Bayer Giants Leverkusen

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Bayer Giants Leverkusen
Logo
Gegründet 1961
Halle Ostermann-Arena
(3500 Plätze)
Homepage www.giants-leverkusen.de
Trainer Achim Kuczmann
Liga ProA Herren

2015/16: 15. Platz

  NBBL U 19

2012/13: 1. Platz

  JBBL U 17

2012/13: 2. Platz

Farben Rot / Weiß

Bayer Giants Leverkusen ist ein Basketballverein aus Leverkusen und bildet eine Abteilung des TSV Bayer 04 Leverkusen.

Bis 2007/08 spielte die Profimannschaft der Herren, die sich bis zum Jahr 2000 „Die Riesen vom Rhein“ nannte, in der deutschen Basketball-Bundesliga und ist dort bis heute mit 14 Titeln Rekordmeister. Nach dem Rückzug von Hauptsponsor Bayer und der Veräußerung der Profilizenz an die Giants Düsseldorf spielen die Bayer Giants derzeit in der ProB.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Beginn (1961–1979)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1961 wurde die Basketballabteilung des TuS Bayer 04 Leverkusen gegründet, indem eine Basketballschulmannschaft des Carl-Duisberg-Gymnasiums in den Verein eingegliedert wurde. Bereits 1968 stieg der Verein in die höchste deutsche Spielklasse, die Basketball-Bundesliga auf. Im gleichen Jahr, im Oktober 1968, wurden die TuS 04-Bundesligaspieler Kuprella, Pollex, Thimm und Wandel vom Bundestrainerrat des Deutschen Basketball Bundes (DBB), unter Vorsitz des damaligen Vize-Präsidenten des DBB Anton Kartak, in der Funktion des DBB-Sportwartes, in den fünfzigköpfigen Olympiakader für das Basketballturnier der Olympischen Sommerspiele 1972 in München berufen. Günter 'Doc' Hagedorn, der nach dem Aufstieg in die Basketball-Bundesliga als Head Coach in Leverkusen mit großem Erfolg tätig war, wurde nebenamtlich als Co-Trainer von DBB-Bundestrainer Miloslav Kříž tätig und wurde gleichzeitig vom DBB mit der Aufgabe des Stützpunkttrainings im Rahmen der Olympiavorbereitung des DBB betraut.[1] 1970, bereits 2 Jahre nach dem Bundesligaaufstieg, konnte der Verein die erste Deutsche Meisterschaft feiern. Zudem konnte im selben Jahr der Pokalsieg gefeiert werden. In den darauf folgenden zwei Jahren konnte Bayer 04 Leverkusen den Titel verteidigen. Schon damals trug das Nachwuchskonzept der Leverkusener Früchte. Achim Kuczmann, Reiner Frontzek und Rudi Kleen waren Spieler aus dem eigenen Nachwuchskader, die sich zu einer festen Größe im Verein sowie in der Nationalmannschaft entwickeln konnten. In den 1970ern konnte Leverkusen insgesamt 5 Meistertitel und 4 Pokalsiege erringen.

Die Konkurrenz wird stärker (1980–1989)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In den 1980er Jahren bekamen die Leverkusener Basketballer starke Konkurrenz. Mit dem ASC 1846 Göttingen und dem Team des BSC Saturn Köln entwickelten sich zwei Teams mit ähnlicher Leistungsstärke, die allerdings den Spielbetrieb nicht lange aufrechterhalten konnten. In diesem Zusammenhang gab es einen großen Umbruch in Leverkusen. Altgediente Basketballspieler des Clubs wie Dieter Kuprella, Norbert Thimm, Rudi Kleen und John Ecker traten kürzer oder ab. Außerdem wurde während der 1980er der ehemalige Nationalspieler Otto Reintjes der erste hauptamtliche Manager der Basketballabteilung von Bayer. Unter Reintjes wurde der Generationswechsel in wenigen Jahren vollzogen. Als echter Glücksgriff entpuppte sich im Januar 1985 die Verpflichtung des neuen Chefcoachs Jim Kelly. Höhepunkte der 1980er Jahre waren der überraschende Titelgewinn 1985, als man erst in letzter Sekunde in die Play-Off-Runde rutschte und dort Titelverteidiger ASC Göttingen ausschalten und den DTV Charlottenburg – dem Vorläufer von ALBA Berlin – bezwingen konnte. Nach sechs langen Jahren konnte die Meisterschaft wieder in die Dopatka-Halle geholt werden. 1986 reicht es sogar zum Double. Der Engländer John Johnson war der herausragende Spieler dieser Zeit. Mit dem Erreichen des Halbfinales im Europapokal der Pokalsieger (heute ULEB Eurocup) kann man erstmals auch in einem internationalen Wettbewerb von sich reden machen.

