteinfelsen erlaubte auch kleine Höhlenwohnungen anzulegen. Beim Haus Mühlsteinstraße N° 2 erhielt sich eine solche Höhlenwohnung (ohne Einbauten). Frühere Hausnummer Obervormarkt N° 58. Privatbesitz. Siehe Artikel → Höhlenwohnung


Denkmäler [Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Brunnen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

(1.) Historischer Karbrunnen (Koarbrun, Karbrunnen). Standort Perger Hauptplatz als Marktbrunnen. Errichtet in der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts. Granit, achteckig. Vier Wasserspeier. Denkmalschutz. (2.) Radler-Wöß-Brunnen. Geschaffen 1972 ein von Radler-Wöß. Erinnerung an die Naarnregulierungen im 18. Jahrhundert (eingemeißelte Jahreszahlen 1776–1779) und im 20. Jahrhundert (eingemeißelte Jahreszahlen 1968–1972). Standort Grünanlage Seyr. Siehe Artikel → Perger Au. (3.) Steinbrenner-Brunnen. Spende des Lionsclubs Perg 1990. Geschaffen von Theophil Steinbrenner. Standort bei Schulgebäude.

Burgfriedsteine[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Als Burgfried wurde jener Bezirk bezeichnet, der sich innerhalb des besonders markierten Gebietes einer Stadt oder eines Marktes befand. Burgfriedgrenzen waren dem Gemeinwesen seit alters her Gegenstand höchster Aufmerksamkeit und Obsorge. In Perg steht ein Hauptburgfriedstein im Garten eines Privathauses (Greinerstraße N° 9) neben der uralten Hauderer-Straße an der Grenze zu Pergkirchen. Zwei erhaltene Burgfriedsteine im Obervormarkt zeigen die Grenze zu Weinzierl an: Der eine neben dem Schererweg südlich vom Gehöft Scherer (Bergstraße N° 9), der andere neben dem Hinterbach unterhalb der Privathäuser (unterhalb Mühlsteinstraße N° 43) am uralten Weg nach Allerheiligen. Ein vierter Stein (2008 entdeckt) steht neben dem Transformatorenhaus an der Straßenkreuzung Kuchlmühle-Karlingberg (Poschachersiedlung) am uralten Weg nach Altenburg (Gemeinde Windhaag) als auch Pergkirchen.

Zusätzlich steht auf der Burgfriedgrenze ein Nischenblockpfeiler neben der Alten Donaustraße (gegenüber Betriebsareal Weinzierl-Süd N° 60). Er kennzeichnete die Stelle bei der man die Malefizperson (zum Tod verurteilten Verbrecher) dem Landgericht Schwertberg übergeben musste. Die Schwertberger Hinrichtungsstätte (Galgen) befand sich nur unweit westlich auf einem Hügel (Mühlberg) bei den Galgenhäusln (Weinzierl-Süd N° 15 und 16).

Gedenktafeln[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

(1.) Auf dem Haus Dr. Schoberstrasse N° 2, Geburtshaus von Bundeskanzler Dr. Johannes Schober. (2.) Auf dem Haus Herrenstrasse N° 24, Geburtshaus von Martin Neugschwendtner, dem Bewahrer von Schrobenhausen vor kriegerischer Zerstörung. (3.) Auf dem Haus Herrenstrass N° 26 zur Erinnerung an die Widmung des Perger Präludiums durch Anton Bruckner. (4.) Auf dem Haus Herrenstraße N° 5, Geburtshaus von Diözesanbischof Josef Fließer. (5.) Auf einer Felswand im Stephaniehain, dem Mitbegründer des Verschönerungsvereines Perg, Herrn Karl Thanheiser († 1902).

