Bayerisches Zentral-Landwirtschaftsfest

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Blick von der Bavaria auf das ZLF

Das Bayerische Zentral-Landwirtschaftsfest (ZLF) ist eine Landwirtschaftsausstellung, die seit 1996 alle vier Jahre in München auf der Theresienwiese parallel zum Oktoberfest stattfindet. Vor 1996 fand die Ausstellung dreijährlich statt. Schwerpunkte sind die Landwirtschaft, Land- und Forsttechnik und die Nutztierschau.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Entstehung des Zentral-Landwirtschaftsfestes und des Oktoberfests geht auf ein Pferderennen anlässlich der Hochzeit des bayerischen Kronprinzen Ludwig mit Therese von Sachsen-Hildburghausen im Jahr 1810 zurück. Zum Abschluss der mehrtägigen Hochzeitsfeiern wurde für die Münchner Bürger vor der Stadt ein großes Pferderennen veranstaltet. Dieses Pferderennen fand beim Volk so großen Anklang, dass es in den folgenden Jahren wiederholt wurde.

Dabei veranstaltete der Landwirtschaftliche Verein schon 1811 ein Nationalfest mit Pferderennen, Viehmarkt und Nutzviehprämierung. Maximilian I. Joseph persönlich überreichte die Auszeichnungen und wertete damit den Bauernstand erheblich auf.

Dies war die erste Landwirtschaftsausstellung im deutschsprachigen Raum. Im folgenden Jahr etablierte sich der Name Centrallandwirtschaftsfest. Anfangs war es eine reine Viehausstellung, die sich aus dem Pferderennen entwickelt hat. Später kam die Landtechnikschau dazu.

Das ZLF ist bekannt für seine agrartechnischen Innovationen. So wurden zum Beispiel 1864 Justus von Liebigs Versuche zum Kartoffelanbau gezeigt und 1877 zum ersten Mal die Sojabohne und der Anbau von Moos- und Moorbeeren aus Amerika demonstriert.

Seit 1949 wird die Veranstaltung vom Bayerischen Bauernverband durchgeführt. 2004 zogen 650 Aussteller auf 120.000 m² circa 370.000 Besucher an.

Das Bayerische Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten hat auf dem Zentrallandwirtschaftsfest jedes Jahr eine eigene Halle.

Das gleichzeitig stattfindende benachbarte Oktoberfest wird von der Stadt München veranstaltet. Beide Feste profitieren gegenseitig und teilen sich dazu seit 1811 die Münchner Theresienwiese. Das Oktoberfest findet auf dem nördlichen Teil statt, das Zentral-Landwirtschaftsfest auf dem südlichen Teil der Wiesn.

Bedingt durch Kriegsgeschehnisse und die Umstellung auf einen längeren Abstand der Feste von einjährig auf dreijährig und seit 1996 auf vierjährig, fand im Jahr 2012 nach über 200 Jahren das 125. Zentral-Landwirtschaftsfest als Jubiläumsfest statt.

2016[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das 126. Zentral-Landwirtschaftsfest fand vom 17. bis 25. September 2016 statt. Mit ca. 280.000[1] Besuchern wurde das Fest von deutlich weniger Menschen(-25%) besucht als noch 2012 (370.000).

Vom 26. September bis zum Ende des Oktoberfestes am 3. Oktober bleiben das Festzelt sowie ein Dorfplatz mit landwirtschaftlichen Verkaufs- und Infoständen für Besucher geöffnet.[2] Das Festzelt ist das Traditionsfestzelt der "Oidn Wiesn" und wird in derselben Weise wie auf der Oidn Wiesn geführt, (gesonderter Eintritt, traditionelle Musik und Gruppen)

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Joseph von Hazzi: Darstellung des 25jährigen Wirkens des landwirtschaftlichen Vereins in Baiern und des Zentral-Landwirtschaftsfestes zu München (1835).

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Bayerisches Zentral-Landwirtschaftsfest – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bauern bringen Tiere, Technik und Tradition auf die Wiesn. In: www.bayerischerbauernverband.de. Abgerufen am 28. September 2016.
  2. Bayerischer Bauernverband: ZLF-Festzelt öffnet nächstes Jahr für Wiesn-Gäste

Koordinaten: 48° 7′ 44″ N, 11° 32′ 53″ O