Die erfolgreichste Zeit (1990–1999)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Logo der Riesen vom Rhein in den 1990er-Jahren

Die 1990er waren für Bayer 04 Leverkusen die erfolgreichsten Jahre in der Basketball-Vereinsgeschichte. Die Basketballer, inzwischen mit dem Namen „Die Riesen vom Rhein“ in der Liga unterwegs, feierten 7 Meistertitel in Folge (1990–1996). Zudem wurde viermal der Pokal gewonnen. Spieler wie Henning Harnisch, Michael Koch, Christian Welp, Clinton Wheeler oder Kannard Johnson waren die großen Leistungsträger während dieser Glanzzeit. Trainer in diesen Erfolgsjahren war der spätere Nationaltrainer Dirk Bauermann. Mit Koch, Harnisch, Kleine-Brockhoff und Welp stellte Leverkusen auch wichtige Leistungsträger der Nationalmannschaft, die im Sommer 1993 bei der EM in München die Goldmedaille gewinnen konnte. Im Finale gegen Russland erzielt Christian Welp in den Schlusssekunden den alles entscheidenden Treffer. Mit ALBA Berlin wuchs ein großer Konkurrent für die Leverkusener heran. Die Zeit der Erfolge endete mit dem so genannten Bosman-Urteil 1996. Der Umbruch gestaltete sich diesmal schwieriger, da der Hauptsponsor, die Bayer AG, anfing, den Etat zu kürzen. So setzte man auf Spieler wie Hansi Gnad, Denis Wucherer oder Tony Dawson. Nach einer enttäuschenden Saison 97/98, in der sich die „Riesen vom Rhein“ nur mit Mühe als letztes Team für die Play-Offs qualifizieren und damit der Relegation entgehen konnten, endet die „Ära Bauermann“ in Leverkusen.

Der Neuanfang (2000–2008)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Logo der Giants bis 2009

