Bayer 04 Leverkusen (Frauenfußball)

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Bayer 04 Leverkusen
Bayer Leverkusen Logo.svg
Alte Variation des Logos
(von der Fußball GmbH bis 2006 genutzt)
Fußballunternehmen
Name Bayer 04 Leverkusen Fußball GmbH
Sitz Leverkusen, Nordrhein-Westfalen
Gründung 1. Juli 2008
(Frauenfußballabteilung)
Farben Rot-Weiß-Schwarz
Gesellschafterin 100 %: Bayer AG
(über die Erste K-W-A Beteiligungsgesellschaft mbH)
Geschäftsführer SpanienSpanien Fernando Carro (Vorsitz)
DeutschlandDeutschland Rudi Völler (Sport)
Website www.bayer04.de
Erste Mannschaft
Cheftrainer DeutschlandDeutschland Achim Feifel
Spielstätte Nachwuchsleistungszentrum Kurtekotten
Ulrich-Haberland-Stadion (unregelmäßig)
Plätze 1140
3200
Liga Bundesliga
2018/19 10. Platz
Heim
Auswärts

Bayer 04 Leverkusen ist ein Fußballverein aus Leverkusen. Die Frauenfußballabteilung besteht seit dem 1. Juli 2008 durch die Übernahme der Frauenfußballabteilung des TuS Köln rrh. Die erste Mannschaft spielte von 2010 bis 2017 und tritt seit 2018 erneut in der Bundesliga an. Die zweite Mannschaft tritt in der Mittelrheinliga (viertklassig) an. Dazu kommen drei Mädchenmannschaften.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

SSG 09 Bergisch Gladbach (bis 1996)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Wurzeln der Abteilung befinden sich bei der SSG 09 Bergisch Gladbach. Die Mannschaft dominierte von den späten 1970er bis Ende der 1980er Jahre den deutschen Frauenfußball. Zwischen 1977 und 1989 wurde sie neunmal deutscher Meister. Der DFB-Pokal konnte dreimal gewonnen werden. 1981 vertrat die Mannschaft Deutschland bei einer inoffiziellen Weltmeisterschaft in Taiwan und wurde Turniersieger. 1990 gehörte Bergisch Gladbach zu den Gründungsmitgliedern der Bundesliga und wurde in deren ersten Saison Dritter der Nordgruppe. Danach ging es langsam bergab und 1994 stieg die Mannschaft aus der Bundesliga ab. Nachdem sie 1996 an der Qualifikation zur Aufstiegsrunde scheiterte, trat die Abteilung geschlossen zum TuS Köln rrh. über.

TuS Köln rrh. (1996 bis 2008)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach einigen Platzierungen im Mittelfeld stieg die Mannschaft 1999 aus der damals zweitklassigen Regionalliga West ab. Nach dem sofortigen Wiederaufstieg zeigte die Erfolgskurve wieder nach oben. Nach der Saison 2003/04 hatte sich der Verein als Vierter sportlich für die neu eingeführte 2. Bundesliga qualifiziert, verzichtete jedoch aus organisatorischen Gründen auf die Teilnahme. Ein Jahr später wurde das Team Meister und nahm dieses Mal den Aufstieg wahr. In der 2. Bundesliga wurde man zweimal Vierter und einmal Fünfter. 2008 erreichte die Mannschaft das Pokalhalbfinale. Vor über 3.000 Zuschauern unterlag sie jedoch dem 1. FC Saarbrücken mit 0:2.

