BR Fernsehen

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BR Fernsehen
Senderlogo
BR Fernsehen 2016.svg
Allgemeine Informationen
Empfang: Analog: Kabel
Digital: DVB-T, DVB-C, DVB-S, DVB-S2, IPTV
Sitz: München, Deutschland
Sendeanstalt: Bayerischer Rundfunk
Auflösung: 576i (SDTV)
720p (HDTV) (BR Fernsehen HD)
Intendant: Ulrich Wilhelm
Programmchef: Reinhard Scolik[1]
Sendebeginn: 22. September 1964
Rechtsform: Öffentlich-rechtlich
Programmtyp: Vollprogramm
Website: br.de
Liste von Fernsehsendern
Die Schriftart Bayern Headline, die 2010 im Corporate Design eingeführt wurde
BR Fernsehen, Standort München Freimann

Das BR Fernsehen (bis 11. April 2016 unter dem Namen Bayerisches Fernsehen) ist ein vom Bayerischen Rundfunk produziertes Drittes Fernsehprogramm, das ein auf Bayern konzentriertes Vollprogramm im 24-Stunden-Betrieb darstellt.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Sendestart des Bayerischen Fernsehens erfolgte am 22. September 1964 unter der Bezeichnung Studienprogramm. Es ist somit das älteste dritte Programm Deutschlands. Darüber hinaus liefert der BR seit 1954 Fernsehbeiträge für das ARD-Gemeinschaftsprogramm[2], zunächst als bayerisches Regionalmagazin, ab dem 8. November 1954 unter dem Titel Die Münchner Abendschau. Die heutige Abendschau als einstiges Regionalfenster in der ARD gilt heute als Beginn der Fernseh-Ära in Bayern.[3]

2005 hat sich das Bayerische Fernsehen ein Motto gegeben: „Bayerisches Fernsehen – Die Welt aus Bayern“. Dazu wurden eigens Videoclips produziert, unter anderem mit der Moderatorin Sabine Sauer und dem Fürther Comedy-Duo Martin Rassau und Volker Heißmann.

Seit 22. Juni 2008 existieren im digitalen Netz zwei Regionalversionen des Bayerischen Fernsehens: Das Bayerische FS Nord für Franken und das Bayerische FS Süd für Altbayern und Schwaben.

Am 30. April 2012 startete ein HD-Simulcast,[4] wobei bis zum 4. November 2014 wegen fehlender technischer Voraussetzungen das gesamte Programm auf das hochauflösende Format 720p hochskaliert wurde.[5]

Am 11. April 2016 wurde das Bayerische Fernsehen in BR Fernsehen umbenannt. Damit verbunden erhielt das Bayerische Fernsehen auch ein verändertes Logo, ein neues On-Air-Design und ein neues Programmschema.[6] Eine bedeutende Änderung im Programmablauf war die Übernahme der ARD-Tagesschau um 20:00 Uhr.[7] Außerdem erhielt auch die Nachrichtensendung Rundschau ein neues Design und neue Sendeplätze. Der bisherige Claim des Bayerischen Fernsehens Da bin ich daheim wurde beibehalten.

Mitarbeiter[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Laut BR-Geschäftsbericht 2014[8] waren 8 % der insgesamt 3.054 festangestellten Mitarbeiter (Planstellen) des Bayerischen Rundfunks dem Fernsehbereich d.h. der Fernsehdirektion mit insgesamt 253 Planstellen zugeordnet. Die Informationsdirektion, der die Information im BR-Hörfunk, im BR Fernsehen und im Online-Angebot des Bayerischen Rundfunks obliegt, hatte laut BR-Geschäftsbericht 2014 insgesamt 260 Planstellen. Im Vergleich hierzu beschäftigte die Administration des Bayerischen Rundfunks, bestehend aus Intendanz, Juristischer Direktion und Verwaltungsdirektion mit 627 festangestellen Mitarbeitern mehr als zweimal so viele festangestellte Mitarbeiter als die für das gesamte trimediale Informationsangebot des Bayerischen Rundfunks zuständige Informationsdirektion.

Zuschauerakzeptanz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mit einem durchschnittlichen bundesweiten Marktanteil von 1,7 % lag das BR Fernsehen 2015 im Vergleich mit den anderen Dritten ARD-Programmen an fünfter Stelle. Mit 2,5 % führt das NDR-Fernsehen das Quotenranking, gefolgt vom WDR-Fernsehen mit einem bundesweiten Marktanteil von 2,2 %, dem MDR-Fernsehen mit 2,0 %, dann das SWR-Fernsehen mit 1,8 Prozent. Es folgt nach dem Bayerischen Fernsehen das hr-fernsehen mit 1,2 % und das rbb-Fernsehen mit 1,1 %. Das Ranking der Dritten ARD-Programme ist für 2014 und 2015 unverändert.[9]