In den 2000ern wollte man mit jungen Talenten um den Amerikaner John Best an die Spitze der Basketball-Bundesliga zurückkehren. Trainer zum Beginn dieser Zeit war Calvin Oldham, welcher in der Liga bereits als Spieler bekannt war. In der Saison 1999/00 schaffte er es mit seiner Mannschaft bis ins Finale, verlor aber dort gegen ALBA Berlin mit 0-3. Im Sommer 2001 wurde das Management umstrukturiert. Otto Reintjes verließ Bayer Leverkusen und wurde Geschäftsführer der BBL, Nachfolger wurde der ehemalige Nationalspieler Thomas Deuster. 2002 wurde Heimo Förster neuer Trainer der Bayer Giants Leverkusen. Er versuchte, mit geringen finanziellen Mitteln ein schweres Projekt in die Tat umzusetzen. Mit gestandenen deutschen Spielern sowie deutschen Talenten wollte Förster um die Meisterschaft spielen. Spieler wie Denis Wucherer, Demond Greene und der Amerikaner Ajmal Basit sollten das Team führen. Größtes Talent der Giants war Gordon Geib. Der gebürtige Wuppertaler feierte sein Debüt bereits mit 16 Jahren in der Basketball-Bundesliga. Doch das über drei Jahre ausgelegte „Deutsche Konzept“ scheiterte, und Heimo Förster sowie Team-Manager Thomas Deuster mussten ihren Hut nehmen. Otto Reintjes kam im Jahre 2005 als Manager zurück, Achim Kuczmann wurde Cheftrainer der Giants. Im Sommer 2005 fiel die „Ausländerbeschränkung“ im Deutschen Basketball weg. Dies bedeutete eine unbeschränkte Anzahl „Nicht-Europäer“ im Team. Im Falle der „Neuen“ Bayer Giants waren dies Amerikaner. Die Saison 2005/06 brachte aber keinen Erfolg. Das Team stand 10 Spiele vor dem Saisonende auf dem 15. Tabellenplatz, was den Abstieg bedeutet hätte. Aber mit einem starken Schlussspurt und den beiden stark aufspielenden Neuzugängen Brandon Woudstra und Nate Fox erreichten die Giants mit sieben Siegen in Folge am Ende den 10. Tabellenplatz und konnten somit die Klasse halten. In der Saison 2006/07 schafften es die Bayer Giants erstmals wieder die Playoffs zu erreichen. Hauptgrund hierfür war die Verbindung zwischen dem „alten“ Team um Gordon Geib, Brandon Woudstra und Nate Fox sowie die „neuen“ im Team wie Jared Newson, John Goldsberry und Eric Taylor. In der ersten Runde scheiterte man mit 3:1 (in Spielen) gegen den EnBW Ludwigsburg.

Die Saison 2007/08[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Spielzeit 2007/08 startete Leverkusen mit sieben Amerikanern, fünf Deutschen und einem Kanadier in die Saison. Den 1.Spieltag bestritt man Zuhause gegen die digibu Baskets Paderborn. Man konnte das Team aus Ostwestfalen knapp bezwingen. Jedoch begann die Saison alles andere als gut. Man verlor anfangs gegen den BG 74 Göttingen und die Brose Baskets Bamberg, bis es im Spiel gegen die Deutsche Bank Skyliners Frankfurt zur Wende kam. Die Giants gewannen mit 93:71 gegen die Frankfurter und starteten nun richtig durch: Man gewann neun der letzten 12 Spiele der Hinrunde, darunter Partien wie gegen die Topteams von ALBA Berlin, den Köln 99ers oder die EWE Baskets Oldenburg. Im BBL-Pokal schlugen die Leverkusener den Erzrivalen aus Bonn mit 81:70. Leverkusen wurde immer mehr zu einer der Topteams der Liga. Nate Fox vertrat die Giants auch beim alljährlichen BBL Allstargame. Die Stärke der Bayer Giants war kein einzelner Spieler, sondern das Teamwork der Mannschaft. Mit Nate Fox, Brandon Winters und Tyron-Clement McCoy verfügen die Giants über Spieler, die in der Liga bereits für viel positiven Gesprächsstoff sorgten. Die Rückrunde begann eher holprig für den Deutschen Rekordmeister. Zwar schlug man Paderborn knapp aber gegen den 2.Ligisten die Cuxhaven BasCats verloren die Giants in der 2.Runde des BBL-Pokals. Die Presse „feierte“ die Niederlage der Giants als „Sensation“.

Nachdem man mit einem Sieg über Göttingen wieder Selbstvertrauen tanken konnte standen für die Leverkusener zwei schwere Wochen an: Die Leverkusener trafen auf den Deutschen Meister, die Brose Baskets Bamberg und ALBA Berlin. In einem spannenden Spiel schlugen die Giants den amtierenden Meister mit 70:68. In der Woche darauf fuhren die Leverkusener in die Max-Schmeling-Halle nach Berlin und konnten die Startruppe der sogenannten „Albatrosse“ mit 93:90 in die Knie zwingen. Nach diesem Spieltag standen die Giants auf dem dritten Tabellenrang. Während der Saison mussten die Giants auch die Suspendierung von Nate Fox hinnehmen. Der Team-Kapitän wurde bei einer Dopingkontrolle positiv auf THC getestet. Damit fehlte den Giants Fox für den Rest der gesamten Saison. im April 2008 wurde auch noch der Spieler Eric Taylor suspendiert, der einen Autounfall, wohl unter Drogeneinfluss, verursacht haben soll. Trotz dieser Rückschläge beendeten die Bayer Giants Leverkusen die Saison auf Rang drei. In den Playoffs trafen die Giants auf die Deutsche Bank Skyliners Frankfurt. Die Leverkusener unterlagen nach hartem Kampf mit 3:2. Damit war die Bundesligageschichte der Bayer Giants beendet.

