Beate Rudolf

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Rudolf im Mai 2013

Beate Rudolf (* 12. Juni 1964 in Köln) ist seit 1. Januar 2010 Direktorin des Deutschen Instituts für Menschenrechte.

Leben und Beruf[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rudolf studierte von 1983 bis 1989 an der Universität in Bonn sowie in Genf und schloss ihr erstes Staatsexamen in Rechtswissenschaften mit Auszeichnung ab. Sie erhielt in dieser Zeit ein Stipendium der Studienstiftung des deutschen Volkes. Von 1990 arbeitete sie drei Jahre lang als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Öffentliches Völkerrecht an der Universität in Bonn. 1992 schloss sie ihr zweites Staatsexamen ebenfalls mit Auszeichnung ab. Ihr Referendariat leistete sie unter anderem im Direktorat für Menschenrechte des Europarates ab. Von 1994 bis 2000 lehrte sie als wissenschaftliche Assistentin Öffentliches Recht, ausländisches öffentliches Recht sowie Völkerrecht und Europarecht an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf und promovierte dort im Jahr 1999. Ein Jahr später erhielt sie das Lise-Meitner-Stipendiat des Landes Nordrhein-Westfalen. Von 2003 bis 2010 war sie an der Freien Universität Berlin tätig und lehrte dort als Juniorprofessorin Öffentliches Recht und Gleichstellungsrecht. Im Sonderforschungsbereich „Governance in Räumen begrenzter Staatlichkeit“[1] leitete sie das Projekt „Völkerrechtliche Vorgaben für Governance in schwachen und zerfallenden Staaten“.[2] Sie war Mitglied des Netzwerks von Rechtsexperten der Europäischen Kommission zur Geschlechtergleichheit. 2016 wurde sie für drei Jahre zur Vorsitzenden des Weltverbands der Nationalen Menschenrechtsinstitutionen (GANHRI) gewählt. 2017 wurde ihr der Margherita-von-Brentano-Preis "für ihr langjähriges akademisches und gesellschaftspolitisches Wirken im Bereich der Menschenrechte und insbesondere der Frauenrechte" verliehen.[3]

Zu ihren Forschungsschwerpunkten gehören Grund- und Menschenrechte sowie Staatsformmerkmale nach Völkerrecht, Europarecht und deutschem Verfassungsrecht.[4]

Ehrenamt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rudolf war Vizepräsidentin der European Women Lawyers Association.[5] Sie ist Mitglied im Zentralkomitee der deutschen Katholiken.[6]

Schriften (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Beate Rudolf: Die thematischen Berichterstatter und Arbeitsgruppen der UN-Menschenrechtskommission. Springer, Berlin 2000.
  • Beate Rudolf: Frauen und Völkerrecht. Nomos, Baden-Baden 2006, ISBN 978-3-8329-2008-1.
  • Beate Rudolf: Geschlecht im Recht. Wallstein-Verlag, Göttingen 2009.
  • Beate Rudolf und Matthias Mahlmann: Gleichbehandlungsrecht. Nomos, Baden-Baden 2007, ISBN 978-3-8329-1413-4.
  • Beate Rudolf: Menschenrecht Wasser? Lang, Frankfurt am Main 2007, ISBN 978-3-631-55931-4.
  • Freeman/Chinkin/Rudolf (Hg.): The Convention on the Elimination of all Forms of Discrimination against Women. A Commentary. 2012.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Sonderforschungsbereich 700 (Memento vom 29. September 2011 im Internet Archive), Webseite der Freien Universität Berlin, abgerufen am 29. Mai 2013.
  2. Deutsches Institut für Menschenrechte: Was ist Inklusion? 16 persönliche Antworten, S. 39, Dezember 2012.
  3. Verleihung des Margherita-von-Brentano-Preises 2017, Pressemitteilung der Freien Universität Berlin vom 26. Juni 2017
  4. Prof. Dr. Beate Rudolf tritt am 1. Januar ihr Amt als Direktorin des Deutschen Instituts für Menschenrechte an (mit Bild), Pressemeldung auf Presseportal vom 29. Dezember 2009, abgerufen am 29. Mai 2013.
  5. Vizepräsidentin Beate Rudolf (Memento vom 10. Januar 2014 im Internet Archive), Webseite der EWLA (englisch), abgerufen am 29. Mai 2013.
  6. zdk.de: Mitglieder/Einzelpersönlichkeiten, abgerufen am 24. Februar 2017.