Schwaben (Bayern)

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Schwaben
Wappen
Wappen
Flagge
Flagge
Staat: Deutschland
Bundesland: Bayern
Verwaltungssitz: Augsburg
Größte Städte: 1. Augsburg
2. Kempten (Allgäu)
3. Neu-Ulm
4. Memmingen
Fläche: 9.992,03 km²
Einwohner: 1.789.294 (31.12.2011)
Bevölkerungsdichte: 179 Einwohner je km²
Bezirkstagspräsident: Jürgen Reichert (CSU)
Regierungspräsident: Karl Michael Scheufele
Webpräsenz:
Locator map RB Schwaben in Bavaria.svg Locator map Schwaben in Germany.svg
Lage in Bayern und Deutschland

Schwaben ist ein staatlicher Regierungsbezirk des Freistaats Bayern. Er ist zugleich kommunaler Bezirk. Verwaltungssitz des Regierungsbezirks sowie des Bezirks ist Augsburg.

Name – Herkunft und Sinngebung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verbreitet ist auch die Bezeichnung Bayerisch Schwaben, da der Bezirk nur etwa die Hälfte desjenigen Raumes umfasst, der heute als Schwaben wahrgenommen wird. Dieses „Gesamt-Schwaben“ ist territorial nicht mehr fassbar, sondern hat seinen Ursprung in den früheren politischen Gebilden, nämlich dem frühneuzeitlichen Schwäbischen Kreis und dem mittelalterlichen Herzogtum Schwaben. Bayerisch Schwaben wird leicht mit diesem gesamtschwäbischen Raum verwechselt. Analog dazu wird auch das, was heute als „die andere Hälfte“ Schwabens wahrgenommen wird, nämlich Württemberg, oft fälschlicherweise mit dem Raum Schwaben insgesamt gleichgesetzt.

Bayerisch Schwaben ist derzeit das einzige politische Territorium, das den Namen Schwaben verwendet. Das Verbreitungsgebiet der als „schwäbisch“ eingeordneten Mundartmerkmale ist hier nicht von Bedeutung, da Schwaben ein politischer Begriff ist und war, kein dialektaler oder gar ethnischer. Sowohl die Bezeichnung für die Mundart als auch für die Bewohner hat ihren Ursprung in den genannten politischen Gebilden. Trotz dieser betont herrschaftlichen Entwicklungsgeschichte, und obgleich es in Bayerisch Schwaben auch viele Orte gibt, die zum niederalemannischen oder gar zum bairischen Mundartgebiet gehören (siehe Abschnitt Sprachliche Abgrenzung), wirbt die Tourismusbranche mit dem Motto „Wo Bayern schwäbisch schwätzt“.[1]

Gliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Bezirke sind in Bayern Selbstverwaltungskörperschaften, zu denen sich mehrere Kreise zusammengeschlossen haben. Die Kreise eines Bezirks gehören jeweils zu einem gleichnamigen Regierungsbezirk, dem Zuständigkeitsgebiet der Bezirksregierung (oft nur kurz Regierung) als staatlicher Mittelbehörde. Anders als bei den Landratsämtern, die gleichzeitig staatliche und kommunale Behörde sind („Janusköpfigkeit“), existieren hierfür in Bayern mit den Bezirksverwaltungen und den Regierungen getrennte Behörden.

Der Regierungsbezirk Schwaben umfasst vier kreisfreie Städte und zehn Landkreise:


Kreisfreie Städte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Landkreise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Frühere Landkreisnamen:

  • Der Landkreis Aichach-Friedberg hieß in der Übergangszeit vom 1. Juli 1972 bis zum 30. April 1973 Landkreis Augsburg-Ost.
  • Der Landkreis Augsburg hieß in der Übergangszeit vom 1. Juli 1972 bis zum 30. April 1973 Landkreis Augsburg-West.
  • Der Landkreis Donau-Ries hieß in der Übergangszeit vom 1. Juli 1972 bis zum 30. April 1973 Landkreis Nördlingen-Donauwörth. Der Sitz der Kreisverwaltung befand sich in Nördlingen.
  • Der Landkreis Günzburg hieß in der Übergangszeit vom 1. Juli 1972 bis zum 30. April 1973 Günzkreis.
  • Der Landkreis Neu-Ulm hieß in der Übergangszeit vom 1. Juli 1972 bis zum 30. April 1973 Illerkreis.
  • Der Landkreis Ostallgäu hieß in der Übergangszeit vom 1. Juli 1972 bis zum 30. April 1973 Landkreis Marktoberdorf.
  • Der Landkreis Unterallgäu hieß in der Übergangszeit vom 1. Juli 1972 bis zum 30. April 1973 Landkreis Mindelheim.