Ausstieg der Bayer AG und Umzug nach Düsseldorf[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 21. Mai 2007 verkündete der Hauptsponsor der Giants, die Bayer AG, dass man sich aus dem Engagement im Profi-Basketball nach 40 Jahren zurückziehen wolle. Die Bayer AG unterstützte den Verein jedoch noch in der Saison 2007/08 finanziell weiter. Der Chemiekonzern zahlte knapp 1,5 Millionen Euro pro Saison für den Etat der Giants.

Die Sponsorensuche gestaltete sich jedoch schwer. So sagte Otto Reintjes, Manager der Bayer Giants Leverkusen, dass er mehr als 300 Unternehmen angeschrieben habe, die allesamt absagten. Erst ein Beitrag in der WDR Sendung Sport im Westen im November 2007 machte der Bevölkerung die Brisanz dieser Sache deutlich.

In einem späteren Zeitungsartikel in der Rheinischen Post wurde über einen Verkauf der Bundesligalizenz der Leverkusener an die Düsseldorf Magics berichtet. Doch Magic-Geschäftsführer Klaus Wischnitzki dementierte später; aufgrund „finanzieller Schwierigkeiten“ werde es wohl zu keiner Einigung kommen. Neben Düsseldorf hatten auch schon mehrere Investoren aus Hamburg Interesse an der Lizenz der Bayer Giants gezeigt.

In einem Statement von Otto Reintjes auf der Seite der Bayer Giants Leverkusen Anfang November 2007 beziffert Reintjes die Chance, einen Hauptsponsor zu finden, bei ca. 15 Prozent. „Jedoch“, so Reintjes, „werde man nicht aufgeben und weiter nach einem Sponsor suchen.“

Am 20. Dezember 2007 gründeten die Fanclubs der Bayer Giants die Faninitiative Leverkusener Basketball. Ziel dieser Initiative sollte die Rettung des Basketball-Profiteams in Leverkusen sein.

Der 13. Februar 2008 war als Ende der Unterschriftenaktion vorgesehen. Die Faninitiative gab an, fast 11.000 Unterschriften gesammelt zu haben. Diese Unterschriften wurden dem Vorstand der Bayer AG vorgelegt. Jedoch gab man später auf der Seite der Faninitiative bekannt, dass ein Gespräch mit dem Unternehmenssprecher der Bayer AG, Michael Schade erfolglos endete.

Am 7. März 2008 bestätigte Reintjes gegenüber der SZ den Umzug des Teams nach Düsseldorf und kündigte für die nächsten Tage nähere Informationen darüber an. Laut Reintjes garantiert ein „Düsseldorfer Geschäftsmann“ für die nächste Saison in jedem Fall den Mindestetat von 1 Million Euro und stellt 100.000 Euro als Eigenkapital der neu zugründenden GmbH zur Verfügung.[2] Darüber hinaus sollten weitere Sponsorengelder in Höhe von 2–3 Millionen Euro von Düsseldorfer Großunternehmen gewonnen werden.

In einer Mitteilung der Basketball-Bundesliga wurde bekanntgegeben, dass die Giants Leverkusen ihre Lizenz auf den Standort Düsseldorf übertragen. Die Basketball-Bundesliga musste diesem Plan erst noch zustimmen. Eine Woche zuvor stellte die Faninitiative Leverkusener Basketball ihre Arbeit um den Leverkusener Basketballstandort ein.