Bayer 04 Leverkusen (seit 2008)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Trotz des sportlichen Erfolges scheiterte der Verein jedoch daran, neue Sponsoren zu finden, um den angestrebten Aufstieg in die Bundesliga zu schaffen. Etwa gleichzeitig äußerte Bayer 04 Leverkusen ein Interesse, eine Frauenfußballabteilung aufzubauen. Am 5. Juni 2008 löste sich die Frauenfußballabteilung des TuS Köln rrh. auf und wechselte geschlossen zu Bayer 04 Leverkusen. Nachdem die Saison 2008/09 mit Platz sieben abgeschlossen wurde, gelang der Mannschaft in der Folgesaison als Meister der 2. Bundesliga Süd der Aufstieg in die 1. Bundesliga. Dort stand man nach drei Spieltagen ohne Punktgewinn und Torerfolg zunächst auf dem letzten Tabellenrang, konnte letztlich bereits drei Spieltag vor Saisonende den Klassenerhalt sichern und beendete die Saison auf Rang acht. 2011/12 verpasste man zwar als Tabellenelfter den sportlichen Klassenerhalt, blieb jedoch erstklassig, da der Hamburger SV seine Mannschaft vom Bundesligaspielbetrieb zurückzog. In der folgenden Spielzeit lief es unter dem neuen Trainer Thomas Obliers wieder deutlich besser und man konnte die Saison auf Platz acht abschließen. Auch in den beiden folgenden Spielzeiten wurden Plätze im unteren Mittelfeld der Tabelle erreicht. Im Jahre 2017 stiegen die Leverkusenerinnen ab und ein Jahr später wieder auf.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kader Saison 2019/20[1][Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Tor Abwehr Mittelfeld Angriff
01 Anna Klink DeutschlandDeutschland
24 Laura Sieger DeutschlandDeutschland
41 Anna Wellmann DeutschlandDeutschland
29 Nicole Banecki DeutschlandDeutschland
09 Merle Barth DeutschlandDeutschland
03 Melissa Friedrich DeutschlandDeutschland
15 Antonia Göransson SchwedenSchweden
02 Frederike Kempe DeutschlandDeutschland
28 Saskia Meier DeutschlandDeutschland
06 Henrike Sahlmann DeutschlandDeutschland
14 Juliane Wirtz DeutschlandDeutschland
27 Henrietta Csiszár UngarnUngarn
23 Karoline Heinze DeutschlandDeutschland
22 Sandra Jessen IslandIsland
13 Isabel Kerschowski DeutschlandDeutschland
17 Pauline Machtens DeutschlandDeutschland
20 Katharina Prinz DeutschlandDeutschland
18 Gianna Rackow DeutschlandDeutschland
07 Jessica Wich DeutschlandDeutschland
05 Pauline Wimmer DeutschlandDeutschland
10 Milena Nikolić Bosnien und HerzegowinaBosnien und Herzegowina
21 Barbara Reger DeutschlandDeutschland
25 Ivana Rudelić KroatienKroatien
11 Lena Uebach DeutschlandDeutschland
08 Ann-Kathrin Vinken DeutschlandDeutschland
19 Dóra Zeller UngarnUngarn

Wechsel zur Saison 2019/20[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zugänge Abgänge
Nicole Banecki (FC Basel)[2]
Antonia Göransson (vereinslos)[2]
Pauline Machtens (eigene Jugend)
Milena Nikolić (SC Sand)
Dóra Zeller (TSG 1899 Hoffenheim)
Madeline Gier (1. FC Köln)
Anne Hopfengärtner (Karriereende)
Ana Cristina Oliveira Leite (Borussia Bocholt)
Elisabeth Mayr (FC Basel)
Laura Radke (MSV Duisburg)
Louise Ringsing (Brøndby IF)

Bekannte ehemalige Spielerinnen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Statistik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Grün unterlegte Spielzeiten kennzeichnen einen Aufstieg, rot hinterlegte einen Abstieg.