Gliederung vor der Kreisreform[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Alte Landkreisgrenzen

Vor der Landkreisreform am 1. Juli 1972 hatte der Regierungsbezirk zehn kreisfreie Städte und 20 Landkreise:

Kreisfreie Städte vor der Kreisreform[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Landkreise vor der Kreisreform[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Westportal der ehemaligen Fürstbischöflichen Residenz in Augsburg

Im Jahre 1803 wurde die Baierische Provinz Schwaben unter einer Landesdirektion in Ulm aus schwäbischen Gebieten, die durch den Reichsdeputationshauptschluss an Bayern fielen, gebildet. Teile wurden allerdings erst zwei Jahre später mit dem Frieden von Pressburg bayerisch. Im neuen Königreich Bayern wurden diese Teile 1808 in drei Kreise untergliedert (Oberdonaukreis, Lechkreis, Illerkreis), die 1817 zum Oberdonaukreis mit Verwaltungssitz Augsburg vereinigt wurden. Im Jahre 1837 wurde dieser in Anlehnung an das Herzogtum Schwaben, dessen ehemaligen Ostteil er bildet, in Kreis Schwaben und Neuburg umbenannt, wobei das Landgericht Neuburg an der Donau neu zum Kreis kam, die Landgerichte Aichach, Friedberg und Rain aber wieder zurück an Oberbayern fielen. Rain kam 1879 wieder an den Kreis. Im Jahre 1900 wurde im Zuge einer Neugliederung der Bezirke das Bezirksamt Schwabmünchen durch Aufteilung des Bezirksamts Augsburg errichtet. Im Jahre 1929 wurde das Bezirksamt Zusmarshausen aufgelöst. Die Gemeinden dieses Bezirksamtes wurden anschließend den Bezirksämtern Augsburg und Wertingen zugeordnet. In der Weimarer Republik war, beginnend mit der Revolution 1918, die Region Schauplatz intensiver Arbeitskämpfe und Streiks – eine Statistik des Historikers Claus-Peter Clasen zählt insgesamt 131 Streiks und Aussperrungen vor allem in der Textil- und Metallindustrie, aber auch im Baugewerbe.[2] Die Lohnstreiks waren eine Fortsetzung der mit Weltkrieg und Revolution zunehmenden Aktivität der Arbeiterbewegung, die nach Verbesserung der Lebensbedingungen für die Arbeitende Bevölkerung strebte. Diese Bewegung fand jedoch 1933 ihr Ende – Sozialdemokratie und Gewerkschaften wurden auch in Bayerisch-Schwaben verboten, Streiks waren illegal. 1938 wurde der Name Schwaben und Neuburg zu Schwaben gekürzt. Im Jahre 1939 wurden die Bezirksämter „reichseinheitlich“ in Landkreise umbenannt. Im Jahr 1940 verlor die Stadt Donauwörth den Status einer kreisunmittelbaren Stadt. Im Jahre 1944 trat der Landkreis Friedberg vom Regierungsbezirk Oberbayern zum Regierungsbezirk Schwaben über. Der Landkreis Lindau wurde 1945 als Teil der französischen Besatzungszone aus dem Regierungsbezirk aus-, 1955 jedoch durch einen Volksentscheid wieder eingegliedert. Während der Zeit trug es das historische deutsche Kfz-Kennzeichen FBY für „Französisch-Bayern“. Im Jahre 1972 fielen die Stadt und der Hauptteil des Landkreis Neuburg a.d. Donau sowie die Fuchstalgemeinden des bisherigen Landkreises Kaufbeuren an Oberbayern und der Hauptteil des bisherigen Landkreises Aichach an Schwaben.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Landschaft Bayerisch-Schwaben liegt im Südwesten Bayerns und reicht vom Ries im Norden bis zum bayerischen Allgäu im Süden. Im Westen wird Bayerisch-Schwaben weitgehend von der Iller begrenzt, im Süden teilweise durch den Bodensee und im Osten durch den Lech bzw. durch den Lechrain. Es grenzt im Norden an Mittelfranken, im Osten an Oberbayern, im Süden an Tirol und Vorarlberg in Österreich, im Bodensee an den Kanton St. Gallen in der Schweiz und im Westen an Baden-Württemberg. Der geographische Mittelpunkt liegt bei der Ortschaft Eppishausen.[3]