Mit der Lizenzübertragung stand fest, dass der Deutsche Basketballrekordmeister künftig nur noch in der Basketball-Regionalliga spielen wird.

Die 1. Saison in der Regionalliga West (2008/09)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Saison in der Regionalliga West startete für die Giants am 6. September 2008 mit einem Heimspiel gegen den BB Salzkotten. Die Mannschaft um Headcoach Stephan Ruers konnte diese Aufgabe klar mit 103:59 für sich entscheiden. Das Team ging mit sechs Neuverpflichtungen in die Saison, vor allem die US-Amerikaner Timothy „Tim“ Hailey und Christopher „Chris“ Martin sorgten schon vor der Saison für Gesprächsstoff. Die Leverkusener gewannen die ersten vier Spiele ohne Probleme, erst am 5.Spieltag empfingen die Giants zum Topspiel der Liga die Konstantin Elephants. Trotz einer guten Leistung der „Riesen vom Rhein“, konnte sich Grevenbroich mit 73:78 durchsetzen und übernahm vorläufig die Tabellenspitze. In Leverkusen kehrte leichte Ernüchterung ein, nachdem die Gegner vorher spielend leicht besiegt wurden.

Den weiteren Verlauf der Hinrunde meisterte der Deutsche Rekordmeister ohne große Probleme. Zwar verlor man überraschend mit 90:94 gegen die BG Dorsten, aber Spitzenspiele gegen den BSV Wulfen oder NOMA Iserlohn konnten die Giants für sich entscheiden. Bei den Leverkusenern kristallisierte sich heraus, dass der US-Amerikaner Chris Martin zum wichtigsten Spieler des Teams geworden war. Er war nicht nur Topscorer des Teams, sondern auch der stärkste Rebounder der Rheinländer. Neben ihm waren die Zwillingsbrüder Tom und Ben Spöler sowie der Point Guard der Mannschaft, Tim Hailey die wichtigsten Spieler des Teams.

Kurz vor Weihnachten trafen in der Wilhelm-Dopatka-Halle, Heimspielstätte der Bayer Giants, die Leverkusener auf den Tabellenführer Schwelmer Baskets. Es kamen knapp 2.100 Zuschauer zum Spitzenspiel in der Regionalliga West. Die Giants lagen fast das gesamte Spiel zurück, konnten aber am Ende durch eine kämpferische Teamleistung das Spiel mit 85:80 gewinnen. Damit lagen die Giants nur noch zwei Punkte hinter dem Tabellenführer aus Schwelm zurück.

Bei den Spielen dieser Saison betrug der Zuschauerschnitt in Leverkusen knapp 450 Zuschauer pro Spiel. Vor allem aber hielten viele Fans dem Verein nach dem Zwangsabstieg die Treue, was in erster Linie bei Auswärtsspielen deutlich wurde, bei dem Giantsfans immer vertreten waren und sind. Auch die Stimmung in der heimischen Dopatka-Halle ist immer gut.

Am 28. März 2009 feierten die Bayer Giants vor 1.200 Zuschauern mit einem 111:72-Heimerfolg über den GV Waltrop die Meisterschaft in der Regionalliga West. Verbunden war damit der sportliche Aufstieg in die ProB. Profitieren konnten die Riesen vom Rhein von einer überraschenden Niederlage der bis dahin führenden Schwelmer Baskets am vorletzten Spieltag. In Salzkotten verloren sie durch einen 3-Punkte Wurf mit Buzzer und Brett mit 99:98 und waren nun punktgleich mit Leverkusen. Den direkten Vergleich konnten sich die Giganten bereits im Vorfeld mit einer grandiosen Teamleistung in Schwelm (67:98) sichern.

