Bayerische Staatsbrauerei Weihenstephan

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Koordinaten: 48° 23′ 46″ N, 11° 43′ 45″ O

Bayerische Staatsbrauerei Weihenstephan
Rechtsform Landesbetrieb
Gründung um 1675
Sitz Freising, Bayern
Leitung Josef Schrädler
Mitarbeiter 117 (2013)[1]
Umsatz 30,35 Mio. EUR (2013)[1]
Branche Bierbrauerei
Website www.brauerei-weihenstephan.de
Brauerei Weihenstephan in Weihenstephan
Bärenskulptur am Eingang zur Bayerischen Staatsbrauerei Weihenstephan.

Die Bayerische Staatsbrauerei Weihenstephan ist eine Brauerei im Besitz des Freistaates Bayern in den Gebäuden des ehemaligen Klosters Weihenstephan auf dem „Weihenstephaner Berg“ im Freisinger Stadtteil Weihenstephan. Der Jahresausstoß betrug im Jahr 2013 338.116 Hektoliter.[1]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gründungsdatum[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bis in die 1950er Jahre wurde als Gründungsdatum das Jahr 1146 angegeben. Erst dann tauchte eine angeblich aus dem Jahre 1040 stammende Urkunde auf. In ihr erhielt das Benediktiner-Kloster Weihenstephan vom Freisinger Bischof Egilbert von Moosburg († 1039) die „Braugerechtsame“, das Braurecht. Höchstwahrscheinlich handelt es sich bei dieser Urkunde allerdings um eine Fälschung aus den Jahren 1616 bis 1640, die auf Veranlassung des Weihenstephaner Abtes Georg Tanner gefertigt wurde. Die Brauerei nutzte diese Urkunde erstmals im Jahre 1723 bei einer Prüfung geistlicher und adliger Brauhäuser durch eine kurbayrische Untersuchungskommission. Vermutlich wusste die Brauerei in diesem Jahr schon nichts mehr von diesen Fälschungen. Der erste schriftliche Beleg für eine Brauerei in Weihenstephan stammt aus dem Jahr 1675.[2]

Staatsbrauerei[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Kloster Weihenstephan wurde im Zuge der Säkularisation in Bayern 1803 aufgelöst. Die zu diesem Zeitpunkt bestehende Brauerei kam in den Besitz des Bayerischen Staates und firmierte als Königlich Bayerische Staatsbrauerei Weihenstephan.[1] Seit 1921 trägt die Brauerei den Namen Bayerische Staatsbrauerei. Heute ist sie als Regiebetrieb des Freistaates Bayern ein modernes, nach privatwirtschaftlichen Maßstäben geführtes Unternehmen mit Absatzgebieten in aller Welt. Rund um die Brauerei entstand aus dem Kloster der heutige Campus Freising-Weihenstephan.

Derzeitiger Direktor der Brauerei ist Josef Schrädler.[3]

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2016: Goldpreis beim World Beer Cup, in der Kategorie South German-Style Hefeweizen, für Weihenstephaner Hefeweißbier.[4]
  • 2016: Silberpreis beim World Beer Cup, in der Kategorie German-Style Wheat Ale, für Weihenstephaner Kristallweißbier.[4]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Gunter Stresow in: Von Klostern, Kirchen und Geistlichen im Jahrbuch 2004, Gesellschaft für Geschichte des Brauwesens e.V. (GGB), Berlin 2004

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c d Beteiligungsbericht des Freistaates Bayern 2014, abgerufen am 20. März 2015
  2. Tradition wird großgeschrieben, Die Zeit Ausgabe 23/2012
  3. „Dr. Josef Schrädler zum Honorarprofessor ernannt“, TU München, 7. Dezember 2007
  4. a b Gewinnerliste 2016, auf www.worldbeercup.org, abgerufen am 11. Mai 2016