Naturräumliche Einheiten

(von Nord nach Süd):→ Naturräumliche Haupteinheiten Deutschlands

Landschaften

größere Flüsse

Seen

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Industrie
  • Textilindustrie
  • Tourismus
  • chemische Industrie
  • Maschinenbau

Der Strom wird im Regierungsbezirk, im Gegensatz zum restlichen Bayern, durch die RWE AG bereitgestellt.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Straßen

Autobahnen:

Bundesstraßen:

Wichtige Bahnlinien

Radwege

Wanderwege

Religionen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schwaben ist wie Altbayern überwiegend katholisch, wenngleich eine wichtige protestantische Minderheit besteht, die sich vor allem im Nördlinger Ries und auf den ehemals reichsstädtischen Territorien Ulms und Memmingens befindet. Außer in den ehemaligen Reichsstädten Augsburg, Lindau, Memmingen, Nördlingen, Kaufbeuren und Kempten hielt sich die lutherische Konfession nur noch in wenigen einst reichsritterschaftlichen Orten (Bächingen an der Brenz, Burtenbach, Haunsheim). Die katholischen Christen werden hauptsächlich durch das Bistum Augsburg vertreten, im Landkreis Donau-Ries teilweise auch durch das Bistum Eichstätt. Das Allgäu ist fast ausschließlich katholisch.

In Augsburg gibt es auch eine jüdische Gemeinde. In den größeren Städten wie Augsburg, Kempten, Memmingen, Neu-Ulm oder Kaufbeuren gibt es auch muslimische Gemeinden. Außerdem leben hier auch Angehörige verschiedener orthodoxer christlicher Kirchen.

Gemäß Zensus 2011 waren 60,8 % der Bevölkerung katholische, 16,5 % evangelische, 1,5 % orthodoxe und 0,5 % evangelisch-freikirchliche Christen, 0,1 % waren jüdischen Glaubens, 3,1 % gehörten sonstigen und 17,5 % keiner öffentlich-rechtlichen Religionsgemeinschaft an.[4]

Schutzgebiete[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Regierungsbezirk gibt es 59 Naturschutzgebiete, 115 Landschaftsschutzgebiete, 120 FFH-Gebiete, zwölf EU-Vogelschutzgebiete und mindestens 233 Geotope (Stand: April 2016). Das größte Naturschutzgebiet im Bezirk ist das Ammergebirge.

Siehe auch:

Sprachliche Abgrenzung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das traditionelle Verbreitungsgebiet westoberdeutscher (=alemannischer) Dialektmerkmale im 19. und 20. Jahrhundert. Bayerisch Schwaben liegt in dessen nordöstlichem Teil

Das Gebiet fiel in den Jahren nach der Säkularisation 1803 an Bayern. Lediglich der spätere Landkreis Aichach-Friedberg gehörte von Anfang an (seit dem 6. Jahrhundert) zu Bayern. Abgesehen vom altbayerischen Aichach werden schwäbisch-alemannische Dialekte gesprochen, doch auch in und um Aichach sind schwäbische Anklänge zu finden („Konnsch, muasch“ für kannst/musst), da es sich um einen im westlichen Altbayern typischen Übergangsdialekt handelt. Im Selbstverständnis sind die Aichacher jedoch trotz dieser dialektalen Besonderheit Oberbayern.

Die Sprachfärbungen weichen aufgrund des Dialektkontinuums von den in Württemberg gesprochenen schwäbischen Mundarten ab. Östliche Sprachgrenze gegenüber den bairischen Ortsdialekten ist der Lech mit einigen Verlagerungen um Augsburg, Landsberg/Lech, Schongau und Füssen. Dies ist sogar auf einer Landkarte erkennbar: Viele Orte westlich des Lechs enden auf dem schwäbisch-alemannischen -ingen, während viele Orte östlich des Lechs mit dem bairischen -ing enden.