Saison Liga Platz S U N Tore Punkte DFB-Pokal
2008/09 2. Bundesliga Süd 07. 06 07 09 47:40 25 2. Runde
2009/10 2. Bundesliga Süd 01. 17 03 02 62:19 54 Achtelfinale
2010/11 Bundesliga 08. 06 03 13 32:67 21 2. Runde
2011/12 Bundesliga 11. 04 03 15 22:55 15 2. Runde
2012/13 Bundesliga 08. 06 08 08 31:40 26 2. Runde
2013/14 Bundesliga 07. 07 05 10 44:38 26 Achtelfinale
2014/15 Bundesliga 09. 05 05 12 23:42 20 Achtelfinale
2014/15 Bundesliga 09. 05 05 12 23:42 20 Achtelfinale
2015/16 Bundesliga 10. 06 03 13 21:56 21 Achtelfinale
2016/17 Bundesliga 11. 02 03 17 16:53 09 Halbfinale
2017/18 2. Bundesliga Süd 03. 13 02 07 47:37 41 2. Runde
2018/19 Bundesliga 10. 05 03 14 22:75 18 Viertelfinale

Erfolge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weitere Mannschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zweite Mannschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die zweite Mannschaft spielte (wie zuvor auch die Zweitvertretung des TuS Köln rrh.) in den Spielzeiten 2008/09 und 2009/10 in der Verbandsliga Mittelrhein. Zur Spielzeit 2010/11 gelang ihr der Aufstieg in die Regionalliga West, der dritthöchsten deutschen Spielklasse für Frauen. Nach der Saison 2017/18 stieg die Mannschaft in die viertklassige Mittelrheinliga ab.

Mädchenteams[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die B-Juniorinnen gehören seit Gründung dieser im Jahr 2012 der B-Juniorinnen-Bundesliga West an und spielen dort um den Einzug in die Endrunde um die deutsche Meisterschaft. Seit 2010 nimmt die Mannschaft am Gütersloher Hallenmasters, dem größten deutschen Hallenturnier für B-Juniorinnen, teil und belegte dort 2011 und 2014 jeweils Platz zwei und 2010 Platz drei. In den Jahren 2018 und 2019 konnten die B-Juniorinnen das Turnier gewinnen.[3] Die C-Juniorinnen treten seit der Saison 2013/14 in der U-17-Verbandsliga an[4].[5] Die D-Juniorinnen spielen seit der Saison 2018/2019 in der Junioren Leistungsstaffel des Fussballkreises Berg.

Stadion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Bundesligamannschaft trug ihre Heimspiele zunächst auf der Kurt-Rieß-Anlage in Leverkusen aus, die 2.000 Zuschauern Platz bot. Seit dem Abschluss der Bauarbeiten im Ulrich-Haberland-Stadion und der Genehmigung durch den DFB spielte die Mannschaft in diesem. Seit der Saison 2016/17 trainiert die Mannschaft im Nachwuchsleistungszentrum Kurtekotten in Köln und trägt dort auch den Großteil ihrer Pflichtspiele aus. Topspiele sollen jedoch weiterhin im Ulrich-Haberland-Stadion stattfinden. Die zweite Mannschaft bestreitet ihre Spiele auf der Sportanlage Im Bühl in Schlebusch. Die Nachwuchsteams tragen ihre Heimspiele am Nachwuchsleistungszentrum, sowie bei Partnervereinen in Leverkusen aus.

Trikotsponsoren[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Trainer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bayer 04 Leverkusen Kader
  2. a b Leverkusen holt Banecki und Göransson. DFB, 4. September 2019, abgerufen am 4. September 2019.
  3. Ergebnisse Gütersloher Hallenmasters seit 2009 (Memento des Originals vom 16. Januar 2014 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.guetersloher-hallenmasters.de
  4. bayer04.de U-15-Mädchen
  5. bayer04.de: U-13-Mädchen
  6. Doreen Meier hört zum Saisonende auf (Memento des Originals vom 9. Januar 2016 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.framba.de (Framba.de)
  7. Obliers kehrt zum deutschen Frauenfußball zurück (Memento des Originals vom 9. Juni 2012 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.framba.de (Framba.de)
  8. Obliers hört auf - Dresen übernimmt sofort
  9. Verena Hagedorn ist neue Trainerin der Bundesligisten aus Leverkusen
  10. Achim Feifel neuer Chefcoach der Bayer 04-Frauen. Bayer 04 Leverkusen, 5. Juni 2019, abgerufen am 4. September 2019.