Pro B, Aufstieg in die Pro A und Abstieg in die Pro B (seit 2009)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nachdem den Giants der sofortige Wiederaufstieg in die ProB gelungen war, war das erste Ziel des Trainers Stephan Ruers, den Verein in der 2. Basketball-Bundesliga zu etablieren. Die meisten Spieler aus dem Meisterjahr konnten gehalten werden. Während die US-Amerikaner Chris Martin und Tim Haley den Verein verließen, verstärkten sich die Giants zu Beginn der Saison 2009/10 mit US-Forward Hunter Henry und dem Vorjahres Topscorer der NCAA III, John Grotberg.

Die Giants starteten auch sofort mit einem Heimsieg gegen den Meister der Saison 2008/09, Herzöge Wolfenbüttel, in die Saison. Mit einem deutlichen 91:70 Sieg übernahm der deutsche Rekordmeister die Tabellenführung in der ProB. Nach dem guten Beginn der Saison in der neuen Spielklasse verloren die Giants von den nächsten zehn Spielen sieben. Am vierten Spieltag der Saison entließ Manager Otto Reintjes den enttäuschenden John Grotberg und verpflichtete mit Rodney Foster einen Aufbauspieler aus der NCAA I (Rice University). Mit Foster ging es bergauf und nach der Hinserie (15 Spielen) hatte Bayer eine Bilanz von sieben Siegen und acht Niederlagen.

In der Rückrunde konnte man gegen die starken Mannschaften der Liga mithalten, am Ende verlor man jedoch immer. Die Pflichtaufgaben erfüllte man souverän und beendete die Saison mit einer ausgeglichenen Bilanz von 15 Siegen zu 15 Niederlagen auf einen guten siebten Tabellenrang (von 16 Teams).

Zu Beginn der Saison 2010/11 wurde Trainer Stephan Ruers nach drei Jahren als Bayer Headcoach entlassen und durch Chris Martin als Spielertrainer ersetzt. Die Giants hatten einige namhafte Abgänge zu verkraften (Henry, Foster, Mönninghoff etc.) und mussten einen fast komplett neuen Kader zusammenstellen. Cheftrainer Chris Martin verpflichtete als Importspieler Nick Michael (vorher GiroLive-Ballers Osnabrück) und Justin Eller (Sacramento State University / NCAA I). Als deutsche Spieler holte man mit Felix Engel (Urspringschule) und Steven Monse (ALBA Berlin II) zwei damalige U20-Nationalspieler. Der Saisonbeginn musste spätestens nach 12 Spielen als „Fehlstart“ angesehen werden. Eine Bilanz von vier Siegen und acht Niederlagen der Leverkusener zwang die Verantwortlichen zu handeln und man verpflichtete mit US-Comboguard Josh Young (Drake University / NCAA I) einen starken Schützen. Mit durchschnittlich 27,5 Punkten pro Spiel hatte Young großen Anteil am Erreichen der neugeschaffenen „ProB-Playoffs“. Dort schied man jedoch als Achter im Norden gegen den erstplatzierten im Süden, die Erdgas Ehingen/Urspringschule, klar mit 0-2 aus. Nach der Saison musste Cheftrainer Chris Martin Bayer verlassen und man verpflichtete mit Achim Kuczmann ein Leverkusener „Urgestein“ als Verantwortlichen an der Seitenlinie.

Unter Kuczmann zogen die Giants wieder in die Play Offs ein. Zuvor war die Mannschaft aus der Nord-Staffel in die Süd-Staffel der Liga versetzt worden. Dort schlossen die Giants die Hauptrunde der Saison auf Rang vier ab. In den Playoffs gelang es den Leverkusenern bis ins Finale um den ProB-Titel vorzudringen. Dort trafen die Giants im Finale auf die Schwelmer Baskets. Gegen die Baskets setzten sich die Giants nur Dank der Korbdifferenz durch und errangen die Meisterschaft. Mit dem Titel verbunden war die sportliche Qualifikation für die Pro A. Nachdem zunächst unklar erschien, ob die Giants den sportlichen Aufstieg aufgrund von wirtschaftlichen Zwängen würden wahrnehmen können, gab das Management im Mai 2013 bekannt, dass die Giants die Voraussetzungen schaffen konnten und zur Saison 2013/2014 in der Pro A antreten werden. Am Ende der Saison 2015/16 stieg die Mannschaft in die ProB ab.