Der Wortschatz der Dialekte von Bayerisch-Schwaben wird erfasst und beschrieben im Schwäbischen Wörterbuch. Die Sprachgeographie der verschiedenen Ortsdialekte ist dargestellt im Sprachatlas von Bayerisch-Schwaben.

Bezirk[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Bezirk Schwaben bildet gemeinsam mit den anderen bayerischen Bezirken die dritte kommunale Ebene des Bundeslandes. Die Kernaufgaben des Bezirks liegen im sozialen und kulturellen Bereich. Die Organe des Bezirks sind der Bezirkstag, der Bezirksausschuss und der Bezirkstagspräsident (Art. 21 Bezirksordnung - BezO).

Bezirkstag[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

         
Von 27 Sitzen entfallen auf:
Zusammensetzung des Bezirkstags[5]
Wahl CSU SPD FW Grüne FDP Die Linke REP ödp NPD GDP¹ BP Piraten Gesamt
2013[6] 13 4 3 2 1 1 1 1 1 27
2008 13 4 4 2 2 1 26
2003[7] 18 4 2 2 26
1998 17 8 2 1 1 29
1994 18 7 2 1 1 29
1990 18 7 2 1 1 29
1986 19 7 2 1 29
1982 20 8 1 29
1978 20 8 1 29
1974 20 8 1 29
1970 19 9 1 29
1966 16 10 1 2 29
1962 16 9 1 2 1 29
1958 16 7 1 3 2 29
1954 14 7 1 3 4 29

¹ 1954 und 1958 GB/BHE

Präsidenten des Landtags, Kreistags, Bezirksverbandstags und Bezirkstags[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Josef Mundig, 1829
  • Anton Anselm Fürst Fugger von Babenhausen, 1830–1832, 1833–1835
  • Friedrich Karl Freiherr von Eyb, 1833
  • Franz Graf von Paumgarten, 1836–1837
  • Marquard Freiherr von Stain, 1838–1845
  • Joseph von Weiß, 1846–1851
  • Ernst von Stetten, 1852–1863
  • Ulrich von Zoller, 1864
  • Oskar von Stobäus, 1865–1867
  • Julius von Röck, 1868–1883
  • Oskar von Lossow, 1884–1893
  • Balthasar von Reiger, 1894–1898
  • Adolf Horchler, 1899–1919
  • Otto Merkt, 1919–1945
  • Albert Kaifer (CSU), 1954–1958
  • Josef Fischer (CSU), 1958–1974
  • Georg Simnacher (CSU), 1974–2003
  • Jürgen Reichert (CSU), seit 2003

Seit dem 16. Oktober 2003 ist Jürgen Reichert (CSU) Bezirkstagspräsident. Seine Stellvertreter sind Alfons Weber und Ursula Lax (beide CSU) sowie Wolfgang Bähner (SPD).

(Quellen unter[8])

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Wappen wurde am 15. Oktober 1965 durch Bescheid des Bayerischen Staatsministeriums des Innern genehmigt.

Blasonierung: „Unter goldenem Schildhaupt, darin ein wachsender, rotbewehrter und golden nimbierter schwarzer Doppeladler, gespalten; vorne gespalten von Rot und Silber, hinten fünfmal schräglinks geteilt von Silber und Rot, überdeckt mit einem goldenen Pfahl.“

Der Adler des alten Reichs soll nicht nur die schwäbischen Reichsstädte Augsburg, Kaufbeuren, Memmingen, Kempten, Lindau, Donauwörth, Nördlingen, und (mit einigen Gebietsteilen) Ulm versinnbildlichen, sondern auch das ehemalige umfangreiche Reichsgut der Staufer und die reichsritterschaftlichen Territorien. Der von Rot und Silber gespaltene Schild des Hochstifts Augsburg ist stellvertretend für die geistlichen Territorien bis 1803, unter denen insbesondere das Fürststift Kempten, die Abteien Ottobeuren, Irsee, Roggenburg, Wettenhausen, Ursberg, Kaisheim und Elchingen, sowie das Damenstift Lindau zu nennen sind. Die hochstiftisch-augsburgischen Gebiete zogen sich von der Gegend südlich von Neresheim bis in die Allgäuer Alpen hin, so dass mit diesem Zeichen ein breiter Landstreifen links des Lechs unmittelbar angesprochen wird.
Mit dem alten Wappen der Markgrafschaft Burgau ist im Hoheitszeichen des Bezirks insbesondere Mittelschwaben mit Teilen der Landkreise Günzburg, Illertissen, Neu-Ulm und Krumbach vertreten. Darüber hinaus soll es an alle unmittelbaren weltlichen Territorien im schwäbischen Bereich bis zum Ende des alten Reichs erinnern, z. B. an die weithin verstreuten fuggerischen Gebiete, den Besitzkomplex der Linien des Hauses Oettingen um Nördlingen und schließlich auch an die alten wittelsbachischen Gebiete am Lech und an der Donau, sowie Wemding, Schwangau und Mindelheim. Statt heraldischer Hinweise auf die Wittelsbacher bot sich im vorliegenden Fall als schwäbische Besonderheit das Wappen der bis 1805 vorderösterreichischen Markgrafschaft Burgau an, das auch in künstlerischer Hinsicht einen guten Bezug zum farblich verwandten Augsburger Hochstiftswappen herstellt.