Pestsäulen und Wegkreuze[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verstreut über das Gemeindegebiet erhielten sich Pestsäulen und Wegkreuze, oft von den Anrainern immer wieder gepflegt und umsorgt:[1] (1.) Die Pergkirchner Pestsäule, eine toskanische Hochsäule mit Tabernakel und Kugelbekrönung. Standort Ortschaft Pergkirchen-Dörfl. Sie erinnert an die Pest in Pergkirchen 1683/84. Damals starben in Pergkirchen 64 Personen, während es sonst durchschnittlich 19 Sterbefälle waren. (2.) Die Perger Pestsäule, aus Granit, im Blocksäulentypus, stammt aus 1681. Standort ursprünglich in der Nähe des Perger Bahnhofes. Standort seit 1968 die Nordseite der Stadtpfarrkirche Perg. 1990 Renovierung durch Josef Primetshofer, Steyr. (3) Die Pestsäule in der Ortschaft Tobra ist ein Pfeilerbildstock, trägt die Jahreszahl 1856. Standort Feldweggabelung in den Klamwiesen. (4.) Das Franzosenkreuz, aus dem Jahr 1866, Bildstock nächst dem Bauernhof Lininger, Ortschaft Pergkirchen, am Rand des Güterweges. Es erinnert an die während der Franzosenkriege erlittenen Not. Renonviert 1990. Denkmalschutz. (5.) Das Hundstorfer Kreuz, ein Kasten- oder Brettkreuz, steht in Lanzenberg am Waldrand in der Nähe des gleichnamigen Bauernhofes. Renoviert 1990.

Kriegerdenkmale[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

(1.) Das Kriegerdenkmal beider Weltkriege vor der Schule in der Linzerstraße. 1961 geschaffen von Bildhauer Adolf Kloska. Es zeigt auf dem granitenen Pfeiler eine Pieta und dazu die Namen Gefallener und Vermisster beider Weltkriege. (2,) Das russische Kriegerdenkmal am Friedhof erinnert an die dort begrabenen Sowjetsoldaten. (3.) Das steinerne Heldenkreuz in der Mitte des Friedhofs ersetzte 1922 das hölzerne Friedhofskreuz. Es erinnert an Gefallene des Ersten Weltkriegs. (4.) Das Kriegerdenkmal für Pergkirchen steht auf dem dortigen Friedhof.

Kreuzwegstationen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kreuzwegstation aus Granit aus 1837

Den Fahrweg vom Stadtzentrum auf den Kalvarienberg zur Perger Kalvarienbergkirche säumen dreizehn (I bis XIII) Kreuzwegstationen aus Granit. Sie stiftete 1837 der Perger Bürger und Kupferschmied Franz Paur (Haus Hauptplatz N° 3, früher Markt N° 10). Es war der Großvater des späteren Perger Bürgermeisters Johann Paur (1849-1932). Renovierung 1977. Es kamen neue Bildtafeln aus getriebenem Kupfer. Die alten aus bemaltem Eisen waren am Zerfallen. Geschaffen von der Steyrer Künstlerin Eva Biesenberger. Denkmalschutz. Die Station I trägt die Inschrift: FRANZ BAUR KUPFERSCHMIED IST DER STIFTER 1837 I. SCHWAB.

Pranger[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Pranger auf dem Perger Hauptplatz

Der Pranger stammt aus dem Jahr 1583. Er ist eine granitene Vierkantsäule mit einigen volkstümlichen Ornamenten. Der Pranger wurde vermutlich 1789 vom Perger Hauptplatz entfernt und lag dann unbeachtet in einem Stadel. 1900 wurde er gefunden und aufgestellt hinter dem alten Amtsgebäude (heute Fadingerstraße). Standplatz seit 1933 ist wieder der Hauptplatz. 1965 folgte eine sachkundige Ergänzung. Er hat nun weitgehend seine alte Gestalt wieder. Denkmalschutz. Siehe Artikel → Marktkommune Perg

Mühlsteinbruch Scherer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1391 werden erstmals die Perger Stainprecher erwähnt. 1582 bestätigt Kaiser Rudolf II. die Handwerksordnung der Perger Mühlsteinbrecher. Die Zunft der Mühlsteinbrecher bestand bis 1859. Nach dem Ersten Weltkrieg starb der Beruf des Mühlsteinbrechers nach und nach aus. Die heutige Freilichtanlage, der Mühlsteinbruch Scherer, der letzte Rest des großen Steinbruchs, wurde 1988 wieder zugängig gemacht und gehört heute zu den Außenanlagen des Perger Stadtmuseums, die auf Anfrage besichtigt werden können. Im Ensemble mit Erdstall und Steinbrecherhaus steht er als Naturdenkmal seit März 2009 unter Denkmalschutz. Ein weiterer Mühlsteinbruch befindet sich im Kerngraben. Dieser wurde 1937 eingestellt.