Kader 2017/18[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Die Mannschaft:
    1. #01 - Calvin Oldham Junior - Position: SF/PF - USA
    2. #05 - Alexander Blessig - Position: PG/SG - Deutsch
    3. #09 - Benjamin Nick - Position: PF - Deutsch
    4. #10 - Marvin Heckel - Poistion: PG - Deutsch
    5. #11 - Götz Twiehoff - Position: PF/C - Deutsch
    6. #13 - Olegas Legankovas - Position: SF - Deutsch
    7. #15 - Tim Schönborn - Position: SG/SF - Deutsch
    8. #19 - Sören Queck - Position: SG - Deutsch
    9. #22 - Bruce Beckford - Position: PF- USA
    10. #25 - Michael Kuczmann - Position: PG/SG - Deutsch
    11. #26 - Daniel Merkens - Position: PG - Deutsch
  • Headcoach: Achim Kuczmann
  • Co-Trainer: Hansi Gnad und Jacques Schneider
  • Abteilungsleiter: Frank Rothweiler
  • Geschäftsführer: Achim Kuczmann
  • Pressesprecher: Christopher Kwiotek
  • Medizinische Abteilung: Dr. Manuel Mutschler (Teamarzt), Dr. Achim Münster (Teamarzt), Dr. Martin Reuter (Teamarzt), Christian Happ (Physiotherapeut), Dieter Happ (Physiotherapeut)

Zugänge: Calvin Oldham Junior (BK Kongsberg Miners / Norwegen), Bruce Beckford (BC Apollon Limassol / Zypern), Benjamin Nick (Whitworth University / NCAA III), Marvin Heckel (TG Würzburg / ProB)

Abgänge: Marco Braun (BG Hagen / 1.Regionalliga West), Maximilian Heimerzheim (Telekom Baskets Bonn II / 1.Regionalliga West), Marten Linßen (Valparaiso University / NCAA I), Marian Dahlem (Ziel unbekannt)[3]

Ehemalige bekannte Spieler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bekannte ehemalige Trainer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Spielstätte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Spielstätte der Bayer Giants Leverkusen ist die Ostermann-Arena. Sie wurde im Jahre 1974 gebaut und war zu diesem Zeitpunkt eine der modernsten Rundsporthallen Deutschlands. Sie bietet Platz für bis zu 3500 Zuschauer, wobei sich die Kapazität für jede Veranstaltungsform flexibel anpassen lässt.

Die Rundsporthalle ist nach seinem Sponsor, einem Möbelhaus in Leverkusen benannt. Früher war die Halle unter dem Namen „Wilhelm-Dopatka-Halle“ bekannt.

Seit der Saison 2008/09 teilen sich die Basketball-, Handball- und Volleyballabteilungen des TSV Bayer 04 Leverkusen die Halle. Hierfür wurde extra ein neuer Parkettboden aus den USA verlegt, um die Spielfeldmarkierungen übersichtlich zu trennen.

Erfolge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 14 Mal Deutscher Meister: 1970, 1971, 1972, 1976, 1979, 1985, 1986, 1990, 1991, 1992, 1993, 1994, 1995, 1996
  • 10 Mal Deutscher Pokalsieger: 1970, 1971, 1974, 1976, 1986, 1987, 1990, 1991, 1993, 1995
  • Meister der Regionalliga West: 2009
  • Meister der Pro B: 2013

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Schreiben von Anton Kartak, Vizepräsident des Deutschen Basketball Bundes und Vorsitzender des Bundestrainerrates, am 10. Oktober 1968, an die fünfzig nominierten Basketballspieler des 'Olympiakaders 1972'.
  2. Bestätigung des Umzugs nach Düsseldorf
  3. Pro B. Abgerufen am 10. Juli 2017.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]