Flagge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Flagge ist Rot-Gelb gestreift mit aufgelegtem Bezirkswappen.

Partnerschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Regionalpartnerschaften bestehen zwischen dem Bezirk Schwaben und dem Département Mayenne in Frankreich (seit 1987) sowie der Bukowina in Rumänien und der Ukraine (1997).

Einrichtungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Bezirk hat das Kommunalunternehmen Bezirkskliniken Schwaben eingerichtet und unterhält Berufsfachschulen, die Bezirksheimatpflege, Forschungs- und Beratungsstellen für Trachten und Kleidungskultur sowie für Volksmusik. Weiter ist er unter anderem Träger des Museums KulturLand Ries in Maihingen (ehem. Rieser Bauernmuseum Maihingen) und des Schwäbischen Volkskundemuseum in Oberschönenfeld und über einen Zweckverband am Schwäbischen Bauernhofmuseum in Illerbeuren beteiligt.[9]

Regierungsbezirk[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptartikel: Regierung von Schwaben

Der Regierungsbezirk Schwaben ist gebietsmäßig identisch mit dem Bezirk Schwaben. Er ist der Zuständigkeitsbereich der staatlichen Mittelbehörde Regierung von Schwaben.

Regierungspräsidenten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Generalkommissäre des Oberdonaukreises (bis 1837) und Regierungspräsidenten von Schwaben

Name Amtszeit (Beginn) Amtszeit (Ende)
Karl Ernst Freiherr von Gravenreuth 1. April 1817 29. September 1826
Karl Joseph von Drechsel 1827 1828
Ludwig Fürst zu Oettingen-Wallerstein 1828 1831
Franz Arnold Linck 1832 1838
Carl Albert Leopold von Stengel 1839 1843
Anton von Fischer 1843 1849
Georg Karl Freiherr von Welden 1849 1857
Ernst von Lerchenfeld 1858 1868
Theodor von Zwehl 1868 1870
Winfried Hörmann von Hörbach 1870 1887
Wilhelm von Pechmann 1887 1887
Joseph von Kopp 1887 1897
Wilhelm von Lermann 1897 1906
Paul von Praun 1. Juni 1906 30. September 1923
Heinrich von Spreti 1. Oktober 1923 30. Juni 1933
Otto Dorn (komm.) 1. Juli 1933 15. Juni 1934
Karl Wahl 5. Juli 1934 28. April 1945
Konrad Kreißelmeyer 1. Juli 1945 31. Dezember 1948
Hans Martini 1. Januar 1949 31. Juli 1955
Michael Fellner 1. August 1955 30. November 1966
Frank Sieder 1. Dezember 1966 31. Mai 1984
Rudolf Dörr 1. Juni 1984 31. Mai 1993
Ludwig Schmid 1. Juni 1993 31. August 2008
Karl Michael Scheufele 1. September 2008 amtierend