Etwas anders stellt sich die Position des BR Fernsehens aus regionaler Sicht und das Ranking der Sender innerhalb der ARD dar, wenn man die Einschaltquoten des Jahres 2015 in den jeweiligen Sendegebieten der Dritten ARD-Programme miteinander vergleicht. Da lag das BR Fernsehen mit einem Marktanteil von 7,5 % (2014: 7,1 %) an dritter Stelle nach dem NDR- und MDR-Fernsehen. Der MDR hielt 2015 seine seit jeher behauptete Spitzenposition mit 9,0 % Marktanteil (gleich mit 2014), der NDR lag 2015 bei 7,8 % (2014: 8,1 %). Das hr-Fernsehen wies 2015 eine Quote von 7,0 Prozent auf (2014: 6,6 %), das SWR-Fernsehen 6,9 % (2014: 6,7 %). Das WDR-Fernsehen hat 2015 mit 6,6 % Marktanteil um 0,6 Prozentpunkte im Vergleich mit 2014 verloren. Den letzten Platz im Ranking der Dritten ARD-Programme nahm 2015 wie in den Jahren zuvor das rbb-Fernsehen mit 6,3 Prozent ein (2014: 6,2 Prozent).[10]

Programm[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rund zwei Drittel der Sendungen im Bayerischen Fernsehen fallen nach eigenen Angaben des Senders unter die Kategorie Information. Der Schwerpunkt liegt in der regionalen Berichterstattung und auf gesellschaftspolitisch und kulturell orientierten Sendungen. In den Hauptnutzungszeiten werden fast ausschließlich eigene Produktionen gesendet.

Im Oktober 2007 hat der Bayerische Rundfunk ein Relaunch seiner Programme durchgeführt. Auch das BR Fernsehen erfuhr eine Programmmodernisierung. Das alte Programmschema wurde angepasst, erneuert und nach modernen Gegebenheiten modifiziert. Die Rundschau wurde hingegen nur in geringem Maße modifiziert.

Zum 7. Januar 2013 hat das BR Fernsehen erneut sein Programm geändert, um den neuen Sehgewohnheiten der Zuschauer am Abend besser entgegenzukommen. Dabei wurde eine täglich einheitliche, spätere Sendezeit für das Rundschau-Magazin, nämlich 21:45 Uhr, als zentraler Punkt für das neue Programmschema gesetzt. Außerdem wurden Sendungen, die in etwa die gleichen Zuschauer ansprechen, an einen Sendetag gelegt und Programmplätze für Sendungen, die jüngere Zuschauer ansprechen, in das neue Schema aufgenommen.[11]

Mit der Umbenennung des Bayerisches Fernsehen in BR Fernsehen am 11. April 2016 gab es auch einige Änderungen im Programmschema, unter anderem die Ausstrahlung der ARD-Tagesschau um 20 Uhr.[12] Die gravierendsten Änderungen gab es bei der Nachrichtensendung Rundschau, welche ein neues Studio, ein neues Design, neue Inhalte und neue Sendeplätze erhielt. Auch bei den 19-Uhr-Sendungen und im Spätabendprogramm gab es viele Neuerungen.

Senderlogos[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: BR Fernsehen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Wechsel in der Fernsehdirektion: Dr. Reinhard Scolik neuer BR-Fernsehdirektor. Bayerischer Rundfunk, 1. März 2016, abgerufen am 1. März 2016.
  2. 50 Jahre Bayerisches Fernsehen, abgerufen am 11. November 2014 (Memento vom 18. Dezember 2007 im Internet Archive)
  3. Jubiläum: 60 Jahre Abendschau. Bayerischer Rundfunk, 5. November 2014, abgerufen am 11. November 2014.
  4. ARD Pressemeldung: Aktionswoche zum Analog-Digital-Umstieg. ARD, 6. April 2011, abgerufen am 2. Januar 2016.
  5. Beste Qualität: Bayerisches Fernsehen strahlt in nativem HD aus. Bayerischer Rundfunk, 4. November 2014, abgerufen am 4. November 2014.
  6. Bayerischer Rundfunk: Weiterentwickeltes Fernseh-Programmschema gestartet. Bayerischer Rundfunk, 11. April 2016, abgerufen am 12. April 2016.
  7. Neuer Name, neues Schema: BR Fernsehen wird zum 11. April komplett renoviert. DWDL, 17. März 2016, abgerufen am 18. März 2016.
  8. Geschäftsbericht: BR schließt 2014 bei rückläufigen Erträgen mit leichtem Minus. Bayerischer Rundfunk, 9. Juli 2015, abgerufen am 2. Januar 2016.
  9. Joachim Huber: Quoten-Ranking der Dritten Programme: NDR und MDR vorn, RBB hinten. Der Tagesspiegel, 29. Dezember 2015, abgerufen am 2. Januar 2016.
  10. Fernsehnutzung: Bilanz Bayerisches Fernsehen 2015. Bayerischer Rundfunk, 30. Dezember 2015, abgerufen am 2. Januar 2016.
  11. Bayerisches Fernsehen: Alle Sendungen. Bayerischer Rundfunk, abgerufen am 13. März 2012.
  12. Bayerischer Rundfunk: Weiterentwickeltes Fernseh-Programmschema kann am 11. April starten. Bayerischer Rundfunk, 17. März 2016, abgerufen am 18. März 2016.