Beamten-Dreisatz

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Als Beamten-Dreisatz (auch: Die drei goldenen Regeln des Beamtentums) wird eine sprichwörtliche Trias von Totschlagargumenten der Bürokratie bezeichnet.

In der Formulierung von Karl August Bettermann („die drei Grundsätze unserer Verwaltung“) lauten sie:[1]

  1. Das haben wir immer so gemacht!
  2. Das haben wir noch nie gemacht!
  3. Da könnte ja jeder kommen!

Damit soll dem natürlichen Vorbehalt vor Veränderungen Ausdruck gegeben werden, der stereotypisch auftritt, wenn ein lange bestehendes Verhaltensmuster innerhalb einer Sozialstruktur plötzlich angezweifelt wird.

Bedeutung im Veränderungsprozess[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Veränderungsprozess

In jedem Veränderungsprozess stehen zwei wichtige Werte einander gegenüber:

a) Wertschätzung des Bestehenden
b) Mut zu Neuem

Diese beiden Werte sind in jeder einzelnen Person wirksam und beeinflussen sowohl die nach außen vertretene Meinung, als auch das eigene Handeln. In jeder Gruppe oder Organisation übernehmen einzelne Mitglieder die entsprechend Rolle der „Bremser“ oder Kulturträger, beziehungsweise der „Gasgeber“ oder Visionäre (siehe Rollen in der Gruppendynamik). Beide Rollen sind wichtig für die Entwicklung und können je nach Situation und Persönlichkeit auch zwischen den Personen wechseln. Es ist die Aufgabe aller Beteiligten und Betroffenen, diese beiden Tendenzen in einer synergetischen schöpferischen Weise zusammenzuführen und dadurch Entwicklung zu ermöglichen. Der methodische Umgang mit solchen Prozessen heißt Veränderungsmanagement. Solche Prozesse sind ständiger Bestandteil in der Entwicklung von Personen, Gruppen und Organisationen (siehe Organisationsentwicklung).

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Fußnoten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Berufliches: Karl August Bettermann. In: Der Spiegel. Nr. 3, 1960, S. 63 (online).