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Walter Heubach: Schwaben 1987. Ein Regierungsbezirk stellt sich vor. Globel-Verlag, Möglingen 1987.
  • Schwaben. Textheft zur Wandzeitung „Gesellschaft und Staat“, München 1994.
  • Dietrich Bessler: Der Bezirk – Partner seiner Bürger. In: Bayerisch Schwaben. Stadler-Verlag, Konstanz 1996, S. 265–275.
  • Claus-Peter Clasen: Streikstatistik für Bayerisch Schwaben 1919 bis 1934, in: Arbeit – Bewegung – Geschichte, Heft 3/2017, S. 130–145.
  • Dieter Draf u. a. (Hrsg.): Schwaben – Bayern – Europa. Zukunftsperspektiven der bayerischen Bezirke. Festschrift für Georg Simnacher, St. Ottilien 1992.
  • Pankraz Fried: Bayerisch Schwaben. Grundzüge der geschichtlichen Entwicklung. München 1994.
  • Bernhard Hagel u. a.: Geschichte des Bezirkstags Schwaben. Bände I–V, Augsburg 1978 bis 1987.
  • Bernhard Hagel, Peter Klimm: Der Bezirk Schwaben: Vom Landrath zur modernen Selbstverwaltung. In: ebbes 2/1994, S. 20–22.
  • Johann M. Hübler: Bayerisch-Schwaben und Neuburg und seine Nachbargebiete. Eine Landes- und Volkskunde. Hobbing & Büchle, Stuttgart 1901 (Digitalisat).
  • Stefan Heinze: Die Region Bayerisch Schwaben. Studien zum schwäbischen Regionalismus im 19. und 20. Jh. Augsburg 1995.
  • Georg Simnacher: Schwaben und Europa. In: Bayerisch Schwaben. Konstanz 1996, S. 101–110.
  • Georg Simnacher: 150 Jahre bayerische Bezirke – ein Jubiläum am Beginn der vollen Selbstverwaltung. In: Schwaben – Tradition und Fortschritt. Konrad Verlag, Weißenhorn 1997, S. 1–10.
  • Georg Simnacher: Universität Augsburg und Bezirk Schwaben. In: Schwaben – Tradition und Fortschritt. Konrad Verlag, Weißenhorn 1997, S. 11–16.
  • Theo Stammen: Beneidenswert: Der Bezirk, die dritte kommunale Ebene in Bayern. In: ebbes 2/1994, S. 23.
  • Wolfgang Wüst, Georg Kreuzer, David Petry (Hrsg.): Grenzüberschreitungen. Die Außenbeziehungen Schwabens in Mittelalter und Neuzeit (Zeitschrift d. Historischen Vereins für Schwaben 100) Wißner Verlag, Augsburg 2000, ISBN 978-3-89639-674-7.
  • Lebensbilder aus dem Bayerischen Schwaben. Bislang 18 Bde. (Stand 2015). Veröffentlichungen der Schwäbischen Forschungsgemeinschaft bei der Kommission für Bayerische Landesgeschichte, München u. a. 1952 ff.
  • Thomas Pfundner: Historische Grenzsteine in Bayerisch-Schwaben – Inventar zu einem unendlichen Feld. Konrad Verlag, Weißenhorn 2015, ISBN 978-3-87437-568-9.
  • Paul Hoser: Geschichte des Bezirks Schwaben von der Nachkriegszeit bis 2003, erscheint 22. Juni 2017 in der Schriftenreihe der Bezirksheimatpflege Schwaben zur Geschichte und Kultur

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Schwaben (Bayern) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. http://www.bayerisch-schwaben.de/ (14. Februar 2015)
  2. Claus-Peter Clasen: Streikstatistik für Bayerisch Schwaben 1919 bis 1934, in: Arbeit – Bewegung – Geschichte, Heft 3/2017, S.130-145.
  3. Die Vermessungsverwaltung stellt die geographische Mitte Schwabens vor
  4. https://ergebnisse.zensus2011.de/#dynTable:statUnit=PERSON;absRel=PROZENT;ags=097;agsAxis=X;yAxis=RELIGION_AUSF
  5. Bezirkswahlen in Bayern seit 1954. In: wahlen.bayern.de. Abgerufen am 16. September 2013.
  6. Angaben auf den Seiten des Bezirks.
  7. Wahlrecht – News – Bezirkswahlen in Bayern: CSU bekommt 10 Mandate »zu viel« wegen d’Hondt. In: wahlrecht.de. Abgerufen am 16. September 2013.
  8. Bernhard Hagel: Vom Landrath des Oberdonaukreises zum Bezirkstag Schwaben (1828–1987). AV-Verlag, Augsburg 1988.
  9. Verzeichnis der Einrichtungen des Bezirks.

Koordinaten: 48° N, 10° O