Standbilder und Skulpturen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

(1.) Das Hl. Christophorus-Standbild aus Kunststein. Standort an der Naarn am Hafnerplatz. Errichtung zusammen mit der neuen Naarnbrücke in Verlängerung der Dr. Schoberstraße. Brückeneröffung 1951. Geschaffen von Friederike Renate Stolz aus Linz. (2.) Das Hl. Nepomuk-Standbild. Aus der Mitte des 18. Jahrhunderts. Standort seit 1973 an der Südseite der Stadtpfarrkirche. Entfernt 2019. Denkmalschutz besteht. (3.) Das Einhorn als Wappentier der Stadt Perg. Standort seit 2004 am Hauptplatz. Geschaffen aus Kupferblechen von Schülern der Hauptschule 1. Entfernt 2016. (4.) Das neue Einhorn aus Hufeisen. Geschaffen aus 1200 Hufeisen von Sascha Exenberger aus St. Kathrein am Ofenegg (Steiermark). Gleicher Standort wie vorhin am Hauptplatz. [2]

0 Jahre alte Nepomuk-Statue ist denkmalgeschützt und steht seit 1973 an der Südseite der Pfarrkirche.

Kirchen, Kapellen [Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die seit 2005 denkmalgeschützte Stadtpfarrkirche Perg ist eine dreischiffige, gotische Hallenkirche, steht als einziges Gebäude auf dem verhältnismäßig großen Hauptplatz und ist dem Hl. Jakob geweiht. 1416 wurde an Stelle einer nicht mehr nachweisbaren Holzkirche eine Jakobskapelle aus Stein errichtet, die um 1500 beziehungsweise 1528 zur Jakobskirche ausgebaut wurde und seit 15. Oktober 1542 pfarrliche Rechte besitzt. Die Perger Stadtpfarrkirche wurde zuletzt 1972/73 innen und 1987 außen gründlich renoviert.

Hauptartikel Stadtpfarrkirche Perg

Die Perger Kalvarienbergkirche gilt als weithin sichtbares Wahrzeichen von Perg. Sie befindet sich nur knapp einen Kilometer vom Hauptplatz entfernt auf einer Anhöhe (ungefähr 290 m ü. A.) im Norden der Stadt und teilt den Perger Friedhof in zwei Teile. Die Kirche steht seit 2005 unter Denkmalschutz.

Hauptartikel Perger Kalvarienbergkirche und Perger Friedhöfe.

Die Pfarrkirche Pergkirchen wurde 1088 dem Hl. Martin geweiht, steht auf dem Ortsplatz und ist vom Friedhof umgeben. 1142 gilt als das Jahr, in dem die Pfarre durch Abtrennung von der Altpfarre Naarn entstanden ist. Die Kirche steht seit 2005 unter Denkmalschutz.

Hauptartikel Pfarrkirche Pergkirchen

In Aisthofen wurde 1885 nach einem Dorfbrand die Kapelle errichtet und 1890 fertiggestellt. Der Innenraum der Kapelle wurde 1987 vollständig restauriert.

Museen [Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Heimathaus Perg mit Mühlstein im Vordergrund

Das Heimathaus-Stadtmuseum Perg bietet eine umfassende Dokumentation der Geschichte Pergs und seiner Umgebung. Schwerpunkte der Schausammlungen liegen in der für Perg bedeutenden Stein- beziehungsweise Mühlsteinindustrie, dem Bergbau (Kaolin-Abbau), den Ausgrabungen aus dem Gräberfeld Auhof (8. bis 10. Jahrhundert) und Funden aus der Burgruine Mitterberg. Seit 2004 ist die Dauerausstellung Kätes Puppenwelt mit mehr als 400 Exponaten im Heimathaus zu sehen.

Die Sammlung des Oldy-Kai Privatmuseums umfasst alte Radios, Grammophone, Tonbandgeräte und Zweirad-Nostalgie, Fahrräder, Mopeds, Motorräder, Hilfsmotoren, eine Schauwerkstatt und Werbetafeln.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Johann Pree: Denkmale und Kleindenkmäler. In: Franz Moser und andere: Heimatbuch der Stadt Perg. Herausgeber Heimatverein und Stadtgemeinde Perg, Linz 2009, S. 246ff.
  2. Perger Einhorn, in: Webpräsenz der Stadt Perg

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Perg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien